PRESSE: Ericsson Quartals-Bericht 2003

Stefan Fritzenkötter

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Ericsson wird mit weiteren Maßnahmen seine Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend schwierigen Markt stärken

· Nettoumsatz: um 30 % auf SEK 25,9 Mrd. gesunken - GSM/WCDMA Umsatzrückgang um 12 %
· Nettoverlust: SEK -4,3 Mrd.
· Gewinn pro Aktie: SEK -0,27
· Cash Flow vor Finanzierung: SEK 0,7 - Liquidität weiterhin gut
· WCDMA stellt 12 % des Umsatzes im Bereich Mobilfunknetze - fünf Ericsson-Netze gingen bereits in kommerziellen Betrieb
· Restrukturierungsprogramm liegt im Plan - weitere Möglichkeiten wurden festgelegt und werden kontinuierlich umgesetzt.


Zusammenfassung des Berichts über das erste Quartal 2003

Der Nettoumsatz sank im ersten Quartal um 30 % im Vorjahresvergleich. Der Auftragseingang ging um 12 % zurück. Der Brutto-Deckungsbeitrag verbesserte sich trotz geringeren Volumens bedingt durch niedrigere Preise für Komponenten, bessere Kapazitätsausnutzung und weitere Einsparungsmaßnahmen. Einsparungen bei den Betriebskosten liegen mit erreichten SEK 47 Mrd. gut im Plan. Der Cash flow vor Finanzierung war positiv mit Einsparungen beim gebundenen Kapital. Die Liquidität blieb erhalten mit einer Zahlungsbereitschaft von SEK 66 Mrd.

Stellungnahme des CEO

"Ich bin positiv überrascht von dem Geist und dem starken Engagement unserer Mitarbeiter, den sie trotz der angespannten Situation und der kontinuierlichen Restrukturierung zeigen. Trotz der kurzfristigen Unsicherheiten sind die langfristigen Aussichten offensichtlich, und ich bin überzeugt, dass die Vorteile der Mobilität und die Vorzüge der dritten Generation auch weiterhin neue Kunden gewinnen werden und zu einem breiteren Einsatz dieser Technologie führen werden," sagt Carl-Henric Svanberg, President und CEO von Ericsson.

"Dennoch - als Marktführer ist es unser Ziel, trotz der Marktfluktuation ein starkes und profitables Unternehmen zu schaffen. Unser makroökonomisches Umfeld ist aufgrund schwächerer kurzfristiger Nachfrage unsicherer geworden. Deshalb sind weitere Maßnahmen unerlässlich. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber es gibt noch mehr Möglichkeiten, unsere Arbeitsprozesse zu vereinfachen und die Kosten weiter zu senken. Nach meiner Erfahrung findet man durch die intensive Auseinandersetzung mit Prozessoptimierungen immer wieder neue Denkanstöße."

"Ein Markktführer sollte auch eine marktführende Profitlabilität mit einer entsprechenden Kostensituation aufweisen. Wir haben eine marktführende Position, die fortschrittlichste Technologie und eine weltweit führende Kompetenz, aber wir müssen jetzt auch operativ eine erstklassige Position erreichen."

"Wir bleiben, wenn man die Kosten für die heute angekündigten Restrukturierungen ausnimmt, bestimmt bei unserer Zielsetzung den "return to profit" während des Jahres 2003 zu erreichen. Obwohl die Umsätze im ersten Quartal wahrscheinlich die niedrigsten in diesem Jahr sein werden, möchte ich auch dann in der Lage sein ein positives Ergebnis zu erreichen, wenn sich die Umsätze weiterhin auf dem derzeitigen Niveau entwickeln. Wir werden daher zusätzlich eine Reduktion der operativen Kosten von 5 Milliarden SEK und der Verkaufskosten um 8 Milliarden SEK vornehmen. Die entstehenden Restrukturierungskosten von 11 Milliarden SEK werden sich relativ kurzfristig auszahlen, und wir haben für diese Maßnahme eine ausreichende Liquidität."

"Die laufenden Restrukturierungsmassnahmen beinhalten bereits angekündigte Outsourcing-Projekte, die die Mitarbeiterzahl in diesem Jahr auf 54.000 reduzieren. Mit den zusätzlichen Aktionen wird im nächsten Jahr eine Mitarbeiterzahl von 47.000 erreicht, " ergänzt Carl-Henric Svanberg, President und CEO von Ericsson.


Ausblick

Wir sind sicher, dass wir unseren Marktanteil in den Bereichen Mobilfunksysteme und Professional Services in diesem Jahr halten werden. Dennoch wird unser in SEK gemeldeter Gesamtumsatz im Vergleich zum Markt stärker zurückgehen. Dies vor allem aufgrund des Kursverlustes. Divestments und die Schließung bestimmter Geschäftszweige als Konsequenz unserer Restrukturierungsaktivitäten werden auch weiterhin unsere Umsatzzahlen beeinflussen.

Wir haben bereits zu einem früheren Zeitpunkt angedeutet, dass wir das Unternehmen im Laufe von 2003 wieder in die Gewinnzone führen wollen. Bei dieser Aussage waren die zusätzlichen Restrukturierungsmaßnahmen noch nicht berücksichtigt. Wenn man die Kosten für die heute angekündigten Maßnahmen außer Acht lässt, gehen wir davon aus, dass wir unser Ziel - Rückkehr zur Profitabilität in 2003 - erreichen werden. Wir sind weiterhin von der Wirksamkeit unseres Kosteneinsparungsprogramms überzeugt.

Für das zweite Quartal erwarten wir einen leichten Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr.
 

T39

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(Carl-Henric Svanberg, Foto AFP)

Die Massnahmen werden vielleicht noch drastischer:
Stockholm - Der schwedische Telekom-Riese Ericsson hat indirekt mit dem Verlassen des Landes bei einem Nein zum Euro gedroht. In jedem Fall würden die Aktivitäten von Ericsson in Schweden reduziert, falls das Referendum am 14. September mit einem Sieg der Euro-Gegner enden sollte, sagte Unternehmenschef Carl-Henric Svanberg der Zeitung "Dagens Nyheter" vom Mittwoch. Er verwies darauf, dass die Ericsson-Konkurrenten in der Euro-Zone einen Wettbewerbsvorteil hätten, weil sie keine Wechselkursrisiken zu schultern hätten. "Ich bin überzeugt, dass wir ein starkes Ericsson errichten können, wenn wir unser Hauptquartier hier im Land haben. Das setzte aber ein Ja zum Euro voraus", sagte Svanberg. In Schweden liegen bisher die Gegner der Gemeinschaftswährung in den Umfragen vorne.
derstandard
 

T39

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Herr Svanberg, wohin mit der Produktion und der Verwaltung ihres Konzerns?
Ersten Wahlprognosen - knapp eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale - zufolge zeichnet sich eine Niederlage der Eurobefürworter in Schweden ab. Wie das schwedische Fernsehen meldete, stimmten 51,8 Prozent mit "Nein" und 46,2 Prozent mit "Ja". Damit hätte die am Donnerstag verstorbene Anna Lindh ihre letzte politische Schlacht verloren.
scanpress
 
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