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Erste Zulieferer für iPhone 5 bekannt geworden

Birk

Aktives Mitglied
@pf

Wenn man ein solche Größe wie Apple ist, wäre es natürlich schön, wenn man seine "Macht" auch für die Arbeitbedingungen der Zulieferer einsetzt.

Was ish sagen wollte, war folgendes: Viele hier argumentiere ja mit "Die anderen sind auch nicht besser". Das ist schon dumm genug, aber Apple Insider und Macianer gehen aber einen Schritt weiter und sagen sinngemäß: "Die Arbeiter bei Foxconn sind selber schuld an ihren Arbeitsbedingungen". Und spätenstens da hört die Sache auf eine diskussionswürdige Grundlage zu haben.

Nun gut, wenigstens habe ich jetzt "Schwarz auf Weiß" wessen Geistes Kind die beiden sind.
 
J

Jupiter Jones

Guest
Interessant, dass der ein oder andere User hier, von dem ich vorher schon eine einschlägige Meinung hatte, diese bestätigt.

Natürlich wünsche ich niemandem etwas schlechtes, aber es wäre schon interessant zu sehen, ob Eure Meinung auch dann noch Bestand hätte, wenn Ihr (rein hypothetisch) durch Unfall oder schwere Krankheit unverschuldet in Not geraten würdet.

Ob "Jeder hat sein Schicksal selbst in der Hand" auch dann noch in der von Euch geäußerten Form Geltung hätte, wenn es Euch ans Bett fesseln würde? Ich habe meine Zweifel.
 

pixelflicker

Bekanntes Mitglied
Ja, ich wollte nur einwerfen, dass Apple es durchaus in der Hand hätte, aber offensichtlich keinerlei anstalten macht etwas zu tun. Selbst Anfragen in diese Richtung werden Ignoriert, was darauf hindeutet, dass man sich dessen durchaus bewusst ist, aber eben nichts tut.

Ich finde es durchaus bedenklich, dass es Menschen gibt - auch hier im Forum - die sich ihre Meinung so dermaßen diktieren lassen ohne etwas zu hinterfragen.

Wir reden hier ja nicht nur um schlechte Arbeitsbedinungen und auch nicht nur über Foxconn. Dieses Verhalten seitens Apple (einfach alles ignorieren) scheint sich durch alle Bereiche zu ziehen. Ganz nach der Devise: "Wir liegen ja über dem Durchschnitt, egal wie hoch dieser angesetzt ist". Diese Argumentation haben wir ja auch schon öfter hier gehört ("Die anderen machens auch nicht besser").

Meine Meinung ist eine Andere. Wenn unsere Politiker immer sagen würden: "Ja im Iran, da habt ihr die Rechte auch nicht, dann braucht ihr sie bei uns auch nicht"...
 
M

Macianer

Guest
@ Frank: >>"Mit welcher Berechtigung maßen wir uns eigentlich an, die Lebens- und/oder Arbeitsbedingungen in anderen Ländern und/oder gar Kulturkreisen zu be- bzw. zu verurteilen ? [...] Im Ergebnis stimme ich 'Apple Insiders' Ansicht vollkommen zu"

Zunächst einmal: Jedem seine Meinung - und dass die Lebens- und Arbeitsbedinungen in China nicht die besten sind, ist sicher kein Geheimnis. <<


Nach UNSEREN Ansichten und MASSTÄBEN sind die Lebens- und Arbeitsbedinungen in China nicht die besten, ja. Ein chinesischer Arbeiter, der in der Vergangenheit 15 Stunden pro Tag auf Feldern oder im Bergbau gearbeitet und dafür 2 Dollar am Tag verdient hat, mag hingegen einen Arbeitsplatz in einer Fabrik für Nike-Turnschuhe oder bei Foxconn (oder wem auch immer) als angenehm und persönlichen Aufstieg und vielleicht sogar als Glück empfinden. - Wer von uns weiß das schon ? Wenn wir als Außenstehende das dennoch beurteilen, können wir es nur mit UNSEREN Maßstäben tun. Wir müssen dabei aber akzeptieren, daß unsere Maßstäbe woanders keine Gültigkeit haben. Tun wir das nicht und beanspruchen stattdessen, daß unsere Maßstäbe allgemeingültig sind, handeln wir ANMASSEND.



>>Bitte pauschalisiert nicht alles: "Wir sollten endlich einmal dieses verlogene Gutmenschen-Getue ablegen. Ich wage mal die Behauptung, daß jeder von uns in seinem ganz persönlichen Umfeld von mindestens 50% Produkten aus China umgeben ist. Die Entscheidung für deren Anschaffung wurde entweder gefällt ohne nachzudenken oder weil es gerade so schön billig war." (Macianer)
--> Falsch! Und ich hoffe, auch andere denken so.<<

Zu dem Thema, wie viele der Produkte, mit denen wir uns umgeben, aus China stammen, hat der NDR im Rahmen seiner TV-Sendung "Markt" Ende 2009 mal einen interessanten 4 Wochen dauernden Versuch gemacht. http://www.forumfuerdeutschland.de/articles.view.184.html?pxID=de1f659c4ee46b0cb8bfe35e6ed446e9
Nicht zuletzt mit der Erinnerung an diese Sendung(en) im Hinterkopf bin ich zu der Behauptung gekommen, daß jeder von uns in seinem ganz persönlichen Umfeld von mindestens 50% Produkten aus China umgeben ist.
Daß diese angeschafft wurden, weil sie entweder preiswerter waren als Nicht-chinesische Erzeugnisse oder weil man sich schlichtweg keine Gedanken darum gemacht hat, WO der Kaufgegenstand UNTER WELCHEN BEDINGUNGEN hergestellt wurde, ist doch verständlich und an sich doch auch nichts verwerfliches. Daß man sich dessen ungeachtet jedoch gleichzeitig hinstellt und Zeter und Mordio kreischt und lamentiert, wie schlecht es doch andere Menschen haben, bezeichne ich als Gutmenschen-Getue und unehrlich.
 
M

Macianer

Guest
@ Birk: >>…Apple Insider und Macianer gehen aber einen Schritt weiter und sagen sinngemäß: "Die Arbeiter bei Foxconn sind selber schuld an ihren Arbeitsbedingungen". Und spätenstens da hört die Sache auf eine diskussionswürdige Grundlage zu haben.

Nun gut, wenigstens habe ich jetzt "Schwarz auf Weiß" wessen Geistes Kind die beiden sind. <<

Weder Apple Insider noch ich auch nur sinngemäß behauptet, was Du uns hier unterschieben willst. Gleichzeitig ist Dein letzter Satz ein weiterer Beleg, daß Deine Posts außer persönlichen Beleidigungen wenig Substantielles zu bieten haben.
 

Birk

Aktives Mitglied
>> "Die Arbeiter bei Foxconn sind selber schuld an ihren Arbeitsbedingungen".
> Weder Apple Insider noch ich auch nur sinngemäß behauptet,
> was Du uns hier unterschieben willst.

Äh? Bitte? Wir haben über die schlechten Arbeitsbedingungen diskutiert und ihr beide wart der Meinung, dass "jeder Mensch selbst die Verantwortung für sein Schicksal trägt".

Eine sehr gewagte Aussage, wenn man sie ernst nimmt: Chinesen sind also selber schuld an ihren schlechten Arbeitsbedingungen, Unfallopfer sind selber schuld daran, dass Sie im Rollstuhl sitzen und Afrikaner sind selber schuld, dass Sie verhungern.

Ich hoffe, dass war nicht so gemeint und es steht Dir frei Deine Aussage zu relativieren oder zu korrigieren. Aber behaupte nicht, Du hättest das nie gesagt.
 

Birk

Aktives Mitglied
> Ein chinesischer Arbeiter, der in der Vergangenheit 15 Stunden pro Tag auf
> Feldern oder im Bergbau gearbeitet und dafür 2 Dollar am Tag verdient hat,
> mag hingegen einen Arbeitsplatz [...] bei Foxconn als angenehm und persönlichen
> Aufstieg und vielleicht sogar als Glück empfinden. - Wer von uns weiß das schon

Interessante Argumentation. Ich habe neulich eine Dokumentation über die Sklavenhaltung in Amerika gesehen. Damals wurde ähnlich argumentiert: "Den Sklaven geht es bei uns in Amerika zwar nicht so gut, aber in ihrem Heimatland wären Sie vielleicht verhungert. Also ist die Sklaverei eine humane Geste an die Afrikaner."
 

Frank Kabodt

ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de
@ Macianer

Nochmal: Das hat nichts mit Anmaßung zu tun, wenn ich unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen mit denen eines chinesischen Fabrikarbeiters vergleiche und feststelle, dass es ihm schlechter geht.

Anmaßung laut Wikipedia: Hochmut, Überheblichkeit, Arroganz. Bin ich also arrogant, weil ich bedauere, dass es anderen Menschen schlechter geht als uns? Ich denke, dass du einfach vom falschen Wortstamm ausgehst --> "Maß" in der Hinsicht, dass ich unser Maß an Wohlstand an das der chinesischen Bevölkerung anlege.

Und ja, es gibt Menschen, die darauf achten, wo die von ihnen gekauften Produkte hergestellt werden. Allerdings wissen wir alle, dass es ziemlich schwer sein dürfte, einen Mittelklasse-TV zu bekommen, der nicht aus Fernost importiert wird. Daran ist nicht der Verbraucher schuld sondern der "Hersteller", der seine Ware natürlich möglichst günstig produzieren lassen möchte.
 
M

Macianer

Guest
>>… ihr beide wart der Meinung, dass "jeder Mensch selbst die Verantwortung für sein Schicksal trägt".

Eine sehr gewagte Aussage, wenn man sie ernst nimmt: Chinesen sind also selber schuld an ihren schlechten Arbeitsbedingungen, Unfallopfer sind selber schuld daran, dass Sie im Rollstuhl sitzen und Afrikaner sind selber schuld, dass Sie verhungern.<<


1. Ja, ich stehe zu meiner Aussage, daß jeder Mensch seines Glückes Schmied ist. Das inkludiert auch, daß sich jeder —mit Ausnahme von Sklaven— seinen Arbeitsplatz selbst aussucht. Daraus kausal eine individuelle Schuld an den Arbeitsbedingungen in einer Firma abzuleiten, halte ich jedoch für verkehrt.

2 Noch einmal: wie gut oder schlecht Arbeits- und/oder Lebensbedingungen sind, unterliegt NIE allgemeingültigen Maßstäben, sondern liegt stets einzig im Auge des Betrachters.
 

Frank Kabodt

ehemaliger Mitarbeiter von areamobile.de
"Noch einmal: wie gut oder schlecht Arbeits- und/oder Lebensbedingungen sind, unterliegt NIE allgemeingültigen Maßstäben, sondern liegt stets einzig im Auge des Betrachters." (Macianer)

Und der Betrachter bin in diesem Fall ich ;)
Aber sei es drum. Durch die nette Diskussion hier ändert sich nix. Lass uns lieber etwas für das BIP tun.
 

Birk

Aktives Mitglied
@Macianer

> schlecht Arbeits- und/oder Lebensbedingungen [...] einzig im Auge des Betrachters.

So kann man es sich schönreden. Wenn z.B. Arbeiter in asiatischen Fabriken Giften ausgesetzt sind ohne passende Schutzkleidung, dann sind dass ganz objektiv schlecht Arbeitbedingungen.

> Das inkludiert auch, daß sich jeder —mit Ausnahme von Sklaven—
> seinen Arbeitsplatz selbst aussucht.

Es gibt weiß Gott mehr "Zwänge" auf dieser Welt als Sklaverei. Auch in Deutschland kann sich nicht jeder seinen Arbeitsplatz einfach aussuchen. Das jeder sich sein SChicksal selber aussucht, ist in einer so ungerechten Welt wie der unsrigen ein Schlag ins Gesicht aller Unterprivilegierten.
 

Apple Insider

Mitglied
Erstaunlich wieviele Moralapostel und zarte Seelen doch hier herumlaufen. Ihr könnt euch eure Meinungen drehen und wenden wie ihr wollt. Ich stehe zu 100% zu meiner Aussage! Ob sie euch gefällt oder nicht, ist mir eigentlich so ziemlich egal! So jetzt könnt ihr auch gern behaupten ich wäre ein Ignorant :p
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
wenn man also schlechte Arbeits- und/oder Lebensbedingungen erkennt, und sagt dass das nicht gut ist, ist man also moralapostel und zart beseelt?
ich verstehe
 

Apple Insider

Mitglied
Redet ruhig weiter darüber wie grausam unsere Welt doch ist.. letzten endes ändert es überhaupt nix! Aber Hauptsach jeder hat mal zum ausdruck gebracht das für ein guter Mensch er ist indem er das alles schlimm findet. Und hinter den Gardienen geht es sowieso jedem am A... vorbei! Tja Leute sorry aber ich spreche nunmal aus, was andere Leute denken. Bin ich desswegen ein schlechter Mensch?!
 

cookieman

Bekanntes Mitglied
@apple insider

Erstaunlich wieviele Moralapostel und zarte Seelen doch hier herumlaufen. Ihr könnt euch eure Meinungen drehen und wenden wie ihr wollt. Ich stehe zu 100% zu meiner Aussage! Ob sie euch gefällt oder nicht, ist mir eigentlich so ziemlich egal! So jetzt könnt ihr auch gern behaupten ich wäre ein Ignorant :p

Jaja..... und nach mir die Sintflut. Scheint die typische Einstellung unserer Jugend zu sein.

also wenn ich dich jetzt sperren würde, wäre dir das egal?

Sch**** der Hund drauf. So Leute bleiben wir beim wirklichen Thema. Ich klink mich mal aus, sonst werd ich hier noch ganz komisch.
 

Apple Insider

Mitglied
@cookieman

Wenn du dies tun möchtest, bitte es ist deine Sache und würde mich mit absoluter sicherheit nicht weiter Stören. Aber bedenke dabei bitte eine Sache... wenn du mich hier sperren willst weil dir meine ehrliche Meinung nicht passt wäre das nicht ein bischen kindisch? Zumal ich hier weder jemanden beleidigt noch persönlich verletzt oder sonst wie angegriffen habe. Aber das muss man hier wohl auch garnicht. Dazu reichen jetzt wohl schon Meinungen aus die zugegeben hart kligen (habe ich ja schon vorher in meinem Meitrag erwähnt das dies einigen nicht gefallen könnte )...
 
M

Macianer

Guest
@ Frank: >>@ Macianer
Nochmal: Das hat nichts mit Anmaßung zu tun, wenn ich unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen mit denen eines chinesischen Fabrikarbeiters vergleiche und feststelle, dass es ihm schlechter geht.<<

Anmaßung laut Wikipedia: Hochmut, Überheblichkeit, Arroganz. Bin ich also arrogant, weil ich bedauere, dass es anderen Menschen schlechter geht als uns? Ich denke, dass du einfach vom falschen Wortstamm ausgehst --> "Maß" in der Hinsicht, dass ich unser Maß an Wohlstand an das der chinesischen Bevölkerung anlege.<<

Nein, es hat tatsächlich nichts mit Anmaßung, wenn Du im direkten Vergleich feststellst, daß es dem chinesischen Fabrikarbeiter materiell schlechtER geht als Dir.
Hingegen hat es m.E. allerdings etwas mit Anmaßung / Überheblichkeit zu tun, wenn man seinen eigenen Maßstab als alleingültig betrachtet.


>>Und ja, es gibt Menschen, die darauf achten, wo die von ihnen gekauften Produkte hergestellt werden.<<
Ja, da stehe ich sogar in der ersten Reihe.


>>Allerdings wissen wir alle, dass es ziemlich schwer sein dürfte, einen Mittelklasse-TV zu bekommen, der nicht aus Fernost importiert wird.<<
Stimmt. Genau das (be)schrieb ich ja, als ich vorhin von der NDR-Serie berichtete.


>>Daran ist nicht der Verbraucher schuld sondern der "Hersteller", der seine Ware natürlich möglichst günstig produzieren lassen möchte. <<

Soso, hier ist es also der böse profitgierige Hersteller. … Und bei Lebensmittelskandalen ist stets der geizige Kunde (selbst) schuld, weil er nicht mehr Geld für gute + gesunde Lebensmittel ausgeben will… — Fällt Dir 'was auf ?
 
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