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Landtagswahlen in BaWü, RP und SA

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
Hallo,

da es hier offenkundigen Redebedarf über das Thema gibt und die Shoutbox dafür deutlich zu klein ist, wäre es sinnvoll, das als OffTopic-Thread weiterzuführen. Ich versuche es einfach mal.

Vorab erstmal die Wahlergebnisse (in Prozent) damit man nicht suchen muss:

Baden-Württemberg
Spoiler:
  • Grüne: 30,3
  • CDU: 27
  • AfD: 15,1
  • SPD: 12,7
  • FDP: 8,3
  • Die Linke: 2,9
  • Sonstige: 3,7

Rheinland-Pfalz
Spoiler:
  • SPD: 36,2
  • CDU: 31,8
  • AfD: 12,6
  • FDP: 6,2
  • Grüne: 5,3
  • Linke: 2,8
  • FW: 2,3
  • Sonstige: 2,8

Sachsen-Anhalt
Spoiler:
  • CDU: 29,8
  • AfD: 24,2
  • Linke: 16,3
  • SPD: 10,6
  • Grüne: 5,2
  • FDP: 4,9
  • FW: 2,2
  • NPD: 1,9
  • Sonstige: 5,0

Ein Grundpfeiler der Demokratie ist der Meinungsaustausch. Dabei geht es in erster Linie darum, dass man sich mit dem Thema auseinandersetzt. Es ist zwar Usus geworden, dass man Politik überall heraushält, sogar aus den Institutionen, die genau dafür gedacht sind, aber im Endeffekt ist es doch etwas das uns alle betrifft. Über kurz oder lang muss man sich so oder so damit beschäftigen und da wir es bereits tun, können wir es auch hier tun; in einem Format das dafür gedacht ist - dem Forum.

Es gelten auch hier die Forumregeln, also bitte Pöbeleien unterlassen und beim Thema bleiben. Ich bitte auch darum nicht die persönliche Schiene zu fahren. Das bringt gar nichts, außer Provokation und das sollte auch so geächtet werden. Generell würde ich darum bitten, dass was hier gesagt wird auch hier zu lassen. Das kann man ruhig auch in anderen Threads beherzigen.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
Auszüge aus der Shoutbox:
(Ich versuche den Zusammenhang zu wahren bzw Zitate zu wählen die kaum Zusammenhang brauchen. Falls es mir nicht gelungen ist, bitte darauf hinweisen. Ich ergänze dann den Kontext. Antworten markiere ich nur, wo die Aussagen nur so Sinn ergeben)


Noticed schrieb:
Ich sehe die AFD auch nicht rechts aussen, da sitzt die NPD, die sich inhaltlich nen ganzes Stück weiter Rechts bewegt als die AFD. Ansonsten sehe ich es eher positiv für die politische Gesamtlage, wenn es auch rechte Parteien als Gegenpol zu Links/Grün in die Landtage schaffen.

ibnam schrieb:
Die Wahl der AfD ist doch lediglich ein Spiegelbild der öffentlichen Wahrnehmung. Bildung, Medien und alles was dazu gehört haben dazu beigetragen, dass sie das wählen, was sie wählen.

cookieman schrieb:
und das ist eigentlich nur die Spitze des Eisberges... [vorheriges Zitat hab ich nicht] denn wenn DE weiter Flüchtlinge aufnimmt, verursacht Kosten, werden früher oder später einige Steuern angepasst

cookieman schrieb:
die meisten Wähler oder Bürger haben von dieser schlaffen Politik eifach die Schnauze voll. Das ist einfach gewählt aus Protest. Die meisten Wähler wissen das eine AfD nichts bewirken kann

nohtz schrieb:
gegen flüchtlinge zu demonstrieren ist wie gegen unfalltote zu demonstrieren, statt gegen raser

M.a.K schrieb:
Von der EU protitieren nur einige wenige, und zwar die Länder die das Sagen haben, aber auch nur so lange bis unter dem Rettungsschirm kein Geld mehr liegt. Dass aber Länder das Geld von der EU benötigen gerade weil sie der EU beigetreten sind interessiert nur die wenigsten.

ibnam schrieb:
Kommt drauf an wen du da meinst. Wirtschaftlich macht Deutschland alles richtig, zumindest kurzfristig. Gut, das Geld kommt nicht bei den Arbeitnehmern an und der Erfolg ist auch auf Kosten der anderen Euroländer, aber hey! Nach mir die Sintflut

bocadillo schrieb:
Und ja nohtz- die Politik nebst Gesellschaft ist links ....deswegen kommt ja eine Afd des Weges. Hätte die eine wirtschaftskompetenz wie die union noch vor wenigen Jahren bekämen diese locker bei der nächsten Wahl eine absolute mehrheit

nohtz schrieb:
in Westeuropa haben wir [Deutschen] bei weitem den geringsten Mindestlohn, zum teil 3€/h weniger. Spitzensteuersatz, Beitragsbemessungsgrenze. In dieser Form, wem nutzt das? "Dem Volk" nur, wenn du spitzenverdiener damit meinst

^Antwort auf Zitat davor:
noticed schrieb:
Dann überleg mal, wer "das Volk" beschäftigt, und dafür sorgt, dass Millionen von Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen...

noticed schrieb:
Wobei ich persönlich denke, dass unsere Steuersätze in Deutschland zu hoch sind, aber das ist der Preis eines Überfrachteten Sozialsystems. Die Beitragsbemessungsgrenze dagegen finde ich als zu niedrig angesetzt (auch wenn ich davon profitiere).

noticed schrieb:
Wer die aktuelle Politik nicht als linkslastig sieht, muss politisch aber extrem Links außen stehen...

nohtz schrieb:
In Nordeuropa sind die steuern sehr viel höher, und die Menschen glücklicher... Wenn die steuern alle trifft ist das vertretbarer, als wenn davon wieder nur der Geldadel profitiert

M.a.K schrieb:
Zumal die AfD wohl die Einzigen wären die auch das machen würden wofür sie stehen, was man von den wenigsten Parteien behaupten kann. Vielleicht noch die Grünen (gebt das hanf frei)...

M.a.K schrieb:
Transparentz ist ein Fremdwort geworden, alles wird den Bürgern verwehrt und verheimlicht, Ansprüche einfach ignoriert. Das ist die EU.

M.a.K schrieb:
Und zum Mindestlohn, das ist kein Erfolg gewesen, sondern war einfach nur eine überfällige Entscheidung.

ibnam schrieb:
Ich halte die Bürger nicht für dumm und wie ich bereits sagte, halte ich die Wahlen nicht für Protestwahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@chief: "was hätte der Protestwähler den deiner Meinung nach wählen sollen?"
>>Ich meine, dass der Großteil keine Protestwähler sind. Deshalb könnte ich die Frage nichtmal beantworten, selbst wenn es dich etwas angehen würde, was ich wähle.
 

chief

Bekanntes Mitglied
Dann meinst du also, dass der Großteil dumme, braune Suppe ist?

Und nochmal, was du wählst kratzt mich Null.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@chief:"Dann meinst du also, dass der Großteil dumme, braune Suppe ist? "
>>Das sehe ich tatsächlich wie Noticed. Die AfD überlappt sich fast vollständig mit der CDU. Der einzige wirkliche Unterschied den ich sehe, ist die Einstellung zum Euro. Es werden zwar gerne die schrillen Stimmen der AfD nach vorne gezerrt, aber genau solche Stimmen hat die CDU/CSU auch, nur das man die nicht so ins Rampenlicht stellt.

"Und nochmal, was du wählst kratzt mich Null."
>>Sollte es auch nicht :)
 

bocadillo

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Nohtz

Aber demnach braune Suppe - is klar !

So ist es halt in einem Land in dem man schon rechts ist wenn man kein humus mag und die Amis nicht generell verurteilt ;-)

Passt aber das der Post von dir kommt !
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@boca:"So ist es halt in einem Land in dem man schon rechts ist wenn man kein humus mag und die Amis nicht generell verurteilt ;-)"
>>Was hat braune Suppe (Lesart: Rechtsextrem) mit den USA und Humus zu tun?
 

benthepen

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Ich habe den Eindruck, das jeder der im TV gefragt wurde, warum er denn AFD wählt, oftmals echt einfach nur frustriert ist von der Regierung und die AFD von allen ja am lautesten gegröhlt haben. Die etablierten sollten mal einen "Denkzettel" bekommen. Aber leider ist es auch oft so, das viele nicht wirklich das Parteiprogramm kennen und teilweise sogar so "hohl" waren, das sie sich nicht wirklich Gedanken gemacht haben, warum sie überhaupt die AFD wählen.
Ich finde es einfach nur traurig, das man eine Partei wählt, die immer wieder mit richtig krassen Parolen (Schießbefehl) laut brüllen und teilweise richtig Rechts sind. Auch aus diesem Grund sind wohl doch einige Nazis dabei. Und ich denke, das wir doch diese scheiß Zeit hinter uns haben und nicht wieder 70 Jahre zurück verfallen. Daraus sollten wir eigentlich gelernt haben.
Und mal Ehrlich, außer das Thema Flüchtlinge haben die rein gar nix zu bieten. Nur Parolen kloppen auf dicken plakaten, und es ging nur um Flüchtlinge, Angst schüren, Fakten verschwubbeln und Panikmache. Dazu immer wieder Redner, die das aufbauschen und reden, als würde Goebbels am Mikro stehen.
Sorry, aber diese Partei macht in Deutschland mehr kaputt, als das sie was bewirken oder verändern. Wir sollten offener sein und keine Ängste schüren.
klar ist, um das auch nochmal deutlich zu machen,- wenn sich Flüchtlinge hier nicht benehmen können, sich nicht eingliedern wollen, nicht Deutsch lernen wollen und sich der Kultur nicht anpassen wollen, dann haben sie hier nix zu suchen und sollten auch wieder ausgewiesen werden. Aber die AFD pauschalisiert und redet wie Pegida. Immer gleich mit "Lügenpresse" kommen. (Auch das ein Wort aus dem dritten Reich).
So nicht. Ich hoffe, das diese Partei ruhig mal die Politiker durchschütteln und sie das auch ernst nehmen sollten, mehr aber auch nicht. Hoffe, das sie genau so schnell wieder verschwinden, wie sie entsatnden sind. Aber vielleicht zerfleischen sie sich auch bald wieder von allein.
 

chief

Bekanntes Mitglied
@ibnam
Wie kann sich die AfD fast vollständig mit der CDU überlappen, bei den Wahlergebnissen? Wir reden hier schließlich nicht von 3-5%, die die AfD geholt hat.

Da kann eine fast vollständige Überlappung nicht gegeben sein.
 

nohtz

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boca
"So ist es halt in einem Land in dem man schon rechts ist wenn man kein humus mag und die Amis nicht generell verurteilt ;-)"
-->was du wieder für einen ... laberst

ich denke, die cdu ist in den letzten jahren dank merkels machterhaltungsstreben weiter zur mitte gerückt.
das entstandene vakuum auf der rechten außenbahn füllt die afd

ben #9
+1
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
Sollten wir nicht im Sinne einer sachlichen Diskussion erst einmal definieren, wer Flüchtling ist und wer "einfacher" Immigrant? Denn die mehr als 1 Million Menschen, die während der vergangenen 9 Monate nach Deutschland eingewandert sind, pauschal als Flüchtlinge zu bezeichnen, halte ich für unzutreffend.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@chief:"Wie kann sich die AfD fast vollständig mit der CDU überlappen, bei den Wahlergebnissen? Wir reden hier schließlich nicht von 3-5%, die die AfD geholt hat. "
>>Ich meine das Parteiprogramm der AfD bzw die Grundeinstellung. AfD ist eine erzkonservative Partei und vertritt zum verwechseln ähnliche Werte wie die CDU/CSU (insbesondere CSU).

@ben:"Ich habe den Eindruck, das jeder der im TV gefragt wurde, warum er denn AFD wählt, oftmals echt einfach nur frustriert ist von der Regierung und die AFD von allen ja am lautesten gegröhlt haben. [...]"
>>Aber es wird natürlich auch so selektiert wie die "Message" die man rüberbringen will. Das ist tatsächlich Usus, also kann man auf diese Art der nicht repräsentativen Umfragen auch entsprechend wenig geben.

"[...] Die etablierten sollten mal einen "Denkzettel" bekommen. Aber leider ist es auch oft so, das viele nicht wirklich das Parteiprogramm kennen und teilweise sogar so "hohl" waren, das sie sich nicht wirklich Gedanken gemacht haben, warum sie überhaupt die AFD wählen."
>>Alternative Erklärung wäre zB auch, dass die AfD gewählt wurde wegen der EU-Poltik, die tatsächlich den meisten bekannt sein sollte. Ich denke schon, dass sich die Menschen da ein bisschen Gedanken machen. Nicht unbedingt basierend auf Fakten, aber eben doch nicht einfach nur so.

"Ich finde es einfach nur traurig, das man eine Partei wählt, die immer wieder mit richtig krassen Parolen (Schießbefehl) laut brüllen und teilweise richtig Rechts sind. Auch aus diesem Grund sind wohl doch einige Nazis dabei."
>>Nazis sind vielleicht auch dabei, aber der Großteil dürfte nicht dazu gehören. Man muss auch vorsichtig sein alles in einen Topf zu werfen, denn Ausländerfeindlichkeit macht noch keinen Nazi.

"Nur Parolen kloppen auf dicken plakaten, und es ging nur um Flüchtlinge, Angst schüren, Fakten verschwubbeln und Panikmache. Dazu immer wieder Redner, die das aufbauschen und reden, als würde Goebbels am Mikro stehen."
>>So wird leider Politik gemacht, aber ich stimme dir zu, dass es traurig ist, wie gut das immernoch funktioniert.

"Sorry, aber diese Partei macht in Deutschland mehr kaputt, als das sie was bewirken oder verändern. [...]"
>>Ich würde annehmen, dass die AfD nicht mehr Schaden anrichten wird als die CDU. Es ist ohnehin schon schwer noch richtigen Schaden zu machen ohne das komplette Staatskonstrukt auseinanderzubrechen.

"[...] Wir sollten offener sein und keine Ängste schüren."
>>Amen! :)

"klar ist, um das auch nochmal deutlich zu machen,- wenn sich Flüchtlinge hier nicht benehmen können, sich nicht eingliedern wollen, nicht Deutsch lernen wollen und sich der Kultur nicht anpassen wollen, dann haben sie hier nix zu suchen und sollten auch wieder ausgewiesen werden. [...]"
>>Ich sehe auch nicht, dass sich Ausländer der Kultur anpassen müssen. Das verlangt man von Deutschen ja auch nicht und nichts anderes sind eingebürgerte Ausländer.

"[...] Aber die AFD pauschalisiert und redet wie Pegida. Immer gleich mit 'Lügenpresse' kommen. (Auch das ein Wort aus dem dritten Reich)."
>>Zum Einen pauschalisierst du mit dem Vergleich AfD und Pegida zu einem Haufen und zum Anderen ist die Konnotation mit dem dritten Reich für wirklich jedes Wort möglich. Wir müssen auf eine andere Sprache ausweichen um keine Worte zu nutzen, die nicht auch im dritten Reich genommen wurden.
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
" denn Ausländerfeindlichkeit macht noch keinen Nazi."
-->sondern nur einen rechtsradikalen? ;-)

"Ich sehe auch nicht, dass sich Ausländer der Kultur anpassen müssen. Das verlangt man von Deutschen ja auch nicht und nichts anderes sind eingebürgerte Ausländer. "
-->der wille zur integration sollte da sein. zumindest die sprache
ich verlange ja auch keine kreuzkirche in einem muslimischen staat...

wenn ich in ein land flüchte/einwandern will, dann verspreche ich mir dort ein besseres leben.
da nützt es nix, wenn ich die umstände mitnehme und weiter auslebe
 
Zuletzt bearbeitet:

benthepen

Bekanntes Mitglied
" denn Ausländerfeindlichkeit macht noch keinen Nazi."

Allein das Wort macht einem zum Nazi, oder zu einem Rechtsradikalen, nenn es doch wie du willst und mach es doch nicht so kompliziert! Wenn man Ausländern pauschal feindlich gesinnt ist, ist man rechtsradikal, Punkt aus.

"Alternative Erklärung wäre zB auch, dass die AfD gewählt wurde wegen der EU-Poltik, die tatsächlich den meisten bekannt sein sollte. Ich denke schon, dass sich die Menschen da ein bisschen Gedanken machen. Nicht unbedingt basierend auf Fakten, aber eben doch nicht einfach nur so."

Alternative erklärungen kannst du hier tausende raus holen. Ich glaube, den Leuten geht es vorrangig um die Probleme in Deutschland und nicht woanders. Und ich glaube schon, das einige, nein, viele Wähler dabei sind, die sich eben nicht so einen Kopf machen sondern frustriert sind. Da meine ich auch den ein oder anderen Glatzkopp, der vielleicht nicht die hellste Kerze auf der Torte ist.

">Amen! "

Das eine Wort sagt mehr aus, als dein ganzes zerpflücken und Alternativen und runterspielen.
 

cookieman

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Beißt Euch doch nicht an dem Wort "Protest" fest. Was haben denn unsere großen Parteien bisher geleistet die auch dem Bürger zugute kam?

Die Wahlbeteiligung war recht hoch, was zeigt das die Bürger mit der derzeitigen Politik die geführt wird nicht einverstanden sind. Da zählt eben jede Stimme. Finde trifft es ganz gut.

Hier mal ein Auszug
Zitat
"Auf den zweiten Blick allerdings sieht alles ganz anders aus. Immer wieder werden deutsche Wähler gezwungen, entweder eine Partei zu wählen, die sie gar nicht bevorzugen, oder andernfalls ihre Stimme zu verschenken. Denn schon im vorhinein ist bekannt, daß Stimmen für bestimmte Parteien bei der Sitzberechnung unter den Tisch fallen und im Endeffekt so behandelt werden, als ob sie gar nicht abgegeben worden wären. Und welcher Wähler möchte schon seine Stimme verschenken? Deshalb erhalten große Parteien millionenfach Stimmen von frustrierten Anhängern kleiner Parteien (bei denen man schon im vorhinein zu wissen meint, daß sie wohl nicht den Sprung über die 5%-Hürde schaffen werden). Sofern die kleine Partei groß genug ist, kann dieser Effekt auch mal in entgegengesetzter Richtung ablaufen. Mit sogenannten Leihstimmen hat schon öfters der große Koalitionspartner seinem kleineren Koalitionspartner - und damit auch der Koalition als Ganzes - das Leben gerettet."
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
@ Gorki

Ach, die Zahlenspiele sind mir eigentlich egal. Viel wichtiger ist mir, daß zunächst einmal in der Öffentlichkeit differenziert wird zwischen Flüchtlingen, Einwanderern und illegal eingereisten Zuwanderern.

Ich bin überzeugt davon, daß eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung bereit ist Flüchtlingen zu helfen, welche in ihren Heimatländern um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten mußten oder müssen.

Das Ausmaß dieser Hilfsbereitschaft sinkt m.E. gegenüber der Gruppe der "einfachen" Einwanderer und "Glücksritter", welche nach DE kommen, weil sie sich hier ein besseres Leben versprechen.

Und die Bereitschaft zur Hilfe endet m.M. bei denjenigen, die illegal, also bspw. entweder ohne Papiere oder heimlich über die grüne Grenze oder gewaltsam per "Grenzstürmung" ins Land kommen.

Aus dem Grunde halte ich es für sinnvoll + zielführend, sich vor einer Diskussion über das Thema über diese Begrifflichkeiten zu einigen.
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IchBinNichtAreamobile.de

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@nohtz:"-->sondern nur einen rechtsradikalen? ;-)"
>>Auch nicht. Radikal ist Ausländerfeindlichkeit an sich keineswegs, sondern es gibt durchaus ein Spektrum, wie bei so vielen Dingen. Ressentiments sehe ich in sehr vielen Schichten und auf sehr viele verschiedene Arten. Es gibt auch positive Vorurteile, die im Grunde eine ähnliche Wirkung haben wie ihre negativen Brüder. Aber selbst wenn man nur die negativen Vorurteile nimmt, so macht das noch keinen Rechts/radikalen/. Es ist aber sicherlich eine rechte Einstellung, die selbstverständlich nicht zielführend ist und von Doppelmoral geprägt ist. (In der Art: "Sexuelle Belästigung ... unerhört ... wie bitte? das waren Ausländer? Die dürfen hier wohl alles machen ..."-Doppelmoral)

"Allein das Wort macht einem zum Nazi, oder zu einem Rechtsradikalen, nenn es doch wie du willst und mach es doch nicht so kompliziert! Wenn man Ausländern pauschal feindlich gesinnt ist, ist man rechtsradikal, Punkt aus."
>>Nein, ist es nicht. Radikal ist es jedes Vorurteil gegenüber Menschen anderer Herkunft als radikal zu bezeichnen, obwohl man das bei anderen Vorurteilen nicht tut. Verstehst du was ich meine?

@cookieman: Die 5%-Hürde ist in der Tat ein Kompromiss, der es verhindern soll, dass Minderheitsparteien und insbesondere Parteien die gar keine Mehrheit haben, die Macht erlangen. Andererseits führt es genau zu dem Problem das du beschreibst. Das Problem ist bekannt und etwas das man nach den Fehlern der Weimarer Republik einfach in Kauf nimmt.

@Gorki: Ich würde dich bitten, weniger persönlich an die Sache heranzugehen, wenigstens hier. Wenn du Blödsinn witterst, übergehe es einfach. Wenn dir das Argument zu platt erscheint, lege bitte dar warum. :)

@FTC:"Ach, die Zahlenspiele sind mir eigentlich egal. Viel wichtiger ist mir, daß zunächst einmal in der Öffentlichkeit differenziert wird zwischen Flüchtlingen, Einwanderern und illegal eingereisten Zuwanderern."
>>Nun, dann mach es doch einfach, statt es nur zu fordern! Das Thema sind übrigens nicht Flüchtlinge, sondern die Landtagswahlen in BaWü,RP,SA, sofern du über Flüchtlinge reden willst, solltest du die Wichtigkeit für das Thema vorher klarmachen und die Differenzierung selbst vornehmen.
 
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