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Sendo X Testbericht (Teil 1 von ?)

Joachim Batke

Bekanntes Mitglied
Dies ist mein erster Testbericht über ein Handy. Ich bitte daher schon hier um etwas nachsicht, wenn irgendwas fehlen sollte.

Das Sendo X ist ja nun seit einiger Zeit auf dem Markt und dennoch etwas, das einem nicht an jeder Ecke begegnet. Über die sog. Personalisierung braucht man sich daher nun wirklich keine Gedanken zu machen.

Nun zum Testbericht:

Lieferung und Lieferumfang:
Erst nur ein recht großer schwarzer Karton, der so nicht erahnen lässt, was einen erwartet.
Inhalt
das Sendo X
Akku
Ladegerät
CD
Datenkabel
Headset
Handbuch in Kurzform (Langform auf der CD)
externe Tastatur


Erster Eindruck

Die Startphase ist wie nicht anders zu erwarten recht lange, bis das Gerät vollständig hochgefahren ist dauert es ca. 40 Sekunden. Darin sind dann natürlich die zwei Sekunden für die PIN mit enthalten. Bis zur PIN-Abfrage vergehen ca. 25 sec ab drücken des Einschaltknopfes.
In diesen 40 Sekunden laufen auch noch die Einschaltanimation und natürlich der obligatorische Begrüßungsjingel ab. Nach der Bestätigung der PIN hab ich immer den Verdacht, das sich das Gerät aufgehangen hätte, weil erstmal nix passiert, aber dann geht es mit bewegter Animation weiter.


Design und Verarbeitung

Das Sendo X verwirrte mich anfangs mit seinem Materialienmix, den seine Entwickler für das Gehäuse verwendet haben. Oben und an den Seiten sieht es aus wie Carbon, ist aber natürlich Kunststoff im Carbon Look. Alu Look dagegen in der Tastatur, Die Einfassung über dem Display und dem Lautsprecher, um die Kamera und auch der Akkudeckel ist im Alu Look. Die Seiten sind aus angerautem Kunststoff, der zwar nicht so superedel aussieht, aber sehr rutschfest ist. Das Handy wird damit recht griffig und liegt gut in der Hand. Im Alu Look dann nochmal die seitlichen Tasten. Der Mix ist gelungen und insgesamt macht es einen soliden und hochwertigen Eindruck.

Die Verarbeitung hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Die Tasten haben einen sehr deutlichen Druckpunkt, auf Seitendruck ist das Sendo unempfindlich, aber der Akkudeckel knarrt bereits jetzt etwas.

Das Verhältnis der Abmessungen stößt gelegentlich auf Kritik, wie ich einige Male lesen konnte. Dies kann ich so nicht bestätigen. Es ist recht dick für die sonst geringen Abmessungen, aber ein P800 ist noch dicker. Man sollte es halt als ein Smartphone ansehen, was es ja auch ist! Klapphandys wie das Z600 von Sonyericsson sind noch dicker. Unpraktisch oder gar Unhandlich ist das Sendo auf gar keinen Fall.


Tastatur

Auffällig ist, das die Tastatur leider nur unregelmäßig beleuchtet ist, die mittlere Reihe (2,5,8,0) ist nur sehr schwach ausgeleuchtet und auch die * und # Tasten sind nicht so hell. Die Tasten selbst sind sehr breit, dafür aber schmal. Der Ziffernblock hat aber noch keine Problem gemacht auch bei meinen großen Fingern.

Richtig Probleme hab ich mit dem zentralen Cursor. Der ist eigentlich recht genial konzipiert. Das vier Wege Pad hat einen guten Druckpunkt und man kann hier nicht viel falsch machen, eigentlich. Die Bestätigungen erfolgen über den mittig gelegenen seperaten Drücker, der zwar tief liegt, aber sehr sauber anspricht. Bedienungsfehler wie man diese vielleicht von anderen Geräten kennt, insbesondere jenen mit Branding, wo man eigentlich den Joystick runterdrücken will, dabei aber reindrückt oder umgekeht sind mit dem Sendo nicht möglich.
Als Rechtshänder jedoch passiert es mir recht regelmäßig, das ich nach rechts blättern möchte mit den Pad, dabei aber gleichzeitig die „Auflegen“ Taste drücke. Diese setzt das Gerät dann wieder komplett zurück und man ist beim Startmenü. Auf die Dauer etwas ärgerlich wenn man recht tief im umfangreichen Menü ist.


Display
Das Display ist sehr gut ausgeleuchtet und ablesbar, Farbe und Kontrast sind in Ordnung. Die Helligkeit lässt sich über die Umgebungsprofile einstellen in sechs Stufen, das ist praktisch. Die Beleuchtungsstufe „Extra Hell“ ist dabei nachts auch mal als Taschenlampe auf dem Weg ins Bad zu gebrauchen. Wer morgens aufwacht und mit als erstes auf die Uhr vom Sendo schauen will, tut aber gut daran, die Beleuchtung etwas dezenter einzustellen.
Was die Ablesbarkeit in der Sonne draußen angeht, so bin ich wohl von diversen Sonyericsson abgehärtet, das Sendo gefällt mir hier deutlich besser.


Handhabung, der Now! Screen
Nach dem Einschalten kommt automatisch der Now! Screen. Der aktualisiert sich dann noch einige Male was sich im Flackern bemerkbar macht. Das hier irgendwelche Anwendungen allerdings erst mit Verspätung sichtbar werden ist mir zumindest bis jetzt noch nicht aufgefallen.
Im Now! Screen sind alle die Anwendungen dargestellt, von denen die Entwickler wohl angenommen haben das die Nutzer diese besonders häufig benötigen. Man hat hier einen Überblick über alle wesentlichen Funktionen.
SMS Eingang
Maileingang
Letzen Anruf
Geburtstagsliste
nächster Termin
Aufgabenliste
Sync
Kamera

Individualisierungen sind natürlich jederzeit möglich.

Am Ende des Menüs kommt man mit runterblättern wieder zum ersten Menüpunkt.

Da hier ja weitere PlugIns auch von drittanbietern möglich sind, ist eine solche durchdachte Startoberfläche eines der Hauptvorteile. Es ist ja keine Erfindung von Sendo, sondern war auch schon beim Microsoft Smartphone OS zu sehen, aber trotzdem oder gerade deshalb gefällt es.


Menü
Mit der Seperaten Menütaste kommt man ins Menü, wohin auch sonst? Dort befinden sich bei mir erstmal 22 einzelne Icons. Hier sollte man sich erstmal die Mühe machen und diese Menge in Ordnern organisieren. Letztlich ist es ja nichts anderes als der Dektop auf dem PC. Genau wie dort auch kann man sich eine eigene Ordnung schaffen um entweder alles im Zugriff zu haben oder nur die wichtigsten Anwendungen. Ich hab erstmal fast alle Icons in einen Sammelordner geschoben.
Vorhanden sind folgende Programmicons:
Kontakte,
Kamera (mit Blitzlicht!),
Mitteilungen,
MP3,
Videorekorder,
Kalender,
Spiele,
Aufgaben,
Fotos,
Verbindungen,
Protokoll,
Profile (natürlich auch über den Ausschaltknopf auswählbar),
Extras,
Hilfe,
Tools,
Sim,
Flashreader,
Imagereed.,
Dokview,
WAP,
RealOne,
Web.
Bei den ganzen Anwendungen, die ich natürlich nicht alle getestet habe, ist mir nicht aufgefallen, das etwas fehlen würde.

Der wirklich geniale Part am Sendo ist die Sprachsteuerung. Nicht nur wie bei den Wettbewerbern wird ein Wort gespeichert und mit dem dann gesprochenen verglichen, vielmehr erkennt er tatsächlich Befehle und Anweisungen. Man kann also fast sofort loslegen und muss nicht erst recht umständlich und lange die einzelnen Befehle hinterlegen. Zur Verfügung stehen hier „öffne ......“, „Namenwahl“ und „Kontakte“.


Akku und Empfang
Der Akku hat 1.000 mAh. Das ist eine sehr üppige Ausstattung. Leider geht das Sendo mit dieser Leistung auch recht verschwenderisch um. Warum z.B. die sehr kräftige Displaybeleuchtung immer so lange anbleiben muss ist mir unverständlich. Nach jeder Benutzung ist es wesentlich länger, als man das von den Wettbewerbern gewohnt ist. Ich finde hier ließe sich noch Strom sparen um die Ausdauer (noch) weiter zu erhöhen.
Mit normaler oder auch intensiver Nutzung bekommt man das Sendo an einem Tag nicht leer, so viel Bluetooth, rumspielen, MP3 hören usw. schafft man kaum.
Mit D2 Happy Wochende allerdings hat der Akku keine Chance :)
Empfangsleistung ist selbst in schwach versorgen Gebieten kein Problem, hier zeigt das Sendo weder deutliche Schwächen noch eine besondere Stärke.

Lediglich die Sprachqualität lässt zumindest bei meinem Exemplar doch zu wünschen übrig. Mit zwei Bluetooth Headsets (Jabra 200 und Southwing Neovoice) gibt es von mir die Note 3-4, mit dem Handy am Ohr die 3-, jedoch mit dem mitgelieferten Kabelheadset dann wieder eine klare 2. Probleme mit dem Bluetooth Headset im Bereich der Qualität lassen sich zwar nie vermeiden, aber wenn mich meine Gesprächspartner immer wieder darauf ansprechen wie schlecht die Übertragung mit dem Handy am Ort ist, dann hat Sendo hier noch Verbesserungspotential.

Bei einem der Akkuverbrauchsgespräche hab ich dann auch die erste Erfahrung mit einem leeren Akku machen können. Die Warnung kommt leider erst recht kurz vor dem Abschalten des Handys. In meinem Fall hat es nicht gereicht das Ladegerät rauszusuchen und anzuschließen. Angezeigt wurde in diesem Fall vorher mind. 25% Ladung, das sind dann genau 19 Minuten und 25 Sekunden ein Gespräch. :)


Zubehör
Die faltbare Tastatur macht nicht nur optisch etwas her, man hat auch damit das Sendo noch besser im Griff. Sobald das Handy eingesteckt ist, erfolgt die gesamte Steuerung über die neue Tastatur. Das Handy selbst wird dann überhaupt nicht mehr berührt. Das ist genial, einfach und schnell. Das Display reicht völlig aus und man kann über die Tastatur z.b. E-Mail natürlich viel einfacher verfassen. Für „10-Finger Tipper“ wie mich ist diese Falttastatur zwar zu klein, aber lieber mit 4 Fingern auf der Tastatur als mit dem Daumen auf dem Handy!


Bugs
Da hab ich lange gesucht, aber nur einen ganz kleinen gefunden. In einem Untermenü bringt einen die zurück Taste nicht einen Schritt zurück, sondern sofort zum Now! Screen. Da war ich in der ganzen Testzeit ein einziges Mal drin. Wohl eher ein Bugchen als ein Bug.
Das an anderer Stelle beschriebene Problem mit einem Hintergrundknistern bei MP3 konnte ich nicht feststellen.

Fazit:
Ein geniales Teil mit toller Bedienung, und klasse Ausstattung. Vergleichbare Mittbewerber sind entweder wesentlich größer, schlechter ausgestattet oder nicht so gut zu bedienen. Wer sich nicht scheut, ein exotisches Handy zu kaufen kann mit dem Sendo nicht falsch machen.
 

Joachim Batke

Bekanntes Mitglied
Das ist jetzt Teil 1 wie er bis jetzt aussieht. Allerdings geht die Formatierung beim Überspielen von Open Office auf das Forum kaputt. Da gehe ich dann als letzes bei.

Der Rest vom Testbericht ist noch in Arbeit, wird aber in den nächsten Tagen fertig.

Dann kommt das Layout und die Bilder und dann geht das ins öffentliche Forum. Könnt ihr bitte schonmal korrekturlesen? Danke.
 

Thomas

Bekanntes Mitglied
Keine Kritik meinerseits. Ich hätte die fehlende Formatierung bemängelt, aber dieses Argument hast Du ja schon von vornherein entkräftet. ;-)
 

Joachim Batke

Bekanntes Mitglied
Der Test ist soeben fertig geworden.
Ich editiere den mal oben rein und mache mich dann an das Layout.

Bilder kommen dann aber erst morgen.
 
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