Daten von Prepaidnutzern müssen nicht gespeichert werden.

sprossi

Mitglied
"Die Käufer von Prepaid-Karten können damit eine Guthabenkarte nutzen, ohne dass ihre persönlichen Daten bei den Anbietern gespeichert sind und an Behörden weitergegeben werden können, entschied das Bundesverwaltungsgericht."

Quelle Heise.de
<http://www.heise.de/newsticker/data/anw-22.10.03-008>

Wird wohl leider keine Auswirkungen auf die Praxis haben. Zwar könnte man vom Betreiber jetzt verlangen, daß die persönlichen Daten gelöscht werden. Aber der Innenminister wird wegen der "Terrorgefahr" und Echolon die Datei weiter geführt haben wissen. Dabei wird sich der, der wirklich Dreck am Stecken hat in Deutschland keine deutsche Prepaidkarte nutzen...

Was meint Ihr?

CU
sprossi
 

Joachim Batke

Bekanntes Mitglied
In einer Zeit, in der immer mehr die Waage zwischen Sicherheitsbedenken und dem Recht des einzelnen auf seine Daten zu gunsten der kollektiven Sicherheit ausschlägt wundert mich eine solche Entscheidung doch sehr.

Ich hätte eigentlich erwartet, das die Erfassung und Speicherung der Daten noch weit ausgedehnt wird und damit z.b. versucht wird die Übertragung von Prepaidkarten ohne Umschreibung zu verhindern.
 

722

Neues Mitglied
Karten anonym einkaufen

Hallo,

bekommt man inzwischen Prepaidkarten anonym?
Und wenn Ja, wo?
 

Merlin

Aktives Mitglied
Original geschrieben von sprossi
Zwar könnte man vom Betreiber jetzt verlangen, daß die persönlichen Daten gelöscht werden.
Das passiert wenn wieder und wieder falsch gelesen wird ... ;).

Einzig die *Erhebung* der Daten ist nicht vorgeschrieben und somit verstößt der Zwang gegen das informationelle Selbstbestimmungsrecht. Die *Speicherung* der Daten ist aber durch das TKG zwingend vorgeschrieben ;).

Somit könntest du zwar gegen die *Erhebung* der Daten "Widerspruch" einlegen, aber nicht gegen die Speicherung ;). Da aber ein Netzbetreiber durchaus bestimmen kann, dass "keine Daten" auch "keine Karte" bedeutet, ändert sich rein gar nichts. Außerdem wird das alles im neuen TKG eindeutig geregelt und damit wird das Urteil sowieso obsolet.
 
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