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Presse: Fachhändlerwahl 2003 - Siemens top, Sendo und Mitsubishi flop

T39

Bekanntes Mitglied
1. Siemens (2,34)

2. Nokia (2,47)

3. Samsung (2,54)

4. Sony Ericsson (2,58)

5. Motorola (3,05)

6. Panasonic (3,09)

7. Sharp (3,13)

8. Sagem (3,39)

9. NEC (3,41)

10. LG Electronics (3,44)

11. Alcatel (3,46)

12. Philips (3,48)

13. Sendo (3,71)

14. Mitsubishi (3,75)

Die 656 teilnehmenden Fachhändler haben dieses Jahr die Spitze eng zusammenrücken lassen: So verschlechterte sich der Sieger Siemens erneut gegenüber dem Vorjahr, hält aber noch einen knappen Vorsprung vor dem Verfolger Nokia. Ginge es nur um die Modellpalette und die Features der Handys, wären die Finnen ohnehin kaum zu schlagen. Doch Siemens bescheren genau die für Händler so wichtige Qualität und der Service den Sieg – da ist es offenbar nicht so dramatisch, dass die Münchner selten die neueste Technik und eine komplette Modellpalette bieten können. Die ersten Zwei müssen vor allem einen Konkurrenten fürchten: Samsung erzielt die vierte Verbesserung in Folge und zementiert den dritten Platz vom Vorjahr. Da fällt selbst der Überraschungszweite von 2002, Sony Ericsson, auf den undankbaren vierten Platz jenseits des Podiums zurück, auch wenn sich die Gesamtnote noch nicht einmal verschlechtert hat.

Einfach aber beliebt
Dass die beliebtesten Handys des TK-Fachhandels nicht immer Hightech-Maschinen sein müssen, beweist der Sieg des Nokia 3410 in der Gruppe der Prepaid- und Einsteiger-Handys. Der monochrome Veteran setzt sich mit 23 Prozent knapp gegen die ebenfalls nicht gerade hypermodernen Siemens A52- und A55-Modelle durch. Gelobt werden bei beiden Modellreihen immer wieder die günstigen Preise und die Ausrichtung auf den Bedarf vieler Kunden, die einfach nur telefonieren wollen. Genau darum geht es in der Business-Klasse nicht, dort zählen die komplette Ausstattung und spezielle Profi-Merkmale wie Bluetooth. Diese hat das Sony Ericsson P800 zu bieten, denn das Smartphone erringt mit sieben Prozent Vorsprung den deutlichsten Sieg in den drei Kategorien für Einzelgeräte. Nach der Meinung vieler Leser hat die schwedisch-japanische Kooperation mit diesem Modell das erste echte Smartphone gebracht. Auf dem zweiten Platz folgen mit den bewährten Nokia 6310/6310i die Sieger des Vorjahres, die auch in den Zeiten von Farb-Displays und Kameras offenbar für viele Profis noch immer die erste Wahl sind. Der inzwischen betagte Communicator erreicht noch einen guten vierten Platz. Etwas knapper ging die Wertung für das beliebteste Fashion- und Spaß-Handy aus. Das Siemens SL55 triumphiert hier über das N-Gage von Nokia, das den Nachteil hatte, zum Zeitpunkt der Wahl noch nicht verfügbar zu sein. Insgesamt fällt auf, wie wenig andere Hersteller neben Nokia und Siemens sich mit ihren Produkten profilieren können – gerade vier von 15 Geräten auf den ersten Plätzen stammen nicht von den Platzhirschen. Sony Ericsson und Samsung sind zwar je zweimal vertreten, haben aber keine Erfolge durch alle Kategorien hindurch. Gerade bei den Koreanern scheinen die schnellen Modellwechsel eine besondere „Zuneigung“ für ein bestimmtes Gerät zu verhindern.

Nie mehr schwarzweiß
Auf die Frage nach den Ausstattungsmerkmalen, die ein Handy haben sollte, antworteten wie im Vorjahr über 80 Prozent der Teilnehmer mit dem Wunsch nach einer langen Standby-Zeit. Zum drittwichtigsten Feature avancierte das Farb-Display, auf das immerhin 72 Prozent nicht mehr verzichten wollen – im Vorjahr dachten gerade einmal 41 Prozent so. Auch die integrierte Kamera nimmt mit 56 Prozent einen hohen Stellenwert ein, während die ansteckbare Variante nur für sechs Prozent der Leser besonders wichtig ist. Auf dem Vormarsch ist dagegen Bluetooth, die drahtlose Technologie hat bereits Infrarot in der Gunst der Händler überholt. Noch immer keine Rolle spielt die Tastaturklappe, die nur für fünf Prozent der Teilnehmer von Bedeutung ist. Bei den Handy-Herstellern stehen auch dieses Jahr die „inneren Werte“ hoch im Kurs: Geringe Fehleranfälligkeit, umfassende Garantieleistungen und Kulanz sowie ein effektiver Service in der Kundenbetreuung nehmen drei der ersten fünf Plätze in der Liste der Prioritäten ein. Ebenfalls sehr wichtig sind die Bedienbarkeit der Handys und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Noch immer eher von nachrangiger Bedeutung sind die Margen, Schulungen und der Werbeauftritt.

Service und Qualität machen den Sieger aus
Den Gesamtsieg mit der Note 2,34 verdankt Siemens auch dieses Jahr wieder den Erfolgen im Servicebereich und der Qualität seiner Handys. So führen die Münchner mit großem Vorsprung bei den Garantieleistungen und der Kulanz sowie dem Service und Support. Bei der Fehleranfälligkeit der Handys müssen sie sich allerdings erstmals Samsung geschlagen geben. Das System des Direktaustausches beim Kunden, das im letzten Jahr eingeschränkt wurde, hatte bisher den Effekt, dass der Handel viele defekte Siemens-Geräte erst gar nicht sehen musste. Das könnte sich jetzt ändern. Noch immer ungeschlagen ist Siemens dagegen beim wichtigen Preis-Leistungs-Verhältnis der Mobiltelefone, zumal sich die Note klar verbesserte. Dritte Plätze gab es für die Ausstattung und das Design. Bei der Innovationsfähigkeit kam der Hersteller gar nur auf die vierte Position – vielleicht die Strafe für die späte Einführung von Technologien wie integrierten Kameras oder hochauflösenden Farb-Displays. Die Spitze hält das Traditionsunternehmen dagegen bei der Lieferfähigkeit, der Marketingunterstützung für den Fachhandel, der Höhe der Margen, den Schulungen und dem Werbeauftritt. Gerade in den Disziplinen, in denen es um die konkrete Unterstützung des Fachhandels geht, sind die Münchner also immer noch Spitze. Da fällt es anscheinend weniger ins Gewicht, dass die Modellpalette Lücken hat und man nicht gerade einer der größten Innovatoren ist. Doch Gefahren drohen: So hat Samsung ein Fachhandelsprogramm aufgelegt und profitiert zunehmend von der hohen Qualität seiner Handys und auch der Viertplatzierte, Sony Ericsson, ist nicht weit von Siemens entfernt.

Comeback von Nokia
Und natürlich ist da auch der Marktführer, der sich nach einem vierten Platz im Vorjahr wieder auf der zweiten Position zurückmeldet. Der wunde Punkt von Nokia waren damals die Probleme im Service und mit der Qualität bestimmer Produkte wie dem 8210. Durch die Medien verstärkt geriet der ansonsten gute Ruf der Finnen in Schieflage, bei der Fehleranfälligkeit und dem Service gab es gar Plätze im hintersten Feld. Dieses Jahr bewegen sich die Verhältnisse wieder ein Stück Richtung Normalität, auch wenn Nokia in den Wertungen für die Fehleranfälligkeit (siebter Platz), Garantieleistungen/Kulanz (siebter Platz) und Service/Support/Hotline (fünfter Platz) noch immer nicht an der Spitze liegt. Die Verbesserungen in den Noten sind aber mit bis zu 0,74 Punkten ganz klar erkennbar. Wenn dieser Trend anhält, sind die Finnen nächstes Jahr ein heißer Kandidat für den Gesamtsieg. Denn in einigen Wertungen haben sie sich weiter von der Konkurrenz abgesetzt. So gibt es bei der Bedienbarkeit der Geräte die Traumnote 1,55, für das Markenimage die 1,53, bei der Ausgewogenheit der Produktpalette eine 1,65, der Ausstattung der Handys die 1,93 und bei der Innovationsfähigkeit eine 2,01. Klare Siege, die eine Ausnahmestellung des Marktführers belegen. Auch die vielen Erfolge der Modelle in den Einzelwertungen zeigen, wie beliebt die Handys von Nokia sind. Dank der Erweiterung auf neue Produktgruppen könnte diese Dominanz noch zunehmen.

Korea mit Kontinuität
Seit Jahren aufwärts geht es bei den Leserwahlen mit Samsung. Die Koreaner halten den dritten Platz von 2002 und schafften erneut eine Verbesserung der Note, die sie weiter an die Spitze bringt. So liegen sie nur noch 0,2 Punkte hinter dem Sieger Siemens. Besonders der Erfolg bei der Fehleranfälligkeit dürfte den Koreanern gefallen. Im Design konnte der erste Platz des Vorjahres verteidigt werden. Auch sonst hält sich Samsung immer in der Spitzengruppe und zeigt kaum gravierende Schwächen. Mit einem weiteren Ausbau der Modellpalette könnte der Weg nach oben weiter gehen. Der fünfte Platz des SGH-C100 bei den Einsteiger-Handys belegt, dass der Hersteller auch in für ihn neue Segmente vordringt. Sony Ericsson konnte 2002 noch den zweiten Platz erreichen, dieses Jahr langt es trotz einer Verbesserung um 0,01 Punkte nur noch für Platz vier. Dabei schneiden die Handys durchaus gut ab, doch es zeigt sich auch, dass die Modelle T610 und P800 nicht reichen, um mit den starken Konkurrenten mitzuhalten. Zudem ging es mit einer Verschlechterung von 0,22 Punkten bei der Fehleranfälligkeit um einen Platz nach unten – Probleme mit den T68 und T610 bei manchen Netzbetreibern könnten hier eine Rolle spielen. Starke Verbesserungen gab es dagegen dank günstiger Angebote beim Preis-Leistungs-Verhältnis der Handys. Es bleibt also abzuwarten, wie die neuen Geräte ankommen und ob nächstes Jahr damit wieder ein Platz auf dem Treppchen möglich ist.

Abstand zum Mittelfeld
Nach den vier Anbietern an der Spitze klafft eine große Lücke: Der fünfte Motorola hat fast 0,5 Punkte Rückstand auf Sony Ericsson. Dabei konnten die US-Amerikaner nach einem schwachen Jahr mit wenig neuen Modellen trotz einer Verschlechterung um 0,25 Punkte gerade noch den Platz des Vorjahres verteidigen. Noch vor zwei Jahren befanden sie sich in der Spitzengruppe und stellten auch Vertreter bei den beliebtesten Handys. Ordentliche Ergebnisse erzielen sie diesmal noch immer bei der Fehleranfälligkeit, den Garantieleistungen sowie dem Service und Support. Wieder verschlechtert hat sich dagegen die Note für die Bedienbarkeit der Mobiltelefone. Motorola im Nacken sitzt dieses Jahr Panasonic. Dabei half den Japanern vor allem ein Produkt, das GD87, wieder Wind in die Segel zu bekommen. Die Note verbesserte sich um 0,17 Punkte auf 3,09. Dabei gab es Schritte nach vorn in fast jeder Wertung. Wenn es der Elektronikriese also auch auf dem deutschen Markt schafft, wieder mehr Kontinuität und eine größere Modellpalette zu liefern, sind die Fundamente für ein Comeback gelegt. Auf Anhieb gelingt Sharp der Sprung ins Mittelfeld der Leserwahl. Die Japaner, die mit zwei Handys bei Vodafone antreten, erreichen eine Note von 3,13. Die Platzierungen liegen dabei meist im Durchschnitt, besser ist Sharp bei der Bedienbarkeit, den Garantieleistungen sowie der Ausstattung der Handys. Nur auf den viertletzten Platz kommt das Unternehmen bei der Modellpalette – kein Wunder bei nur zwei Angeboten. Auffällig ist, dass selbst viele teilnehmende Vodafone-Shops die Klapp-Telefone von Sharp nicht zu ihren Favoriten zählten.

Großes Gedrängel nach Platz sieben
Nach diesen drei Unternehmen klafft wieder eine Lücke von über 0,25 Punkten zur nächsten Gruppe, die fünf Vertreter umfasst. Dabei begegnet ein Aufsteiger vielen, die auf dem Weg nach unten sind. So darf sich Sagem über den achten Platz durchaus freuen, denn die Franzosen waren 2001 noch ganz unten und auch im letzten Jahr nur zwölfter. Jetzt reicht die Note 3,39 für den achten Platz. Drastisch verbessert hat sich vor allem die Zuverlässigkeit der Handys: Hier ist Sagem zwar nur Elfter, doch mit einer Verbesserung um 0,67 gaben die Franzosen die rote Laterne des Vorjahres ab. Auch bei den Garantieleistungen, dem Service, der Innovationsfähigkeit, dem Image und dem Preis-Leistungs-Verhältnis sind große Schritte nach vorne erkennbar. Wenn der Ausbau der Modellpalette weiter geht und Sagem nicht in alte Sünden bei der Qualität zurück fällt, könnten die Franzosen sich dauerhaft im Windschatten der A-Marken etablieren. Einen Platz zurück gefallen ist dagegen NEC. Die Japaner haben sich zwar im Mittelfeld festgesetzt, treten aber mit dem ausschließlichen Angebot über E-Plus auf der Stelle. Das könnte sich aber mit der UMTS-Einführung ändern, denn hier ist NEC einer der Hauptlieferanten von Endgeräten. Die derzeitigen Handys stoßen dagegen selbst bei den teilnehmenden E-Plus-Shops auf wenig Gegenliebe. Fast überall ist NEC nur Mittelmaß, beim Preis-LeistungsVerhältnis und den Margen nur Zwölfter.
Während mit Samsung ein koreanischer Hersteller auf der Erfolgswelle surft, zeigt sich beim anderen Unternehmen aus dem asiatischen Land dieses Jahr nur Stagnation. LG Electronics kann sich nicht verbessern und wird wieder zehnter. Dabei mangelt es vor allem an einer Wahrnehmung der Marke und der Kraft, Präsenz am Markt zu zeigen. Meist liegen die Ergebnisse im unteren Mittelfeld, über dem Durchschnitt sind die Resultate für die Bedienbarkeit. Schlechter ist es um die Garantieleistungen, die Lieferfähigkeit, die Produktpalette, die Schulungen und die Marketingunterstützung bestellt. Wenn man bei LG Electronics mehr Priorität auf den deutschen Markt setzen würde, könnte sich das vielleicht bessern, denn in anderen europäischen Ländern verkaufen die Koreaner eine Reihe ordentlicher Geräte.
Noch vor zwei Jahren war Alcatel auf dem Weg nach oben und hatte die andere französische Marke Sagem klar distanziert. Doch mit einer Modellpolitik, die Trends wie bunte Displays konsequent verfehlte, und dem Rückgang des wichtigen Prepaid-Marktes kam auch Alcatel ins Trudeln. Dieses Jahr reichte es nur zum Platz elf, zwei Positionen hinter dem Ergebnis des Vorjahres. Gute Resultate gibt es nur für das Preis-Leistungs-Verhältnis, wo Alcatel wie im Vorjahr auf den dritten Platz kommt, und die Lieferfähigkeit sowie die Margen (jeweils Platz sechs). Ansonsten bestimmen Plätze im hinteren Mittelfeld das Bild, stark nach unten gingen die Noten für die Ausstattung der Handys, das Design und die Produktpalette. Besonders schlecht ist es um die Innovationsfähigkeit bestimmt, wo Alcatel nur den vorletzten Platz erreichen kann. Doch da die neuen Modelle wie das Kamera-Handy One Touch 735 vielversprechend sind, scheint nicht alle Hoffnung für Alcatel verloren.
Eine weitere Marke in der Krise ist Philips. Auch die Niederländer haben nur eine geringe Präsenz in Deutschland und kämpfen um die Wahrnehmung als Handy-Schmiede. Der zwölfte Platz ist ein Tiefpunkt, es ging um gleich fünf Positionen abwärts mit einer Verschlechterung um 0,15 Punkte. Besser als im Durchschnitt sind die Ergebnisse für die geringe Fehleranfälligkeit und den Service (jeweils achter Platz). Nur die vorletzte Position gab es dagegen für das Design der Philips-Mobiltelefone. Angesichts weniger Neuheiten dürfte der deutsche Markt für Philips schwierig bleiben.

Tief im Keller
Die beiden Schlusslichter haben noch einmal einen deutlichen Abstand zum Rest des Feldes. Nach besseren Ergebnissen in den Vorjahren erreicht Sendo 2003 nur den vorletzten Platz mit einer Verschlechterung um 0,1 Punkte. Zur negativen Wahrnehmung der Marke dürfte das Desaster mit dem Smartphone Z100 maßgeblich beigetragen haben. Da wirkt die jüngs-te Präsentation des Nachfolgers wie ein Silberstreif am Horizont. Mit dem letzten Platz bei der Zuverlässigkeit, der Ausstattung der Handys, der Lieferfähigkeit, dem Image der Marke und den Schulungen zeigen sich aber für den kleinen Hersteller viele Probleme auf, die selbst dem Smartphone den Start vermiesen könnten.
Die rote Laterne übernimmt dieses Jahr Mitsubishi Telecom von Benefon – die Finnen standen mangels Präsenz in Deutschland auch nicht mehr zur Wahl. Der Schritt, die Marke Trium wieder durch den Brand des Mutterkonzerns Mitsu-bishi zu ersetzen, hat also nichts gebracht. Gegenüber 2002 verschlechterte sich die Note von Trium noch einmal um 0,07 Punkte. Mit derzeit nur einem Modell, dem m31i bei E-Plus, und einigen Trium-Rückständen im Handel ist eben wenig zu erreichen. So sind die Japaner letzter bei der Bedienbarkeit, den Garantieleistungen, dem Preis-Leistungs-Verhältnis, dem Design, der Produktpalette, der Innovationsfähigkeit, der Marketingunterstützung, den Margen und dem Werbeauftritt. Nach dem Ende der deutschen Trium-Präsenz hat sich also nichts gebessert, auch im Netzbetreibergeschäft ist das Image schlecht.

Hersteller im Fahrstuhl
Insgesamt spiegelt die Leserwahl also den Markt wider, auf dem wenige erfolgreich sind und viele darben müssen. Die Dominanz von Nokia bei den Verkäufen schlägt sich noch nicht ganz in einem Sieg bei der Leserwahl nieder, doch die Noten zeigen, dass auch die Qualität und der Service wieder auf dem Weg nach oben sind. Möglicherweise haben die Finnen die Warnung des letzten Jahres verstanden. Trotz leichter Einbußen ist der Sieg von Siemens ein Beweis der Beliebtheit beim Fachhandel, die sich auch in einer starken Marktposition niederschlägt. Mithalten können da bei der Leserwahl nur noch Samsung und Sony Ericsson. Alle anderen Marken haben einen schweren Kampf zu fechten: Mal geht es steil nach oben wie für Panasonic oder Sagem oder wieder abwärts wie für Motorola oder Philips. Doch gerade bei diesen so genannten B-Marken kann sich die Wahrnehmung durch Angebote der Netzbetreiber und neue Modelle schnell ändern. Und mit UMTS werden die Hersteller-Karten vielleicht schon nächstes Jahr wieder ein Stück weit neu gemischt.

Quelle elecomhandel
 
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