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Landtagswahlen in BaWü, RP und SA

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
@ nohtz:

Fritz
"Was wird wohl passieren, wenn man versucht ohne gültige Papiere die Grenze nach Afghanistan, Iran, Marokko oder Syrien zu übertreten oder eine dieser Grenzen gar zu stürmen?"
-->machen das flüchtlinge?
die vor krieg und gewalt fliehen?
Ja. Flüchtlinge stürmen griechisch-mazedonische Grenze - Politik - Süddeutsche.de

Im Übrigen sei der Hinweis erlaubt, daß die Flüchtlinge - nicht zu verwechseln mit Menschen, die auf der Suche nach einem besseren Leben(sstandard) nach Mitteleuropa immigrieren - bereits in der Türkei, spätestens jedoch in Griechenland in Sicherheit vor Krieg + Gewalt sind. Aus dem Grunde müssen sie ja auch im ersten EU-Land, das sie betreten sich registrieren lassen und einen Asylantrag stellen. Stichwort: Dublin-Abkommen. Tun sie das nicht, übertreten sie jede weitere Grenze in ein anderes EU-Land illegal. … was im Falle Deutschland dann auch noch ein Verstoß gegen Art. 16a GG ist.

Wenn man die AfD-Ansicht verurteilt, nach der die deutschen Grenze geschützt werden soll bzw. muß, muß man das m.A. ebenso bei allen anderen Ländern tun, die ihre Grenze vor illegalen Übertritten schützen.
Das gilt natürlich ebenso für die sog. Wirtschaftsmigranten.
 

Fritz_The_Cat

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Selbst wenn Dublin temporär "ausgesetzt" war (ist das überhaupt rechtens ohne vorherigen Bundestagsbeschluß?), gilt immer noch das deutsche Grundgesetz. Und das kann bekanntlich nur mit einer Zweidrittelmehrheit durch den Bundestag gund den Bundesrat geändert werden.
 

cookieman

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Betreffend Griechenland liest sich das für mich erst einmal anders.

Zitat
"Das 750 Milliarden Euro schwere Rettungspaket besteht aus zwei Teilen. Erstens einem Notfallfonds über 60 Milliarden Euro. Diese kann die EU-Kommission aus Gemeinschaftsmitteln sofort zur Verfügung stellen, wenn einem Euroland die Zahlungsunfähigkeit droht. Sollte dieser Notfallfonds nicht ausreichen, greift ein zweiter Fonds mit einem Volumen von 690 Milliarden Euro. Davon tragen 440 Milliarden Euro die Länder der Eurozone, den Rest der Internationale Währungsfonds (IWF). Griechenland ist nicht am Paket beteiligt. Die EU wird eine Zweckgesellschaft gründen, die sich auf dem Kapitalmarkt refinanziert, die Euroländer stehen als Garanten dahinter. Will ein Staat diese Hilfe in Anspruch nehmen, muss er sich strengen finanz- und wirtschaftspolitischen Auflagen von EU und IWF
unterwerfen."

Des Weiteren
Zitat
"Der Eurozonen-Schutzschirm sieht keine direkten Zahlungen aus den Staatskassen vor. Es handelt sich um staatliche Bürgschaften für Kredite, die mit Zinsen zurückgezahlt würden. Welches Land wie viel von diesen Bürgschaften übernimmt, richtet sich nach dem Anteil am Kapitalschlüssel der Europäischen Zentralbank (EZB). Deutschland muss im Bedarfsfall Garantien von bis zu 123 Milliarden übernehmen."

@appelnerd
Ich denke schn das die Medien zensiert wurden..... negatives, ja Anschläge auf Asylheime.... ich persönlich sehe das mit Skepsis.
 

IchBinNichtAreamobile.de

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@FTC:"Was wird wohl passieren, wenn man versucht ohne gültige Papiere die Grenze nach Afghanistan, Iran, Marokko oder Syrien zu übertreten oder eine dieser Grenzen gar zu stürmen?" [Als Antwort auf den Schießbefehl gegen Flüchtlinge]
>>Vergleichst du gerade Deutschland mit Afghanistan, Iran, Marokko und Syrien? Wir haben weder Diktatur, noch kürzlich einen Krieg in unserem Land. Diese Nationen sind auch nicht dafür bekannt in irgendeiner Form Menschenrechte einzuhalten. Es ist also durchaus schwierig, wenn wir uns auf diesen Standard einlassen.
Das ist häufiger das Problem, des "aber die anderen machen es doch auch". Ja, vielleicht, aber das macht es nicht zu einer guten Handhabe.

Nebenbei bemerkt, sind Migranten der einzige Grund warum unser Staat noch nicht zusammengebrochen ist. In einem Staat in dem die Geburtenrate die Sterberate unterschreitet, hilft es wenn man Bürger ins Land holt, die den demographischen Wandel /und/ die einseitige Umverteilung entgegenwirken.

"Im Übrigen sei der Hinweis erlaubt, daß die Flüchtlinge - nicht zu verwechseln mit Menschen, die auf der Suche nach einem besseren Leben(sstandard) nach Mitteleuropa immigrieren [...]"
>>Aus Spaß geht wohl keiner auf die teilweise gewährliche Reise hierher. Es ist aber gar keine Frage, dass Asyl ein Privileg ist und kein Selbstverständnis, insofern bestimmt darüber schlussendlich die zuständige Institution entsprechend deren Möglichkeiten. Das ist aus rein struktureller Sicht schon sinnvoll.
Das bedeutet aber nicht, dass wir den Schießbefehl an der Grenze durchsetzen, weil man denen an der Grenze so schlecht ansieht, ob sie "werte" Opfer sind oder nicht. Man darf ja auch nicht vergessen, dass Opfer aus unseren Partner-Staaten oder Opfer unserer Partnerstaaten per se hier kein Opferrecht genießen dürfen ("unwerte" Opfer).

@boca: "Aber mal im Ernst - wenn es keinerlei Abschreckung an einer Grenze gibt ( wohlgemerkt zum einreisen ) - was sollte dann überhaupt eine unkontrollierte Einwanderung verhindern ? Nichts ."
>>Wie lautet dein Plan?

"Genau das hat ja den unkontrollierten Zustrom ausgelöst - 'kommt zu uns , keiner wird euch was tun [...]"
>>Das Ausmaß ließe sich aber auch durch den Syrienkrieg erklären, meinst du nicht?

"Mal ehrlich - wenn wir hier in d Bürgerkrieg hätten - wer käme denn dann von den Deutschen auf die Idee in den Iran oder nach Saudi Arabien zu fliehen ? Oder nach Nordkorea ;-). Wenn ich irgendwo hin will muß ich mich auch von Anfang an den Spielregeln unterordnen ."
>>Was denkst du, was die Flüchtlinge machen? Die müssen die Asylanträge ausfüllen und sich den Auflagen unterordnen, sonst geht's schnell wieder raus. Dass der Ablauf des Asylverfahrens per se unter die Räder gekommen ist, ist dabei schon eher das Problem. Da könnten wir auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
 

IchBinNichtAreamobile.de

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@nohtz und Applenerd: Da gibt es für mich ein Grundsatzproblem. Ich denke, dass politische Diskussionen wichtig sind. In diesem Sinne wäre es hilfreich, wenn man auf die Argumente und nicht auf die Person eingeht. Das ist ja genau der Grund, warum niemand mehr über Politik reden will. Jeder muss ganz ganz genau aufpassen, was er sagt, sonst droht ihm der Ausschluss aus der Gesellschaft. Das kann in der Tat angebracht sein, /aber/ das sollte man nur in ausgewählten Fällen tun und nicht der Normalfall sein.

Dazu zählt auch, dass man Andersdenkende nicht über einen Kamm schert und ausreden lässt und auf die Argumente eingeht. Im Internet geht das noch besser als in einer Diskussionrunde, die am besten noch gefilmt wird (da kann man fast ein bisschen Mitleid mit Politikern haben ... aber nur fast).

Das hat deutlich weitreichendere Folgen als man es gerne wahr hätte, denn die Wahl der AfD lässt sich /auch/ dadurch erklären, dass man das Gespräch vermieden hat. Es wirkte im Wahlkampf so als wenn die Parteien Angst hätten, sich der AfD zu stellen. Viel eher wird es aber ein Kindergartenreflex sein, denn das gleiche Spiel hat man ja auch außenpolitisch gespielt. "Wir reden einfach nicht mehr mit euch, so!" und das wars. Jetzt müssen sie sich ein paar Jahre mit der AfD auseinandersetzen und das haben sich die "alten" Parteien wirklich verdient, nach so einem Sandkastenschauspiel.

Hier mal etwas, dass mir schon häufiger aufgefallen ist: Ich stimme mit dem Parteiprogramm der AfD und den Aussagen zum Thema selten überein, aber gleichzeitig verhält sich die Gegenseite oft so schlecht, dass ich den Politikern der AfD oft in Hinblick auf die Gegenaussage zustimmen muss. Das bedeutet für mich rein gar nichts, weil zum Thema bleibt meine Position gleich und dazu sagen sie meist gar nicht viel und schon gar nichts konkretes; Das müssen sie auch nicht, weil sie ja genug Futter von der Gegenseite bekommen und so "Gegenpropaganda" machen können mit absolut nachvollziehbaren Aussagen ohne politisch wirklich gefordert zu werden. Meine Position ändert das folglich nicht gegenüber der AfD, aber andere könnten dadurch "hinüberkippen".

Beispiel, dass ich gerade gesehen hab (sinngemäß aus https://www.youtube.com/watch?v=11WnepdclYA):
Frauke Petry: *appelliert an die Unschuldsvermutung*
Volker Beck: "Man weiß natürlich nicht wer das Hotel in Bautzen angezündet hat, aber man weiß, dass die Leute, die davor standen, geklatscht haben. [*schockiert*] Und das ist ein Zustand von dem ich dachte, dass wir den überwunden hätten. [Phrasen über Respekt] ... und das wird natürlich über die Diskussion wie sie von der AfD geführt wird, so wie sie von der Pegida geführt wird und so wie sie von der NPD geführt wird, behindert und man meint Flüchtlinge so angreifen zu dürfen. *Wir/Herde*. Wir haben keine Flüchtlingskrise; Sachsen hat gezeigt, wir haben eine Demokratiekrise"
Frauke Petry: "[*rumdeuteln* *Wir/Herde*] Das ist in der Tat so, dass wir darüber reden müssen wie wir mit demokratischer Beteiligung umgehen. Da mag es ja politische Unterschiede geben [...], aber zu sagen, dass wir eine Demokratiekrise haben, weil es unterschiedliche Meinungen gibt, dass weise ich stark zurück. [Kritik an der derzeitigen Politik] etc..."

Und ohne irgendwas über Politik gesagt zu haben, hat sie Recht und das wird bei einigen schon reichen um sie auf ihre Seite zu ziehen. Eine Angst ggü der AfD wäre somit sogar berechtigt, weil die Politiker und auch die Muppets bei ARD und ZDF (da hab ich noch ein Interview mit Lucke in Erinnerung, das ähnlich verlief) einfach ihre Meinung nicht hinter dem Berg halten können und so einfach ausgespielt werden mit ihren Initialreflexen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Applenerd

Mitglied
Ich denke, dass politische Diskussionen wichtig sind. In diesem Sinne wäre es hilfreich, wenn man auf die Argumente und nicht auf die Person eingeht.

Da gebe dir völlig recht und gut, dass du daran noch mal erinnerst. Ich gehe da teilweise auch gerne zu schnell ab.

Um das mal auf diese Diskussion zu münzen: Ob man konstruktiv bleiben kann, liegt aber durchaus an beiden Seiten. Nur einer nützt da nichts. Ich habe wenig Problem mich mit z. B. Noticed politisch auszutauschen, obwohl er in vielen Dinge eine andere politische Einstellung hat als ich. Es wird aber nicht besonders schnell persönlich und stellt seinen Standpunkt ordentlich dar.

Bei Bocadillo fällt mir das schwer. Wenn ich mir #55 ansehen:
wer käme denn dann von den Deutschen auf die Idee in den Iran oder nach Saudi Arabien zu fliehen ? Oder nach Nordkorea ;-).

dann weiß ich ehrlich wenig sinnvolles dazu zu sagen. Das ist mir zu krudes Zeug.

(Ok, genug "Diskussion über die Diskussion" ;-)

--

Das hat deutlich weitreichendere Folgen als man es gerne wahr hätte, denn die Wahl der AfD lässt sich /auch/ dadurch erklären, dass man das Gespräch vermieden hat.
Ein Politiker der Etablierten sollte sich (zum Beispiel im Rahmen einer Talkrunde) mit einem AfD-Politiker auseinandersetzen können. Die Weigerung an einer Talkrunde teilzunehmen ist Kinderkram, aber trotzdem erklärbar: Wenn z. B. Malu Dreyer nicht an einer Talkrunde mit AFDlern teilnehmen möchte, dann ist das ein wahlkampftaktisches Manöver. Ihre Wählerschaft möchte eben zu großen Teilen die AFD möglichst dekommunizieren. Es geht ja nicht um Wahrheitsfindung bei so einer Talkrunde, sondern darum, möglichst viele Wähle zu erreichen und die eigene Wählerschaft zu befriedigen. Und da hat Malu Dreyer gemacht. So traurig das ist.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@Applenerd:"dann weiß ich ehrlich wenig sinnvolles dazu zu sagen. Das ist mir zu krudes Zeug."
>>Im schlimmsten Fall nicht drauf eingehen, aber ich würde sagen, dass man darauf durchaus auch eingehen kann. zB "Die Nationalität macht einen nicht zum Flüchtling, sondern die Umstände in der Region/Nation." ... so etwa. ;D

"Ein Politiker der Etablierten sollte sich (zum Beispiel im Rahmen einer Talkrunde) mit einem AfD-Politiker auseinandersetzen können. Die Weigerung an einer Talkrunde teilzunehmen ist Kinderkram, aber trotzdem erklärbar: [...]"
>>Ich habe es bereits erklärt, aber es bleibt bei Kinderkram oder Feigheit als Endergebnis. Die Konsequenzen müssen klar gewesen sein oder sie sind unfähig für den politischen Beruf. Ich tippe wirklich auf Unfähigkeit, weil das ja kein Einzelfall ist. Die eigene Wählerschaft kann man mit einer Teilnahme an einer Talkrunde an der auch die AfD teilnimmt wohl kaum verärgern, außer man befürchtet unterzugehen; dann hat man schon verloren bevor man angefangen hat. Das ist einfach kein gutes Argument, nichtmal wenn wir mal außen vor lassen wie unprofessionell und stümperhaft der Akt selbst ist.
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Applenerd

Die Medien zensieren sich durch ausgesprochen linken Journalismus gepaart mit political correctness .
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@boca:"Die Medien zensieren sich durch ausgesprochen linken Journalismus gepaart mit political correctness ."
>>Du bist immernoch eine Erklärung schuldig, was deiner Ansicht nach das rechte politische Spektrum ausmacht. Bevor du das nicht geklärt hast, muss ich davon ausgehen, dass du die Chiralität mit "links" meinst.
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
"Bevor du das nicht geklärt hast, muss ich davon ausgehen, dass du die Chiralität mit "links" meinst."
--> :-D
 

Laborant

Aktives Mitglied
Einmal eine Meldung aus der bösen rechtspopulistisch regierten Schweiz. Die braune Keule scheint vom ranghohen Politiker bis zum Öttinger-trinkenden Antifa-Punk das Allheilmittel zu sein. Geht es in einer klitzekleinen Weise gegen Ausländer ruft man NPD! Skinheads! Intolerantes Pack! (Achtung, leichte Übertreibung und Spuren von Nüssen enthalten)

Zu allererst: Das unbequeme an einer Demokratie (auch Deutschland ist eine, eine parlamentarische Demokratie um genau zu sein), ist dass das Volk eben ganzheitlich wählt - und nicht bloss die zur Urne gehen dürfen, welche nach Ansicht etablierter Parteien "richtig wählen". Das darf ich auch regelmässig spüren... etwa wenn mal wieder eine SVP-Initiative angenommen wird.

Zweitens: Nur weil jemand anderer Meinung ist, heisst das nicht, dass jemand dumm sein muss. Diskussionsverweigerung mit der AfD sorgt für weitere Protestwählerschaft und eine Oppositionspolitik seitens AfD. Die Schweiz kann ein Liedchen davon singen... obwohl sie nun sogar entsprechend im Bundesrat vertreten sind, kennt die SVP nur ihre Rolle als Opposition... und blockiert nun erfolgreich viele Dinge... etwa die Asylgesetzrevision, welche eigentlich Spruchreif wäre (und woran die SVP selbst mitwirken durfte).

Gesprächsverweigerung macht es nicht einfacher.... vielmehr verschärft es die Probleme noch!

Wenn selbst die SPD mit einer CDU-Bundeskanzlerin hoch zufrieden ist, dann ist das ein Augenblick zum Stirnrunzeln. Entweder, die SPD hat sich zur konservativen Rechtspartei entwickelt, oder die CDU wurde linksgrün. Hint: Ein funktionierendes Zweiparteiensystem ist, wenn die zwei Parteien unterschiedlicher Meinung sind.

Viel Spass - und frohes Diskutieren.

Laborant
 

bocadillo

Bekanntes Mitglied
Laborant


Da kann ich nur 3 Ausrufezeichen dahinter machen . Dummerweise negieren immer noch einige das die union deutlich linker ist als die SPD unter Schröder !
 

REhuus

Mitglied
Laborant,

"Zweitens: Nur weil jemand anderer Meinung ist, heisst das nicht, dass jemand dumm sein muss. Diskussionsverweigerung mit der AfD sorgt für weitere Protestwählerschaft und eine Oppositionspolitik seitens AfD."


Stimmt; Wer AfD wählt muss nicht dumm sein. Auch "Protestwähler" sind noch nicht per se dumm. Wer aber aus Protest wählt, und zwar das aussichtsreichste Übel, der hat Demokratie nicht verstanden. Und jene Wähler haben auch aus der Geschichte nichts gelernt. Hinsichtlich ihrer politischen Sozialisation sind diese Wähler also tatsächlich dumm. Oder freundlicher ausgedrückt: ungebildet.
Natürlich muss man dieses Phänomen ernst nehmen. Und meiner Meinung nach wäre der richtige Ansatz, bereits in der Schule eine umfassende politische und gesellschaftliche Bildung zu vermitteln. Dann würden künftig vielleicht weniger Menschen ihre Möglichkeit zu wählen durch Protestabstimmungen verschenken.

Andererseits ist es natürlich auch sehr bequem, sich nicht mit politischen Zusammenhängen zu befassen und irgendwas zu wählen, mit dem man sich ebenfalls nicht beschäftigt hat, nur um es denen (wer-auch-immer-das-ist) zu "zeigen". Also ja: Ignorieren der Protestwähler und ignorieren der AfD, das geht nicht. So etwas wie Respekt oder Diskutieren auf Augenhöhe wird aber mit AfD-Wählern i.d.R. kaum möglich sein und in den meisten Fällen scheitern. Man wird also damit leben müssen, dass ein bestimmter Anteil der Bevölkerung den Bauernfängern hinterherläuft. Das muss Demokratie eben aushalten. Und sich immer wieder sich selbst erklären und dafür sorgen, dass man möglich alle gesellschaftlichen Gruppen einbindet, damit nicht am Ende Parteien das Ruder übernehmen, die programmatisch gesehen (fast) keiner wollte.
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
@Ibnam

>"Mal ehrlich - wenn wir hier in d Bürgerkrieg hätten - wer käme denn dann von den Deutschen auf die Idee in den Iran oder nach Saudi Arabien zu fliehen ? Oder nach Nordkorea ;-). Wenn ich irgendwo hin will muß ich mich auch von Anfang an den Spielregeln unterordnen ."<

Ich würde das anders interpretieren.
Deutschland bzw. die EU nehemen Flüchtlinge auf. Im Umkehrfall es herrrscht Krieg oder Bürgerkrieg in Europa, würden diese Länder dann Europäer als Flüchtlinge aufnehmen, mit den gleichen Voraussetzungen? Das ist die Überlegung.

@applenerd
Die Regierung, wer sollte denn sonst die Medien kleinhalten. Es gab bis Sylvester nichts negatives zu Flüchtlingen, es wurden nur positive Meldungen verbreitet. Außerdem, belustigend ist das in den letzten Monaten Flüchtlinge Geld finden und brav zur Polizei bringen, oder letztens der Absturz eines Kleinglugzeuges mitten in der Botanik, wo dann zufälligerweise Flüchtlinge unterwegs waren und Erste Hilfe leisten. Also das macht mich schon stutzig.
 

Ripcord

Bekanntes Mitglied
@ Rehuus:

"Ignorieren der Protestwähler und ignorieren der AfD, das geht nicht. So etwas wie Respekt oder Diskutieren auf Augenhöhe wird aber mit AfD-Wählern i.d.R. kaum möglich sein und in den meisten Fällen scheitern."

Natürlich wird nicht mit den Wählern der AfD geredet. Es hat denen ja schon vorher niemand zugehört als die AfD-Wähler noch SPD und CDU gewählt haben, genau deswegen wählen die ja jetzt AfD.

So ein Alleingang einer einzigen Person die sich über das Volk stellt hätte noch vor 2-3 Jahren niemand mehr für möglich gehalten. Und die Menschen die sich dagegen mit ihrer Stimme wehren werden einfach ignoriert, genau wie vorher. Da frag ich mich wer der Dumme ist. Die alten Parteien die machen was sie wollen oder die AfD die das geschickt ausnutzt. Aber die Medien werden diese Frage für die Bürger in Deutschland schon beantworten, allein schon aus eigenem Interesse, während die Alt-Parteien noch überlegen was überhaupt passiert ist, sich damit aber nicht beschäftigen können da bereits die nächste Diätenerhöhung in planung ist. Das erfordert die volle Aufmerksamkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:

REhuus

Mitglied
M.a.K,

"Natürlich wird nicht mit den Wählern der AfD geredet. Es hat denen ja schon vorher niemand zugehört als die AfD-Wähler noch SPD und CDU gewählt haben, genau deswegen wählen die ja jetzt AfD."

Ach, die Wanderung der Frustrierten und Enttäuschten von Partei zu Partei ist ja nicht neu: mal war es Die Linke, mal die FDP oder Die Piraten. Und auch die Grünen haben hier und da mal ein wenig davon profitiert.


"So ein Alleingang einer einzigen Person die sich über das Volk stellt hätte noch vor 2-3 Jahren niemand mehr für möglich gehalten. Und die Menschen die sich dagegen mit ihrer Stimme wehren werden einfach ignoriert, genau wie vorher. Da frag ich mich wer der Dumme ist."

Merkel hat sich nicht über das Volk gestellt, sondern ihren Job gemacht, für den sie gewählt wurde. Mitbestimmung zwischendrin gibt es nicht, wir sind keine direkte Demokratie. Und im Übrigen waren das Landtagswahlen und keine Bundestagswahl, was wohl manchem schwer zu vermitteln war.


"Die alten Parteien die machen was sie wollen oder die AfD die das geschickt ausnutzt. Aber die Medien werden diese Frage für die Bürger in Deutschland schon beantworten, allein schon aus eigenem Interesse, während die Alt-Parteien noch überlegen was überhaupt passiert ist, sich damit aber nicht beschäftigen können da bereits die nächste Diätenerhöhung in planung ist. Das erfordert die volle Aufmerksamkeit."

Stupides Bashing vom feinsten. Ich hab's ja schon geschrieben: es ist einfach und bequem zu schimpfen und "den Politikern einen Denkzettel" zu verpassen. Man kann sich aber auch selber engagieren anstatt seine Stimme einer rechtspopulistischen Partei zu geben, um irgendwas irgendwie indirekt bewirken zu wollen, nur um zu spät zu merken, dass die gewählte Partei doch nicht die eigenen Interessen vertritt. In Sachsen-Anhalt würde die Bevölkerung jedenfalls doof aus der Wäsche schauen, wenn die AfD ihre Forderungen umsetzen könnte.
 

Der Kewle

Mitglied
"Also das macht mich schon stutzig."

Da kann man aber auch nur stutzig werden, wenn man hinter jeder Meldung eine Falschmeldung vermutet oder noch besser, eine untergemogelte Beschwichtigung der Regierung.


"So ein Alleingang einer einzigen Person die sich über das Volk stellt hätte noch vor 2-3 Jahren niemand mehr für möglich gehalten."

Also erstmal muss man ja mal festhalten, dass dieser Kurs vom Kabinett mitgetragen wird. Dieser Kurs wird also in der Tat im Rahmen unseres Demokratiesystems sogar vom Bürger mitgetragen. Und solche Vorgänge werden in unserem System nahezu _immer_ so gehandhabt. Deswegen wählen wir eine Regierung. Und auf einmal will der mündige Bürger dieses System nicht verstanden haben. Das ist schon absurd. Abgesehen von den Auswüchsen im Internet, treffe ich im Leben abseits des Internets auch kaum Menschen, die mich mit Begriffen wie 'Mutti Merkel', 'Deutschland GmbH' usw. zumüllen.
 

Ripcord

Bekanntes Mitglied
Den Bürger für die jetzige Situation verantwortlich zu machen und mit dem Finger auf ihn zu zeigen ist ja noch schlimmer als die AfD'ler in die rechte Ecke zu stellen. Aber wer meint das ist die Lösung, meinetwegen ;)

Ein versagen der Politk von Anfang an auszuschließen macht es nicht besser. Aber die Verantwortung wird dort ja in der Regel an die nächste Regierung abgetreten, das wird "nahezu _immer_ so gehandhabt", macht es aber ebenfalls nicht besser.

CDU regiert und baut mist
SPD bekommt mit den Grünen die Mehrheit, schaffen es aber nicht den Mist der CDU zu beheben
CDU wird deswegen erneut gewählt

Alle sind glücklich :)
 
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