Mobile-Mag: Treo 600 - Letztes Handspring Produkt unter Eigenregie

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Lange brodelte die Gerüchteküche und nach der Ankündigung der Übernahme durch Palm war nicht mehr sicher, dass Handspring den Treo 600 noch veröffentlichen wird. Nun hat man den Treo als letztes Produkt unter eigenem Namen angekündigt. Neben bei wurden auch mehr Details zum Gerät bekannt. So wird das Palm OS 5 Smartphone sowohl in einer CDMA als auch einer QuadBand GSM Version zur Verfügung stehen. Integriert ist neben einer Digitalkamera, welche Fotos in VGA-Qualität liefert auch ein MP3 Player. Musik wird dabei nicht nur über ein Headset sondern Wahlweise auch über einen integrierten Lautsprecher wiedergegeben. Als Speicher und Erweiterungsschnittstelle steht ein SD/MMC-Slot zur Verfügung. Neu beim Treo 600 ist auch auch eine vollwertige Mini Tastatur zur Eingabe von Texten. Zu Verfügbarkeit und Preis wurden allerdings noch keine Angaben gemacht.
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Angetestet:
Beim Treo 600 verzichtete Handspring auf eine Schutzklappe und machte das Gehäuse etwas schmaler. Ansonsten entspricht der Neuling in der Höhe und Dicke den bisherigen Treo-Modellen, wenn diese zugeklappt sind. Das PalmOS-Smartphone arbeitet in allen vier GSM-Netzen (850, 900, 1800 und 1900 MHz) und beherrscht GPRS für schnelle Datenverbindungen. Als Betriebssystem kommt das aktuelle PalmOS 5.2 zum Einsatz, während die bisherigen Treo-Modelle noch mit PalmOS 3.5x auskommen mussten, obgleich PalmOS 4 bereits lange auf dem Markt war. Im Innern kommt ein ARM-basierter OMAP-310-Prozessor von Texas Instruments mit einer Taktrate von 144 MHz zum Einsatz. Für Applikationen und Daten besitzt das Gerät 32 MByte Speicher, der sich über den Steckplatz für SD-Cards und Multimedia-Cards (MMC) erweitern lässt. Durch Unterstützung des SDIO-Standards lassen sich Funktionserweiterungen wie etwa eine Bluetooth-SD-Card einbinden, denn auch der Neuling ist nicht mit einem Bluetooth-Chip ausgerüstet. Im Treo 600 kommt ein verbesserter DSTN-Touchscreen zum Einsatz, der jedoch weiterhin nur mit einer Auflösung von 160 x 160 Bildpunkten ausgestattet ist.

Alle übrigen am Markt befindlichen PalmOS-5-Geräte besitzen eine Auflösung von mindestens 320 x 320 Bildpunkten. Das Display lässt sich im direkten Sonnenlicht besser ablesen als beim Treo 270, bei dem dies zum Teil recht mühselig ist. Wie viele Farben das Display darstellen kann, nannte Handspring nicht. Die integrierte Digitalkamera arbeitet in VGA-Auflösung (640 x 480 Bildpunkte) und befindet sich auf der Rückseite des Geräts. Geknipste Bilder lassen sich dann per MMS versenden oder aber einem Kontakt im Adressbuch zuweisen, so dass man einen Anrufer am Foto erkennen kann. Um das Gerät trotz Mini-Tastatur schmaler zu bekommen, entschied sich Handspring, die Tasten enger zusammenzurücken und die Leerräume zwischen den Tasten einzusparen. Damit die Bedienbarkeit darunter nicht leidet, wurden die Tasten sehr stark gewölbt. So kann man die einzelnen Tasten gut erfühlen und läuft nicht Gefahr, die falschen Buchstaben zu treffen.

Wer bereits einen Treo mit Tastatur sein Eigen nennt, gewöhnt sich sehr schnell an die neue Klaviatur, die auch für Neulinge leicht zu erlernen ist. Das von den alten Treo-Modellen bekannte seitliche Drehrad (Jog-Dial) wurde nicht wieder integriert. Als Ersatz hat Handspring einen 5-Wege-Navigator eingebaut, den man auch von den aktuellen Palm-Modellen kennt. Damit lässt sich das Gerät auch ohne Stift komfortabel bedienen, indem man alle Funktionen des PalmOS steuert. Wo früher das Drehrad saß, platzierte Handspring nun zwei Lautstärketasten, um darüber die Lautstärke des Lautsprechers während eines Telefonats zu regeln.
Der Neuling erhielt polyphone Klingeltöne, die nun auch mit sieben verschiedenen Lautstärkestufen ausreichend Spielraum liefern - die alten Treo-Modelle waren mit den lediglich zwei Lautstärke-Stufen sehr schwach bestückt. Für die Anrufsignalisierung steht erneut ein Vibrationsalarm zur Verfügung und die USB-Schnittstelle stammt von den bisherigen Treo-Modellen, so dass bestehendes Zubehör weiter verwendet werden kann. Zum Telefonieren hält man sich das Gerät entweder mit der Display-Seite ans Ohr, verwendet die Freisprechfunktion oder nutzt ein Kabel-Headset.

Leider beherrscht der Neuling keine Sprachanwahl, womit die Verwendung der Freisprechfunktion und des Headsets stark eingeschränkt wird. Schließlich muss man für jeden abgehenden Anruf das Gerät erst in die Hand nehmen und kann es nicht etwa steuern, wenn es in einer Tasche verstaut ist. Zu den eher kleineren Veränderungen zählen einige Modifikationen bei der Tastatur und in der Bedienung. So erhielt die Tastatur jetzt eine separate Home-Taste zum Aufruf des Programmstarters, die bei den bisherigen Modellen nur durch Druck einer Sondertaste erreichbar war. Außerdem erhielt einer der vier Hardware-Knöpfe in der Standardkonfiguration die Funktion eines Ein-/Ausschalters. Damit ist die Taste zur Einbuchung in das Mobilfunknetz nun nicht mehr mit drei Funktionen belegt. Da der Treo 600 keine Schutzklappe mehr für die Tastatur besitzt, wurde zudem eine Tastensperre integriert, außerdem soll dem Gerät eine Schutztasche beiliegen.

Vom Web-Browser Blazer liegt dem Treo 600 eine neue Version bei, die ohne zwischengeschaltetem Proxy direkt auf das Internet zugreift und alle Webseiten auf dem Gerät entsprechend anpasst. Mit einer Akkuladung verspricht Handspring Gesprächszeiten von bis zu beachtlichen sechs Stunden, Angaben zur Stand-by-Zeit machte Handspring allerdings auch auf Nachfrage nicht. Handspring will den Treo 600 im September oder Oktober 2003 auch auf den deutschen Markt bringen. Genaue Preise wurden nicht einmal für den US-Markt bekannt gegeben, allerdings sollen diese auf dem Niveau der aktuellen Treo-Modelle liegen. Das würde bedeuten, dass das Gerät in den USA zwischen 400,- und 500,- US-Dollar kostet.

Fazit:
Mit dem Treo 600 legt Handspring einen Nachfolger des Treo 270 vor, der wenig Besonderes und viel Erwartetes bringt. So gehört ein Steckplatz für Speicherkarten schon lange zum Standard von PalmOS-Geräten und eine Digitalkamera darf heutzutage in einem Smartphone auch nicht fehlen. Zu den beachtlichen Besonderheiten zählt die nochmals geschrumpfte Mini-Tastatur und die Quad-Band-Funktion, um alle verfügbaren GSM-Netze nutzen zu können. Sehr geschickt hat Handspring die Tastatur und damit auch das Gerät selbst verkleinert, ohne dass die Bedienung darunter leidet. Für Treo-Nutzer dürfte es enttäuschend sein, dass auch der Treo 600 weder Bluetooth beherrscht noch eine Sprachanwahl kennt. Schließlich gehört eine Sprachanwahl für Mittelklasse-Handys heutzutage schon zum Standard. Gespannt darf man sein, ob Handspring durch die Fusion mit Palm künftig stärker im deutschen Markt aktiv wird. Denn die bisherigen Treo-Modelle wurden von Handspring halbherzig beworben und vermarktet, weshalb die Geräte in freier Wildbahn auch kaum zu entdecken sind.
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Bilder und Zeichnungen von der Treo 600 shown in Dallas

Zum cnet.com-Video, klick Bild



Erste Bilder unter http://www.phonescoop.com/articles/cebit_america_2003/index.php?p=2
 

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Zwischeninfo:
Handspring's Treo 600 has, up until now, been available only in selected markets - in Europe, only those where Orange have chosen to offer the handset. Now a new source has emerged for the unit in Europe - the official, Handspring-endorsed Treo Store is now selling a silver version of the Treo 600 SIM-free across Europe for 749 Euro plus VAT. The handset will be shipped with Quick Office 7.0 Premier installed.
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(Palm-Manager Todd Bradley)
Das Treo 600 soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres im Rahmen eines Mobilfunkvertrages auch in Deutschland erhältlich sein. Diese sagte PalmOne-Chef Todd Bradley in München zum Handelsblatt. Derzeit sei man noch in Verhandlungen, mit welchen der deutschen Mobilfunk-Anbieter ein Vertrag geschlossen werden könne, auf dessen Basis ein gutes Kundenpaket geschnürt werden kann. Ein erster Deal in Europa konnte mit dem französischen Anbieter Orange abgeschlossen werden, der seine Mobilfunkdienste in Frankreich, England und der Schweiz anbietet. Das Gerät ist in den USA auch im freien Verkauf für etwa 500 Euro erhältlich. Für die Nutzung in Deutschland muss nur die SIM-Karte des jeweiligen Mobilfunkanbieters eingesetzt werden.
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