O2-Sonderkündigungsrecht ab 1.9.

Ron.K

Neues Mitglied
Hallo,

O2 erhöht ja für Neukunden zum 1.9. die netzinternen SMS-Preise. D.H. wer vor dem 1.9. noch einen Vertrag abschließt hat noch den 12 Cent-Tarif. Nun habe ich auf einer Händlerseite folgendes gelesen:

"Diese Erhoehung wird fuer Bestandskunden nur im Falle eines Tarifwechsels, Taktungswechsels oder eines Wechsels der Optionen gueltig (City-Zone, Homezone, Sparoption (local, city, mobile)".

Wenn das stimmt könnte doch man von seinem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen. Weiß jemand genaueres?

THX,
Ron
 

Stefan Fritzenkötter

Bekanntes Mitglied
...fuer Bestandskunden nur im Falle eines Tarifwechsels...
Dieser Satz ist entscheidend und da besonders das nur. Das heißt, wenn man schon Kunde bei O2 ist und nix ändert, dann bleibt auch alles beim alten. Bei einem zwischenzeitlichen Wechsel in einen anderen Tarif wird man dann wohl die neuen Tarif akzeptieren müssen oder es sein lassen. Aber ein Sonderkündigungsrecht tritt nicht ein.
 

Thomas

Bekanntes Mitglied
Sollte ich in Zukunft durch einen Umzug meine Homezone ändern müssen, bekomme ich automatisch den höheren Tarif? :confused:
 

Thomas

Bekanntes Mitglied
Sorry, ja. Ich bin mit obigen Zitat in Konflikt geraten
"Diese Erhoehung wird fuer Bestandskunden nur im Falle eines Tarifwechsels, Taktungswechsels oder eines Wechsels der Optionen gueltig (City-Zone, Homezone, Sparoption (local, city, mobile)".
Wenn man sich aber diese Aussage betrachtet erledigt sich die Frage ja
...fuer Bestandskunden nur im Falle eines Tarifwechsels...
 

arnold

Mitglied
Damit kommen wir doch aber in eine regelrechte Wischi-waschi-Situation, rechtlich gesehen. Ich hab ebei E+ ein ähnlliches Problem und ärgere mich als jahrelanger 3-Karten-Kunde mächtig. Ähnlich wie bei o2 ist ja auch bei E+ AGB- und Tarifbestandteil, wenn auch unterschiedlich ausführlich, das jederzeitige Recht zur Vornahme eine Tarifwechsels.... Konkret habe ich u. a. die hohen "alten" Time&More-Tarife und inzwischen weigert sich E-Plus, meine periodischen Wechsel in TM240 (alt) und/oder TM 500 (alt) durchzuführen.
Die erste dumme Ausrede war, lt. AGB hätte E+ das Recht, sich gelegentlich "von veralteten Tarifen zu trennen" - können sie gerne machen, sollen sie mir bekanntgeben = 4 Wochen Sonderkündigungsrecht. Nach 2. Einschreiben an die Geschäftsleitung schickt E+ mir die zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerungen, die ich vornahm, gültigen AGB. Auch kein Problem, denn zum Zeitpunkt der vorfristigen Vertragsverlängerung gab es eben diese alten TM-Tarife auch noch und ich werde ja wohl in Deutschland bei Vertragsverlängerung die da geltenden AGB samt Tarifen akzeptieren und nicht die AGB+Tarife, die erst viele Monate später in Kraft treten... Außerdem gibt es im deutschen Recht ja ein Rückwirkungsverbot, darüberhinaus in Bezug auf Vertragserfüllung den Grundsatz von Treu und Glaube.... Nun, E+ siehst das anders.
Es wird sich wohl nur mit Anwalt lösen lassen, leider. Ich war als HSCSD-Verfechter gerne E-Plus-Kunde, auch wegen der bis zum III.Quartal 2002 sehr guten Hotline - seither "outgesourct" = nur noch ohne Plan.

Arnold
 

Brainstorm

Aktives Mitglied
@arnold: versteh ich Dich richtig?
Du willst immer wieder zwischen den T&M 500 und 240 Tarifen hin und her wechseln, je nach dem welcher Dir gerade besser passt?
OK an sich ja kein Problem. AAABBER...

Wenn Du zB aktuell im 240er Tarif bist, und in den 500er Tarif wechseln willst, und es diesen Tarif nicht mehr gibt, dann ist das eben so. Das hat nix mit irgendwelchen AGB's zu tun, oder sonstwas.
In den AGB steht nirgendwo drin, daß Du jederzeit in alte Tarifmodelle wechseln kannst. Nur daß Du in die angebotenen Tarife wechseln kannst. Wenn es einen Tarif nicht mehr gibt, dann mußt du Dir einen neuen suchen.

Aber warum nimmst Du (wenn Du so viel Telefonierst) nicht einen Professional Tarif? Dann hast du Tarifautomatik, und telefonierst jederzeit rückwirkend im günstigsten Tarif.

Aber was Dein Problem angeht. Ich sehe hier E+ absolut im Recht. Da wird auch Dein Anwalt nix dran ändern können. Aber manch einer lernt es eben erst, wenn er zu der Telefonrechnung auch die Anwaltskosten zahlen muß.
 

NoIdea

Mitglied
Original geschrieben von Brainstorm

In den AGB steht nirgendwo drin, daß Du jederzeit in alte Tarifmodelle wechseln kannst. Nur daß Du in die angebotenen Tarife wechseln kannst. Wenn es einen Tarif nicht mehr gibt, dann mußt du Dir einen neuen suchen.

Aber warum nimmst Du (wenn Du so viel Telefonierst) nicht einen Professional Tarif? Dann hast du Tarifautomatik, und telefonierst jederzeit rückwirkend im günstigsten Tarif.

Aber was Dein Problem angeht. Ich sehe hier E+ absolut im Recht. Da wird auch Dein Anwalt nix dran ändern können. Aber manch einer lernt es eben erst, wenn er zu der Telefonrechnung auch die Anwaltskosten zahlen muß.
Nach der bisherigen Rechtsprechung ist das Vorgehen von e+ korrekt. Man schließt ja den Vertrag über einen Tarif ab und kann folglich nur in Tarife wechseln die aktuell angeboten werden.
Aufgrund der z.T. unverschämten Preiserhöhungen stellt dieses Vorgehen der Netzbetreiber allerdings einen erheblichen Nachteil für (Alt-)Kunden dar, von daher finde ich es gut wenn sich jemand findet und trotz der geringen Erfolgsaussichten dagegen klagt :top:
 
Original geschrieben von NoIdea

Nach der bisherigen Rechtsprechung ist das Vorgehen von e+ korrekt. Man schließt ja den Vertrag über einen Tarif ab und kann folglich nur in Tarife wechseln die aktuell angeboten werden.
Aufgrund der z.T. unverschämten Preiserhöhungen stellt dieses Vorgehen der Netzbetreiber allerdings einen erheblichen Nachteil für (Alt-)Kunden dar, von daher finde ich es gut wenn sich jemand findet und trotz der geringen Erfolgsaussichten dagegen klagt :top:
Warum Nachteil? Wenn ich einen 240 T&M abschließe und feststelle, daß ich nur 60 min verbrauche ist es doch sehr kulant wenn man wechseln kann. Stell Dir vor man wäre 2 Jahre dran gebunden... Auch was die Tarifautomatik betrifft ist dies natürlich ein Vorteil den E+ ja nicht anbieten muß... Bei anderen Providern beißt man da auf Granit... Arbeitskollege hat einen D2 Vertrag abgeschlossen, günstige Preise ins Festnetz bei Cityoption, horrende Preise in andere Mobilfunknetze. Soweit alles klar, er dachte das er überwiegend City-Festnetz telefoniert und dafür war der Vertrag auch ok. Nun hat er einen neuen Job, telefoniert kaum noch City - öfter mal zu D1, E+, O2 und kotzt was die Rechnung betrifft - Wechsel nicht möglich... Es wird ja keiner gezwungen zu wechseln und von daher ist die Sache auch IMHO ok ;)
 

Joachim Batke

Bekanntes Mitglied
Allerdings bietet auch D2 eine ganze Reihen von Tarifmöglichkeiten mit den alten und neuen Tarifen und auch den dazugehörigen Optionen.

Ich weiß zwar nicht wie es im Moment ist, aber vor einiger Zeit war bei Talkline der erste Tarifwechsel erst nach 12 Monaten möglich, und das auch noch gegen Gebühr.

Man hat aber tatsächlich nur das Anrecht auf seinen eigenen Vertrag, nicht auf alle weiteren Verträge, die der Provider angeboten hatte.
 

o2SG

Neues Mitglied
Original geschrieben von Ron.K

"Diese Erhoehung wird fuer Bestandskunden nur im Falle eines Tarifwechsels, Taktungswechsels oder eines Wechsels der Optionen gueltig (City-Zone, Homezone, Sparoption (local, city, mobile)".
ich weiss zwar nicht von welcher händlerseite du diese informationen hast, aber sie ist nicht ganz korrekt!

man erhält als bestandskunde die neuen konditionen bei einem tarif- oder taktungswechsel. also überall wo sich die grundgebühr ändert.

nicht jedoch wenn man einen optionswechsel durchführt: city, local oder mobile.
bei einem optionswechsel behält man die alten konditionen

sonderkündigungsrecht hat man aber auch hier nicht.
 

arnold

Mitglied
als ich die Time&More-Verträge abgeschlossen habe, war Hauptwerbeargument a) die damals 25 Pf./Minute, egal wohin ich telefoniere (Professional hilft da nichts, da ich überwiegend in fremde Netze telefonieren muß und XL als günstigster da mit 25 Ct ! erheblich teuerer ist...) und b) der ab TM60 mögliche Übertrag nicht genutzter Inklusivminuten und c) der jederzeitig mögliche und darüberhinaus 1x monatlich auch kostenlose Tarifwechsel in einen der übrigen zum Vertragsabschlußzeitpunkt angebotenen Time&More-Tarife und d) war weiter Werbeargument, durch diesen Wechsel innerhalb der Time&More-Tarife genau das zu bewirken, was die Tarifautomatik in den Professional-Tarifen bewirkt: den jeweils optimalen Tarif eben.
Klar, in den AGB steht so etwas nicht, aber es steht "gültige" Tarife drin und bei Abschluß des Vertrages gab es genau diese Tarife, um die es mir geht. Time&More ist ein lt. E-Plus ein TARIFKONZEPT. Ich sehe es gleichbedeutend damit, daß E-Plus auf einmal die Tarifautomatik nicht mehr anbietet - was dann? Wie wollen bei gleichem Sachverhalt Bestandskunden das dann einfordern?
 

NoIdea

Mitglied
Original geschrieben von berlibaerchen
Warum Nachteil? Wenn ich einen 240 T&M abschließe und feststelle, daß ich nur 60 min verbrauche ist es doch sehr kulant wenn man wechseln kann. Stell Dir vor man wäre 2 Jahre dran gebunden... Auch was die Tarifautomatik betrifft ist dies natürlich ein Vorteil den E+ ja nicht anbieten muß... Bei anderen Providern beißt man da auf Granit
Da genau diese Wechselmöglickeit, mit der beim Abschluss des Vertrages ja schon geworben wurde, ein wichtiger Grund für die Wahl des Netzbetreibers und des Tarifsystems gewesen ist, ist eine Einschränkung, z.B. durch Wegfall oder erhebliche Verteuerung der verfügbaren Tarife ein erheblicher Nachteil für den Kunden und finde deshalb ein SoKü Recht in so einem Fall angemessen.
 

arnold

Mitglied
Offenbar hätte E-Plus beinahe einen Dummen gefangen, nämlich mich. Ohne Anwalt war ich fast im Grübeln, ob ich nicht nach Vertragsverlängerung doch die neuen Tarife hätte akzeptieren müssen (zumindest für die letzte Verlängerung einer Karte) - wenn auch erst ab dem Zeitpunkt, ab dem der neue (!) Zweijahreszeitraum losläuft und nicht, wie von E+ frecherweise gewollt, ab sofort. Nur habe ich zufällig noch mal die Tarifbroschüren mit Stand 10/2002 und 5/2003 durchblättert. Jeweils auf Seite 5 steht dort ganz dick und fett: "DIE NEUEN TARIFE GELTEN NUR FÜR NEUKUNDEN AB DEM 1.6.2002. WENN SIE BEREITS KUNDE VON E-PLUS SIND, ÄNDERT SICH FÜR SIE NICHTS.". Reumütig sage ich es ja immer wieder: wer lesen kann, ist klar im Vorteil....

Damit hat E+ wohl doch nicht nur 2, sondern alle meine 3 Karten verloren. Schade. Einlenken tun sie ja nicht.

Arnold
 
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