• Liebe Community,
    Aufgrund des niedrigen Traffics im Forum haben wir uns dazu entschlossen, es nur noch im Lesemodus zu betreiben. Neue Kommentare sind also nicht mehr möglich, wohl aber das Lesen der bestehenden Foreninhalte als Archiv. Ihr könnt diesen Account auch auf unseren anderen Portalen (pcgameshardware.de, pcgames.de, buffed.de etc.) nutzen oder Euren Account löschen lassen. Wir bitten um euer Verständnis und danken euch für die vielen tollen Beiträge.“

Wie befürchtet: EU-Roaming-Gebühren fallen nicht ganz weg

F

foetor

Guest
Also ich persönlich finde das nicht schlimm. Privat 90 Tage im Ausland zu sein wird eh schon schwer ;-) Denke das wird 99% auch gut reichen.
 

blueskyx

Mitglied
Finde die Überarbeitung eigentlich nachvollziehbar. Sonst kommt es zum reinsten SIM-Tourismus. Ich hole mir in Land X eine SIM mit einem günstigen Tarif und nutze den dann 365 Tage im Jahr in Land Y.

Frage ist nur wie die 90 Tage gerechnet werden!? Einmal Einbuchen in ein ausländisches Netz = 1 Tag weg? Wäre für Leute, die im Grenzgebiet wohnen, natürlich unter Umständen gefährlich.
 

jokerr

Mitglied
Das ist eine absolute Frechheit! Es war doch gerade das Ziel, dass sich die Bürger dann EU weit den für sie passensten (also idR günstigsten) Tarif suchen können. So haben die Lobbyisten wieder über die Interessen der Bürger triumphiert. Eine Frechheit ist es, weil die EU sonst auf Freihandel pocht (TTIP) und sich sonst Ihres Binnenmarktes rühmt. EU Bürger können ohne Benachteiligung in der EU arbeiten, Waren bestellen und Dienstleistungen beziehen, aber einen Mobilfunkttarif nur im eigenen Land wählen. Das passt mMn hinten und vorne nicht.
 

Crasy666

Neues Mitglied
ist ok auch wenn es nicht dem Versprechen entspricht

@ Jokerr:

naja Dein Aufschrei ist wohl etwas übertrieben. Klar gebe ich Dir recht, gibt es eine Freiheit der EU Bürger, klar sind die Handygebühren in DE teurer als im Ausland.... aber ein SIM Tourismus wäre wohl auch nicht wirklich hilfreich. Deine Autoversicherung kannst ja auch nicht in Frankreich abschliessen nur weil es dort "billiger ist", oder dort Dein Auto zulassen weil gleich noch die Stuern anders sind. geht ja nicht einmal innerhalb Deutschland, unser Bezirk ist z.B. relativ hoch in der Regionalklasse, 5km weiter ist es deutlich billiger....

ich denke die Regelung mit 90 Tage bzw. 30 am Stück sollte für 90% der Normaluser passen, klar nicht für alle. selbst wenn man drüber kommt sind die kosten ja überschaubar. die Leute jammer nicht über ein iPhone das 700€ kostet, aber dann über 4C die Minute wenn sie das frei Roaming überschritten haben....
 

jokerr

Mitglied
Das ist doch kein #Aufschrei :D
Dieser Sim Tourismus ist doch das Ziel vom Ende der Roaming Gebühren. Es soll mehr Wettbewerb zugunsten der Bürger herrschen. Dieses Ziel wird hier aufgrund erfolgreicher Lobbyarbeit aufgeweicht.
Persönlich würde ich mit der beschlossenen Regelung wahrscheinlich auskommen, aber ich würde dennoch gerne im Ausland nach besseren Tarifen schauen.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Jokerr

Anders gesagt - das ziel aus konsumentensicht ist ( wie immer ) das es billiger wird .

Netze sind aber in unterschiedlichen ländern unterschiedlich teuer . Je kleiner das land unso kleiner der aufwand , die holländischen mobilfunkbetreiber brauchen sich nicht mit der staatlich verordneten erschließung mecklenburgs vorpommern zu beschäftigen .

Lobbys gibt es auf beiden Seiten- es ist immer nur die seite der Betrachtung welche Lobby man toll findet ???? Kannst dir ja auch deine eigenen mibilfunklizenzen kaufen und ein eigenes netz....

Ich bin pro jahr ca 30- 50 tage im ausland , dann aber neist in den usa oder wie dieses Jahr in Australien .

Crazy

Es ist immer so ( besonders in deutschland)- die Dienstleistung darf nichts kosten . Ob jetzt mobilfunkbetreiber , fliesenleger , Frisör , Kundenberatung , Anlieferung etc pp .

Hab da ein Familienmitglied das auch noch nach einem mobilfunkvertrag suct mit voller flat ubd inkludiertem iphone - darf aber nicht mehr als9,99 kosten ubd möglichst ohne 2 jährige vertragsbindung;-)
 

jokerr

Mitglied
Nein, es muss nicht alles immer billiger werden. Die Qualität oder der Funktionsumfang darf auch steigen. Mehr Wettbewerb führt nunmal in den meisten Fällen zu mehr Innovationen, geringeren Preisen usw., und nein, das hat nichts mit irgendeiner "Geiz-ist-geil" Mentalität zu tun.

Und was ist das für ein Argument: "Kannst dir ja auch deine eigenen mibilfunklizenzen kaufen"? Hört sich für mich ziemlich nach "Heul doch" an. Man wird sich doch wohl noch kritisch äußern dürfen, wenn die geplante bürgernahe Lösung zugunsten der Mobilfunkbetreiber aufgeweicht wird.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Jokerr

Mehr wettbewerb führt aber auch zu einbrechenden preisen und dementsprechenden lohnstrukturen .;-)

Das eine geht mit dem anderem einher . Nur ist es halt so das ein niederländischer mobilfunkbetreiber keine flächenversorgung wie z.b die telekom in d gewährleisten muß. Holen wir uns doch alle eibe sim in holland mitflat- davon wird aber keine qualität hier besser , sondern schlechter !

Es klingt nicht nur nach " heul doch '" . Wie sagtest du so schön - " bürgernahe lösung " . Auch das ist lobbyarbeit denn am bürgernahesten wäre eine "europaflat für alle" zueinem gesetzlich geregeltem minipreis .

Und ja - es hat was mit geiz ist geil zu tun denn es geht ausschließlich um den monetären vorteil für einen der beiden vertragspartner .
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
@ jokerr

"Mehr Wettbewerb führt nunmal in den meisten Fällen zu mehr Innovationen, geringeren Preisen usw., […]"

==> Das halte ich - zumindest langfristig - für einen Trugschluß. Sinkende Preise gehen nämlic oft einher mit sinkenden Gewinnen. Und wo keine / kaum Gewinne gemacht werden, ist auch keine Geld vorhanden, das in R&D und damit in die Entwicklung von Innovatinen investiert werden könnte.

Guck Dir doch den Smartphonemarkt an: So lange damit in nennenswertem Gewinne erwirtschaftet wurden, gab es auch Innovationen. Mit gesunkenen Gewinnen einhergehend gibt es dort auch kaum mehr Innovationen und stattdessen nur noch Verbesserungen (?) nach Schulhofquartett-Manier.
 
D

DerZander

Guest
@fritz
>> Guck Dir doch den Smartphonemarkt an: So lange damit in nennenswertem Gewinne erwirtschaftet wurden, gab es auch Innovationen.

ich glaube da verwechselt du ursache und wirkung. die gewinne im smartphonemarkt sind eingebrochen weil die innovationen weggeblieben sind (das smartphone im iphone-format ist halt "fertig" entwickelt). gäbe es noch nützliche und sinnvolle spannende ideen und oder neue sinnvolle technologien, dann würde die leute auch wieder schneller ihre smartphones aktualisieren und ersetzen.
und die technologieführer wie z. b. samsung hätten wieder einen vorsprung vor den chinesischen aufholern.

sobald es neuen innovationen mit haben-will-faktor gibt, kaufen die leute auch wieder neue geräte (nicht zwangsweise smartohones) und die herstller machen wieder gewinne.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@FTC: "… womit wir bei der uralten "Henne-Ei"-Frage wären…"
>>Die Frage ist genauso beantwortet wie die eigentlich Frage, was zuerst kam der Innovationsmangel oder der Gewinneinbruch. Du kannst so viel Geld in Smartphones investieren wie du willst, das wird nicht zu noch besseren Smartphones führen. Wieviel Geld muss zB Apple denn noch machen, damit die großen Innovationen kommen?

Achja, das Ei war zuerst da. ;)
 
D

DerZander

Guest
>> Wieviel Geld muss zB Apple denn noch machen, damit die großen Innovationen kommen?

völlig richtiges argument.

und es ist ja auch nicht gerade so dass samsung an forschung und entwicklung spart. die würden fast alles tun um killerinnovationen zu haben. samsung muss ja nicht seine r&d-abteilung einsparen wegen mangelnder gewinne.

wenn sich die smartphones immer noch so schnell weiterentwickeln würde wie vor einigen jahren, dann hätte ich mir dieses jahr kein vorjahresmodell gekauft.
 

jokerr

Mitglied
bocadillo
"Mehr wettbewerb führt aber auch zu einbrechenden preisen und dementsprechenden lohnstrukturen .;-)"

Also lieber weniger (keinen) Wettbewerb? Also lieber Kartelle? Ja, das führt dann nicht zu sinkenden Preisen. Zu Innovationen und besseren Produkten auch nicht.

Beim (dann EU-weiten) Netzausbau bin ich sogar bei dir. Da muss die Politik eine Lösung finden und gesetzlich verankern.

Zu möglichen Gewinnen der Unternehmen und F&E wurde ja schon etwas gesagt. Oder provokativ ausgedrückt: Apple hat 200 Mrd. Euro auf der hohen Kante und schafft es, den Kopfhöreranschluss (vermutlich) abzuschaffen. ;)
 
D

DerZander

Guest
konkurrenz und wettbewerb belebt das geschäft

diesen "sozialismus für firmen", den bocadillo und fritz so gerne wollen, führt zu nichts gutem weder für die hersteller noch für die konsumenten.
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
Dass die gewinne der provider gar nicht in den Ausbau der Netze Flüssen können, zumindest nicht freiwillig, sieht man doch wunderschön in D.
Sind wir nicht fast schlusslicht in europa?
Das würde nichmal dann passieren, wenn die roaminggebühren exorbitant steigen würden.
 
Oben