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iPhone 12 ohne Netzteil: Ist Apple Umwelt-Engel oder Profit-Teufel?

David Wagner

Mitglied
Jetzt ist Deine Meinung zu iPhone 12 ohne Netzteil: Ist Apple Umwelt-Engel oder Profit-Teufel? gefragt.

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Antiappler

Aktives Mitglied
Guter Artikel, der treffend beschreibt was nicht nur ich denke. 👍

So lobenswert der Umweltgedanke ansich auch ist, bei Apple hinterlässt es doch ein ziemliches Geschmäckle, gerade auch deswegen: "Dieser Schritt ist durchaus notwendig, gerade beim Umstieg von USB-A auf USB-C wirkt es aber wie eine Möglichkeit, um den Preis der Geräte über notwendiges Zubehör anzuheben. Es bleibt also ein fader Beigeschmack, der recht simpel hätte vermieden werden können."
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
guter Artikel

gerade beim Umstieg von USB-A auf USB-C wirkt es aber wie eine Möglichkeit, um den Preis der Geräte über notwendiges Zubehör anzuheben. Es bleibt also ein fader Beigeschmack, der recht simpel hätte vermieden werden können.
auf den Punkt, versteht nur nicht jeder
 

Laborant

Aktives Mitglied
Ich schliesse mich den Vorrednern an - guter Artikel.

Natürlich werden intern beim obersten Erbsenzähler (Tim Cook) sicher die Finanzen betreffend optimierter Lieferketten (die Charger wurden bestimmt nicht in der selben Fabrik gefertigt, wie die iPhones - dieser logistische Schritt fällt schonmal weg), kompakterer Packungsgrössen (mehr iPhones in einem Container) und zusätzlichem Absatz auf dem lukrativen Zubehörmarkt einen GROSSEN Einfluss gehabt haben.

Dass Apple nicht schon vor Jahren damit begonnen hat, das Standard-Ladegerät mit USB-C auszustatten, rächt sich nun und hinterlässt doch ein Geschmäckle. Ein Schnuffiger USB-A-Stecker->USB-C-Buchsen-Adapter (ohne Zwischenkabel, alles in einem Gehäuse) hätte beigelegt werden können, ohne dass nun alte USB-A Ladegeräte weggeworfen werden müssten.

Was bisher etwas unterging ist allerdings auch, dass diejenigen, welche ein altes iPhone-Ladegerät nutzen wollen, wohl bestimmt bereits ein altes USB-A zu Lightning Kabel besitzen. Das Federt das Problem etwas ab. Nein, gut wird es deswegen nicht.

Dennoch bleibe ich dabei: Das weglassen von Ladegeräten - zumal sie längst standardisiert sind - ist überfällig.

Überdies ist, was Apple hier abzieht, ein Beweis dafür, dass Umweltschutz und "Maximierung des Shareholdervalue" keine gegensätzlichen Dinge sein müssen. Hätte man es eben RICHTIG gemacht.
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
Hmm, naja, zwar bemühte sich der Autor in seinem Meinungsartikel um Sachlichkeit und Ausgewogenheit. Dennoch bleibt ein gewisser Tunnelblick nicht verborgen.
Es ist nicht völlig abwegig davon auszugehen, dass Käufer des iPhone 12 schon ein Netzteil ihrer älteren Geräte daheim haben. Doch wer das Ladegerät seines iPhone 11 nutzen möchte, dem kommt Apple nicht entgegen. Denn beim neuen Smartphone liegt ein Lightning-zu-USB-C-Kabel bei, der alte Ladeadapter besitzt nur einen Typ-A-Port. Es muss also doch ein neues Netzteil angeschafft werden.
Einspruch! Wer das Ladegerät seines iPhone 11 nutzen möchte, kann dies ebenso tun. Das einzige, was er dazu braucht, ist ein / das alte USB-A > Lightning-Kabel (s)eines iPhone 11 (um bei dem Beispiel des Autors zu bleiben). Da der Lightninganschluß nun seit bereits 7 Jahren existiert und in hunderten Millionen Applegeräten verbaut ist, ist es wohl nicht allzu weit hergeholt zu behaupten, daß jeder Nutzer, der schon vorher einen iPod, iPhone oder iPad aus den Modelljahren ab 2013 besaß, noch mindestens ein solches Kabel irgendwo herumliegen hat. Und selbst, wenn nicht, gibt es ein solches Kabel für 2-3 € zu kaufen. Für das gleiche geld gäne es alternativ auch einen kleinen USB-A > USB-C-Adapter. Die Anschaffung eines im direkten Vergleich bedeutend umweltschädlicheren USB-C-Netzteils ist also - anders als von David Wagner behauptet - nicht zwingend notwendig … übrigens ebensowenig wie die eines MagSafe-Anschlusses, wenn man noch eine Qi-Ladematte bspw. (s)eines alten Android-Telefons besitzt.
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
Also mein letzter Kenntnisstand ist das Apple für das iPhone 12 ein 20 Watt Netzteil anbieten wird für knapp 25€. Oder man kauft bei Anker ein ähnliches Netzteil für 20€.
Besitzer von aktuellen Macbooks mit USBC- Netzteil, da kann damit auch das iPhone 12 mit laden... oder es werden auch QI Ladematten benutzt.
 

Antiappler

Aktives Mitglied
Ein unbestrittener Vorteil der beigelegten Ladegeräte wurde bisher noch nicht erwähnt. Wenn man sich ein Gerät von Apple, oder auch der anderen Hersteller, kauft, es ist immer originales Zubehör.

Bei einem Kauf ohne das Ladegerät setzt dann vielleicht auch ein ungutes Gefühl bis große Sorge ein, ein Ladegerät zu erwischen, welches nicht den Sicherheitsstandards entspricht. Denn solche Geräte kann man auch bei eBay oder Amazon erwischen.

Ich erinnere da Mal an die Geschichte mit den Akkus von Samsung:


Und im Fachgeschäft, sofern überhaupt vor Ort oder in der Nähe, ist man auf die fachliche Kompetenz des Verkäufers angewiesen, worauf auch nicht jeder Mensch Bock hat. Vor allem wenn man weiß, dass da teilweise schon ganz schön unseriös verkauft wird. Wenn man Mal zufällig neben so einem "Verkäufer" gestanden hat und das "Verkaufsgespräch" mitverfolgen konnte....

Unter anderem ist zwar auch der Verzicht auf Lade- und Datenkabel zum Wohle der Umwelt ja zu begrüßen, hat aber nicht nur Vorteile.

 
Zuletzt bearbeitet:

popinator

Mitglied
Apple gibt an Transportkosten zu sparen und mehr Geräte liefern zu können durch kleinere Verpackungen. Was so plausibel klingt ist nichts mehr als Augenwischerei. Auch die Ladegeräte müssen verpackt und verschickt werden. Sicherlich werden viele Kunden auf alte Netzteile und Kabel ausweichen oder Chinanetzteile benutzen (mit mehr oder weniger Risiko beim Einsatz). Die separate Verpackung von Netzteilen oder MagSafe Ladeanschlüssen wird die Umwelt sicherlich nicht viel entlasten. Dafür hat Apple geschickt eine Preiserhöhung vorgenommen, die erst auf dem zweiten Blick erkennbar ist. Die neuen iPhones werden sich sicherlich trotzdem gut verkaufen. Ob sich dann die Käufer besser fühlen weil sie vermeintlich etwas für die Umwelt getan haben?
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
Apple gibt an Transportkosten zu sparen und mehr Geräte liefern zu können durch kleinere Verpackungen. Was so plausibel klingt ist nichts mehr als Augenwischerei. Auch die Ladegeräte müssen verpackt und verschickt werden. Sicherlich werden viele Kunden auf alte Netzteile und Kabel ausweichen oder Chinanetzteile benutzen (mit mehr oder weniger Risiko beim Einsatz). Die separate Verpackung von Netzteilen oder MagSafe Ladeanschlüssen wird die Umwelt sicherlich nicht viel entlasten. Dafür hat Apple geschickt eine Preiserhöhung vorgenommen, die erst auf dem zweiten Blick erkennbar ist. Die neuen iPhones werden sich sicherlich trotzdem gut verkaufen. Ob sich dann die Käufer besser fühlen weil sie vermeintlich etwas für die Umwelt getan haben?
Also das 20Watt Netzteil bei Apple kostet knapp 25 Euro, von Anker 20 Euro. Aber im Nach hinein verwendet Apple immer noch den guten alten Lightningport, also kann ich hier auch mit einem herkoemlichen USB Kabel beispielsweise das iPhone am Laptop, oder Steckerleiste mit USB, oder...oder oder einsetzen. Mal eine Frage, an dich wenn Du einkaufen gehst.... mit wie viel mit Plastik verpackten Lebensmittel kommst Du nach Hause?
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
Fakt: bestehende Reparaturvorschriften seitens Apple
Fakt: Displayreparatur ist bei Apple deswegen sehr teuer
Theorie: Apple verkauft lieber Neugeräte, als Bestandsgeräte langfristig attraktiv zu halten
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
Fakt: bestehende Reparaturvorschriften seitens Apple
Fakt: Displayreparatur ist bei Apple deswegen sehr teuer
Ja und?
Was haben die Reparaturvorschriften und/oder der Preis für eine Reparatur mit dem behaupteten mangelnden Umweltschutz zu tun?
Auch durch solche Vermengung wurde der Artikel zu einem reinen Meinungsartikel.
 

Der Kewle

Mitglied
Was der Artikel eigentlich sagt ist, dass Apple 2020 seine selbst gesteckten Ziele für 2030 noch nicht erreicht hat. Dem Artikel fehlt wirklich Substanz. Dem von Mobilegeeks tatsächlich noch mehr als dem von Grist. Da kann ich sogar einige Aussagen unterstreichen. Der Artikel von Mobilegeeks liest sich dagegen wie plumpes Bashing, da Aussagen tatsächlich unvollständig und somit eigentlich falsch wiedergegeben werden.
 

Antiappler

Aktives Mitglied
An den oder die Verantwortlichen von AM:

Es ist schon blöd, wenn man nochmal was im Artikel nachlesen möchte, sich den Artikel dann mühsam suchen muss, weil der Link: "Hier geht es zum Artikel" überhaupt nicht funktioniert. 😡

Das ist mittlerweile bei ALLEN Artikeln so, und es wurde schon mehrfach gemeldet.

Auch mit dem Meldebutton!

Und ganz schlecht finde ich, dass es überhaupt keine Rückmeldung gibt, was denn das Problem ist!😠
 
Zuletzt bearbeitet:

Laborant

Aktives Mitglied
Was haben die Reparaturvorschriften und/oder der Preis für eine Reparatur mit dem behaupteten mangelnden Umweltschutz zu tun?
Autsch... Vielleicht kennst du ja Louis Rossmann. Bei ihm geht es mehr um MacBooks, aber auch dort zeigt sich Apple extrem "ungrün".
Der hat mehrmals täglich Kunden, die mit ihren MacBooks von der Genius-Bar kommen, mit dem Bescheid, dass es wohl günstiger wäre, ein Neugerät zu kaufen, als dieses zu reparieren. Oft handelt es sich bei den Defekten um ein gebrochenes Displaykabel, welches man für ein paar Dollar ersetzen könnte.
Unabhängige Repair-Shops kommen aber nur über halblegale Umwege an die Apple-Ersatzteile, da sogar die besagten Displaykabel ein Miniatur-Apple-Logo aufgedruckt haben, um Parallelimportware als "Fälschung" beim Zoll abfangen zu können.

"Offizielle"-Apple Partner dagegen unterliegen diesen Reparaturvorschriften, die beispielsweise besagen, dass eine Hauptplatine mit verfärbten Feuchtigkeitsindikatoren kostenpflichtig ersetzt werden muss, auch wenn sie noch tadellos funktioniert.

Auf die Verteidigung bin ich nun wirklich gespannt.

CBC hat das schön gefilmt...

 

Der Kewle

Mitglied
Autsch... Vielleicht kennst du ja Louis Rossmann. Bei ihm geht es mehr um MacBooks, aber auch dort zeigt sich Apple extrem "ungrün".
Der hat mehrmals täglich Kunden, die mit ihren MacBooks von der Genius-Bar kommen, mit dem Bescheid, dass es wohl günstiger wäre, ein Neugerät zu kaufen, als dieses zu reparieren. Oft handelt es sich bei den Defekten um ein gebrochenes Displaykabel, welches man für ein paar Dollar ersetzen könnte.
Unabhängige Repair-Shops kommen aber nur über halblegale Umwege an die Apple-Ersatzteile, da sogar die besagten Displaykabel ein Miniatur-Apple-Logo aufgedruckt haben, um Parallelimportware als "Fälschung" beim Zoll abfangen zu können.

Sind Displaykabel von Drittanbietern denn grüner als die von Apple?
Du kritisierst hier die restriktive Haltung von Apple gegenüber Reparaturen von Drittanbietern. Die ist per se erstmal nicht ungrün.
Das von dir verlinkte Beispiel ist sicher ein Härtefall, aber nicht die Regel.

"Offizielle"-Apple Partner dagegen unterliegen diesen Reparaturvorschriften, die beispielsweise besagen, dass eine Hauptplatine mit verfärbten Feuchtigkeitsindikatoren kostenpflichtig ersetzt werden muss, auch wenn sie noch tadellos funktioniert.

Auf die Verteidigung bin ich nun wirklich gespannt.

Apple ist hier anscheinend der Ansicht, dass Platinen, die gewisser Feuchtigkeit ausgesetzt waren, eben nicht mehr tadellos funktionieren (was technisch wohl auch korrekt ist). Von 'tadellos funktionieren' bleibt dann eigentlich nur 'funktionieren'. Ob man dann direkt die Platine austauschen muss, ist sicherlich fragwürdig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Laborant

Aktives Mitglied
Sind Displaykabel von Drittanbietern denn grüner als die von Apple?
Du kritisierst hier die restriktive Haltung von Apple gegenüber Reparaturen von Drittanbietern. Die ist per se erstmal nicht ungrün.
Ich kritisiere, dass sie eigentlich gute Platinen weggeworfen werden und der Kunde mit überteuerten Reparaturen zum Kauf eines Neugerätes gelenkt wird.
Ob man nur ein Flachbandkabel ersetzt oder eine ganze Platine oder ein ganzes Notebook macht sehr wohl einen Unterschied.

Firmen, die Reparaturen durchführen, die dann eben über verfärbte Feuchtigkeitssensoren (die übrigens keinen wirklichen Feuchtigkeitsschaden zeigen, sondern bei etwas feuchterer Raumluft über die Jahre sowieso rot werden) hinwegsehen und wirklich nur den Schaden beheben, bekommen die nötigen Ersatzteile dann eben nicht.

Was am wegwerfen eines eigentlich guten Notebooks "Grün" sein soll, musst du mir nun erklären.
 
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