Verkehrsvergehen - wer kennt sich aus?

ratte

Mitglied
Ruft mich heute eine Freundin ganz aufgelöst an um mich um Rat zu fragen. Ausgerechnet mich, der ich froh bin wenn ich selbst keine Post von Flensburg bekomme. ;-)

Folgendes ist passiert:
Sie hat eine Anhörung wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit bekommen. Man wirft ihr vor auf der Autobahn zu nah aufgefahren zu sein. Um genau zu sein StVO §49, StvO §4 Abs.1, BKat Nr. 12.6.3, StVO §1 Abs. 2. Mit ihren Worten geschildert ist sie wohl 140 kmh gefahren und hatte dabei nur ca. 20 m Abstand. Wenn ich den Bußgeldkatalog richtig gelesen habe bedeutet das für sie 100 EUR und 4 Punkte, aber kein Fahrverbot.

Das erste Problem ist das zwar geschrieben wurde das ein Foto und Video (von Brücke) existiert, aber nicht einmal das Foto lag bei. Wie soll man da aber innerhalb von 1 Woche Stellung nehmen zu der ganzen Sache? Es hat ja weder geblitzt noch ist sie sich einer Schuld bewußt.

Welche Chance hat man das Ganze anzugehen? Gibt es da bei Foto und Video überhaupt eine Chance. Angeblich, laut Schreiben, hat der Vordermann weder gebremst noch ist ein Fahrzeug knapp vor ihr eingescheert. Dran erinnern kann sie sich auch nicht mehr, ist schon ca. 14 Tage her und wenn nichts blitzt etc. merkt man es ja gar nicht das man gemessen wurde.

Das zweite ist eher eine verwaltungstechnische Frage. Das Anhörungsschreiben wurde an ihre alte Adresse (Eltern) geschickt, obwohl sie dort seit 5 Jahren nicht mehr wohnt und auch ordentlich und polizeilich umgemeldet ist. Einzig im Fahrzeugschein steht noch die alte Adresse da sie nur innerhalb der Stadt umgezogen ist. Mal ganz frech gefragt, hat man eine Chance sich darauf rauszureden das man nichts bekommen hat weil z.b. kein Kontakt mehr zu den Eltern besteht etc.?

Was meint ihr, was rät man in solch einem Fall? Jeder Tipp ist willkommen.

PS: Verkehrsrechtsschutz ist zwar vorhanden, lohnt aber aufgrund von 150 EUR Selbstbeteiligung nicht.

mfg ratte
 

Athlon

Mitglied
Zu 1 Sie wird wahrscheinlich kaum eine Chance haben bei den Beweisen. Wenn sie ein Foto haben will, kann sie es ja mal anfordern. Ich weiss aber von einem Freund, dem Ähnliches 300 km von zu Hause entfernt passiert ist, daß sie das Foto nur bei einem Gerichtstermin zu sehen bekommt.

Zu 2 Sie sollte schnellstens ihr Fahrzeug ummelden, auch wenn sie in der gleichen Stadt wohnt. "Anderer Standort" gilt soweit ich weiss auch für eine andere Straße.
 

anke gerbes

Mitglied
Also wenn es eine Videoaufzeichnung und ein Foto gibt dann hat sie absolut keine Chance. Und soweit ich weiß wird Sie bei vier Punkten und 100 Euro Bußgeld auch einen Monat mit den Buss fahren dürfen.

Was das andere angeht so denke ich das Sie einfach zu der Sache stehen sollte. Was bringt es wenn Deine Bekannte nun versucht hier mit irgendwelchen Tricks aus der Sache rauszukommen?

Wenn Deine Bekannte zu dicht aufgefahren ist dann soll sie gefälligst auch dafür bezahlen.

Vielleicht sollte sie sich weniger Gedanken darüber machen wie sie aus der Sache rauskommt, sondern sie sollte mal darüber nachdenken was passieren kann wenn ein solches "Manöver" mal schief geht.

Also lieber zahlen und froh sein das nichts passiert ist als sich darüber Gedanken machen wie man sich vor der Strafe drücken kann.
 

nobbi

Mitglied
> 140 kmh gefahren und hatte dabei nur ca. 20 m Abstand
> Wenn ich den Bußgeldkatalog richtig gelesen habe bedeutet
> das für sie 100 EUR und 4 Punkte, aber kein Fahrverbot.

Das ist korrekt.

Die Videos sind iA ganz gut, sie soll das zahlen und was draus lernen. Immerhin ist das in Deutschland so billig wie sonst fast nirgends.

N.
 

Weizen

Mitglied
Wenn sie schon Punkte in Flensburg hat und diese innerhalb des nächsten halben Jahres verfallen wäre es vielleicht sinnvoll, einfach mal Einspruch zu erheben. Kostet nix und zögert die neuen vier Punkte um bis zu ein halbes Jahr hinaus. Dann hätte sie im Endeffekt also weniger; sobald neue dazukommen verfallen die alten ja nicht mehr. Hat jedenfalls mein Fahrlehrer in den Theoriestunden so erklärt ;)

Sie hat auf Jeden Fall die Möglichkeit, einfach mal zu widersprechen, bis sie das Fotos oder das Video gesehen hat. Bevor es zu einer Verhandlung kommt (dauert i.A. ca. ein halbes Jahr) kann man dann immer noch sagen dass man die Punkte doch akzeptiert. Die ganze Aktion wird aber aller Wahrscheinlichkeit nix bringen (solange sie eben noch nicht vorbelastet ist) sondern es eben nur rauszögern. Ist ja eher unwahrscheinlich dass die Polizisten nur bluffen ;)
 

ratte

Mitglied
Also ich muß die gute da mal etwas in Schutz nehmen. Mal Hand aufs Herz und sind wir doch mal ehrlich, wem von uns wäre sowas vielleicht nicht auch selbst passiert. Gerade diejenigen die viel Autobahn fahren werden das verstehen, ohne das ich da was rechtfertigen will.

An dieser Stelle ist die Autobahn 3 spurig und wochentags um die Mittagszeit relativ voll. Da fährt man einfach Kolonne. Man nötigt niemanden und man drängelt auch nicht, es fahren einfach alle so. 20 m bei 130 kmh hören sich wenig an, in der Realität sind das 4 Autolängen und da gibt es genug Spinner die in solche Lücken noch reinfahren.

Sie ist also weder eine Raserin noch eine Dränglerin. Sie sieht ja ihren Fehler auch ein, wenngleich es schwer fällt etwas einzusehen was nur schwarz auf weiß geschrieben steht, also ohne Foto. Das Bußgeld geht auch in Ordnung, nur die Punkte stören, das hat sowas mit Langzeitwirkung. Na ja, sie hat da wohl noch 2 Punkte offen die seit 1 1/2 Jahren stehen und nun halt in 6 Monaten weggefallen wären. Somit hätte sie nun ja 6 Punkte und das hört sich schon brutal viel an. Ich glaube aber kaum das man solch ein Verfahren 6 Monate rauszögern kann, zumal das Ganze doch relativ eindeutig ist. Wäre schön , denn dann hätte sie "nur" 4 Punkte. (Wenn ich sie richtig verstanden hab würde sie lieber 4 Wochen Bus fahren als Punkte zu bekommen)

Aber mal was anderes - Stichwort Aufbautraining. Will ihr ja nun wenigstens auch noch was positives vermelden. Wenn man denn überhaupt von positiv sprechen kann. Wenn ich das richtig verstanden hab kann man da wenn man nicht mehr als 8 Punkte hat auf einmal 4 Punkte abbauen. Sind wohl 4 x 135 min Sitzungen und eine Fahrprobe. Bleibt die Frage was das kostet und ob hier vielleicht schon jemand damit Erfahrungen hat, in welcher Art und Weiße auch immer. :)

mfg ratte
 

mr2000

Mitglied
sorry

aber wer Mist baut, soll auch dafür gerade stehen.Wenn ich zu schnell bin und werde erwischt, ...einfach Pech und dann gezahlt. Und wenn ich falsch parke und kassiere ein Ticket..nicht schön, aber ich bin das Risiko ja eingegangen.
Ich halte diese " da holt mich meine Rechtsschutz schon raus " bei Delikten, die klar sind und die ich wirklich begangen habe, für albern( milde Wortwahl). Wer Auto fährt ( und damit über 18 Jahre ist) muss für seine Fehler einstehen.

Auch wenn die "Unschuldigen" darüber anders denken.....

Gruß

Mike R. aus L.
 

Armin

Neues Mitglied
Ich gebe unter anderem Anke völlig Recht! Es ist schon bedauerlich,
wenn hier das Augenmerk darauf liegt, wie man da raus kommen könnte!

Bösen Willen würde ich ja nicht unterstellen wollen, aber wenn sie schon
bei 140 Km/h nur 20 Meter Abstand gehalten hat, kann es doch wirklich
nur einen Gedanken geben:

"In welch lebensgefährliche Situation habe ich andere und mich bloß gebracht!".

Eigentlich sehr traurig, wie ungern manche Autofahrer darüber nachdenken,
und wie schwer es einigen fällt, daraus nachhaltig zu lernen!

Stell es Dir mal selbst vor: Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du dafür
verantwortlich wärest, dass durch (D)ein solches Verhalten ein Unfall
passiert und einige Menschen tot oder schwer behindert wären?

Ich könnte damit kaum weiterleben ... .

In der Hoffnung, dass hier Nachdenklichkeit und
Verhaltensänderung an die vorderste Stelle tritt,

Armin
 

ratte

Mitglied
Also nun bleibt mal auf dem Teppich. Wir müssen nicht gleich über mögliche Todesopfer sprechen.

Niemand will sich hier vor einer Strafe drücken! Also bleiben wir doch etwas sachlich.

Persönliche finde ich einfach die zu erwartende Strafe zu hoch bzw. zu unausgeglichen für das Vergehen. Ich glaube das ich das als Vielfahrer auf deutschen Autobahen auch ganz gut beurteilen kann. Vielleicht bin ich aber auch einfach schon zu sehr abgestumpft.

Welchen echten Raser/Drängler beeindrucken denn 100 EUR und 4 Punkte? Viel besser fände ich da 400 EUR und 1 Punkt.

Wieviele von euch sind denn regelmäßige Autobahnvielfahrer? Und ich meine nicht einmal im Jahr in Urlaub fahren? Bin ich denn der einzige (mal abgesehen von meiner Freundin) der die "Strafe" etwas zuviel findet? Falls dem so ist bin ich wohl derjenige der auf dem Holzweg ist. Bin gern bereit das zuzugeben...

mfg ratte
 

muellix

Mitglied
hi,
also hier finde ich gerade ganz viele, die die moralapostel herauskehren...

wer regelmäßig lane strecken auf autobahnen fährt, weiß, dass es sehr schwer ist, die gesetzlichen mindestabstände einzuhalten.

ich bin eine ganze zeit die strecke köln-frankfurt gefahren und man merkte schon, ob es die leute waren, die täglich fuhren oder die ab- und-zu-fahren auf der bahn sind.

und die jeden tag fahrer haben eine andere routine und können die abstände auch geringer halten. soviel zu der "verfehlung", die hier begangen wurde...

wenn ich mir andere threads mit bestellungen bei shops ansehe, die sich in ihren preisen geirrt haben und hier darüber diskutiert wird, wie man diese am besten ausnehmen kann, kann ich nur sagen, dass schweigen manchesmal doch gold sein kann!

so, und nun genug dazu.

greetz
cm
 

King

Mitglied
Ich glaube keiner kann sich davon Freisprechen mal den Mindestabstand nicht einzuhalten. Aus diesem Grund würde ich die Strafe zahlen und die Sache ist erledigt.
Rauskommen aus der Sache wird schwierig sofern ein Video vorliegt. Sollte allerdings nur ein Foto vorhanden sein (was ich nicht glaube) ist dies ja eine andere sache, da dies nur eine Momentaufnahme darstellt, und der Vordermann kann ja gerade ausgeschert haben.
 

T39

Bekanntes Mitglied
Original geschrieben von ratte
Welchen echten Raser/Drängler beeindrucken denn 100 EUR und 4 Punkte? Viel besser fände ich da 400 EUR und 1 Punkt. Wieviele von euch sind denn regelmäßige Autobahnvielfahrer?
Egal ob Raser oder nicht, Punkte beeindrucken Autofahrer immer mehr als Euro, sonst gäbe es auch diesen Thread hier nicht.

Ich bin fast jedes Wochenende von Hamburg nach Brüssel und zurück gefahren und habe immer festgestellt, dass auf unserer Autobahn Abstände bei mittlerer und höherer Geschwindigkeit nicht eingehalten werden.

Und Warum? Wer schon in dem Linkespur-, oder Schnellfahrkollektiv dabei sein will, sollte den Abstand zum Vordermann bitte so gering wie möglich halten, damit ja keiner einschärt. Denn das könnte ja wieder Zeit kosten.

Gerade bei einer Kollonengeschwindigkeit zwischen 130 und 150 kmh schärt dann so gut wie kein Autofahrer wieder in die rechte Spur ein. Aus dem gleichen Grund.

Das ist ein Grund, warum Auffahrunfälle entstehen.

Und deshalb ist meine Meinung konservativ, egal ob Raser/Nichtraser und die spätere Einsicht: Zu geringer Abstand auf der Autobahn kann lebensgefährlich sein und somit ist die zu erwartende Strafe mehr als in Ordnung, absolut ausgeglichen für das Vergehen.
 

Weizen

Mitglied
Also mein Fahrlehrer hat gemeint, die Gerichte sind os überlastet, dass sie sich meistens erst nach ca. 6 Monaten mit so einem Fall befassen -- unabhängig davon, wie eindeutig er ist.

Ich würde also an ihrer Stelle einfach mal Widerspruch einlegen und sobald die zwei Punkte verfallen sind oder aber ein Termin beim Gericht feststeht die Punkte doch noch anerkennen. Mit ein bisschen Glück wärens dann nur die vier... probieren kann mans ja mal, kost ja nix ;)

Weiß gread nur nicht mehr sicher ab wanns was kostet. Wenn mans zur Gerichtsverhandlung kommen lässt wohl auf jeden Fall, wenn du willst kann ich morgen meinen Fahrlehrer fragen, wie das genau aussieht.
 

Primetime

Mitglied
Original geschrieben von ratte
Na ja, sie hat da wohl noch 2 Punkte offen die seit 1 1/2 Jahren stehen und nun halt in 6 Monaten weggefallen wären. Somit hätte sie nun ja 6 Punkte und das hört sich schon brutal viel an. Ich glaube aber kaum das man solch ein Verfahren 6 Monate rauszögern kann, zumal das Ganze doch relativ eindeutig ist.
Bei hat's 6 Monate gedauert, bis ich meinen Anhörungstermin bekommen habe.
War zwar bei mir in einer anderen Sache (haben ca. 50m nach dem Ortseingangsschild gemessen. Normalerweise heißt es hier in NRW, dass man erst 200m nach dem Schild messen soll, naja - leider nur eine Soll-Vorschrift...)

Egal, also versuchen kanns du es, kommt aber IMHO auch immer auf den Kreis bzw. Behörde an...
 

fantomas

Mitglied
Sich darauf zu berufen, den Anhörungsbogen nicht erhalten zu haben, bringt eigentlich nichts. Kommt der nicht zurück, ergeht ohne weitere Anhörung ein Bußgeldbescheid, gegen den kann man Einspruch einlegen, egal mit welcher Begründung bzw. auch ohne Begründung.
Beim Bußgeldbescheid könnte man sich darauf berufen, ihn nicht erhalten zu haben, aber der einzige Vorteil daraus wäre eine gewisse Verzögerung.
Du kannst Akteneinsicht beantragen (früher ging das nur über einen Rechtsanwalt, heute geht es meines Wissens auch so) und somit das Foto einsehen. Wenn der Fahrer /die Fahrerin nicht erkennbar ist, kann man Einspruch einlegen mit der Begründung, dass man nicht gefahren ist. Jemand anderen braucht man nicht beschuldigen, besser ist es aber zu sagen, man weiß nicht mehr wer gefahren ist.
Solche Kopfstände lohnen aber meines Erachtens nur bei drohendem Fahrverbot.
 

mojn

Mitglied
Eben, zumal sich die Behörden bei Nummern wie "keine Ahnung, wer an dem Tag gefahren ist" gaaanz schnell eine andere Nettigkeit einfallen lassen:

Da gibts dann Ruck-Zuck ein Fahrtenbuch aufgebrummt. Und ob sich der Schreibkram dann bei sowas lohnt, ist mehr als fraglich.
 

Tiefflieger

Mitglied
Hallo Zusammen,

Sie kann kann ja sagen, dass Ihr der Vordermann einfach vor die Nase gefahren ist. Und sie den Abstand nicht sofort verringern konnte, weil sonst vielleicht der Hintermann auffahren würde etc.

Oder wollte Sie Benzin sparen? :D (ist nicht ernst gemeint)

Grundsätzlich ist nahe auffahren (verfolgen) gefährlich. Ich fahre regelmässig auf deutschen Autobahnen und zum Teil weit über 200 Km/h (nur bei guten Verhältnissen).
Wenn jemand mit 160-180 Km/h schleicht oder ausschert, lasse ich je nach Situation das Auto ausrollen oder schone die Bremse indem ich nicht voll bremse. Da kann es sein, dass der Abstand nicht immer halber Tacho ist. Aber drängeln bringt nichts.
Nach einer gewissen Zeit hinterherfahren kann man in die rechte Spur schwenken, auf gleicher Höhe Fahren (eine Zeit lang) und sich wieder hinten anstellen (Eventuell seitlich rüberschauen und freundlich winken, aber nicht zu lange :D ). Dann sieht der Vordermann, dass man vorbeirauschen könnte. Ich habe auch schon erlebt, dass jemand glaubte rechts überholt zu werden und Gas gegeben hat (Besonders Audi A8/4.2l Fahrer, da kann man nur milde lächeln). Jedenfalls machen alle Deutschen sofort Platz, wenn man von hinten angeschossen kommt. Ausnahmen sind Berner, Zürcher, Aargauer und Holländer und solche mit Gepäck bis unter das Dach (Bei denen kann man nicht durchschauen und die sehen auch nur seitlich was).

Noch ein Geheimtipp, wenn man es wirklich eilig hat (nur Tagsüber):
- Mit Geschw. um 220 Km/h mit Abblendlich fahren.
- Mit 250 Km/h und mehr mit Fernlicht.

Aber da ich vernünftig fahre und nie Bussen bekomme, kann ich leider keine genaue Auskunft geben.

Gruss Tiefflieger
 

DUSA

Mitglied
Nochmal zur Sache: Waren es genau 20m Abstand oder "ca. 20m Abstand" - sprich, es könnten auch 21m gewesen sein? Das ist nämlich deshalb wichtig:

Ist von der ADAC-Seite, allerdings aus dem Mitgliederbereich, deswegen hab ich es hier mal per Screenshot reinkopiert. Wenn von 140km/h der halbe Tachowert genommen wird (=70km/h), dann sind 3/10 genau 21m -- 20m fällt schon unter die Kategorie 2/10 :eek: ;)

Was die Post angeht: Wenn das Ding nicht per Einschreiben kam, kann eh nicht bewiesen werden, dass es angekommen ist. Wenn sich Deine Freundin also erst "verspätet" zu der Sache äußert bzw. den Bogen zurückschickt, ist da nix groß dabei. Außerdem soll es ja auch noch Leute geben, die ab und an mal im Urlaub sind... Im Zweifelsfall haben die schon das nächste Schreiben fertig gemacht, bevor ihre Rücksendung ankommt.

Ansonsten hat sie höchstens die Möglichkeit, die Messung anzuzweifeln, sprich, vor Gericht zu gehen (dazu braucht sie nen Anwalt). Wenn mit der Messung alles ok war (was meist der Fall ist), bringt das also nicht viel außer Zeitschinden. Mit Rechtsschutzversicherung (z.B. durch ADAC-Mitgliedschaft) kommt sie kostentechnisch noch einigermaßen davon, falls doch Fahrverbot droht (s.o.), kann man mit dem Richter verhandeln, wann es angetreten wird, ganz evtl. könnte man auch das Doppelte der Strafe zahlen - je nach Kompromisbereitschaft des Richters.
 

ratte

Mitglied
Hab mir heute mal das Anhörungsschreiben faxen lassen. Wie ich schon im ersten Posting geschrieben hatte steht dort StVO §49, StvO §4 Abs.1, BKat Nr. 12.6.3, StVO §1 Abs. 2 als Ursache, bzw. das was man gemacht hat. Wichtig ist da der Punkt 12.6.3. Gemäß http://www.verkehrsportal.de/bussgeldkatalog/tab_02.php sind das 100 EUR und 4 Punkte, aber kein Fahrverbot. Die Geschwindigkeit war 135 kmh.

Nach dem sich bei ihr der erste Schock gelegt hat sieht sie ja alles ein und will sich auch nicht drücken. Ärgerlich ist nur das die alten 2 Punkte nur noch 2 Monate hätten bis sie verfallen (ab wann zählen die 2 Jahre denn, ab Bußgeldbescheid, oder ab Ereigniseintritt??????). So werden aus den 2 Pkt. 6 Pkt.. Das ist das was sie wohl am meisten ärgert.

Ob da das rauszögern was bringt, ich weiß es nicht. Wer weiß was da noch auf sie zukommt, bzw. was sich die Behörden da einfallen lassen. Die Idee ist halt es rauszuzögern bis die 2 Punkte verfallen sind, dann ein Aufbautraining für teur Geld machen und schon wäre man wieder Punktefrei.

mfg ratte
 
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