• Liebe Community,
    Aufgrund des niedrigen Traffics im Forum haben wir uns dazu entschlossen, es nur noch im Lesemodus zu betreiben. Neue Kommentare sind also nicht mehr möglich, wohl aber das Lesen der bestehenden Foreninhalte als Archiv. Ihr könnt diesen Account auch auf unseren anderen Portalen (pcgameshardware.de, pcgames.de, buffed.de etc.) nutzen oder Euren Account löschen lassen. Wir bitten um euer Verständnis und danken euch für die vielen tollen Beiträge.“

Microsoft entlässt 18.000 Mitarbeiter, Nokia X auf der Kippe

Laborant

Aktives Mitglied
Es geht hier mittlerweile wohl darum, dass Grosskonzernleitungen Asozial sind und der gemeine Mitarbeiter eine arme Sau darstellt.

Wer aber dieser Meinung ist, sollte sich mal die Benefits anschauen, mit welchen die "besten Leute" bei diesen Firmen gehalten werden. Natürlich muss man auch dort Leistung bringen - wenn man keine Leistung bringt, gehört man nicht zu den "besten Leuten" sondern ist bestenfalls Durchschnitt.

"Die Fetten Jahre sind vorbei" kann man es nennen - oder: Wachstum um jeden Preis, weil jeder andere auch Wächst und man so sonst unter die Räder kommt.
Heute wird teilweise damit Argumentiert, dass einem Konzernchef gar nichts mehr an den eigenen Angestellten liegt - Langjährige Angestellte werden nach 35 Jahren Firmentreue im Alter von 58 entlassen und und und. Dabei hört man aber immer nur die eine Seite... den Jammernden Verwandte, Kollegen, Freund... aber nie seinen Chef warum er entlassen wurde.
Ich habe schon etliche Mitarbeiter gehabt, welche mit dem Wandel der Zeit nicht mitkamen. Eine dachte sich mit 50 Jahren, dass sie nicht mehr lernen müsse, wie ein Computer mit (damals noch) Windows XP funktioniert. Ein anderer arbeitet heute noch mit Software aus dem Jahr 2000, weil er sich nie darum bemühte, die neue Version des Programms zu lernen. Die beiden hatten bislang glück, dass sie einen extrem nachsichtigen Chef haben.

Wenn ich mich mit meinem Lohn so ansehe und hart rechne, wieviel Kohle ich pro Monat auf die Seite bekomme und ich dann andere in meinem Alter sehe, wie sie Audi S6 und Lexus und so weiter fahren, dann komm ich auch ins Grübeln - die sind unmöglich fertig mit ihrem Studium, also haben sie wohl eine Handelsübliche Berufslehre gemacht. Und dann erkennt man: Die Leasen die Karre. (So viele Lottogewinner gibts nämlich nicht :p )

Früher - so sagt man - hat eine Firma auch mal einen geistig Beeinträchtigten für Hilfsarbeiten eingesetzt. Heute haben selbst diese so viele viele Rechte zugesprochen bekommen, dass es sich für eine Firma schlichtwegs nicht mehr Rechnet, einen solchen einzustellen. Dazu sind z.B. in der Schweiz die Lebenskosten dermassen hoch, dass es nur noch kleine Hüpfer vom "Fairen Lohn überhalb der Armutsgrenze" zum "iPhone-Käufer-Lohn" sind.

Und dann gibt es noch den Neid - und Abstiegsängste. Abstiegsängste werden am besten mit Aufstieg kompensiert. Das muss keine Kaderstelle sein, doch ist es doch toll, wenn man dem Nachbarn zeigen kann, dass man sich einen Swimmingpool leisten kann (und er nicht).

In der Schweiz ist Burnout schon fast ein Volkssport geworden und gehört in einen Lebenslauf wie die Faust aufs Auge eines Römers (frei nach Obelix). Wer nicht 120% gibt, der fliegt. Ersatz gibt es genug auf dem Markt... und wenn man keine Schweizer mehr für die Stelle findet, sucht man mal in Deutschland. (oder noch besser: man sucht direkt in Deutschland, weil die billiger Arbeiten, weil sie nicht einberechnen dass bei uns die Wohnungen und Versicherungen dermassen teuer sind.).

Warum aber ist das so? Ein HR-Chef meines Vertrauens sagte mir mal, dass KEINE Entlassung einfach sei. Hinter jeder Personalnummer steckt ein Schicksal. Doch sind die Firmen dazu gezwungen, weil es die Konkurrenz genau gleich macht. Das sind Wettbewerbsvorteile, die man sich selbst auch sichern muss, sonst ist man nicht mehr Konkurrenzfähig. Denn industrielle Kunden nehmen meist die Günstigste Lösung und schauen nie drauf ob Firma XY neulich nen 57 Jährigen entlassen hat.
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
@Fritz:
Nein, mit dir will ich nicht diskutieren, da musst du dir keine Sorgen machen. Ich wollte dich nur auf die diskrepanz hinweisen, die deine Aussage aufwirft.
Zumal du mit Beitrag #57 auch nicht gerade viel zum Thema beigetragen hast. Vielmehr hast du begonnen über die diskussion zu diskutieren.


@Boca:
"Die Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Fortschritt; für den Einzelnen wie für die Nation."
Oscar Wilde
 
Oben