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Windows 10: Desktop-Apps laufen bald auf Snapdragon-Prozessoren

REhuus

Mitglied
"Gegenüber The Verge begründet der Windows- und Gerätechef von Microsoft, Terry Myerson, den neuen Anlauf damit, dass Kunden Geräte mit besserer Akkulaufzeit und Anbindung an das Mobilfunknetz fordern"

Wow, was für eine bahnbrechende Erkenntnis. Wobei man den Jungs bei Microsoft mal erzählen sollte, dass man auch x86 betriebene Geräte mit Mobilfunkmodul ausstatten kann. Diese Erkenntnis scheint aber auch in der hauseiegenen Surface-Entwicklung noch nicht angekommen zu sein. Oder warum ignoriert man dort seit Jahren die Wünsche nach optionaler LTE-Anbindung?
 

Gandalf

Aktives Mitglied
Ist das jetzt gut oder schlecht?
Hätten Windows 10 Mobile Smartphones dann endlich mehr und bessere Apps?
 

chief

Bekanntes Mitglied
@Rehuus

Die Surface Entwicklung weiß das es geht. Es gibt das Surface 3 nämlich in einer Ausführung mit LTE.

@Gandalf

Mehr bestimmt. Besser wage ich zu bezweifeln.

Ich stelle mir gerade iTunes oder Autodesk Inventor auf einem Lumia 950XL vor. Der Gedanke ist irgendwie cool aber ob es nutzbar ist, ist fraglich.
 
D

DerZander

Guest
>> Hätten Windows 10 Mobile Smartphones dann endlich mehr und bessere Apps?

Das hat nichts mit Apps und auch nichts mit Windows 10 Mobile zu tun. AM hat offenbar auch nicht so ganz verstanden, worum es geht.

Es geht um Legacyx86-Anwendungen unter ARM per Emulation. Mit den WinRT-Framework-Apps (Windows 8/10 Apps) hat das nichts zu tun.

Mich würde dann mal interessieren, welche Vorteile ARM-Tablets gegenüber Atom-Tablets mit Windows 10 in der Praxis dann wirklich haben.
 
D

DerZander

Guest
@MaK
>> etwas zu emulieren ist nie die perfekte Lösung.

das ist schon richtig. Perfekt nicht, aber da die Prozessoren mittlerweile ausreichend viel Power haben, hast du mit einfacheren Anwendungen da keine Probleme .

Videoschnitt-Software und anspruchsvolle Games würde ich aber emuliert nicht laufen lassen. ;)
 

Laborant

Aktives Mitglied
Die Frage ist auch, ob man in jedem Büro-PC zwingend so eine Kiste mit Intel CPU braucht, oder ob man auch Büro-Zeugs auf ARM erledigen kann. Die ARM-Architektur bietet mittlerweile viele Vorteile - So können ARM Prozessoren beispielsweise im big.LITTLE Konzept aufgebaut werden, was die Paarung von "schwachen aber energiesparenden" Kernen mit Hochleistungskernen ermöglicht.

Sowohl Intel wie auch ARM Prozessoren kommen langsam an die Grenzen der Physik - Frequenzen können nicht mehr beliebig hochgeschraubt werden, wobei baugrössen nicht mehr viel weiter verkleinert werden können. Da treten Materialspezifische Grenzen auf - oder wie es mein Kommilitone so schön sagte: "Quanten-Scheiss!"

Der Hauptunterschied zwischen ARM und x86 liegt in der Befehlssatzstruktur - Bei ARM handelt es sich um eine RISC (Reduced Instruction Set Computing) Architektur. Das heisst, jede Prozessoranweisung hat seinen eigenen "Opcode". Das sind dann solche Dinge wie "Lade Adresse in Register", "Lade Wert von Adresse aus Speicher in Register" oder "Addiere Registerinhalt R0 und R1 zusammen und speichere es in R1". Diese Anweisungen können direkt mithilfe einer Liste und eines Automatisierten Textprogrammes in Binärcode verwandelt werden. Der Prozessor frisst die einzelanweisung und macht genau was er soll - und geht eine Anweisung weiter.

Bei x86 - CISC Architektur (Complex Instruction Set Computing) - hingegen sind die Befehle komplexer gestaltet - der Prozessor liest eine Anweisung und muss diese zuerst einmal in einzelbefehle aufdröseln. Damit können komplexere Befehle übergeben werdenallerdings leidet die Effinzienz. Weiterhin wird der x86 Befehlssatz abwärtskompatibel gehalten - will heissen dass selbst Programme von 1980 technisch gesehen laufen müssten. Ob die Rest der Hard- und Software so ohne Treiber mitmacht, steht aber auf einem anderen Blatt.

Ich persönlich sehe Intel aktuell eigentlich nur noch in Rechnern, die wirklich was leisten müssen. Schön dass MS das erkannt hat - nicht mit Blick auf Continuum, sondern mit Blick auf praxisnahere Computer.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@Laborant:"Sowohl Intel wie auch ARM Prozessoren kommen langsam an die Grenzen der Physik - Frequenzen können nicht mehr beliebig hochgeschraubt werden, wobei baugrössen nicht mehr viel weiter verkleinert werden können. Da treten Materialspezifische Grenzen auf - oder wie es mein Kommilitone so schön sagte: "Quanten-Scheiss!""
>>Oder Graphen. Graphen ist dafür bekannt, dass es deutlich höhere Frequenzen verträgt. Bisher ist was Graphen angeht aber noch nix zählbares herausgekommen - gilt für Quanten-Computer aber irgendwie auch.
 

Laborant

Aktives Mitglied
Ibnam: Genau wie bei den Akkus - seit Jahren wird in den Medien umhererzählt, dass bald eine Bahnbrechende Erfindung kommt. So langsam will ich Ergebnisse sehen, bevor ich was neues glaube ;)
 
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