Umwelthandys: Was haltet ihr davon?

Frank Kabodt

ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de
Was denkt ihr über sogenannte Umwelthandys? In diesem Monat kommt das Samsung Blue Earth in den Handel und dabei stelle ich mir die Frage, wohin die "grüne Entwicklung" im Mobilfunk geht und was es letztlich der Umwelt nutzt. Ich muss sagen, dass ich es klasse fände, wenn alle Handys wie das Blue Earth eine Solarzelle auf der Rückseite hätten, über die man den Akku aufladen kann.

Aber schont das wirklich die Umwelt? Naja, bei einigen Milliarden Handys auf der Welt ist das sicher ein interessantes Thema und praktisch ist es noch obendrein. Was haltet ihr davon? Ist euch das Thema "Umweltschutz" im Mobilfunk überhaupt wichtig?

Grüße,
Frank
 
T

TheHunter

Guest
Ich würde eher daran arbeiten recyclefähige Materialien zu verwenden, als mich um die paar Watt Energieverbrauch zu kümmern.
 

Gojira

Mitglied
ich denke es bringt der umwelt keinen nutzen sondern lediglich weniger schaden!!!
ansich aber schön zu wissen das es doch noch irgendwo wen gibt der sich auch um die umwelt schert.
Ich bin "TheHunter"s meinung....villeicht eine mischung aus recyclefähigem material und umweltfreundlicher solarenergie.
zumindest ein schritt in die richtige richtung!!!!!!!!!!

Beste Grüße, Gojira ; )
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
Mein Nokia 6730 Classic besteht zu 60% recycelbaren Materialien.
Dazu noch einge Energiesparfunktionen......

Bei Vodafone kann ich alte Handys abgeben und bekomme dafür Punkte gutgeschrieben....

Warum nicht denn in der Autoindustrie werden auch recycelbare Materialien
verwendet.
 
T

TheHunter

Guest
@Gojira Ich hab mal gehört, dass Solarzellen etc... schlecht recyclebar sein sollen, deswegen meinte ich das mit dem "eher recyclefähiges MAterial als Solarenergie"...
Weiß jemand wieviel Energie ein Ladegerät innerhalb von 3 Std verbraucht was nen output von 5V mit 500mA hat? IRgendeiner kann das doch sicher ausrechnen... viel kanns ja eigentlich nicht sein.

Hab gerade ne Formel gefunden... das wäre also 5V*0,5A/1000= 0,0025 kWh... Es wären also 0,0075 kWh pro Ladevorgang, das ist ein absoluter Witz.
Vor allem wenn man bedenkt was z.b. ein Wäschetrockner oder Fön verbraucht...
 
Zuletzt bearbeitet:

Martyn

Aktives Mitglied
Recyclingfreundliche Materialen finde ich schon erstrebenswert, aber dem Solarzellenkonzept bin ich ziehmlich skeptisch gegenüber.

Ich denke wenn ein Handy die meiste Zeit in einer Hosentasche oder Handtasche liegt kann die Solarzelle ja nichts bringen, und selbst wenn man es auf den Tisch legt wird sie bei schwacher Beleuchtung wie man sie z.B. privat zum Abendessen oder Fernsehen hat nicht viel bringen. Lediglich bei starker Officebeleuchtung würde das Konzept aufgehen, aber dann will man ja das Gerät mit dem Display nach oben liegen haben, damit man sieht wer anruft oder schreibt.

Und ansonsten hab ich irgendwie auch noch Bedenken, auch wenn die Geräte eine Ladeelektronik haben, das durch häufig unterbrochene Ladezyklen der Akku schneller altert, selbt bei LiIon Akkus. Und das wäre dann ganz und garnicht umweltfreundlich.

Intressant ist das Solarkonzept eher für unterentwickelte Länder wo nicht jeder Haushalt einen Stromanschluss hat, um Kommunikation unabhängig vom Stromnetz zu ermöglichen.

Aber für Länder wo jeder Haushalt Strom hat ist imho eine konventionelle Ladung über Netzteil die bessere Alternative.
 

Lena_A.

Mitglied
Umwelthandys - Gerede darüber gibt es ja schon länger, wenngleich in den Anfängen aber doch eher mit Blick auf die Handyproduktion unter Verwendung Recyclingmaterialien (einschl. Handy-Recycling an sich) - war das Nokia, die damit angefangen hatten?!
Doch, das fand ich schon erstrebenswert (und schwer vorstellbar zugleich), nämlich "ein gebrauchtes Handy" :D und / oder eben ein (unnötig neues) Handy, für das man unter Umständen viel Geld hinlegt, produiziert aus Müll in den Händen zu halten.

Vorstehenden Posts nach gesellt sich nun "Ladetechnik per Solarzellen" hinzu ... Für mein Verständnis jedoch reicht beides nach wie vor nicht für den Begriff eines Umwelthandys, denn dazu würde ich auch revolutionär geringe Strahlungswerte und noch fortschrittlichere Energietechnik und -ausnutzung zählen wollen. Green-IT iust da ein Stichwort und wenn man das auf die Handy- und Mobilfunkszene projeziert, braucht es halt noch etwas.

Das Laden per Solarenergie: Das braucht eh' wesentlich länger als per Steckdose und wird von daher eher eine Notlösungsoption darstellen, statt Praxisnähe ...
 

Frank Kabodt

ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de
Naja, die Masse machts. Ich hab gelesen, dass 2009 weltweit rund 2,6 Milliarden Handys im Umlauf waren. Und rechnen wir mit den von Hunter errechneten 0,0075 kWh pro Ladevorgang weiter, dann kommen wir bei 2,6 Milliarden Handys auf 19.500.000 kWh pro Ladevorgang. Bei 3 Ladevorgängen pro Woche kommen wir dann auf 338.000.000 kWh pro Jahr.

Der Stromverbrauch im Bundesdurchschnitt für eine Familie mit 4 Personen lag 2006 bei 4.430 kWh. 338.000.000 kWh reichen demnach für mehr als 76.000 Familien mit jeweils vier Personen.

Naja, mag alles eine Milchmädchenrechnung sein. Aber sie verdeutlicht, dass ein einzelner Nutzer nicht viel ausrichten kann. Bei der Masse an genutzten Handys sieht die Sache aber schon wieder ganz anders aus. Ich fänds klasse, wenn mein Handy im Büro auf dem Tisch liegen könnte und nebenbei aufgeladen wird.

Grüße,
Frank
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
Naja wenn man eine günstigen Stromanbieter wählt, schaltbare Steckleisten verwendet, und alles was nicht im Standby Modus laufen muss komplett ausschalten. Da spart man eine Menge Geld.

Nokia hat z.B. bei den neuen Handys intelligente Ladegeräte dabei. Wer z.B. nicht UMTS benutzt, einfach abschalten, spart auch Energie.
 

Lena_A.

Mitglied
[...9] Ich hab gelesen, dass 2009 weltweit rund 2,6 Milliarden Handys im Umlauf waren. Und rechnen wir mit den von Hunter errechneten 0,0075 kWh pro Ladevorgang weiter, dann kommen wir bei 2,6 Milliarden Handys auf 19.500.000 kWh pro Ladevorgang. Bei 3 Ladevorgängen pro Woche kommen wir dann auf 338.000.000 kWh pro Jahr. [...] Ich fänds klasse, wenn mein Handy im Büro auf dem Tisch liegen könnte und nebenbei aufgeladen wird. [...]
Na ja, diese Zahlen sind ja schon mal recht beeindruckend und die Umweltbelastung ist ja u.a. auch darin zu sehen, den Energie dafür zu produzieren ... Ähm, den letzten Satz da: Kann deins das nicht :eek: oder woran scheitert es?

Dachte ich auch immer. Aber bei mir hält der Akku länger, wenn ich automatisch wählen lasse. Im reinen GPRS hält der Akku nicht so lang durch, als wenn ich auch 3G zulasse.
Warum hast du GPRS permanent aktiviert? Ich z.B. habe die Einstellung gewählt, z.B. GPRS (erst) dann automatisch zu aktivieren, wenn der Dienst für eine Funktion auch benötigt wird. Und ich denke, dass cookieman das auch in dem Sinne meinte, als er sagte, z.B. UMTS (ersatzweise GPRS) zu deaktivieren und nur im Bedarfsfall zu nutzen.
 

Frank Kabodt

ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de
Was ich meinte war: Ich fänds klasse, wenn ich mein Handy im Büro ohne Netzteil aufladen könnte. Ständig das Gekrame nach dem Ladegerät ist ziemlich nervig. Da wäre Akkuladen per Photovoltaik schon eine feine Sache. Dann ist es mir auch egal, wenn der Akku 8 Stunden lädt.
 
T

TheHunter

Guest
Warum hast du GPRS permanent aktiviert? Ich z.B. habe die Einstellung gewählt, z.B. GPRS (erst) dann automatisch zu aktivieren, wenn der Dienst für eine Funktion auch benötigt wird. Und ich denke, dass cookieman das auch in dem Sinne meinte, als er sagte, z.B. UMTS (ersatzweise GPRS) zu deaktivieren und nur im Bedarfsfall zu nutzen.
Damit ist die Netzwahl "2G" oder "3G" gemeint, nicht dass er permanent eine Datenverbindung hat... Vemrutlich sollte das "GSM" und nicht "GPRS" heißen.
 

Anja84

Mitglied
Denke beim Handy muss man nicht auf die Energie achten das waere dan schon uebertrieben

Wichtiger ist afaik eher z.B. beim Kochen richtiges Geschirr und Deckel und passende Platte verwenden, beim Staubsagen die Leistung nicht unnoetig hochdrehen und sowas
 

Martyn

Aktives Mitglied
Was ich meinte war: Ich fänds klasse, wenn ich mein Handy im Büro ohne Netzteil aufladen könnte. Ständig das Gekrame nach dem Ladegerät ist ziemlich nervig.
Zu früheren Zeiten hab ich im Büro mein privates Siemens S55 immer in der Ladeschale meines dienstlichen DECT Gigasets Mobilteils aufgeladen.

Und Zuhause hatte ich damals auch noch ein DECT Gigaset Mobilteil am Festnetzanschluss mit Ladeschale. Glaub mein S55 hat sein mitgeliefertes Netzteil nie gesehen.

Vielleicht wird sowas ja bald wieder möglich wenn die Netzteilanschlüsse vereinheitlicht werden. Leider gibt es aber wohl keine einheitliche Anschlussplatzierung für einheitliche Ladeschalen. Oder noch besser wäre induktive Ladung über Ladepads.
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg.... allerdings je moderner und kommunikativer die Handys werden umso mehr Energie brauchen die Geräte.

Nimm mal als Beispiel ein Nokia 5110.... Da hat der Akku gut eine Woche oder auch vielleicht noch länger gehalten. Die neuen Geräte schaffen gerade mal max 2-3 Tage. Damit enstehen wesentlich mehr Ladezyklen und das bedeutet einen höheren Energiebedarf.

Die größten Verbraucher sind Staubsauger, Herd, Mikrowelle, Elektrogrill,
Plasmafernseher usw....

Interessant ist z.B. das man Energie spart in dem man warmes Wasser im Wasserkocher vorbereitet, und dann für Nudeln, Kartoffeln und Gemüse im normalen Kochtopf weiterkocht. Sparen kannst Du auch beim Kühlschrank.
Stufe 1 bis 1,5 reicht zum kühlen der Lebensmittel aus.
 

Frank Kabodt

ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de
Die größten Verbraucher sind Staubsauger, Herd, Mikrowelle, Elektrogrill, Plasmafernseher usw....
An erster Stelle steht der Kühlschrank. Hab gelesen, dass er 9 % des Stroms im Haushalt verbraucht. Das ist schon enorm. Und die Idee mit dem Wasserkocher kenn ich schon ;) Und der zweite Vorteil: Das Wasser wird schneller warm als im Topf!

Naja, wir werden sehen was uns die Technik-Zukunft bringt. Spannend wirds, wenn elektrische Energie aus Stickstoff gewonnen werden kann :D So, genug rumgeblödelt... aber cool wärs schon.

Viele Grüße,
Frank
 
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