Presse: Xelibri Verkaufsziele weit verfehlt

Xelibri

Siemens: Luxus-Handys ab September auch bei Saturn

Die im April von Siemens auf den Markt gebrachten Luxus-Handys namens Xelibri (Preis zwischen 200 und 400 Euro), die bisher über Modeboutiquen vertrieben wurden, sollen ab September auch in Billigmärkten wie Saturn zu kaufen sein.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, wollte Siemens pro Jahr rund zwei Millionen Xelibri-Handys verkaufen, hat diese Zahlen aber bei weitem verfehlt. "Wir haben das Modegeschäft nicht verstanden“, räumt Siemens-Manager George Appling, verantwortlich für das Xelibri-Geschäft, gegenüber der WirtschaftsWoche ein. Um den Handyabsatz anzukurbeln, hat Siemens außerdem das Marketingbudget deutlich angehoben. Erbil Kurth, ab 1. September neuer Marketingchef von Siemens Mobile, kann zusätzlich 50 Millionen Euro für Marketing ausgeben.

Quelle WiWo.de
 
Ich denke mal das Saturn da auch nichts mehr reißen wird, da die Teile einfach mies und billigst verarbeitet sind, dazu noch der Preis... Wer legt 200-400 Euro dafür auf den Tisch wo man für das selbe Geld wesentlich höherwertigere Geräte bekommt :confused: In irgendwelchen Boutiquen hatte der Kunde ja nicht die Möglichkeit Handys und Preise direkt zu vergleichen - bei Saturn schon - und deshalb werden die Teile da IMHO genau so vergammeln...
 

Frank H.

Aktives Mitglied
Siemens wollte wohl ein "Modegag" daraus machen. Doch ein Gag zu diesem Preis ist wohl einwenig übertrieben.
 

xelibri

Mitglied
Hi,

ich frage mich grade, warum die von "Luxus Handys" reden, das sollten die Xelibris nie sein, eher "Fashion Handys". Luxus ist an denen gar nichts... :D
 

Stefan Fritzenkötter

Bekanntes Mitglied
Ich wollte z.B. in münchen mir die Xelibris ansehen und habe dazu 2 Shops von der Homepage rausgesucht. Aber leider weiß da keiner was von Xelibri und Handys. "Handys? 150m weiter ist ein xy Shop."
 

xelibri

Mitglied
Tja,

die Siemens Strategie ist wohl nicht ganz aufgegangen. Dumm finde ich auch die Auskopplung der Marke Xelibri. Ich an deren Stelle hätte die Geräte wenigstens Xelibri by Siemens genannt oder so ähnlich, damit die Leute sehen "Aha Siemens, Siemens kenne ich, Siemens deutsche Firma, Siemens gut -> kaufen!" :D :D :D
 

T39

Bekanntes Mitglied
Sicher liegt es neben dem zur Eröffnung zu hoch angesetzten Preis auch an den inzwischen überholten Innerein und an dem fehlenden Farbdisplay, weshalb die Serie derzeit nicht so wie gewünscht läuft. Dabei hat Siemens klasse Studien in den Schubladen, zur CeBIT 2003 hat der Hersteller beispielsweise eine Produktstudie eines "Minis" mit Touchdisplay vorgestellt. So ein Ei mit 4096 Farben am Hals, wäre sicher eine Fashion-Alternative gewesen. Obwohl, damit hätte Siemens natürlich auch dem eigenem SL55-Modell wiederum das Wasser abgegraben.
 
Nachschlag:

Siemens-Handys im Sommerschlussverkauf

Da die Käufer Handys mit eingebauter Kamera bevorzugen, Siemens
bisher jedoch auf Mobiltelefone mit ansteckbarer Fotokamera setzte,
will der Konzern in diesem Monat zwei neue Modelle auf den Markt
bringen. Das sagt Ian Moyes, der Chef der Siemens-Handy-Sparte, in
einem Interview mit dem Magazin "Focus". Auch bei der Handy-Marke
"Xelibri" will Moyes wegen schwacher Absatzzahlen nachbessern: "Um
für die zweite Kollektion Platz zu machen, starten wir jetzt wie in
der Modebranche einen Sommerschlussverkauf mit Rabatten und legen die
Geräte auch in Elektromärkten aus", meint Moyes. Des Weiteren kündigt
er an, dass Siemens künftig Geräte aus fremder Fertigung unter
eigenem Namen verkaufen werde.

Quelle
 
etwas älterer Bericht, aber der Vollständigkeithalber angefügt...

SP
°°°
In Zeitungsinseraten und auf seiner Website bewarb der zur Handelsgruppe Rewe gehörende Discounter am Montag, 24.11.2003 ein Handy aus der inzwischen ausgelaufenen Frühjahr/Sommer-Kollektion von Xelibri. Penny verkauft das Telefon, das bei Siemens 275 € gekostet hatte, für 119 €. Schon vor einigen Wochen war das Modell in den ebenfalls zu Rewe gehörenden Toom-Warenhäusern angeboten worden.

Ein Sprecher von Siemens Mobile sagte, durch den Verkauf im Supermarkt werde das Image der Marke nicht geschwächt. „Die Restbestände kommen in den Schlussverkauf, wie das bei Modeartikeln halt so ist“, sagte er. Designer-Kleidung aus früheren Kollektionen werde ja auch billiger verkauft, fügte er hinzu.

Mit der Zweitmarke Xelibri hatte Siemens dem Mobiltelefon neue Absatzmärkte als Mode-Accessoir mit saisonal wechselndem Design eröffnen wollen. Die Geräte mit aufwändigem Design und eher einfacher Technik wurden - ohne die sonst übliche Preisermäßigung durch einen gleichzeitig abgeschlossenen Telefonvertrag - in Modeboutiquen verkauft. Den Produktstart Anfang des Jahres hatte eine aufwändige Werbekampagne begleitet.

Vor einigen Tagen hatte Siemens bekannt gegeben, das Vertriebskonzept für Xelibri werde nach hohen Verlusten geändert. Künftig sollen die Geräte auch über Mobilfunkanbieter und in Elektromärkten verkauft werden. Abschreibungen für Xelibri hatten das Ergebnis von Siemens Mobile im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002/03 (30. September) mit einem zweistelligen Millionenbetrag belastet. Siemens Mobile ist mit neun Prozent Marktanteil der viertgrößte Handy-Hersteller der Welt.
 
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