Neuer Gouvernator in Kalifornien - 48 % für Schwarzenegger

Frank H.

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Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger hat die vorgezogenen Gouverneurswahlen in Kalifornien mit großem Abstand gewonnen und wird bereits in wenigen Wochen sein Amt antreten. Der gebürtige Österreicher versprach, er werde ein Gouverneur aller Kalifornier sein. Trotz vieler Vorwürfe über sexuelle Belästigungen ergaben erste Trendauswertungen, dass Schwarzenegger auch von vielen Frauen gewählt wurde.

Bei der Wahl, die auf Grund eines Volksbegehrens weniger als ein Jahr nach der letzten Gouverneurswahl stattfand, stimmte mit 54 Prozent eine deutliche Mehrheit für die Abwahl des Gouverneurs Gray Davis. Der demokratische Politiker gestand seine Niederlage ein: "Die Wähler haben entschieden, dass es Zeit ist für jemanden anderen zu dienen", sagte Davis. Er gratulierte dem Wahlsieger.

Schwarzenegger konnte 48 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Der demokratische Gegenkandidat und Vize-Gouverneur Cruz Bustamente kam auf 33 Prozent, berichteten amerikanische Nachrichtensender nach Auszählung von über 90 Prozent aller Bezirke. Die wegen der Kandidatur des Hollywood-Stars weltweit beachtete Wahl brachte eine Rekordbeteiligung der Wähler. Mehr als 60 Prozent der 15,4 Millionen registrierten Wähler stimmten nach Angaben des n-tv Partnersenders CNN über das Volksbegehren zur Absetzung des Gouverneurs ab.

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Hollywood-Schauspieler Arnold Schwarzenegger hat die Gouverneurswahl in Kalifornien gewonnen. Nach Auszählung von fast 75 Prozent der Stimmen führte der Republikaner Schwarzenegger mit mehr als 45 Prozent aller abgegebenen Stimmen.

Der zweite der 135 Kandidaten, der demokratische Vizegouverneur Kandidaten Cruz Bustamante, errang etwa 30 Prozent. Eine klare Mehrheit sprach sich auch für die Abwahl des demokratischen Gouverneurs Gray Davis aus.

Davis gestand seine Abwahl ein und gratulierte dem Wahlsieger. "Die Wähler haben entschieden, dass es Zeit ist für jemand anderen zu dienen", sagte Davis. "Es war nicht unsere Nacht." Davis ist seit 80 Jahren der erste US-Gouverneur, der vor Ablauf seiner Amtszeit von den Wähler abgesetzt wird.

Schwarzenegger versprach, "das Vertrauen in die Regierung wieder herzustellen". Er versicherte, dass er "die Menschen in Kalifornien nicht enttäuschen und nicht im Stich lassen werden". Schwarzenegger bedankte sich bei Davis, der ihm telefonisch zugesichert habe, alles für einen glatten Übergang in der Regierung zu tun.

Die so genannten Exit-Polls von CNN ergaben, dass trotz der Vorwürfe, Schwarzenegger habe Frauen sexuell belästigt, 47 Prozent der Wählerinnen für den Schauspieler votierten. Männer gaben dem Action-Star noch häufiger ihre Stimme. 72 Prozent aller Befragten erklärte, sie seien mit den Leistungen von Davis unzufrieden. Nur 27 Prozent gaben dem bisherigen Gouverneur eine gute Bewertung.

Die wegen der Kandidatur des Hollywood-Stars weltweit beachtete Wahl brachte eine Rekordbeteiligung der Wähler. Mehr als 10 der 15,4 Millionen registrierten Wähler stimmten nach Angaben von CNN über das Volksbegehren zur Absetzung des Gouverneurs ab. Über 60 Fernsehteams hatten sich am Abend im Wahl-Hauptquartier Schwarzeneggers in Los Angeles versammelt.

Erste Ergebnisse aus den 15.000 Wahllokalen bestätigten deutlich die Prognosen der Sender. Bis zur Bekanntgabe des endgültigen Ergebnisses wird es jedoch noch dauern, da es in Kalifornien unterschiedliche, zum Teil recht altmodische Wahlmaschinen und -systeme gibt.

Bei der in der Geschichte Kaliforniens bisher einmaligen Doppelwahl war eine einfache Mehrheit für die Absetzung von Davis nötig gewesen. Schwarzenegger war lange Favorit bis Vorwürfe gegen den populären Schauspieler auftauchten, die ihm sexuelle Verfehlungen und Sympathien für Adolf Hitler Mitte 70er Jahre unterstellten. Während er Nazi-Sympathien scharf zurückwies, entschuldigte er sich ganz allgemein für sein Verhalten gegenüber manchen Frauen. 15 Frauen hatten kurz vor der Wahl öffentlich erklärt, sie seien von Schwarzenegger sexuell belästigt worden.

Davis war erst im Herbst 2002 mit knapper Mehrheit als Gouverneur wiedergewählt worden. Republikanische Widersacher, die dem spröden Politiker die Schuld für ein Milliardendefizit und die Wirtschaftsflaute in Kalifornien geben, riefen im Frühjahr eine Abberufungsinitiative ins Leben.

@Quelle n-tv.de
 

Joachim Batke

Bekanntes Mitglied
Viel mehr als die Politik den Bürgern zu verkaufen und die Entscheidungen zu verantworten braucht er ja auch nicht.

In der Diskussion geht immer unter, das Arnie ein äußerst erfolgreicher Geschäftsmann ist. Das kann er auch sicher besser als Schauspielern :)

Wenn er dem Staat und der Bevölkerung wieder Hoffnung geben kann hat er viel bewirkt. Frei nach Erhard ist eine gute Rede oft wichtiger als ein gutes Gesetz und Reden kann Arnie.
 
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