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Ökosysteme - Ein neues Fass geöffnet.

Laborant

Aktives Mitglied
Erstmal vorweg - ich habe einen Selbstversuch gestartet. Dieser Selbstversuch startete übrigens BEVOR Nokia kommunizierte, dass es die Gerätesparte abstossen wolle.

Wie möglicherweise bekannt ist, habe ich mit dem Launch von Windows 8 und Windows Phone 8 sogleich meine gesamte Tech-Umgebung auf Microsoft Services umgebaut. Von Outlook-Mailadresse über Skydrive, Rooms -> Das volle Programm mit Facebook- und Twitter-Einbindung. (Keine Sorge: Meine Steuererklärung und Firmendaten meines Arbeitgebers sind von diesem Prozess ausgeschlossen worden)

Ich habe mich also komplett auf ein Ökosystem eingelassen - und schliesslich musste ich mich fragen: Was ist denn ein Ökosystem überhaupt?

Apple grenzt sich ziemlich gut ab - was allerdings primär daran liegt, dass sie dazu noch spezielle Hardware (von Lighning über MBP bis zu Airport und TimeCapsule). Die haben allerdings auch wirklich alles aus eigener Entwicklung. Auch kann man von fremd-Hardware meines Wissens nicht wirklich in die iCloud greifen.

Bei Microsoft - und auch bei Google - sieht das etwas anders aus. SkyDrive ist auch von anderen Systemen prima via App zu erreichen und gTalk lässt sich ebenso via App implementieren. Also. Was bleibt vom "Ökosystem"? Viel mehr als die einfache App-Anzahl gibt es nicht.

Und da haben wir es - it's all about the Apps. Google ist auf Microsoft angewiesen (mindestens Desktopseitig) und Microsoft ist auf Google angewiesen (mindestens Serviceseitig). Ohne Gmail-Integration wechselt kein Android-Nutzer zu Windows Phone und Google's intention ist es ohnehin nicht, mögliche Kunden wegzusperren.

Soviel zu den Gedankengängen meinerseits. Kommen wir zum Selbstversuch.

Ich brauche eigentlich kaum Apps - also versuchte ich etwas. Ich habe meinem Lumia 920 die Sim-Karte entrissen und sie in mein Nokia N9 gesteckt. Einfach um zu schauen, was ich vermissen werde.

Die Einrichtung des N9 stellte dann ein paar Fragen...

- Outlook-Konto: Check (mit einem Tweak möglich via Exchange)
- Arbeitgeber-Exchange: Check (ohne Tweak möglich)
- Google-Konto: Check (ohne Tweaks, E-Mail, Chat, Youtube, Picasa)
- Skype: Check (ohne Tweaks)
- Facebook: Check (ohne Tweaks inklusive Chat)
- Twitter: Check (ohne Tweaks)
- Skydrive: Via App "Skyfiles" möglich. DropBox-Integration wäre Out of the Box.

Verzichten muss ich auf...

- Office Suite (das N9 hat da wirklich keine Möglichkeit)
- Rooms (Das Microsoft-Chatprotokoll ist in dieser Hinsicht wohl zu Propietär - in der SkyFiles-App kann man jedoch auf die gemeinsamen SkyDrive-Ordner zugreifen).
- Apps (unter Anderem Authentificator-Apps und Disqus)
- ein aktueller Stock-Browser (Firefox ist auf dem N9 ein bizeli Langsam)

Gewinnen tu ich: andere Apps. Apps, welche allein durch die WinPhone-Architektur nicht möglich sind. (Wahrscheinlich aber in Android möglich wären)

Ich habe nun also ein Telefon, welches NICHT in einem Ökosystem drin ist, beziehungsweise sein eigenes "Ökosystem" hat. Denn, es sind ja bloss die Apps, welche fehlen bzw äquivalente bilden.

Was habe ich vermisst?
- Diverse Hardwarefeatures wie Wireless Charging oder eine tolle Kamera
- Speed! (das N9 hat nunmal einen SoC von 2010 drin, auch wenn es erst im Herbst 2011 rauskam).
- Rooms - was Microsoft da bastelte, ist wirklich tollig. Aber leider ziemlich Propietär.

Also - Rooms ist hier ein Punkt was man als "Ökosystemspezifisch" deklarieren kann. Doch ist es einfach ähnlich geschlossen wie iMessage, wenn auch deutlich umfangreicher. Trotzdem lässt sich das mit einem geteilten Ordner auch via gDrive und einem Chatroom-tauglichen IM-Dienst bewerkstelligen.

Leider hat es Microsoft bisher noch nicht gebacken bekommen, diese Rooms-Integration auch in Win8 zu bringen, also erübrigt sich dieser "Ecosystem"-Punkt.
So ziemlich jeden Dienst kann man - sofern das Betriebssystem sowas zulässt - durch eine App implementieren. Sei es durch Möglichkeiten, dass Apps unterpunkte in "Share"-Menüs einfügen können, sei es durch Möglichkeiten, dass Apps auf den Lock- oder Standbyscreen zugreifen können, sei es durch möglichkeiten, wie sich Apps direkt in einen "Messaging Hub" implementieren können und und und. Solange ein Dienst sich entweder direkt via API ansteuern lässt oder es Alternativen dazu gibt, braucht man diese ominösen "Ökosysteme" gar nicht.

Zu einem Produktiven Arbeiten mit einem Gerät gehören auch nicht bloss frisches Design und Flüssige Arbeitsweise, sondern vor Allem die Möglichkeit, Informationen schnellstmöglich abzugreifen und Möglichkeiten offen zu lassen. Was für Möglichkeiten konkret? Zum Beispiel, allgemein anzeigen zu können, ob ein E-Mail reingekommen ist, ohne dies direkt im gesamten System sämtliche Mailpostfächer zu vereinen.
So erlaubt mir Windows Phone - nebst den Anzeigen für Telefon und SMS - noch drei freie Anzeigen. Bei vier Mailpostfächern und dem Wunsch, die Batterieprozente anzuzeigen ist das zu wenig.
Einfach nur anzeigen, dass ein Mail gekommen ist, wäre mir lieber - selbst ohne Information, in welchem Postfach das nun ist.

Ein N9 zeigt mir dies sogar im Standby an. Inklusive Datum, Batteriestand und dem derzeit gespielten Musikstück. Im Lokscreen wird alles etwas Konkreter.

Ich stelle hier nun einmal eine These in den Raum: Ich behaupte, dass man mit Freiheit weiter kommt, als mit Verschlossenheit. Das führt nicht dazu, dass ein System kompliziert werden muss - das wird es erst, wenn ein Hersteller das Gefühl hat, die Oberfläche kompliziert aufzubauen.

Anhand dieser Erfahrungen bezweifle ich irgendwie, dass das 920 jemals wieder den Stand als "Main Device" haben wird. Es ist gut - aber eben noch nicht gut genug. Es fehlen sehr viele Feinheiten welche sich fast allesamt mit dem Punkt "zu Wenige Freiheiten für Entwickler" begründen lassen.
In etwa die Frage, warum die cuteTube-App unter N9 Youtube-Videos im Hintergrund weiterspielen lässt und so ein Musikhören via Youtube zulässt... oder man ganze Youtube-Videos durch cuteTube in den Geräteinternen Download-Manager geben kann. (okay, zweiteres widerspricht afaik den Bedingungen von Google - Achja, werbefrei ist cuteTube auch :D )

Ich persönlich hoffe hier auf eine gesittete Diskussion. Wie weit können die Freiheiten eines User gehen? Und wie verpackt man die möglichst so, dass es trotzdem noch iPhonisch-Einfach bleibt?
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Laborant

Toller Thread .

Das Problem der Freiheit hat halt 2 Gesichter .
Die frage mit wieviel Freiheit der User umgehen kann liegt nicht zuletzt daran inwieweit der dau die Möglichkeit hat per fehlbedienung sein System zu Schrotten .

Der wichtigste Aspekt ist aber - inwieweit hilft es den Herstellern sich abzugrenzen und damit Geld zu verdienen denn das ist die grundsätzliche Frage ob und wie ein Hersteller ein solches System anbietet .
 

Laborant

Aktives Mitglied
Boca: Das "Software-Bricken" ist ein Problem, welches man auf zweierlei Arten lösen könnte. Zum einen, die Software so designen, dass man wirklich nur einzelne Flecken hat, auf die die Entwickler zugreifen können (in etwa der Ansatz des Lockscreens von WinPhone) oder im Extremfall, dem Endnutzer die möglichkeit geben, das Gerät selbst komfortabel neu Flashen zu können. Es gibt Defibrillatoren, mit Narrensicherer Betriebsanleitung - also sollte das Flashen eines Gerätes auch dahingehend komfortabel genug möglich sein.

Die Finanzen sind natürlich ein Punkt - ein eigenes System ist Teuer. Ein fremdes System birgt Abhängigkeiten. Doch scheint Google mit Android ja dahingehend zufrieden zu sein. Die Frage ist einfach, ob man das System nicht noch offener, weniger "Spionierend" und für Hersteller Personalisierbarer gestalten könnte. Denn ganz ehrlich: Die Fronttasten von Android sind doch wirklich keine Befriedigende Lösung.
Wahrscheinlich kann man keinen "OS-Kern" anbieten, welcher allen Herstellern maximale Freiheit gibt - doch gebe ich einem System, in dem die Hersteller und Entwickler mehr Freiheiten haben, grössere Chancen.

Wenn man nämlich merkt, dass das System um das Gerät und das Gerät um das System in Symbiose gehen, wirkt das quer durch Band viel Seriöser, als wenn man ein Gerät baut und dann eine fertige Software draufklatscht. (überspitzt gesagt).

Schlussendlich lässt sich nämlich ohnehin jeder Dienst - ob nun zu einem Ökosystem gehörend oder noch - in ein anderes System implementieren. (Ausser eben der Dienst ist Propietär wie iMessage oder noch BBM).
Daher frage ich mich, ob Android in Zukunft nicht möglicherweise durch andere Systeme (Tizen?) unter druck kommen könnte. Windows Phone setzt sich ja freiwillig selbst unter Druck... *augenroll*

Auch stellt sich die Frage, ob in Zukunft möglicherweise HTML-Apps beziehungsweise für nativere Dinge Qt-Apps dafür Sorgen könnten, dass Apps ohnehin mehr oder weniger überall laufen.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Naja - google ist mit Android zufrieden da das primäre Beschäftigungsgesellschaft zum Geldverschwendung woanders liegt - genauer gesagt just in diesem spionieren .
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
erstmal
danke für den einblick in Labo's gedankenwelt

"Ich behaupte, dass man mit Freiheit weiter kommt, als mit Verschlossenheit."
-->sehe ich auch so. mit ausreichend freiheiten kommen auch die guten ideen, und die möglichkeiten die android bietet findet man derzeit wohl nirgends.

"Das führt nicht dazu, dass ein System kompliziert werden muss - das wird es erst, wenn ein Hersteller das Gefühl hat, die Oberfläche kompliziert aufzubauen."
-->siehe touchwiz (meine persönliche meinung) stock-android oder sense sind da besser
wobei ich die swipe-ui vom N9 als bisher beste ui empfinde

"Wie weit können die Freiheiten eines User gehen? Und wie verpackt man die möglichst so, dass es trotzdem noch iPhonisch-Einfach bleibt?"
"Die frage mit wieviel Freiheit der User umgehen kann liegt nicht zuletzt daran inwieweit der dau die Möglichkeit hat per fehlbedienung sein System zu Schrotten ."
-->wie beim N9 muss der user den DEV-mode explizit freischalten.
zum anderen sollte es eine 1-klick-backup/restore möglichkeit geben. wie bei apple oder auch gerooteten androiden
 

chief

Bekanntes Mitglied
Schöner Erfahrungsbericht! Ich glaube aber das du als kaum App User, eine sehr selten Art darstellst.

Ich stelle hier nun einmal eine These in den Raum: Ich behaupte, dass man mit Freiheit weiter kommt, als mit Verschlossenheit.

Da gilt es die Frage zu klären wer den weiter kommt. Aus Hersteller bzw. Anbieter Sicht ist Apple mit seinem geschlossen System sehr weit gekommen, genau so Google mit seinem offenen.

Auch kommt es auf den User an. Es gibt User die spüren den Käfig regelrecht, wenn die nur das Wort iPhone hören. Andere dagegen bekommen von diesem rein gar nichts mit.

Ich würde eine Mischung bevorzugen. Soweit offen das man auch mal ein selbst geschossenes Bild per BT versenden kann aber auch so weit das ich weiß wo die linke und rechte Grenze ist.

Daher fühle ich mich bei OS10 bis jetzt echt wohl. Es ist recht offen was die Kommunikation an sich als auch mit Daten angeht aber auch so weit verschlossen das ich nicht mit Custom ROMs in Versuchung geführt werden kann, wertvolle Lebenszeit mit flashen/rooten und sonstigen Spielkram zu vernichten.

Mein iPhone empfand ich daher immer eher als Gerät zum selbst Schutz. Denn ich spiele sehr gerne ;)

Das führt nicht dazu, dass ein System kompliziert werden muss - das wird es erst, wenn ein Hersteller das Gefühl hat, die Oberfläche kompliziert aufzubauen.

Da stimme ich dir zu. Das habe ich Ben schon mal erklärt. Es kommt nicht auf den Funktionsumfang an ob ein System unübersichtlich und kompliziert ist, sondern darauf wie der Hersteller mir diesen präsentiert.

Klar sollte aber auch sein, dass keiner das recht dünne Systemeinstellungs von iOS oder WP erwarten kann, bei dem Funktionsumfang eines Androiden oder OS10 Gerät.

@nohtz
-->sehe ich auch so. mit ausreichend freiheiten kommen auch die guten ideen, und die möglichkeiten die android bietet findet man derzeit wohl nirgends.

Ich sehe an den guten Ideen und der Offenheit nur ein Problem und das lässt sich am besten mit "Zu viele Köche verderben den Brei" ausdrücken.

Es dauert leider (manchmal) viel zulange bis etwas daraus wird. Jeder will und kann seinen Senf dazu geben. Der ein bisschen hier der andere ein bisschen da.
 

Laborant

Aktives Mitglied
boca: Das macht Android auch gewissermassen Attraktiv - doch mit den versteckten Lizenzen von MS auch ein bisschen unattraktiv. Die Frage ist, ob ein dermassen offenes System Lizenzkosten mit sich bringen kann, oder ob das nicht viel eher auf basis von OpenSource gemacht werden sollte. Dann würden für die einzelnen Firmen bloss noch Funktionslizenzen (wie eben auch bei Android) anfallen. Symbian hat es vorgemacht, Android macht es nach, wobei Android von den "Offenen Betriebssystemen" das am wenigsten OpenSourcige ist. ( Open Source: Erfolgreich durch Offenheit | ZEIT ONLINE )

nohtz: Korrektur: Es gibt beim N9 sogar drei (vier, inoffiziell) Stufen der Sicherheit.
Zum einen muss explizit aktiviert werden, dass man Programme aus Quellen ausserhalb des Stores zulassen wolle, zum anderen muss explizit aktiviert werden, wenn man den Dev-Mode (und damit SuperUser-Zugriff) will. Eine Vierte Sicherheitsstufe bildet das AEGIS-System, welches mit einem komplizierten "Jailbreak" (Genannt: Inception) geknackt werden kann und dann auch modifikationen von Prozessortakt und Spannung zulässt. ( Inception For the Nokia N9 - Open Mode ).
Ich habe es erfolgreich geschafft, mein N9 mit Superuser-Rechten zu Bricken, doch wäre es möglich gewesen, das Gerät frisch zu flashen. Doch damals war der Public-Flasher noch nicht released. Daher wurde das auf Garantie erledigt.

chief: Natürlich darf ein offenes System nicht im Gebastel enden. Ich persönlich würde es Favorisieren, einen API-Layer und ein dazugehöriges SDK zu haben, welches Apps Templateartig an die CorporateUI des jeweiligen Herstellers anpasst. Unterhalb des API-Layers hockt ein Linux, welches die Hardware managt.
Möglicherweise ist so was ähnliches bereits "in the Works" - da bekanntlich SailfishOS mit Ubuntu und PlasmaActive die API kompatibel machen wollen. (Witzig: Tizen scheint da aussen vor - ist aber bei Samsungs verschlossenheit auch kein Wunder dass die nicht mit Kleinfirmen wie Jolla kooperieren).

Bei Android läuft einiges schief - und zwar nicht die Offenheit, sondern eben, dass es dafür Kritisiert wird, von aussenstehenden Entwicklern nur sehr wenig anzunehmen. Das verfehlt den Gedanken von OpenSource. Wenn man sich andere OpenSource-Projekte ansieht (diverse Linux Distris, oder als Paradebeispiel: Mozilla Firefox) dann merkt man, dass man durchaus trotz vieler Köche den Brei retten kann.

Dazu: Natürlich bin ich als "wenig App nutzer" möglicherweise die Ausnahme. Wenn mir der Kollege mit der 9gag-App vorschwärmt, nehme ich die Mobile webseite. Es herrscht dahingehend ein Irrglaube, dass man für jede einzelne Webseite eine eigene App braucht. Eine "Blog-App" - okay. Aber da gibt es eine Mobiflip-App, eine Engadget-App, eine TheVerge-App, eine WPCentral-App, eine Schlagmichtot-App und eine Brauchstenicht-App. Anstelle dass sich mal wer dazu bequemen würde, das ganze zusammenzufassen. Daneben gibt es noch die Disqus-App, welche die Kommentarfunktion vieler Blogs und Zeitungen zusammenfasst, aber eben auch nur die Kommentarfunktion. Schön... dann mach ich lieber alles im Browser. Da ist alles an einem Ort und macht mir weder Homescreen noch App-Liste unnötig unübersichtlich.

Twitter, Facebook, Tools (taschenlampe z.B) und Wetter - kurzum, alles was auf die Hardware zugreifen will, da nehme ich gern die App. Die Einzige News-App die ich gerne hätte, die NZZ (Neue Zürcher Zeitung), gibt es erst auf iOS. Nicht mal auf Android. Daher, fällt auch dieser Punkt flach :D (Nein, die Android-App unterstützt Web- bzw E-Paper nicht. Nur die Onlineausgabe, welche arg abgespeckt ist).

Natürlich sind Menschen verschieden und andere hätten gerne sogar für den Toilettengang eine App. Dazwischen gibt es jegliche Abstufungen. Doch ist es grundsätzlich Technisch Machbar, dass die allermeisten Apps (die meisten kann man wirklich mit HTML5 realisieren) auf jedem Gerät lauffähig wären. Witzigerweise könnte man sogar mit einfachen Style-Sheets welche im OS hinterlegt wären, Blank-HTML-Files mit einem Corporate-Design stylen. Bloss müsste die Industrie mal dahinter kommen, dass von einem Monopol nur ein einziger profitiert - von einer Durchmischung profitieren dann aber alle.
Es geht mir nicht darum, dass man Apps nicht braucht - sondern dass man die Ökosystem-Problematik auch anders lösen könnte. Und dann gäbe es plötzlich nicht mehr das "Android Ökosystem" und nicht das "Windows-Ökosystem" sondern vielmehr ein Lebensraum für alle...

Aber solange sogar der Underdog WindowsPhone das gefühl hat, dass man mit Ellbögeln weiter kommt, als mit Kooperation, kann man das wohl knicken. -.-
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
Was ist denn ein Ökosystem überhaupt?

Apple grenzt sich ziemlich gut ab - was allerdings primär daran liegt, dass sie dazu noch spezielle Hardware (von Lighning über MBP bis zu Airport und TimeCapsule). Die haben allerdings auch wirklich alles aus eigener Entwicklung.
Naja, es gibt aber doch auch nahezu unendlich viel Hardware von Drittherstellern. SOundsysteme, Medizinprodukte usw. usf. Ich finde, die verfügbare Zubehör-Hardware gehört unbedingt zu einem Ökosystem dazu.
Auch kann man von fremd-Hardware meines Wissens nicht wirklich in die iCloud greifen.
Doch. Guckst Du https://www.apple.com/de/icloud/setup/pc.html
 

Laborant

Aktives Mitglied
"Doch. Guckst Du https://www.apple.com/de/icloud/setup/pc.html" --FtC

Oha, okay, aber von anfang an ging das nicht :) Mussten sie wohl, dass die Cloud auch für die "only-iPhone"-Fraktion attraktiv wird.

"Naja, es gibt aber doch auch nahezu unendlich viel Hardware von Drittherstellern. SOundsysteme, Medizinprodukte usw. usf. Ich finde, die verfügbare Zubehör-Hardware gehört unbedingt zu einem Ökosystem dazu. " --FtC

Natürlich - aber so ziemlich alles, was einen "Designed for iPod/iPhone/iPad"-Kleber drauf hat, wurde von Apple geprüft. Die Medizinsoftware gehört mMn zu den Apps. Dass eine App mit einem anderen Wlan- oder Bluetooth-Gerät kommunizieren kann, ginge auch mit Android oder WinPhone. Ob das nun Medizinisch ist oder nicht, spielt dabei keine grosse Rolle.
Das sind auch nur anhängsel - Trotzdem bietet Apple out of the box wohl die beste abgerundetste Ökosystem-Lösung. Damit aber auch die eigenständigste und dadurch abgeriegeltste. Ist ja für den Apple-Freund nicht schlecht - nein, sogar prima. Doch sind eben nicht alles vollständige Apple-Freunde sondern wollen etwas anderes. Und da hat Apple auch gewisse "Ausstiegshürden" (etwa der VW-Golf den man sich extra mit iPhone-Dock kaufte... dessen iPhone-Dock nun nicht mehr brauchbar ist, weil man auf Android wechselte :) )

Gerade die iCloud-Software auf PC dürfte genügend Propietär und Verschlossen sein, dass ein Linux-App oder eine Android-App nur mit viel Trial and Error möglich würde. (Und dann könnte Apple möglicherweise Lizenzrechtlich klagen). Apple lässt nur das zu, was sie wollen. (Und damit fahren sie ja gut)
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
-->im kleingedruckten steht u.a....
"Einige Funktionen erfordern iOS 7 und OS X Mavericks. (Einige Funktionen erfordern eine WLAN Verbindung. Einige Funktionen sind nicht in allen Ländern verfügbar. Bei einigen Diensten ist der Zugriff auf 10 Geräte beschränkt.)"
-->legt für mich den schluss nahe, dass es auf einem Win-PC nur zur hälfte läuft
 
Zuletzt bearbeitet:

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
-->im kleingedruckten steht u.a....
"Einige Funktionen erfordern iOS 7 und OS X Mavericks. (Einige Funktionen erfordern eine WLAN Verbindung. Einige Funktionen sind nicht in allen Ländern verfügbar. Bei einigen Diensten ist der Zugriff auf 10 Geräte beschränkt.)"
-->legt für mich den schluss nahe, dass es auf einem Win-PC nur zur hälfte läuft
Echt? Wie kommat Du auf 50%? Warum nicht 67%? Oder 73? oder 87? Oder 98%? ^^
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
"Echt? Wie kommat Du auf 50%? Warum nicht 67%? Oder 73? oder 87? Oder 98%? ^^ "
-->ich hab nirgends auch nur entfernt "50%" erwähnt...
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
chief
wenn du umgangssprachlich sagst "die hälfte geht ni" meinst du dann auch wirklich immer genau 50%?
wenn du als grosser bruder etwas (stück kuchen, streuselschnecke) teilen sollst, gibst du doch dem jüngeren geschwisterchen auch "die kleinere hälfte" ;-)

hätte ich wirklich die mathematische hälfte gemeint, hätt ichs auch mathematisch exakt formuliert.

"Einige Funktionen erfordern iOS 7 und OS X Mavericks"
-->wenn da "einige" steht, heisst doch, dass da mehr als nur 1 funktion (mind. 2) unter win nicht läuft.
und da ich mal davon ausgehe, dass icloud nicht 100 (also weniger als 100) funktionen hat, ist es also nicht möglich auf 98% (von FTC in den raum geworfen, #11) funktionalität zu kommen, wenn mehr als 1 funktion nicht läuft...

wieviele funktionen laufen unter iOS7 und mavericks und wieviele unter iOS<7 und Win?
 

Laborant

Aktives Mitglied
Labo-Translate v.1 beta initialize...

processing.... 25%...50%...75%...initialized.

Input: "Naja - google ist mit Android zufrieden da das primäre Beschäftigungsgesellschaft zum Geldverschwendung woanders liegt - genauer gesagt just in diesem spionieren . "

Language Detected: "Bocacode"

Output: "Naja - Google ist mit Android zufrieden, da das primäre Betätigungsfeld zum Geldverdienen woanders liegt - genauer gesagt just in diesem Spionieren."

Tadaaa :)

*duck und renn*
 

Gorki

Bekanntes Mitglied
@ Chief, Du verstehst es augenscheinlich immer noch nicht. In der Diskussion ging es darum das ein Lesezeichen keine installierte Applikation ist, die zum Beispiel nativ auf die Hardware des Gerätes zugreift. Ein Lesezeichen braucht einen installierten Browser, der dann was ist? Eine verknüpfte Webseite auf dem Springboard?
 
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