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Klimaerwärmung als Religion

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
Hallo,

ich denke es ist Zeit für einen Thread zu dem Thema. Das Klimaabkommen ist in aller Munde und in der Shoutbox werden die Texte immer länger. Ich werde mal darlegen warum ich die angeblichen Erkenntnis über die Ursachen der Klimaerwärmung mehr für eine Art Religion als einen belastbaren Fakt halte. Ich schließe damit nicht mal aus, dass es so sein könnte. Ich sehe lediglich keinen Beweis dafür. Hier mal ein paar Punkte die ich vorher klarmachen will, damit wir nix vermischen.

a) Die Erkenntnisse über die Entstehung des Klimas und dessen Änderungen sowie deren präzise Genauigkeit (Zeiträume Dekade und mehr) auch bzgl der Vorhersagen halt ich für keine gesicherten Erkenntnisse, sondern für schwache Hochrechnungen des Ist-Zustandes
b) Einen menschlichen Einfluss auf das Klima streite ich nicht ab, lediglich über deren konkrete Auswirkungen und zählbaren Einfluss auf das Klima habe ich bisher keinen stichhaltigen Nachweis gesehen
c) Ich halte Umweltschutz für wichtig unbenommen des tatsächlichen Faktenwertes der Klimawissenschaft und auch unbenommen des Einflusses auf das Klima. Darunter zählt auch die Verminderung des Ausstoßes der Treibhausgase.
d) Die Klimaschutzabkommen haben bisher keinen echten Einfluss gehabt, obwohl alle Ziele erreicht wurden.

Sofern das Thema für euch überhaupt relevant ist, würde ich gerne hören, warum ihr meint, dass die Ansicht in a) falsch ist. d) ist ein gesondertes Thema eigentlich, aber ja der Grund für die Diskussion. Vorneweg:

1. Mich beeindrucken allgemeiner Konsens und dergleichen überhaupt nicht. Aussagen der Marke "das sagen alle" sind für sich genommen erstmal gar nichts wert.
2. Studien sind diesbzgl schon aussagekräftiger. Ich behalte mir vor alternative Interpretationen darzulegen, sofern möglich (unumstößlich ist eine Beweis nur dann, wenn er keine alternative Interpretation zulässt)
3. Diskussionen auf persönlicher Ebene werden mich nicht dazu bewegen meinen Standpunkt zu ändern, sondern mich eher dazu bewegen dies zu erwidern.
4. Folgen, die sich auf das Fehlen des Beweises beziehen, sind für mich irrelevant. Sofern die Bekräftigung des Faktes nur der Durchsetzung von (wenn auch gut gemeinten) bestimmten Zielen dient, handelt es sich um eine Ideologie (Religion ist natürlich übertrieben).

(5.)Ich will daran erinnern, dass es hier wirklich darum geht einen Beweis zu führen und nicht darum ob es vllt so sein könnte, aber vllt auch nicht. Wenigstens ein "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" muss dabei rausspringen, sonst bleibt es bei "vermutlich ist es so, aber eigentlich wissen wir es nicht genau" (wie es sich für mich derzeit darstellt).
 

Laborant

Aktives Mitglied
Die Menschheit hat sich schon oft geirrt. Röntgenstrahlung, Radioaktivität, Asbest - alles Spielzeuge, welche erst als Unbedenklich angesehen wurden. Mittlerweile wissen wir es besser. Handystrahlung ist übrigens auch noch immer in der Liste potentieller Krebsquellen bei der WHO. Die Sache ist auch noch nicht endgültig gegessen.
Beim Klima ist die Sache aber etwas grösser. Aufgrund der Finanzverhältnisse der Welt, wer viele solcher Studien bezahlt, traue ich diesen Studien nicht. Weder Pro- noch Kontra.

Die Klimaschutzabkommen sind um ehrlich zu sein, ein schlechter Witz. Paris? Das Verpflichtet die Mitglieder einzig darum, sich selbst Ziele zu setzen. Mehr Wischi-Waschi geht gar nicht. Kyoto ist mehr oder weniger ein "Wir schauen es uns mal an, wenn wir es nicht schaffen, steigen wir ohne Probleme aus" (wie es Kanada machte).

Klimaschutz wird aktuell einfach zur überteuerten Hipsterindustrie rangezüchtet. Es wird als Angstmittel genutzt um einen Wirtschaftszweig anzukurbeln, der eigentlich von sich aus Rentabel sein müsste. So viele Bauern missachten die Fruchtfolge einfach - Böden gehen kaputt, und dann wundern sie sich, warum nach 10 Jahren Mais plötzlich der Mais nicht mehr so richtig will! Saisonale Früchte müssten günstiger sein, als die Import-Dinger. Aber das ist nicht - warum? Wegen des Wirtschaftlichen gefälles. Wäre es überall auf der Welt gleich teuer zu produzieren, würde dann immer noch alles aus China kommen?

Der Schlüssel gegen die Umweltverpestung heisst Forschritt - meiner Bescheidenen Meinung nach.
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
"Klimaerwärmung als Religion"
-->ist aber auch schön reisserisch... passt zu AM ;-)

"Der Schlüssel gegen die Umweltverpestung heisst Forschritt"
-->dem schliesse ich mich an

wie stark der einfluss des menschen auf die klimaerwärumung ist kann ich mit zahlen auch nicht sagen,
habe auch ehrlich gesagt keine lust, die ca 34.000 wissenschaftlichen publikationen dazu zu lesen

dass bei kyoto nicht viel rumgekommen ist liegt, wie schon erwähnt, am wirtschaftlichen gefälle.
die grossen industrien haben wenig interesse, geld in umweltfreundlichere fabriken zu investieren.
(porsche hatte vor 100 jahren schonmal ein e-auto mit 4 radnabenmotoren gebaut...
solange das chaos mit der infrastruktur der e-mobilität bleibt,
selbst brötchen vorgebacken aus china hierherkommen, uvm...)
solange sich daran nichts ändert...
 
Zuletzt bearbeitet:

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@Laborant:"Die Klimaschutzabkommen sind um ehrlich zu sein, ein schlechter Witz. [...]"
>>Was mir dazu noch einfällt: Es ist auch ein bisschen widersinnig, dass man das Ergebnis vorher festlegt statt zu überlegen wie man diese Ziele zu erreichen gedenkt. Bei den Zielen kann man sich irgenwas ausdenken, egal ob machbar oder nicht und dann soll der Rest halt zusehen wie er klarkommt. Die Ziele müssen ja nicht diejenigen erreichen, die das Papier unterschreiben. Entweder die Unternehmen müssen dafür bezahlen und/oder der Steuerzahler.

"Beim Klima ist die Sache aber etwas grösser. Aufgrund der Finanzverhältnisse der Welt, wer viele solcher Studien bezahlt, traue ich diesen Studien nicht. Weder Pro- noch Kontra. "
>>In meinen Augen sind zumindest die Studien über die Vergangenheit einigermaßen wertvoll. Problem ist nur, dass die Extrapolation keine gesicherten Fakten sind. Zuviel ist unverstanden, so zum Beispiel gab es Ereignisse in unserer Erd-Klima-Geschichte in denen in Jahrzehnten die Temperatur um 6-10°C global anstieg. Warum? Keiner weiß es.

"Klimaschutz wird aktuell einfach zur überteuerten Hipsterindustrie rangezüchtet. Es wird als Angstmittel genutzt um einen Wirtschaftszweig anzukurbeln, der eigentlich von sich aus Rentabel sein müsste. [...]"
>>Das ist genau das Problem, was ich in der Streuung von Pseudo-Fakten sehe, egal wie gut der Grundgedanke vielleicht mal war.

"Der Schlüssel gegen die Umweltverpestung heisst Forschritt - meiner Bescheidenen Meinung nach."
>>Fortschritt ist allerdings etwas zu allgemein. Fortschritt hat uns genau genommen dahingebracht wo wir sind mit unserem Treibhausgasausstoß. Sowas wie zB MSR wären aber durchaus wert weiter erforscht zu werden. Wird zwar getan, aber doch sehr stiefmütterlich behandelt, gerade wenn wir uns anschauen wie katastrophal Leichtwasserreaktoren unser Leben sehr direkt beeinflussen können schon weit bevor wir den Klimakollaps erleben könnten (hypothetisch gesprochen :p).
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@nohtz:"-->ist aber auch schön reisserisch... passt zu AM ;-)"
>>Ja, war ein bisschen Absicht nachdem ich gesehen hab wie das Thema behandelt wird. In dem Thema steckt eben viel Glaube.

"wie stark der einfluss des menschen auf die klimaerwärumung ist kann ich mit zahlen auch nicht sagen,
habe auch ehrlich gesagt keine lust, die ca 34.000 wissenschaftlichen publikationen dazu zu lesen"
>>Ich kann dir das schnell sagen: Es gibt keine gesicherten Fakten darüber. Die hättest du schon längst gehört. Auch weiß keiner ob es mögliche Deckelungseffekte gibt oder was eigentlich wirklich das Endergebnis ist. Ich glaube von Jack Cohen hatte ich das irgendwo gelesen, dass er es für möglich hält, dass wir der nächsten Eiszeit durch den Treibhauseffekt entgegenwirken und uns so versehentlich selbst den Arsch retten könnten (sinngemäß).

Also mein Gedanke dazu: Wir wissen zu wenig über das Klima. Wir sollten ungeachtet dessen unseren Einfluss inklusive des Treibhausgasaustoßes verringern, sofern es keine gesicherten Erkenntnisse gibt, die das Gegenteil nahelegen (zum Beispiel, dass wir der nächsten Eiszeit entgegenwirken können, *teehee*).

"dass bei kyoto nicht viel rumgekommen ist liegt, wie schon erwähnt, am wirtschaftlichen gefälle.
die grossen industrien haben wenig interesse, geld in umweltfreundlichere fabriken zu investieren.
(porsche hatte vor 100 jahren schonmal ein e-auto mit 4 radnabenmotoren gebaut...)
solange sich daran nichts ändert..."
>>Auch wenn ich jetzt schon leicht abschweife: Man darf hier fragen ob Trumps Weigerung das Abkommen in der derzeitigen Form zu unterschreiben, wirklich so dumm war. Eine Neuverhandlung wurde ja von vornherein abgelehnt.
 

REhuus

Mitglied
Mein Senf zu dem Thema:

Es ist völlig irrelevant, ob die Klimaerwärmung nun hauptursächlich durch den Menschen herbeigeführt wird oder nicht. Es ist auch irrelevant, ob man das beweisen kann oder nicht. Fakt ist, dass es eine Veränderung des Klimas gibt. Den Anteil des Menschen an diesem Wandel wird man weder genau bemessen können, noch hochpräzise die Auswirkungen der Klimaveränderung skizzieren können. Anders herum allerdings auch nicht: Auch die These, dass der Mensch nicht hauptursächlich für den aktuellen Klimawandel verantwortlich ist, kann man nicht beweisen. Die große Mehrheit hat sich aber darauf geeinigt, dass der Mensch einen großen Antel daran hat.

Egal ist es deshalb, über die Rolle des Menschen am Klimawandel zu lamentieren, weil das Ziel immer sein sollte, den Einfluss des Menschen auf die Umwelt gering zu halten: Es ist schlicht klüger, mehr zu tun als nötig, als zu wenig. Man kann nur vorbeugenden Maßnahmen treffen, denn wenn die Schadensfälle eingetreten sind, ist es zu spät. Deshalb ist der Weg, auf regenerative Energien, Emissionsverminderungen und Schutz von Regenwäldern und Aufforstungen auch der einzig richtige Weg. Und diese Prämisse gilt auch für alle anderen Aspekte: den Eingriff auf die Ökosysteme möglichst gering halten.
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
@REhuus
>Es ist völlig irrelevant, ob die Klimaerwärmung nun hauptursächlich durch den Menschen herbeigeführt wird oder nicht. Es ist auch irrelevant, ob man das beweisen kann oder nicht. Fakt ist, dass es eine Veränderung des Klimas gibt.

Sorry aber da stimme ich dir nicht zu...
Es ist leider so das die Menschheit in all den Jahren im Grunde bereits ab der Industrielisierung die Umwelt zu schädigen begann. Die brutale Resourcenausschöpfung bei Kohle und Erdöl, Fracking, Abholzen von Waldflächen für Futtermittelanbau, Entsorgung chemscher Substanzen in Asien bei Herstellung von Bekleidung, immer höher Verkehsdichte in den Ballungsräumen.... das sind alles Dinge die unser Klima stark beeinflussen.

Sich hier auf die interntionalen Regierungen zu verlassen, also auf Personengruppen im Auftrage der Bürger, dem traue ich leider zu wenig zu, als das diese wirklich etwas bewirken können.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@REhuus:"Es ist völlig irrelevant, ob die Klimaerwärmung nun hauptursächlich durch den Menschen herbeigeführt wird oder nicht."
>>Schön wenn es so wäre, aber die Realität sieht leider anders aus. Deshalb haben wir ja die Diskussion über angebliche Klimaleugner. Da gibt es die Heiden und die Gläubigen, obwohl übersehen wird, dass man das Fundament auf dem das Ganze fußt mehr als bröckelig ist und damit erreicht man am Ende unter Umständen das exakte Gegenteil. Also so wie mit dem Christentum (mal angenommen es war gut gemeint :p)

"[...] Die große Mehrheit hat sich aber darauf geeinigt, dass der Mensch einen großen Antel daran hat. "
>>Die große Mehrheit hatte sich auch darauf geeinigt, dass die Erde eine Scheibe ist. Deswegen sehe ich bei wissenschaftlichen Themen auch keinen Sinn darin mit der großen Mehrheit zu argumentieren.

"Es ist schlicht klüger, mehr zu tun als nötig, als zu wenig."
>>Wenn es keine Nachteile und Fehler geben würde, ja, aber so sieht es eben nicht aus. Ich erinnere nur an die Geschichte mit den Energiesparlampen. Da gibt es nicht nur Nachteile und Fehler, sondern man fängt auch an einem skurrilen Punkt an mit Umweltschutz.
 
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