MMO2 gibt UMTS-Tarife bekannt

hugo

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soeben auf ZDnet gefunden:

Der britische Konzern MMO2 hat die Katze aus dem Sack gelassen und als erster Mobilfunkanbieter ein Tarifmodell für die UMTS-Technik vorgestellt. Das Unternehmen, das auf der südenglischen Isle of Wight ein UMTS-Testnetz betreibt, bietet laut einem Bericht der Zeitung "Die Welt" voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres UMTS in vier Tarifklassen an.

Den Angaben zufolge wird der Privatkunde bei O2 Deutschland (früher Viag Interkom) für die dritte Mobilfunkgeneration einen Grundpreis von rund 25 Pfund (40 Euro) zahlen müssen. In der Gebühr sei eine freie Datenübertragung von 20 MByte enthalten. Umgerechnet könnten damit etwa knapp 20 Minuten bewegte Bilder von Handy zu Handy übertragen werden. Jedes weitere MByte soll ein Pfund (1,56 Euro) kosten.

Auch einen O2-Tarif für die bereits im Herbst geplante Einführung von Standbild-Übertragungen (MMS) kündigte der MMO2-Chef Peter Erskine an. Dem Bericht zufolge will das Unternehmen ab 30 Pence (46 Cent) pro Bildmitteilung verlangen.

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Also ich finde das ist für eine erste Preisankündigung erstaunlich günstig - zumindest wenn man das mit den aktuellen GPRS-Tarifen vergleicht. Man kann gespannt sein welche Preise sich die anderen Netzbetreiber ausdenken.
 

O2-Kenner

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@hugo
Du nennst 40 EURO günstig? Na dann sag mir doch bitte mal, was du unter teuer bzw. billig verstehst! Wenn es wirklich bei 40 TEUROS bleibt, dann wird kein Privatnutzer auf UMTS zurückgreifen und GSM wird weiterleben. Bestes Beispiel zum Vergleich ist doch wohl Digitalradio - seit Jahren da, aber kein Mensch greift drauf zurück, obwohl es doch so genial sein soll!
 

techt

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Original geschrieben von O2-Kenner

Du nennst 40 EURO günstig? Na dann sag mir doch bitte mal, was du unter teuer bzw. billig verstehst! Wenn es wirklich bei 40 TEUROS bleibt, dann wird kein Privatnutzer auf UMTS zurückgreifen und GSM wird weiterleben. Bestes Beispiel zum Vergleich ist doch wohl Digitalradio - seit Jahren da, aber kein Mensch greift drauf zurück, obwohl es doch so genial sein soll!
Naja warten wir erst mal ab wie die Gesprächsgebühren sind,
wenn es denn so weit ist.
Ich denke die jetztigen anpassungen der Tarife bei den Netzbetreibern
zeigen aber in der tat schonmal die richtung :mad:
Aber man kann sich ja auch irren *träum*

Warum begreifen die Netzbetreiber einfach nicht,
dass wenn es günstiger ist, es auch öffter genutzt wird?
Was aber nützen mir super Tarife wenn ich kein Netz habe?
Der andere Betreiber hat ein super Netz aber naja die Tarife eben :confused:

Aber wie sagt man so schön "Abwarten und Tee trinken"

OT: Digitalradio ist 'ne feine sache,
aber nunja es sind eben noch nicht alle Sender Digital leider auch nicht SWR3 ;)

Basti
 

hugo

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Also wenn ich die Meldung richtig verstanden habe sind die 40€ die Grundgebühr incl. des Datenvolumens. Bei einigermassen intensiver GPRS Nutzung kommt man heutzutage schnell auf eine weit höhere Rechung. Und hat dabei auch weit weniger Daten als 20MB übertragen.

Ich würde dieses Preismodell einfach mal als Schritt in die richtige Richtung bezeichnen. Bei 6 Anbietern (sofern es dabei bleibt) sollte so etwas wie Wettbewerb ja zumindest im Ansatz entstehen.

Viel interessanter ist wohl die Frage was die Dienste selbst kosten werden. Die wird es sicher nicht umsonst geben .... Du könntest also recht behalten: Es wird schweineteuer.
 

HeikoLooke

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UMTS Preise und andere Preise

Also, es wird immer auf den Unternehmen herumgehackt ! Sicherlich ist es unverschämt solche Preise zu verlangen, doch da müssen wir Kunden auch einmal auf uns schauen. Solange wie noch genügend Kunden bereit sind, solche Preise zu zahlen, kann ich die Netzbetrieber ehrlich gesagt verstehen, auch wenn ich als Kunde, der die Preise nicht bezahlen kann, dies eigentlich nicht verstehen könnte !!!

Es ist doch das gleiche wie mit dem Benzin ! Gefharen wird doch trotzdem und dies mehr denn je !!!

Doie Kunden müßten sich einig sein und diese Dienste geschlossen einfach nicht nutzen ! Sollen doch einmal 80-90 Prozent der Kunden, die SMS nutzen diesen Dienst einen Monat lang nicht nutzen und ihr werdet sehen, wie die Preise fallen !!
 

Cheeseburger

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Marktwirtschaft

Also ich finde es ja ganz nett, dass ein Anbieter schon heute seine Preise bekannt gibt. Allerdings tappen die Manager der Unternehmen heute noch genauso im Dunkeln wie die zukünftige Kundschaft.

Fakt ist doch, dass sich GSM als weltweiter Standart durchgesetzt hat. Man kann heute damit in praktisch allen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt telefonieren und ist unter seiner gewohnten Rufnummer erreichbar. Meist braucht man heute, dank Triband, noch nicht mal mehr sein Handy zu tauschen. Des weiteren sind die Preise für Mobiltelefonieren doch inzwischen relativ günstig und das trotz einer etwas verwässerten Konkurrenzsituation. Erst zwei Anbieter, dann der dritte, später der vierte. Das ganze in einem Markt der keine Alternative bot, denn das damals noch existente C-Netz war nunmal mehr keine.

Bei UMTS starten sechs Anbieter praktisch gleichzeitig. Alle haben riesige Anfangsinvestitionen, nicht nur in Deutschland, sondern eben auch in anderen europäischen Ländern. Dabei war die Ersteigerung der Lizenzen, England und Deutschland mal ausgenommen, noch der geringste Teil. Der Aufbau eines UMTS-Netzes liegt wohl aufgrund der Technik und Komplexität um ein vielfaches über dem des GSM-Netzes. Hinzu kommt die Alternative Wireless-LAN. Das wird wohl erheblich billiger im Aufbau und sehr schnell flächendeckend zumindest in Innenstädten verfügbar sein. Das ganze bei einer um 4 1/2 mal höheren Datendurchsatzrate. Die Sprachübertragung kann nach wie vor über günstige GSM-Netze abgewickelt werden.

IMHO kann UMTS sich nur rechnen, wenn es einem Anbieter gelingt seine Investitionen wieder reinzuholen. Das geschieht aber in einem Massenmarkt wie Deutschland nicht über hohe Preisgestaltung sondern eher über den Gewinn des größten Kundenstammes. Der wird sich dort wieder finden wo er auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis stößt. Ich wage mal zu behaupten, dass dies weit untehalb einer € 40 Grenze geschehen wird.

Cheeseburger
 

HeikoLooke

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Nicht schlecht...

... dieser Beitrag ! hat mir wirklich gut gefallen und war meiner Meinung nach auch ganz logisch erklärt !!

Super ! Mal was anderes !!

Gruss
 

moderator

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Mit solchen Pressemitteilungen will sich ein Unternehmen zum einen erstmal ins Gespräch bringen, zum anderen jedoch geht es auch darum, die Reaktion der Kunden zu testen.

Außerdem sind ja jetzt die Mitbewerber gefragt, auch ein eigenes Modell anzubieten. Je nachdem wie diese jetzt reagieren kann auch Sauerstoff seine Preise noch verändern.

Wir erinnern uns doch sicher noch an die angekündigten Preise von D1 zu GPRS. Die sind auch noch weit vor der Markteinführung weit gesenkt worden.

Das UMTS anfangs oder auch in den ersten Jahren vor allem für User mit hohem Datenvolumen interessant ist versteht sich ja von selbst. Der Rest ist doch mit einem normalen GSM Handy (ggf. mit HSCSD oder GPRS) zufrieden.

ca. 1,5 Euro pro MB außerhalb der enthaltenen 20 MB klingen aber schonmal nicht so schlecht.
 

hugo

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Ich habe jetzt auch die Original-Pressemitteilung gefunden, die wesentlich mehr Details zu den Preismodellen bietet. Es handelt sich bei den 40€ lediglich um einen Teil der Preiskalkulation bei dem Testnetz auf der Isle of Man. Einen Rückschluss auf die tatsächlichen Preise für die "richtigen" Netze schliesst MMO2 ausdrücklich aus. Man will sich eben an ein angemessenes Preisniveau herantasten. Damit geht die Aussagekraft der ürsprünglichen Meldung gegen Null. Die Meldung ist trotzdem interessanz zu lesen.

Hier der Link: http://www.mmo2.com/docs/media/pr_020618a.html

http://www.mmo2.com/docs/media/pr_020618a.html


Im Ürigen finde ich es sehr interessant mit welcher Überzeugung ihr davon ausgeht, dass die UMTS-Preis für Otto-Normalverbraucher erschwinglich sein werden. Die Preise werden sich sicher am oberen Rand von dem bewegen was wir uns heute vorstellen. Alle Preismodelle zum mobilen Internet sind bis jetzt (incl. i-mode) nicht auf den Massenmarkt ausgerichtet, sondern auf Geschäftskunden. Ich sehe nicht, dass sich das mit UMTS ändern wird. Irgendeinen Sinn muss das ja machen - sonst wäre CSD-WAP, GPRS, SMS, etc. nicht seit Jahren so masslos überteuert. Eine Massenverbreitung dieser Dienste haben die Netzbetreiber bisher ja erfolgreich verhindert. Ich vermute wie gesagt, dass ein grösserer Nutzerkreis im Moment gar nicht erwünscht ist.
 

moderator

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Also SMS zielt nicht auf den Geschäfstkundenmarkt :)

Gerade als Fimenkunde frage ich mich aber, wo denn der Vorteil gegenüber GSM liegt. Aktuell ist 90% der Rechnung sowieso Sprachkommunikation. Mobile Datenübertragung entwickelt sich erst ganz langsam in unserer Firma.
 

Cheeseburger

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Original geschrieben von hugo
Im Ürigen finde ich es sehr interessant mit welcher Überzeugung ihr davon ausgeht, dass die UMTS-Preis für Otto-Normalverbraucher erschwinglich sein werden. Die Preise werden sich sicher am oberen Rand von dem bewegen was wir uns heute vorstellen. Alle Preismodelle zum mobilen Internet sind bis jetzt (incl. i-mode) nicht auf den Massenmarkt ausgerichtet, sondern auf Geschäftskunden. Ich sehe nicht, dass sich das mit UMTS ändern wird. Irgendeinen Sinn muss das ja machen - sonst wäre CSD-WAP, GPRS, SMS, etc. nicht seit Jahren so masslos überteuert. Eine Massenverbreitung dieser Dienste haben die Netzbetreiber bisher ja erfolgreich verhindert. Ich vermute wie gesagt, dass ein grösserer Nutzerkreis im Moment gar nicht erwünscht ist.

Ich finde das gar nicht so erstaunlich! Zum einen stehen da die exorbitant hohen Investitionen; die wollen erst mal erwirtschaftet werden. Zum anderen verstehe ich das Argument nicht, hohe Preise seien gleichbedeutend mit einer Auslegung des Angebots in Richtung Geschäftskunden. Gerade Geschäftskunden können rechnen! Das bedeuteutet IMHO, dass sich der Dienst für sie rechnen muss. Die Zeiten in denen Kalkulationsschwächen einfach auf den Kunden abgewälzt werden konnten sind vorbei. Natürlich steht für den Business-Kunden nicht allein der Preis im Vordergrund, auch Verfügbarkeit und vorhersehbare Kostenstruktur ist wichtig. Mit einem Wort eben wieder das Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein Beispiel: Wenn ein Verkäufer zu blöd ist seine Unterlagen mitzunehmen und sich diese dann via UMTS zusenden lässt, wird er wohl kaum die zusätzlichen Kosten auf seinen Kunden abwälzen können. Der kauft dann nämlich bei einem der seine Unterlagen dabei hat.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder UMTS läuft richtig an, das bedeutet dann, es muss laufen wie heute GSM und zwar schnell wg. den hohen Investitionskosten! Oder aber es scheitert und dann gibt es einige Telekommunikationsanbieter weniger.
Fazit: Die Branche hat ein ganz vitales Interesse an einem profitablen UMTS Geschäft und damit an einer ähnlich hohen Verbreitung wie GSM!
Warten wir es mal ab!

Cheeseburger
 

SnoopyDog

Neues Mitglied
Ich sach ja: wenn es so kommt, wird UMTS etwas, was kaum jemand haben will. Die können bei den Preisen ruhig auf ihrer Insel bleiben. Schon das "normale" mobile Telefonieren ist mittlerweile überall (?) viel zu teuer.
Die Vision von UMTS war ja mal, das die neuen Handys den PC quasi ersetzen, daß man mit dem Handy bequem Surfen kann.
Ich will aber mit dem Handy telefonieren. Wenn ich surfen möchte, zahle ich selbst mit Internet-By-Call so um die 1,5 Cent pro Minute.
 

NoIdea

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Original geschrieben von SnoopyDog
Wenn ich surfen möchte, zahle ich selbst mit Internet-By-Call so um die 1,5 Cent pro Minute.
Dann schau mal bei Arcor, Freenet usw.... dann wird auch das für dich billiger, zumindest abends.
Wenn die eine Flatrate oder Volume-Rate >2GB/Monat anbieten wäre ich durchaus bereit 50Euro im Monat dafür zu bezahlen (wenn ich es zu Hause auch nutzen kann, die Abdeckung wird ja viel schlechter als bei GSM).
In der Anfangszeit werden die Netzkapazitäten aber so knapp sein, dass die Preise so hoch gehalten werden um nicht gleich zu viele Nutzer zu bekommen. Wie die letzten Preiserhöhungen gezeigt haben, soll (bzw. muss) das UMTS Netz eh von den GSM Kunden bezahlt werden.
 

SnoopyDog

Neues Mitglied
Nicht das UMTS-Netz, sondern hauptsächlich die unverantwortlich hohen Lizenzgebühren. Einer der Mitbietenden hat in einem Interview neulich gesagt, daß bei allen Beteiligten, die in diesem Raum saßen, das Hirn ausgesetzt hatte, nachdem sich die Türen geschlossen hatten und das Bieten losging. Unverantwortlich, diese Preise.
 

NoIdea

Mitglied
Der Netzausbau wird aber auch insbesondere für Mobilcom und Quam, die ja überhaupt noch keine Infrastruktur haben mindestens genauso teuer wie die Lizenzen, für hohe Übertragungsraten muss auch das bestehende Netz verdichtet werden und die bestehenden Sendemasten müssen auch neu ausgerüstet werden.
Außerdem sind Mobilcom und Quam schon jetzt im GSM Geschäft fleißig dabei ihren Ruf zu beschädigen, daher schätze ich werden die den UMTS Start nicht lange überleben und das alte Handy- Kartell bleibt bestehen. Von daher sind in Deutschland in den nächsten 5 Jahren eh nur Mondpreise bei UMTS und GSM zu erwarten.
 

moderator

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doch oder noch?

:D

Überleben werden wohl nicht alle. Irgendwann muß auch Geld zurückfließen. Bei Mobilcom muss es allerdings erstmal überhaupt hinfließen.
 
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