Onlineshop und Widerrufsrecht?!

thunderhawk

Mitglied
Hallo!
Habe mal ne Frage bezüglich einer Onlinebestellung und deren Widerrufsrecht!
Ich habe nämlich gestern in einem Onlineshop was bestellt und würde gerne von meinem Widerrufsrecht (was ich auch laut des shops ausdrücklich für 2 wochen habe) gebrauch machen.

Nun gehts um folgendes: Die Bestellung wurde noch nicht richtig bearbeitet und ich habe heute schon per email (ist laut dem shop die beste möglichkeit) meinen Widerruf bekannt gegeben. Die Ware sollte per Nachnahme an mich versendet werden...nun frage ich mich, ob die Ware trotzdem erstmal an mich versendet wird und ich dann bezahlen MUSS, wenn der Postbote vor der Tür steht, oder ob ich das Paket dann einfach ohne zu bezahlen einfach zurückschicken lassen kann?

Oder wird die Ware erst gar nicht rausgeschickt (was doch am intelligentesten wäre)?

Es steht nämlich folgendes in den AGBs des Shops:
"Durch Anklicken des Bestell-Buttons geben Sie eine verbindliche Bestellung der im Warenkorb enthaltenen Waren ab. Die Bestätigung des Eingangs der Bestellung folgt unmittelbar nach dem Absenden der Bestellung. Der Kaufvertrag kommt nicht schon mit unserer Bestellbestätigung, sondern erst mit Lieferung der Waren zustande."

und zum Widerrufsrecht:
"Sie sind an Ihre Bestellung nicht mehr gebunden, wenn Sie binnen einer Frist von 2 Wochen nach Erhalt der Ware widerrufen. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten und kann schriftlich (E-Mail genügt) oder durch Rücksendung der Ware (auf unsere Gefahr) erfolgen. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Anmeldung per E-Mail, Telefon oder Telefax.

Hierzu beantragen Sie bitte eine Rücksendenummer und erhalten dann per Post einen eine FreeWay-Marke mit der Sie die Ware kostenfrei zurücksenden können. Bei unfreien Rücksendungen müssen wir das von der Post erhobene Strafporto von dem Erstattungsbetrag abziehen!"

Hoffe, das mir jemand weiterhelfen kann!

Viele Grüße!
ThunderHawk

P.S.: Zudem habe ich noch folgendes in den AGBs gefunden:
"Abnahme, Abnahmeverzug

Der Käufer ist verpflichtet, die Ware zum vereinbarten Termin abzunehmen. Verweigert der Käufer die Annahme, so geht die Gefahr des Untergangs oder der Verschlechterung sofort auf ihn über. Der Verkäufer ist in diesem Fall berechtigt, die Ware auf Kosten und Gefahren des Käufers einzulagern."
 

Karsten26

Mitglied
imho ist es am besten die Annahme der Ware zu verweigern. Ist auch für den Händler das günstigste. Du solltest auch im Recht sein, da du den Kaufvertrag ja bereits widerrufen hast, und somit (da ja kein Kaufvertrag mehr besteht) auch nicht in Annahmeverzug geraten kannst.

Am einfachsten wäre natürlich, wenn die Ware erst gar nicht verschickt würde...
 

Thomas

Bekanntes Mitglied
Kann ich einen Widerruf bei einer Bestellung auch auf einzelne Artikel anwenden.
Bestellung über mehrere Artikel, von denen ich einige behalten möchte, andere nicht.

Funktioniert das?
 

Karsten26

Mitglied
Thomas Pongratz schrieb:
Kann ich einen Widerruf bei einer Bestellung auch auf einzelne Artikel anwenden.
Bestellung über mehrere Artikel, von denen ich einige behalten möchte, andere nicht.

Funktioniert das?

streng genommen nicht. wird aber in der Regel akzeptiert.
 

Karsten26

Mitglied
thunderhawk schrieb:
Hallo!
die Ware erst gar nicht rausgeschickt (was doch am intelligentesten wäre)?

Es steht nämlich folgendes in den AGBs des Shops:
"Durch Anklicken des Bestell-Buttons geben Sie eine verbindliche Bestellung der im Warenkorb enthaltenen Waren ab. Die Bestätigung des Eingangs der Bestellung folgt unmittelbar nach dem Absenden der Bestellung. Der Kaufvertrag kommt nicht schon mit unserer Bestellbestätigung, sondern erst mit Lieferung der Waren zustande."


alles sehr bedenklich ;-)

danach existiert eigentlich noch gar kein Kaufvertrag, (waren wurden ja noch nicht geliefert...) du kannst also eigentlich auch noch gar nichts widerrufen... (Doch, die Bestellung...)


Ich würde in jedem Falle jedoch falls das Paket noch kommen sollte die Annahme verweigern.
 

Nebukadnezar

Mitglied
Karsten26 schrieb:
streng genommen nicht. wird aber in der Regel akzeptiert.

Warum sollte ein Versandhaus das nicht machen?
Wäre doch blöd, wenn ein Kunde Waren im Wert von 1000€ kauft, die Tochter die bestellte Puppe (Wert 23€) doch nicht mehr will und der Kunde dann alle Waren zurückschicken muss, anstatt nur der Puppe. Das würde sich nicht rentieren für ein Versandhaus.
 

Karsten26

Mitglied
Nebukadnezar schrieb:
Warum sollte ein Versandhaus das nicht machen?
Wäre doch blöd, wenn ein Kunde Waren im Wert von 1000€ kauft, die Tochter die bestellte Puppe (Wert 23€) doch nicht mehr will und der Kunde dann alle Waren zurückschicken muss, anstatt nur der Puppe. Das würde sich nicht rentieren für ein Versandhaus.

deswegen machen sie es ja auch ;) hab' ich doch geschrieben...
 
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