New York Times: Nokia ist ein bürokratisches Monster

AreaMobile Redaktion

areamobile.de
Der frisch ernannte Nokia-Chef Stephen Elop soll das Unternehmen wieder aus der Krise führen. Doch er hat eine Herkulesaufgabe übernommen. Der finnische Handyhersteller ist aufgebläht, selbstgefällig und unbeweglich, zitiert die New York Times ehemalige Mitarbeiter. Innovationen würden durch bürokratische Prozesse verhindert, die an Sowjet-Zeiten erinnern.[...]

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Marketinghoschi

Aktives Mitglied
ja, das war auch schon seit langer Zeit mein Eindruck. Anders ist der Mangel an schnellen Anpassungen an den fluktuierenden Markt nicht zu erklären. Man sieht ja, was die an Telefonen in den Umlauf bringen. Immer wieder "Remixe" der Technik von vor 10 jahren. Nix anderes.
 
S

skyflyer

Guest
Naja, wie lange plant denn Apple schon an dem iPhone? das kann wahrscheinlich keiner sagen.

Meines Erachtens ist es auch völlig egal wer wie lange an einem Gerät plant. Es gewinnt der, der es als erstes auf den Markt bringt und als erstes einen Erfolg damit zu verzeichnen kann.

Nokia hat sich aus Kostengründen nicht getraut, Apple hat sich getraut und einen enormen erfolg damit.

Aber mit einer geänderten Geschäftsführung könnte man ja mal wieder auf Innovationen hoffen, wenn sie früher ja so gut gewesen sind aber nicht umgesetzt wurden! Mal gespannt was da so in Zukunft kommt.
 

the_black_dragon

Bekanntes Mitglied
also...

haben wir es nokias inkompetenz, faulheit und fehlender kreativität der bosse zu verdanken, dass wir uns heute mit nem angebissenen apfel rumstreiten, anstatt mit einem bzw N-Touch bzw. N-Tab..... wäre mir ehrlich gesagt lieber....
 

Quirky.

Mitglied
Manager Pest und cholera

Genau:

Wer hats erfunden?

Ich bin doch kein Finne.

Der Finne, groß, weiß und nicht zu übersehen sozusagen die Aga kröte unter den Amphibien.

Was sagt uns das, Nokia war allen schon 2004 weit voraus, nur irgendein Dussel aus dem Erbsenzähler Imperium hat "nix da getrötet".

Tja, bei Apple sagt nur einer an was was taugt und der lag bis jetzt ziemlich richtig.

Bei uns gibt es auch so einen Ideen Briefkasten in der Firma, jetzt ratet mal wer den Mitarbeitern die Ideen klaut und für seine verkauft. Der Chef denn nur der hat einen Schlüssel. Zur Strafe werfe ich meine guten Ideen immer bei der Konkurrenz also Apple ein und die machen da schon was draus.

Na egal Nokia hat ja jetzt nen neuen Manager, der sollte halt ab und zu in mein Necronomicon schauen dann wird das schon.

Erst werden die Leute faul, dann fett und jetzt sitzen ganz viel fette, faule Frauen in der Politik und schaffen nix außer die Speisekarte.

Grützi
 

RobGee

Mitglied
wenn das alles so stimmen sollte, ist das so bitter..so weit den anderen voraus und jetzt kriechen den anderen nur noch hinterher..wenn ich mir das vorstelle tuts mir im herzen weh!
 
S

skyflyer

Guest
Nunja, Aufmerksamkeit zu erregen mit Tatsachen die stimmen oder nicht stimmen ist auch ein gewisses Marketing in der heutigen Gesellschaft.

Wenn ich jetzt sage: "ich habe eine wunderbare Idee" , plane es minimal, merke schnell das es alles zu teuer wird, gebe die Idee auf und in 10 Jahren kommt einer der im Prinzip das gleiche gemacht hat und einen enormen Erfolg zu verzeichnen hat bringt es mir auch nichts meine Hand zu heben und zu sagen: "hey, ich hab vor dir daran gedacht". Schließlich habe ich es bei einem Gedankenspiel belassen.

In der gleichen Situation steckt Nokia grade und ich finde sie versuchen sich mit allen Mitteln gut zu reden statt einfach mal zu handeln. Nicht grade die feine Art.
 

Marketinghoschi

Aktives Mitglied
@skyflyer

Ich finde auch, die sollten mal richtig viel Aufwand in ein gescheites Smartphone-Projekt stecken, egal ob es sich erst einmal finanziell rechnet. Es geht darum ein Zeichen zu setzten und klar zu machen: WIR KÖNNEN ES AUCH!
Aber dazu kann sich bisher kaum jemand durchringen, weil es natürlich auch viele Risiken birgt. Der Mumm fehlt da definitiv.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Hmmm

was hier steht ist nix anderes als das wofür ich regelmäßig meien watschen krieg..

Nokia ist ein traäger , langsamer Riese..der sich in guten Zeizten zu vollgesaugt hat und in cshlechteren Zeiten nur schwerlich Ballast abwerfen kann. Zu tark sind die Bewegungen aus Bewahreren, arbeitnehmervertretern, Betriebsabläufen.

Helfen kann Nokia nur eine richtig cshnelle , wirkliche Krise die wirklich alle wachrfüttelt. Ohen mal ein deftiges Minus zu fahren wird immer die Tendenz herrschen ein Problem auszusitzen.

SE und Motorola zeigen das eine Krise eine Chance sein kann. Der Weg von Nokia muß und wird noch eine ganze Stufe niedriger gehen um wieder wirklich am Markt auftrumpfen zu können.

Die guten Leute hauen ab weil sie nichts bewirken können, es bleiben die alteingessenen die es sich im System bequem gemacht haben.

Und das ist nicht nur bei Nokias so. Das ist bei fast allen Unternehmen die sich in einem -trotz polypolistischer Struktur-Markt eine geraume Zeit als Marktführer eingerichtet haben.

Hochmut kommt vor dem Fall
 

Junta777

Mitglied
Also wenn das alles so stimmt (setzten wir es mal voraus), dann sind das doch endlich mal klare Worte. Und die passen genau zum Eindruck den ich von Nokia in den letzten Jahren bekommen hab.

Mein N97 ist war bleibt schrott, da brauchen wir uns nicht zu streiten. Wenn bei einem Unternehmen Ressourcen frei sind und das war ja anscheinden bei Nokia so, dann ist es im 21th nicht mehr angebracht aus kostengründen an der Weiterentwicklung zu sparen.

Mir tuen Nokias Mitarbeiter leid, die ihre Ideen nicht duchsetzen konnen:(
Ich kenne das, wenn man eine gute Idee hat, der Vorgesetzte aber nicht dahinter steht und sie so im Sand versickt.

Ich werde jedenfalls meinen Beitrag leisten, dass das Nokia Managment richtig auf den Deckel bekommt. Nach dem N97 ist Nokia für mich tot und auch keiner in meiner Familie werde ich ein Gerät von denen Vorschlagen...

Nur so lernen Firmen durch den Verbraucher!!
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Ach-die Nokiamitarbeiter die ihre Ideen nicht durchsetzen konnten werden mittlerweile gut in andereren Unternehmen untergekommen sein.

Dort können sie dann mit Sicherheit ihre Ideen umsetzen und weiterhin ne Schippe sand unter dem Haus Nokia rausholen.

@junta- paar Fans werden die Treue halten- aber die Anleger werden sich nicht(mehr) lange von bloßen Stückzahlen blenden lassen-und die sind diejenigen die Druck machen werden.

Wenn ein anleger hört das jemand "Marktführer bei smartphones " ist- dann denkt er nunmal an Geräte 300,- euro plus x und hohe Renditen- und nicht an massenhaft 120,- euro schleudern.
 

Quirky.

Mitglied
SE hats bei mir vergeigt.

Warum ?

Wo sind die Updates 2.1 auf den Xperia x10 usw.

Für mich kommt im Augenblick nur noch HTC in Frage alle anderen können mir gestohlen bleiben.

Motorola kein Root, Apple kauf ich nicht, bleibt nur noch HTC.

Das N8 war interessant ist aber ein Auslaufmodell, da nicht auf S4 updatebar.
 

RichCore

Mitglied
Naja ma gucken was der Microsoft Manager dort gebacken bekommt. Ich hoffe ma nur gutes :)

@TbD du bist schon nen komischer Vogel. Ich weiß garnicht was Apple dir getan hat das du sie so hasst. Hätte Nokia ein N-Touch oder N-Pad erfunden würden alle wie bei Apple rumheulen nur halt über Nokia. Aber eigentlich scheiß egal wollt ich nur mal erwähnen ^^

@quirky es bleiben auch noch Samsung und LG. Aber ich geb dir recht das Galaxy S ist sehr mies und naja zu LG brauch man ja garnichts mehr sagen ^^
 

Birk

Aktives Mitglied
Ich gebe bocadillo da vollkommen recht. Das geht fast allen Marktführern so. Innovativ und beweglich zu bleiben fällt kleineren Firmen deutlich leichter.

MS musste mit Windows Mobile auch erstmal auf die Nase fallen bevor mit WP7 der (wahrscheinliche) Befreiungsschlag kam.

Ich glaube, Apple ist durch seine zentralistische, auf Jobs fixierte Organisation besser dagegen geschützt. Wenn Jobs allerdings nicht mehr ist, gerät wohl auch Apple in die Gefahr wie Nokia zu enden.

Ich glaube, dass Nokia mit einer deutlichen Umstrukturierung eine gute Chance hat, aber das benötigt eine starke Hand, die sich gegen das Beharrungsvermögen einer so großen Firmen durchsetzen kann.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
@birk

Das Problem ist-eine "demokratische Organisationsstruktur" mag zwar -wie auch immer- gerechter sein. Sie ist aber nicht wirklich schlagkräftig, dafür unflexibel, voller Lobbies etc pp.

MAn hat eigentlich einen ständigen internen Schlichtungsprozess weil sich jeder irgendwann benachteiligt oder übergangen fühlt.

Wennn dann noch zusätzlich die "Selbstbeweihräucherung" als Marktführer dazukommt, die Absatzzahlen trotz deutlich sichtbar schwindenden Gewinn steigen und somit weiterhin die eigentliche Krise "überblenden" kommt halt irgendwann so ein Dodo raus.

Wenn Jobs "nach links brüllt" rennt sein ganzer Betrieb nach links.

WEnn Elop "nach links " brüllt werden die ersten abteilungen/Betriebsräte etc pp erstmal ein Veto einlegen- dann kann man ja einen ausschuß gründen....

Und in der Zeit verdientb sich der WEttbewerb dumm und dusselig. Und kommt dann irgendwann der Moment...ja ...nach links...dann ist der Trend verschlafen und Jobs TRuppe rennt schon wieder rechts.

Schlanke Entsdcheidungswege sind auch heute noch das a&O.

okia ist noch nicht so weiz(in dre Krise) als daß eine wirkliche Änderung stattfinden kann.
 
J

Jax667

Guest
Das ist leider ein Problem von praktisch allen großen Firmen, da machen Microsoft, Palm, Motorola, Sony Ericsson, Samsung & Co keine Ausnahme. Das ist wirklich mit der Politik vergleichbar, es werden verschiedene Ausschüsse gegründet und von denen muss man erst die einstimmige Einwilligung holen, bevor irgendwas getan werden kann. Das führt sogar dazu, das unabhängige kleine Unternehmen innerhalb des Mutterkonzerns gegründet werden (Corporate Venturing), die schneller agieren können als dieser. Trauriger Alltag.

Wenn ich allein schon an das Update Desaster von Samsung denke, Firmwares zu bestimmten Modellen waren in einigen Ländern bereits erschienen und haben in anderen Ländern nie ihre Kunden erreicht.
So etwas führt dazu, dass X10 Besitzer ein Update in den nächsten Wochen auf Android 2.1 bekommen, obwohl 2.2 schon längst draußen ist und 3.0 vor der Tür steht. Sony Ericsson hatte und hat immer noch mit großen Umstrukturierungen zu kämpfen, die die Firma agiler machen sollen, um schneller auf den Markt reagieren zu können. Dasselbe Problem hatte auch Motorola, die wirklich kurz vor dem Bankrott standen und dann durch risikobereitschaft einfach noch das Milestone rausgehauen haben. Und sie hatten damit Erfolg.

Risikobereitschaft und der finanzielle Aspekt sind es nun mal immer wieder die Projekte in ihrer theoretischen Ausführung belassen. Sicher hätte Nokia schon viel früher etwas tun können, aber es hat sich vermutlich einfach nicht gelohnt. Erst wenn die Konkurrenz deutliche Schritte wagt, wird es interessant für so ein Unternehmen ebenfalls viel in die Entwicklung zu investieren. Interessanterweise haben sie während dieser langwierigen Entwicklungsphase immer noch Gewinn gemacht und sich im Markt wacker gehalten. Es war kein einfacher Prozess für Nokia mit der Entwicklung von Touchscreen Phones, aber der schwerste Teil liegt nun hinter ihnen und sie sind bereit die ersten Symbian 3 Modelle einzuführen und MeeGo lässt auch nicht lange auf sich warten.

Die Zukunft von Nokia bleibt weiterhin spannend.
 
M

Macianer

Guest
<<Sicher hätte Nokia schon viel früher etwas tun können, aber es hat sich vermutlich einfach nicht gelohnt. Erst wenn die Konkurrenz deutliche Schritte wagt, wird es interessant für so ein Unternehmen ebenfalls viel in die Entwicklung zu investieren.>>
Mit *FÜHREN* resp. einem Markt-FÜHRER hat ein solches passives Hände-in-den-Schoß-Legen aber nichts zu tun.

<<…aber der schwerste Teil liegt nun hinter ihnen…>>
Ich denke, den schwierigen Teil einer Re-strukturierung haben Nokia erst noch VOR sich.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
"Sicher hätte Nokia schon viel früher etwas tun können, aber es hat sich vermutlich einfach nicht gelohnt. Erst wenn die Konkurrenz deutliche Schritte wagt, wird es interessant für so ein Unternehmen ebenfalls viel in die Entwicklung zu investieren. Interessanterweise haben sie während dieser langwierigen Entwicklungsphase immer noch Gewinn gemacht und sich im Markt wacker gehalten. Es war kein einfacher Prozess für Nokia mit der Entwicklung von Touchscreen Phones, aber der schwerste Teil liegt nun hinter ihnen und sie sind bereit die ersten Symbian 3 Modelle einzuführen und MeeGo lässt auch nicht lange auf sich warten."

Die Frage ist nicht ob es sich gelohnt hätte. Es lief halt noch so weiter-und solange man sich so durchwursteln kann haben die Bewahrer immer die Oberhand.

Man hat sich auch keineswegs wacker gehalten-man hat sich selbst zum "Billighersteller" degradiert und der übrigbleibende Gewinn ist branchenweit gesehen nur noch marginal und am Rande zum "bilanztechnisch getrickst".

Es wurde der Ruf ruiniert und die "qualitative Marktführerschaft" an den Wettbewerb verloren.

Im Gegensatz zu deiner Einschätzung steht der eigentlich steinige Weg jetzt bevor!!!! Denn jetzt muß umgebaut werden, das alte über Bord geworfen werden-und jetzt beginnt das Risiko mit der wirklichen Durststrecke vor der sich so lange Zeit gedrückt wurde.

Und auch jetzt wird der weg nur halbherzig gegangen.

Meegomodelle werden wohl erst im 2.quartal näxhsten Jahres kommen...und Symbian3-das thema hatten wir schon.

Spannend swird es bei Nokia...ob die Talsohle nächstes Jahr durchschritten wird.

Nach derzeitigem Stand-nein!
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Da kam mir wohl Macianer zuvor ;-) Bisher wurde ja noch nix umstrukturiert.

Die Änderung der Modellbezeichnungen ist nicht wirklich revolutionär.
 
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