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Produktauswahl Android oder iPad

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
Hallo zusammen,

ich bitte euch heute um eure Hilfe, ich habe einige Punkte, die mir nicht ganz klar sind, vorallem im Bereich iPad, vielleicht könnte mich jemand aufklären.
Meine Aufgabe ist ein tablet auszuwählen, für das ich eine App entwickeln werde, ich bin derzeit noch nicht ganz sicher was ich nehmen soll, es spricht vieles für Android, aber das iPad ist auch im Rennen und ich hoffe ihr könnt mich aufklären.


1. Hardware/GUI
Hier geben sich die Beiden Geräte ja nicht viel, daher wird wohl Hardware keine große Entscheidungsgrundlage sein, das einzige was ich evtl. brauchen könnte wäre ein HDMI-Anschluss, diesen Bietet das iPad ja auch per Adapter, aber meine Frage ist: Kann man per HDMI auch einen Clone-Modus fahren, damit man am Bildschirm sieht was auf dem Pad passiert?

2. Entwicklung auf PC
Ich habe hier nur einen PC stehen, einen Mac werde ich wohl eher nicht bekommen können, da es sich hier um ein kleineres Projekt in einem sehr frühen Stadium handelt. Gibt es also überhaupt eine Möglichkeit am PC fürs iPad zu entwickeln?

3. Kosten für Verbreitung
Meine Firma hat einen Enterprise Store, da könnte man also die App wohl einstellen, nun habe ich aber gelesen, dass der Spaß 299 Euro/Jahr kostet. Die App soll aber nur auf einer Handvoll iPads installiert werden, geht das auch ohne diese Lizenz? Kann man die App direkt von der Entwicklungsumgebung aufs Gerät spielen?

4. Programmiersprache
Ich habe bereits Erfahrung in Java, auch mein Kollege hatte damit schon zu tun, fürs iPad kann man ja nur Objectiv C nutzen. Ist der Unterschied und damit die Einarbeitungszeit groß? Kann mir da jemand etwas dazu sagen?


Dies sind die Hauptpunkte, es kommen sicher noch weitere hinzu, aber diese sind erstmal am Wichtigsten.
Ich weiß, wir haben schon viel über dieses Thema sehr lebhaft diskutiert, dieses Mal ist es aber wirklich ernst gemeint und ich bitte besonders die Apple-Verfechter um Mithilfe und würde mich freuen wenn diejenigen mir hier helfen könnten, da ich in der Apple-Welt wesentlich schlechter informiert bin als bei Android.
 

ullumulu

Aktives Mitglied
1. Dies ist Grundsätzlich möglich per HDMI! Ob das das Ipad unterstützt, weiss ich nicht ganz genau...ist wohl eine Treiberfrage.

2. sollte Möglich sein.

3. Dann nimm lieber Android. Oder eine Verbreitung via anderer Quelle als über Appstore...wobei das ohne JB schwer wird bei IOS Geräten.

4. Kommt wohl auf deine Lernfähigkeit an...der eine brauch nen paar Stunden per Guide...der andere krashkurz über ne Woche/Monat.
 

NewPhone

Aktives Mitglied
1. Kann man per HDMI auch einen Clone-Modus fahren, damit man am Bildschirm sieht was auf dem Pad passiert?

Ja, beim iPad 2 geht das, bei älteren iOS-Geräten funktionieren nur bestimmte Apps mit dem HDMI-Adapter, wie z.B. Videoplayer.

Video:
YouTube - iPad 2 über HDMI am 24 Zoll Samsung Monitor


2. Gibt es also überhaupt eine Möglichkeit am PC fürs iPad zu entwickeln?

Ja, gibt es, z.B. das Flash CS5 SDK von Adobe (ca. 700 Euro, für Studenten etc. 150 Euro). Das offizielle und (fast) kostenlose iOS-SDK von Apple gibt es nur für den Mac. Wenn man sich also einen gebrauchten Mac mini oder ähnlich kauft, kommt man billiger weg. (oder man geht einen ganz inoffiziellen Weg und installiert Mac OS X auf einem PC – google mal nach Hackintosh o.ä.)

Mehr Entwicklungsumgebungen:
iPhone Development On Windows – 7 Options | iPhone, iOS 4, iPad SDK Development Tutorial and Programming Tips


3. Kann man die App direkt von der Entwicklungsumgebung aufs Gerät spielen?

Man kann seine App an bis zu 50 User (eigentlich zu Betatestzwecken) schicken. Man benötigt dafür nur einen normalen Entwickler-Account für 99$ im Jahr.


4. Ich habe bereits Erfahrung in Java, auch mein Kollege hatte damit schon zu tun, fürs iPad kann man ja nur Objectiv C nutzen. Ist der Unterschied und damit die Einarbeitungszeit groß?

Wenn man Flash CS5 als Entwicklungsumgebung für iOS verwendet, programmiert man üblicherweise in ActionScript und JavaScript. Bei Apples Entwicklungsumgebung programmiert man in Objective-C. Die Entwickler, die ich kenne, finden die Sprache sehr gut und sie konnten sich recht schnell daran gewöhnen. Das sind allerdings keine Hobbyprogrammierer (ich kenne jetzt nicht deine Ausbildung), sondern studierte Informatiker und Physiker, die sich in jede Sprache in ein paar Tagen einarbeiten können und meistens schon mindestens ein halbes Dutzend im Schlaf beherrschen.

Einige schöne Einführungen in das Thema:
Objective-C – Wikipedia
Loading…
Objective-C und das Cocoa-Framework – Wikibooks, Sammlung freier Lehr-, Sach- und Fachbücher
iPhone-Entwicklung: Einführung in Objective-C
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
Danke für die Antworten.

@Ullu:
Jailbreak kommt natürlich nicht in Frage, das ist ja kein privates Gerät, daher wird es wohl auch Problematisch werden...




Ah super, wenn HDMI geht, dann ist das schon mal ein Pluspunkt, auch wenn das (noch?) nicht zur Anforderung gehört. Natürlich würde es ein iPad2 werden, das Erste gibt es ja wohl eh nicht mehr, und auf jeden Euro muss die Firma wirklich nicht schauen.




das Flash CS5 SDK von Adobe (ca. 700 Euro, für Studenten etc. 150 Euro). Das offizielle und (fast) kostenlose iOS-SDK von Apple gibt es nur für den Mac. Wenn man sich also einen gebrauchten Mac mini oder ähnlich kauft, kommt man billiger weg. (oder man geht einen ganz inoffiziellen Weg und installiert Mac OS X auf einem PC – google mal nach Hackintosh o.ä.)

OK, das ist wirklich ein Minuspunkt, ein gebrauchter Mac wäre keine Option, da es primär nicht ums Geld geht, aber mein Chef wird da natürlich eher zu Android tendieren, wenn er da keinen Mac anschaffen muss. ;-)
Es muss auf jeden Fall eine Native App werden, dieser Adobe Converter (wenn der gemeint ist) kommt da nicht in Frage, da ich auch zugriff auf TCP-Pakete brauche.




Man kann seine App an bis zu 50 User (eigentlich zu Betatestzwecken) schicken. Man benötigt dafür nur einen normalen Entwickler-Account für 99$ im Jahr.

OK, das würde passen, damit kämen wir zumindest schon mal auf 99 Euro runter, was aber natürlich immer noch ein Nachteil gegenüber Android ist. Wäre also nur eine Überlegung wert, wenn das iPad einen wirklich Handfesten Vorteil z.B. gegenüber einem Xoom oder GalaxyTab hätte.




Die Entwickler, die ich kenne, finden die Sprache sehr gut und sie konnten sich recht schnell daran gewöhnen. Das sind allerdings keine Hobbyprogrammierer (ich kenne jetzt nicht deine Ausbildung), sondern studierte Informatiker und Physiker, die sich in jede Sprache in ein paar Tagen einarbeiten können und meistens schon mindestens ein halbes Dutzend im Schlaf beherrschen.

OK, dann bin ich schon mal beruhigt, wobei ich mir da bisher sowieso keine Sorgen gemacht habe, die Frage war eher der Vollständigkeit halber. Ich bin ebenfalls Informatiker, die App wird meine Diplomarbeit werden.



Generell sieht es aber wohl leider eher schlecht für das iPad aus, wobei es mich doch sehr Reizen würde. Mir fehlt ein handfester Pluspunkt, den das iPad hat, außer natürlich der, dass unsere Manager alle iPhones haben, aber ob das ein Argument für meinen Chef ist, weiß ich nicht. ;-)
Naja, wird sich zeigen. Es werden sicher noch weitere Fragen auftreten, ich melde mich dann wieder. ;-)
 

NewPhone

Aktives Mitglied
> aber mein Chef wird da natürlich eher zu Android tendieren, wenn er da keinen Mac anschaffen muss.

Wenn man für die Entwicklung keinen Mac anschaffen will, wäre ein Android-Projekt sinnvoller. Da du zudem Java beherrscht und eh ein Android-Fan bist, gibt es eigentlich keinen Grund, das iPad zu nehmen.


> Mir fehlt ein handfester Pluspunkt, den das iPad hat

Die Vor- und Nachteile der Hardwares und der Betriebssysteme sind dir ja bekannt. Gegenüber dem Xoom fällt mir noch der Preisvorteil des iPads ein. Vor allem, wenn man kein 3G benötigt, liegen schon fast 200 Euro zwischen den Einstiegsversionen und wenn man z.B. 20 Stück nimmt, sind das auch schon zusammen 4.000 Euro. Und evtl. möchte man noch andere Software außer der selbst programmierten einsetzen und da ist die iPad-Auswahl (80.000 vs. ein paar hundert für Honeycomb) doch deutlich größer, vor allem im Businessbereich (Office, CRM, etc). Und viele Firmen sind skeptisch, was die Sicherheit unter Android angeht.

Aber wie gesagt, du und ein iPad kann ich mir ohnehin kaum vorstellen (das wäre bestenfalls Hassliebe), deshalb würde ich dir (auch gegen möglichen Widerstand in der Firma) zum Xoom raten. Da bist du in deinem Element.
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
Neugrierig wär ich schon auf das iPad, so ist es ja nicht. Android kenn ich ja schon vom Smartphone, auch wenn Honeycomb etwas anders ist, ist der Unterschied doch nicht groß.

Die Unterschiede der Hardware und des OS sind eher weniger wichtig, weil nur diese eine App drauf laufen wird (bis auf Spielereien wenn Kollegen neugierig sind, aber das zählt nicht). Einzig beim Handling wäre die Hardware noch entscheidend, das iPad würde sich wohl Wertiger in der Hand liegen, was den Managern entgegen käme, das Xoom ist halt um einiges dicker, deswegen würde ich eher zum dünnen GalaxyTab tendieren, dieses ist aber noch nicht erhältlich, also wäre das iPad das leichteste und Wertigste.

Was die Vorteile des OS angeht dürfte der Unterschied kaum jemanden auffallen, im Prinzip geht es nur um die App, diese wird laufen und der Rest des Geräts wird nicht genutzt werden, zumindest nicht in dem Sinne, dass es den Kauf beeinflussen würde.
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
Wenn ich nicht dazu gezwungen werde, dann werde ich keine Hardware von Acer mehr kaufen...
Dann lieber das "dicke" GalaxyTab, das gibt es ja schon, oder das Transformer, das müsste es jetzt ja auch in den nächsten Tagen in Deutschland geben.

Aber im Prinzip hast du schon recht, man hört gutes zur Verarbeitung und es hätte sogar einen richtigen USB-Port, das dafür spräche. Da muss ich noch überlegen...
 

ullumulu

Aktives Mitglied
Also so wie du sprichst (für ein paar ausgewählt Leute, kannst die Androidsprachen, willst kein MAC anschaffen, willst wenig Entwicklungskosten haben) solltest du zu Android tendieren.

Da kann man quasi kostenlos entwickeln, brauchst dich nicht auf unbekanntes Terrain waagen und hast quasi keine Anschaffungskosten und kannst Androidtabs mittlerweile für 150-300 bekommen.
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
Nein, um die Kosten geht es gar nicht.

Das ich Java kann, das ist nun mal so, das ist eine verbreitete Sprache und ObjectiveC gibts halt nur auf dem Apple-System. Ich bin aber durchaus bereit mich auch in diese einzuarbeiten, ich habe ja mit beiden noch keine Apps programmiert, da sind ja doch noch Unterschiede gegenüber Java auf dem Desktop.

Die Beiden anderen Punkte kommen nicht von mir, ich hab halt von meiner Firma eine Windows XP 64 Workstation hingestellt bekommen, das ist also nichts was ich "will". Das es schwierig ist einen Mac zu bekommen liegt nicht an den Kosten, sondern daran, dass in dieser Firma halt etwa 40 000 PCs stehen und einen Mac zu bekommen halt ein großer (Bürokratischer) Aufwand ist. Um die Kosten geht es eigentlich erst im Nachhinein.

Aber es ist schon so, dass die Firma relativ wenig dafür ausgeben wird, zumindest erstmal, da noch nicht klar ist, ob diese Lösung (Steuerung über Touchpad) überhaupt von den Nutzern entsprechend Akzeptiert wird. Wenn sie mal Akzeptiert wird, dann ist auch Geld da, aber erstmal brauchen wir halt einen Protoypen und dafür sollte die Hürde wohl nicht so hoch sein, außer natürlich, es gibt ein Argument, das eindeutig dafür spricht, das Geld zu investieren.
Dieses Argument könnte in der Tatsache liegen, dass das iPad schon verbreitet ist, ein Enterprise Shop schon existiert und es ein paar Leute in der Firma gibt, die sich nur mit iPad Apps beschäftigen. Daher würde ich halt erstmal gerne ermitteln ob es etwas gibt, das von vorneherein dagegen spricht, den Ausschlag am Ende wird wohl eher eine Politische Diskussion geben.
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
Vielleicht findest du in der aktuellen Ausgab c't kompakt 02/2011 Programmieren noch ein paar Infos oder Hinweise zur Programmiertechnik für Apple und Android.
 
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