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E-Plus will den Preiskampf weiter verstärken ... evtl. Antwort auf Fonic geplant

Martyn

Aktives Mitglied
Einem Bericht auf Handelsblatt.com zufolge will E-Plus den Preiskampf in Zukunft weiter verschärfen und dabei vorallen Kunden die ausschliesslich mit ihrem Handy telefonieren gewinnen sowie das Sublabel-Konzept weiter ausbauen und weitere Unternehmensteile an Dritte auslagern.

DÜSSELDORF. Die Tarife im deutschen Mobilfunk lagen jahrelang deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Das hat sich seit dem Jahr 2005 geändert, als E-Plus den Billiganbieter Simyo ins Leben rief und damit noch weitere Mobilfunk-Discounter anlockte. In diesem Sommer hat sogar Marktführer T-Mobile mit Congstar eine eigene Billigmarke ins Leben gerufen. In den vergangenen zwei Jahren sind die Minutenpreise für Handy-Gespräche jeweils um elf Prozent gesunken. Hintergrund ist der gesättigte Markt: Statistisch gesehen hat jeder Deutsche mindestens ein Mobiltelefon.

„In Deutschland kostet eine Handy-Minute im Schnitt 14 Cent und ist damit dreieinhalb Mal so teuer wie eine Minute im Festnetz“, kritisierte Scheepbouwer. „Anderswo sind mobile Telefonate nur doppelt so teuer.“ Die Handy-Tarife müssten auf acht Cent sinken, wenn Deutschland das Niveau des Auslands erreichen soll. KPN ist nicht das einzige Unternehmen, das eine Senkung der deutschen Tarife erwartet. Auch T-Mobile und Vodafone rechnen mit weiteren Preisrunden. Bisher hat aber niemand so drastische Preismarken gesetzt wie Scheepbouwer.

Allerdings haben die Netzbetreiber bei der Preisgestaltung keine völlig freie Hand. Sie müssen ihre Kalkulation an den Gebühren ausrichten, die Wettbewerber dafür verlangen, dass sie Gespräche fremder Mobilfunk-Anbieter weiterleiten. Derzeit erhalten T-Mobile und Vodafone 8,78 Cent pro Minute, O2 und E-Plus 9,94 Cent. Trotzdem könnten die Endpreise in Deutschland auf acht Cent pro Minute fallen. „Voraussetzung dafür ist, dass die Zusammenschaltungs-Gebühren weiter sinken“, sagt Arno Wilfert von PricewaterhouseCoopers. Die Chancen dafür stehen gut: Der Regulierer will diese Durchleitungsgebühren sukzessive reduzieren.

Bei den Kunden, die nur mit dem Handy telefonieren, will Scheepbouwer einen doppelt so hohen Marktanteil erreichen wie die fünfzehn Prozent, die E-Plus derzeit über alle Nutzergruppen verteilt besitzt. „Wir wären zufrieden, wenn wir von den ausschließlichen Handy-Nutzern rund ein Drittel für uns gewinnen könnten“, sagte der KPN-Chef. Er geht davon aus, dass ein Fünftel der Deutschen nur noch mobil telefonieren werden, wenn die Preise stark sinken. Derzeit verzichten fünf Prozent ganz auf einen Festnetzanschluss.

Um trotz sinkender Preise profitabel zu bleiben, will Scheepbouwer weitere Teile seines Unternehmens an Dritte auslagern. „Das einzige, das ein Telekomunternehmen wirklich selbst machen muss, sind der Verkauf, das Marketing und die Qualitäts-Sicherung im Netz“, sagte er.

Hinter einem solchen Geschäftsmodell steht die Annahme, dass Telekommunikation ein austauschbares Gebrauchsgut ist. In der Branche teilen nicht alle diese Auffassung. „Der Großteil der Mobilfunker ist überzeugt, dass sie mit Innovationen wie mobilem Fernsehen neue Anwendungen am Markt etablieren können, für die Kunden auch höhere Preise bezahlen“, sagt Roman Friedrich von der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton. Damit sei Telekommunikation kein austauschbares Gebrauchsgut.

Doch in Deutschland ist Scheepbouwers Rechnung bisher aufgegangen: E-Plus hat seit Anfang 2005 zahlreiche neue Marken gegründet, ist stärker gewachsen als seine Wettbewerber und hat seine Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 20 Prozent auf knapp 40 Prozent verdoppelt. Anfang des Jahres hatte E-Plus als erster deutscher Anbieter den Betrieb seines Netzes abgegeben – an den Ausrüster Alcatel-Lucent. Die Ausrüster versprechen, Netzbetreiber könnten bis zu 20 Prozent ihrer Netzkosten sparen, wenn sie den Betrieb ausgliedern.

Experten rechnen damit, dass auf dem deutschen Mobilfunkmarkt weitere Anbieter diesen Weg wählen werden. „Wir erwarten, dass O2 sein Netzmanagement outsourcen wird“, sagt Franz Rothauge von der Privatbank Sal. Oppenheim. Für T-Mobile und Vodafone sei ein Outsourcing nicht sinnvoll, weil sie über große Skaleneffekte verfügten. T-Mobile verzichtet auf Auslagerungen. „Der Netzbetrieb ist für uns Kernkompetenz, die Kontrolle muss im Haus bleiben“, sagte ein Telekom-Sprecher.

Wobei ich aber denke das gerade die Kunden, die ausschliesslich mit ihrem Handy telefonieren, dann schon gerne eine Festnetzrufnummer auf ihrem Handy hätten, wie es bei [email protected], Vodafone Zuhause und o2 Genion ist, was aber E-Plus einfach nicht anbieten will.

Vorstellbar wäre auch das E-Plus eine neue Prepaidbilligmarke als Antwort auf Fonic plant, die dann evtl. Gespräche in alle nationalen Netze für 0,08 €/min im 60/1 Takt bietet (statt 0,099 €/min im 60/60 Takt bei Fonic) dafür dann aber SMS mit 0,20€ abrechnet (statt 0,099€ bei Fonic).
 

Dr. House

Bekanntes Mitglied
Was wollen die noch alles machen? Langsam nervts und es wird extrem unübersichtlich!

Die Masse an Discountern treibt die Kunden langsam wiede rin die Fänge der 4 Hauptanbieter....

So viel lächerlcichen Mist auf einen haufen gibts auch nur in diesem Land.

Wettbewerb in allen ehren, abe rbitte mit bedacht und übersicht!

Jeder NB sollte jeh einen Discounter mit Tarifen für Wenignutzer, Normalnutzer, Erweiterten Verbrauch und extreme Nutzung bieten - sowohl für telkefon als auch für sms und datendienste....

aber 20 millionen neue anbieter braucht kein mensch.

der mensch ist ein gewohnheitstier, neue marken stößen oft erstmal auf große ablehnung und vorsicht
 

tombik

Neues Mitglied
In Deutschland kostet eine Handy-Minute im Schnitt 14 Cent und ist damit dreieinhalb Mal so teuer wie eine Minute im Festnetz
Schönrederei!

Ich würde sagen, daß der gefühlte Preis sich etwas 10x so teuer anfühlt.
Alle lesen täglich die 1,x Cents/min fürs Festnetz mit Call-by-Call (in fast jeder Tageszeitung) oder sind an eine Flat gewohnt und wieviele Prozent aller Handynutzer haben wirklich nur 14c oder weniger?

Der technische Laie, der die Kosten der Infrastruktur schlecht einschätzen kann, wird erst Handy-Quasseln bis zum Abwinken, wenn eine echte Vollflat sich von oben der 25€-Grenze nähert....dann wirds interessant.
Jeder, der noch Internet kennt aus der Vor-Flat-Zeit, weiß, wovon ich rede.
Erst dann entspannt man sich wirklich.
Aber 68€/79€ oder 90€ ist alles noch viel zu teuer.

Und bis es soweit ist, können wir uns noch 10 Jahre dieses Kindergartengekaspere um 1/10c-Feilscherei angucken.....und jagen und jagen und jagen......was ein Quatsch!:doh: :doh: :doh:
 
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