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Nokia verlagert Smartphone-Produktion nach Asien

NewPhone

Aktives Mitglied
> Du meinst also Nokia verläßt sich darauf das Foxconn Werke baut extra für Nokia.

Foxconn hat innerhalb des letzten Jahres grob 200.000 Arbeiter zusätzlich eingestellt, wenn man die Veränderung der Mitarbeiterzahlen in unterschiedlichen News-Artikeln zugrunde legt. Die bauen Städte (in Form von Montagehallen und Wohnunterkünften), wie andere Gartenhütten. Auf jeden Fall sind sie aufgrund ihrer Erfahrung, schnell Kapazitäten zu erweitern, in sowas besser als irgendeine ausländische Firma, die selbst versuchen will, Infrastruktur aufzubauen. Das ist doch der Grund, warum alle zu Foxconn rennen – da weiß man aus Erfahrung, das so etwas klappt. Die sind schon groß und wissen, wie man noch größer wird.


> Da glaube ich eher das Nokia sich Investoren sucht um die nötigen Werke in Asien zu bekommen.

Kann auch sein – ich glaube aber, dass sie das einem Zulieferer (vorzugsweise Foxconn) überlassen.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Cookie

WEnn Nokia allen ERnstes in asien Werke " besorgt" schreib ich ihm persönlich die fristlose....

Ich denke mal kaum das die Entscheidung jetzt erst gefallen ist, vielmehr das klar war das Europa als Produktionsstandort aufgegeben wird-und zwar spätestens seit der Verkündung des Umstieges auf WP7. Man hatte genug Zeit Aufträge zu vergeben, Kapazitäten zu sichern aber auch Angebote der Auftragsfertiger einzuholen. Das letzte Jahr wurde ( meiner meinung ) von der obersten Heeresleitung Nokias ausgiebig dazu genutzt das Gelände zu sondieren- jetzt ist alles gregelt und man verkündet das aus( was ja auch nicht innerhalb von 2 Tagen passiert).
Ist also von langer Hand herbeigeführt. Bauen die dort WErke oder lassen von eigenen Leuten dort fertigen können die sich genauso gleich selbst die Kugel geben.

Ob das jetzt Foxconn ist oder irgendeine Wang Xy ltd- vollkommen schnuppe.

Eigene WErke....neverever....dann hätten sie gar nix gelernt.

NP



Die Asiaten sind allgemein sehr schnell in der Lage Kapazitäten auf aber auch abzubauen. Das fängt damit schon an daß das Baugenehmigungsverfahren sehr!!! schnell erledigt ist, keiner rumrennt um ein Bodengutachten zu machen oder ein Archäologe noch schauen muß ob irgendein Hünengrab von einem keltischem Fürst drunter ist. Anwohner müssen wegen Emmisionschutz auch nicht gehört werden- also bekommt man heut den AUftrag- und morge wird gewuselt. Eingestellt wird dort auch sehr schnell genauso wie gefeuert- Küschu gibt es dort ja so nicht ( wie auch in DK...aber egal).

"> Da glaube ich eher das Nokia sich Investoren sucht um die nötigen Werke in Asien zu bekommen.

Kann auch sein – ich glaube aber, dass sie das einem Zulieferer (vorzugsweise Foxconn) überlassen. "

Diese "Investoren" müßten aber schon etwas kirre sein- denn das Ganze wäre mehr als ein riskantes Investment mit besch... Rendite. außerdem ist es für ausländische Firmen immer noch nicht leicht z.B. in CHina "frei arbeiten" zu dürfen.

Wette ne Packung Tempo....die verlassen den WEg der Eigenfertiging komplett- senkt Fixkosten und macht liquide Mittel frei.
 
Zuletzt bearbeitet:

NewPhone

Aktives Mitglied
> Kann auch sein – ich glaube aber, dass sie das einem Zulieferer (vorzugsweise Foxconn) überlassen. (me)

Ich wollte noch klarstellen, dass ich mit "das" das Bauen von Werken meinte, nicht das Suchen von Investoren.

@boca: Ich denke, wir sind uns in dieser Sache einig. Alles andere als Outsourcing macht für Nokia eigentlich keinen Sinn. Darüber hinaus haben sie jetzt einen Chef, der bei seiner alten Firma auch nichts anderes gelernt hat – MS baut nichts in Eigenregie, sondern lässt alles von Zulieferern zusammenschrauben.
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
Die Idee mit Investoren ist ja nicht abwegig, denn sollte Nokia die Werke nicht weiter nutzen, können diese Gebäude wiederum für andere Hersteller genutzt werden. Das bedeutet nicht zwangsläufig das der oder die Investoren pleite machen.

Wenn die Mitarbeiter aus der Umgebung sind und dort für Nokia arbeiten, können falls kein Bedarf ist wieder gekündigt werden.
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
> "Wie boca und ich schon schrieben, wird Nokia in Asien wahrscheinlich keine eigenen Werke mehr bauen" [newPhone]
Ja, so wird es wohl sein, aber dennoch frage ich mich, wie sich das Werk in Rumänien rentiert haben kann. Die EU wird das nicht alles bezahlt haben, ein Werk kostet ja nicht gerade wenig.
Ich glaube eher, dass Nokia mit der Rumänien-Geschichte ein bisschen arg Hals über Kopf entschieden hat, das Gefühl hatte man damals schon.
 

Ripcord

Bekanntes Mitglied
Ich sehe das eher so, dass Nokia nur die Arbeitsplätze nach Asien verlagert. Es macht halt schon bei 1.000 Mitarbeitern einen großen Unterschied ob man die jetzt etwa selber mit etwa 2000€ pro Mitarbeiter bezahlen muss oder es die Asiaten für einen machen machen lässt die ihren Mitarbeitern dann nur 400€ im Monat zahlen...
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
mak

"ch sehe das eher so, dass Nokia nur die Arbeitsplätze nach Asien verlagert. "
Sollten sie das tatsächlich tun hätte amn dort wirklich gar nix gelernt.

"Es macht halt schon bei 1.000 Mitarbeitern einen großen Unterschied ob man die jetzt etwa selber mit etwa 2000€ pro Mitarbeiter bezahlen muss oder es die Asiaten für einen machen machen lässt die ihren Mitarbeitern dann nur 400€ im Monat zahlen... "
Wenn die WElt nur so einfach wäre- viel wuichtiger sind Planbarkeiten, Fixkosten, Überbrückung von SToßzeiten und Flexibilität.

Lagert man die Produktion für ein Produkt x aus verhandelt amn mit dem Lieferanten einen Preis x- das wars. Wird man weniger los kosten die Dinger immer noch genauso viel, braucht man mehr mußnder Lieferant zusehen woher er die Kapazitäten aquiriert.

Bei eigener Fertigung ist das ganze viel komplizierter, aufwändiger, inplanbarer.

Den Schuh wird sich Nokai nicht anziehen. Schließlichw ar ja Nokia schon der größte Kunde Foxcoons, man baut das ganze halt jetzt noch etwas aus.
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
> "Es macht halt schon bei 1.000 Mitarbeitern einen großen Unterschied
> ob man die jetzt etwa selber mit etwa 2000€ pro Mitarbeiter bezahlen
> muss oder es die Asiaten für einen machen machen lässt die ihren
> Mitarbeitern dann nur 400€ im Monat zahlen... "

Ich glaub nicht, dass die Löhne in Rumänien so hoch sind.
 

Laborant

Aktives Mitglied
Ich meld mich auch mal wieder... die Wochen im Militär sind so doof, dass man nicht mal mehr bei AM vorbeischauen kann... *sigh*

Ich denke allerdings, dass es noch weitere Punkte - ausser den Lohnkosten - gibt, welche einen Konzern nach China drängen. Beispielsweise Seltene Erden, den export von Halbfabrikaten und all den Logistischen Aufwand. Um mal ehrlich zu sein: Das Nokia N9 wurde zwar zu weiten Teilen in Finnland "endgefertigt" (Gehäuse und Endmontage) wobei die Displays, Boards und Chips mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einem Chinesischen Werk stammen. Es ist nun wohl reines Prestige (das sich die leute leider wohl nicht leisten wollen) dass sich ein Konzern darum schert, noch im Heimatland produzieren zu können. Finnland ist nunmal ein Land mit Westlichem Lohnniveau - weswegen soll sich ein Konzern denn noch die Mühe machen, Halbfabrikate in ein Teureres Werk zu schicken, wenn es die Chinesen genau so gut machen...?

Mal ganz nüchtern gesagt... solange in den anderen Firmen knallharte Erbsenzähler sitzen, welche jeden Cent dreimal wenden (und das wird leider noch ein paar Jahre dauern) wird eine Firma welche sofort mit "FINNLAND!" assoziiert wird, auf dauer nicht mit der Preislichen Entwicklung mithalten können.
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
Außerdem gehen viele Firmen nach China um dort auch verkaufen zu können, denn das ist eine Bedingung bei den Chinesen. Bei meiner Firma wars zumindest so und die Rechnung ging für China auch auf, denn das Werk wird erweitert und zwei Weitere sind schon in Planung/Bau.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Laborant

"Mal ganz nüchtern gesagt... solange in den anderen Firmen knallharte Erbsenzähler sitzen, welche jeden Cent dreimal wenden (und das wird leider noch ein paar Jahre dauern) wird eine Firma welche sofort mit "FINNLAND!" assoziiert wird, auf dauer nicht mit der Preislichen Entwicklung mithalten können."
Man muß dazu sagen das der Aufstieg Nokias zum Marktführer nicht zuletzt daran lag das Nokia als Vorreiter und Inkarnation des besten Kostenmanagementes galt- dort waren die mit abstand größten Erbsenzähler. Lediglich das Prädikat "Assembled in Suomi" war noch heilig, alles andere wae auf Druck ausgerichtet.
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
"Der größte Kostenblock in Unternehmen sind doch die Personalkosten"
-->kommt auf die art des unternehmens an. in meiner firma isses ein einstelliger prozentsatz, trotz relativ guter gehälter.
es gibt andere kosten, wo man mehr sparen kann, und gerade china/taiwan/singapur holen bei den gehältern mächtig auf.
(bis 20-25% lohnerhöhung/jahr, nur um die fähigen leute zu halten)
eine 300mm waferfab samt tools kostet 2-3mrd dollar, tendenz (stark) steigend
 

benthepen

Bekanntes Mitglied
Ist doch nun wirklich nicht verwunderlich, warum Unternehmen, gerade diejenigen die mit Elektronik zu tun haben, nach China abwandern.
1. Niedrigere Lohnkosten
2. Niedrigen Lohnnebenkosten
3. Infrastruktur ist gut
4. Mitarbeiter sind teilweise motivierter (behaupte ich mal)
5. Niedrigere Nebenkosten (Strom, Wasser etc)
6. Riesiger Markt um selbst Produkte zu verkaufen
7. Wechselkurs, Zoll

Sicherlich hat es auch Vorteile in seinem eigenen Land zu produzieren, wenn man diese Produkte auch zu dementsprechenden Preisen verkaufen kann.
In dieser Branche (Handys und generell Elektronik für Massenmarkt) geht es ja um jeden Cent.
 

benthepen

Bekanntes Mitglied
nohtz

"eine 300mm waferfab samt tools kostet 2-3mrd dollar, tendenz (stark) steigend "

Mag ja sein, aber das ist doch nix, was mit fortlaufenden Kosten zu tun hat.
Personalkosten sind immer die höchsten, vielleicht ist das in jedem Land unterschiedlich,- klar. Aber in D oder in Westeuropa ist das mit Sicherheit so.
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
ben
"Personalkosten sind immer die höchsten"
-->je nachdem was die firma macht werden die personalkosten einen unterschiedlichen anteil am kuchen ausmachen
eine leiharbeitsfirma hat anteilig sicher höhere personalkosten als ein chiphersteller ;-)
in meiner firma, wie gesagt <10%
(und da ist so einiges nicht automatisiert)
 
Zuletzt bearbeitet:

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Trotzdem sind die Personalkosten das Rad an dem ein Unternehmen wirklich etwas drehen kann.

Rohstoffkosten- Marktpreise
Energiekosten- Marktpreise
Energieeffizienz- einfdaceh amortisationsrechnung
Umweltauflagen/Steuern etc - vorgegeben

Selbst wenn die Lohnkosten bei euch nur 10 % sind( höher sind sie auch im Handel nicht selten- ) ist es der Bereich indem man aktiv was bewegenb kann
 

benthepen

Bekanntes Mitglied
Materialkosten werden ja direkt wieder rein geholt, aber Personalkosten nicht unbedingt. Je nachdem, wie effektiv der Mitarbeiter ist.
Natürlich kommt es auf die Branche an. Bei mir kann man das schnell sehen, ob ich an einem Mitarbeiter Geld verdiene, oder ich drauflege, weil ich genau sehen, was er an Umsatz gemacht hat.
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
"Woher weißt du das"
-->wenn mir das mein abteilungsleiter (der dienstlich öfters in usa, china und singapur unterwegs ist) erzählt, geh ich davon aus, dass er mir nicht die taschen vollhaut. (warum sollte er auch freiwillig so tief ansetzen, da sind doch die ganzen argumente und die dramatik weg ;-) )

"Natürlich kommt es auf die Branche an"
-->sag ich doch :)

"sind die Personalkosten das Rad an dem ein Unternehmen wirklich etwas drehen kann"
-->sicher, aber auch da ist irgendwann das ende der fahnenstange erreicht, und man muss wieder lohnerhöhungen zahlen um leute zu halten (siehe meine vorherigen posts)
 
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