• Liebe Community,
    Aufgrund des niedrigen Traffics im Forum haben wir uns dazu entschlossen, es nur noch im Lesemodus zu betreiben. Neue Kommentare sind also nicht mehr möglich, wohl aber das Lesen der bestehenden Foreninhalte als Archiv. Ihr könnt diesen Account auch auf unseren anderen Portalen (pcgameshardware.de, pcgames.de, buffed.de etc.) nutzen oder Euren Account löschen lassen. Wir bitten um euer Verständnis und danken euch für die vielen tollen Beiträge.“

Chemnitzer Proteste

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
Da offenkundig Redebedarf besteht - auch meinerseits - würde ich vorschlagen den Redebedarf in einen Thread zu verlagern.

IchBinNichtAreamobile.de schrieb:
Die Nazikeule sitzt aber auch wieder ziemlich locker bei unserer Journalisten-Elite. Kann es eigentlich auch Proteste gegen die Einwanderungspolitik oder Kundgebungen für die Ausweisung gewaltbereiter Immigranten geben, die nicht als rechtsextrem gebrandmarkt werden?

nohtz schrieb:
Ibnam: bestimmt kann man das. aber dann sollte man vermeiden beim offensichtlich rechten Mob mitzulaufen

DerZander schrieb:
IBNAM: (Kein Thema für die Shoutbox. ;-) Wenn du nen das diskutieren willst, dann mach nen Thread auf.) Kurz: Wenn ich Jagd auf andersaussehende Menschen mache, dann bin ich sicher kein "besorgter Bürger" und wenn ich für eine andere Flüchtingspolitik bin, dann bin ich nicht gleich ein Nazi.

DerZander schrieb:
@Nohtz Jein, wenn ich mich mit Nazis gemein mache, dann muss ich mich auch so bezeichnen lassen, aber ab wann ist eine Demo eine "Nazidemo". Wie viel Prozent der Teilnehmer müssen "Nazis" sein, bevor andere da nicht mehr mitlaufen sollten?

DerZander schrieb:
Das ganze wird doch bei z. B. den G20-Demos auch gerne gemacht. Die vielen legitimen Demonstranten werden in Sippenhaft genommen, weil auch Krawallmachen mit laufen. (Problematisch finde ich eher, dass die Polizei sich je nach politischer Ausrichtung der Demo komplett anders verhält...)

nohtz schrieb:
@zander: ja eine genaue Zahl zu nennen, ist bestimmt nicht einfach, aber ich behaupte, in Chemnitz war es einfach zu erkennen...

Ich hab das hier mal ungekürzt reingestellt. Ich denke mal, dass damit keiner ein Problem haben dürfte.
 
Zuletzt bearbeitet:

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
Zunächst mal möchte ich feststellen, dass die Proteste eine Reaktion auf den Mord eines Deutschen-Kubaners durch Einwanderern war/ist. Diese Morde passieren in ziemlicher Regelmäßigkeit und die Statistiken der Polizei legen nahe, dass die Aufnahme von Migranten aus bestimmten Regionen einen direkten Einfluss darauf hat. Die Migrationspolitik und auch der (nicht vorhandene) Auswahlprozess haben also einen direkten Bezug zu den ständigen "Einzelfällen".

Die Reaktion auf diese Proteste ist immer die gleiche: Nazis und Rechtsextreme haben demonstriert und das sind auch die einzigen, die in aller Regel genannt werden. Die schlimmen Eskalationen der Rechten ist weder von den Bürgern in Chemnitz noch von Kameras in irgendeiner Form dokumentiert worden. Bengalos, eine Auseinandersetzung und eine größere Gruppe Menschen, die sich von A->B bewegen sind zu sehen. Direkt darauf eingegangen wird nicht stattdessen wird allein das Narrativ der Massenmedien gepusht - der braune Gefahr. FUD in Reinforum ohne auch nur ein wenig Hintergrundinformationen zu liefern.
 

Ripcord

Bekanntes Mitglied
Ich kann nicht viel dazu sagen, war nicht vor Ort. Ich finde es aber äußerst beschämend, dass die Politiker für ihre Blödheit immer der Polizei die Schuld geben. Dabei haben die das Theater doch erst durch verunglimpfung ganzer Bevölkerungsschichten verursacht.

Man muss immer alles von beiden Seiten betrachten und die Politiker haben halt vieles versäumt. Sei es durch Ignoranz oder einfach nur Dummheit. Selbst die Menschen die zurecht zu uns gekommen sind flüchten jetzt von hier, weil die IS-Schergen ebenfalls zu uns kamen.

Das muss man sich mal reinziehen...
 

DerZander

Mitglied
Es gibt da für mich verschiedene Aspekte, die man auch getrennt diskutieren sollte.

Nazikeule (...) unserer Journalisten-Elite
Ich finde es hochgradig problematisch, dass man bestimmte Themen und Probleme gar nicht mehr diskutieren kann, weil die Fronten und die Meinungen derart verhärtet sind. Ob und welche Probleme es mit der Zuwanderung, Asylbewerbern und Flüchtlingen gibt, kann ja offenbar nicht mehr diskutiert werden, da die gemäßigten Stimmen, die die Lage sachlich diskutieren wollen, zwischen den Schreihälsen beider Seiten untergehen.

Dass es nicht mehr möglich ist realexistierende oder gefühlte Probleme bzw. Ängste oder Bedenken anzusprechen, ohne von der Presse, der Politik und Teilen der Gesellschaft in die Naziecke gestellt zu werden, trägt viel dazu bei, dass die "Rechten" zu viel Unterstützung und Zulauf bekommen. Die Bedenken der Menschen sind real und sollten ernst genommen werden. Und zumindest ein Teil der Probleme sind auch durchaus real und sollten nicht weggewischt werden.

(Und wenn mich jetzt jemand in die rechte Ecke wegen dieser Aussage stellt, dann bestätigt das genau meine These. ;)


Nohtz schrieb:
bestimmt kann man das. aber dann sollte man vermeiden beim offensichtlich rechten Mob mitzulaufen

Das ist eine schwierige Aussage. Ich frage noch mal: Ab wann ist eine Demo denn eine "Nazidemo" bei der man nicht mehr mitlaufen sollte? Wie viel Prozent der Teilnehmer müssen "Nazis" sein, bevor andere da nicht mehr mitlaufen sollten?

Wie bereits in der Shoutbox geschrieben, kenne ich das Problem von der anderen politischen Seite aus. Wenn man auf den G20-Demos in Hamburg sein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Demonstration wahrgenommen hat, dann wurde man von Teilen der Presse und der Politik, aber vor allem auch von der Polizei gleich in einen Hut mit den Steinschmeissern und Krawalltouristen geschmissen.

Das ist ein gutes Mittel, um legitime Proteste in der Krawallecke zu rücken und zu verunglimpfen. (Kein Wunder, dass es so viele Undercover-Polizisten gibt, die den Krawall absichtlich anzetteln, wenn die Demo zu friedlich läuft.)

Natürlich gibt es Demonstrationen bei denen man sich nicht mit den anderen Teilnehmern gemein machen will, aber derzeit kann man nur schwer gegen etwas demonstrieren, da es immer einen radikalen Anteil an Teilnehmern gibt.

Ich weiß übrigens nicht, wie groß der "Nazi"-Anteil in Chemnitz war, aber ich fürchte einfach mal, dass die Berichterstattung das Bild ziemlich verzerrt.


Und das von allen Seiten. Erfundene Straftaten von Flüchtlingen auf Facebook. Verzerrte Darstellungen in den Medien. Manipulierte Statistikzahlen. In diesem Umfeld ist die Meinungsbildung fast nicht möglich.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
MaK schrieb:
Ich kann nicht viel dazu sagen, war nicht vor Ort. Ich finde es aber äußerst beschämend, dass die Politiker für ihre Blödheit immer der Polizei die Schuld geben. Dabei haben die das Theater doch erst durch verunglimpfung ganzer Bevölkerungsschichten verursacht.
Wäre der Addressat da nicht eher die Massenmedien? Ich mein Politiker sind nicht dafür zuständig, die Menschen zu informieren, jedenfalls ist das nicht deren primäre Aufgabe. Diese Aufgabe haben unsere geliebten Medien.

DerZander schrieb:
Dass es nicht mehr möglich ist realexistierende oder gefühlte Probleme bzw. Ängste oder Bedenken anzusprechen, ohne von der Presse, der Politik und Teilen der Gesellschaft in die Naziecke gestellt zu werden, trägt viel dazu bei, dass die "Rechten" zu viel Unterstützung und Zulauf bekommen.
Ich bin zwar auch eher auf dem linken Spektrum zu finden (da wo fast jeder auf dem politischen Kompass landet), aber das Narrativ, dass Rechts=Böse ist, ergibt einfach keinen Sinn. Die Extreme sind ja nur eine Pervertierung der jeweiligen Ansichten und Meinungssammlungen. Oftmals sind die Extreme ähnlicher als zur jeweils gemäßigten Position der gleichen politischen Ausrichtung. "Antifa - fashist in all but name" fand ich dazu sehr passend.

Der gemeinsame Punkt ist übrigens wieder unsere Medien-Elite.

DerZander schrieb:
Das ist eine schwierige Aussage. Ich frage noch mal: Ab wann ist eine Demo denn eine "Nazidemo" bei der man nicht mehr mitlaufen sollte? Wie viel Prozent der Teilnehmer müssen "Nazis" sein, bevor andere da nicht mehr mitlaufen sollten?
Mir wäre es sogar egal, wenn da Nazis rumrennen. Die Meinungsfreiheit gilt für alle. Wer allerdings meint, dass er irgendwas oder -wen kaputt machen muss, muss bestraft werden, aber das gilt halt unabhängig der Gesinnung.

DerZander schrieb:
Wie bereits in der Shoutbox geschrieben, kenne ich das Problem von der anderen politischen Seite aus. Wenn man auf den G20-Demos in Hamburg sein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf Demonstration wahrgenommen hat, dann wurde man von Teilen der Presse und der Politik, aber vor allem auch von der Polizei gleich in einen Hut mit den Steinschmeissern und Krawalltouristen geschmissen.
Das war ja besonders skurril, weil sie die angekündigte Krawallaktion der Antifa ja komplett haben gewähren lassen. Das erinnert schon sehr an die schwarzen Hundertschaften bei Jack London.

DerZander schrieb:
Das ist ein gutes Mittel, um legitime Proteste in der Krawallecke zu rücken und zu verunglimpfen. (Kein Wunder, dass es so viele Undercover-Polizisten gibt, die den Krawall absichtlich anzetteln, wenn die Demo zu friedlich läuft.)
Die Eiserne Ferse lässt grüßen :p

DerZander schrieb:
Ich weiß übrigens nicht, wie groß der "Nazi"-Anteil in Chemnitz war, aber ich fürchte einfach mal, dass die Berichterstattung das Bild ziemlich verzerrt.
Viel interessanter wäre, wieviele Straftaten und welche es gegeben hat. Denn ehrlich gesagt ist das das einzige was relevant ist, wenn man von Hetzjagden spricht als gäbe es hier wieder Pogrome. Bisher habe ich gesehen: eine 1vs1 Auseinandersetzung, Bengalos, Nazigruß, Vogelperspektive: Menschenmenge geht um die Ecke (Hetzjagd? müsste ich mir nochmal genauer ansehen); Ist ein bisschen wenig ... zumal man darauf verzichtet aufzuzeigen, warum das eine Hetzjagd ist. Ich wittere bei sowas die klassische Suggestion.

DerZander schrieb:
Und das von allen Seiten. Erfundene Straftaten von Flüchtlingen auf Facebook. Verzerrte Darstellungen in den Medien. Manipulierte Statistikzahlen. In diesem Umfeld ist die Meinungsbildung fast nicht möglich.
Die Polizeistatistik über die Straftaten per Nationalität per Capita ist allerdings ziemlich vernichtend. Aber eine Überraschung ist es keineswegs. #notall gilt natürlich immer und das Ganze sollte man insbesondere der Einwanderungspolitik anlasten.
 
Zuletzt bearbeitet:

DerZander

Mitglied
Offenbar gibt es da nur bei uns Redebedarf. ;-) Aber ich sehe das auch in meinem Bekannten- und Kollegenkreis, dass vielen das komplette Thema viel zu "heiß" ist, um es zu diskutieren. Irgendjemand bekommt immer irgendeine Aussage in den falschen Hals.

Die Eiserne Ferse lässt grüßen

Ja, das Konzept "Agent Provocateur" ist ja nicht neu. Ich finde es übrigens total erschreckend, wie wenig diese Fälle von der Presse thematisiert wurden. Ich meine, da gibt es Dutzende von nachgewiesenen Fällen (G8, G20, Stuttgart 21 und viele kleinere Demos), in denen "verkleidete" Polizisten als Agent Provocateur die ersten "Steineschmeisser" waren und gefühlt interessiert sich kaum einer dafür. Ich finde das einen Riesenskandal, aber offenbar wollen große Teile der Bevölkerung es nicht wahrhaben, dass es offenbar großen Interesse seitens der Staatsgewalt gibt, dass solche Demos aus dem Ruder laufen. Gruselig.

Und auch wenn es in Chemnitz vermutlich keine Provokateure gegeben hat, so bietet man reichlich Platz für Mutmaßungen und Gerüchten, da es andersorts ja nachgewiesen wurde. Man macht es den "Rechten" echt leicht...

Sorry, ich schweife ab. ;)


Auch wieder so ein Unfug unserer Qualitätsmedien. Dadurch, dass in den meisten Medien die Ausfälle und Übergriffe auf ausländisch aussehenden Mitmenschen zu "Hetzjagden" hochgejazzt wurden, öffnet man der AFD ein Tor, um dagegen zu argumentieren und vom eigentliche Problem abzulenken.

Die lokale "Freie Presse" zu dem Thema: "Darum sprechen wir nicht von Hetzjagd"
https://www.freiepresse.de/chemnitz/chemnitz-darum-sprechen-wir-nicht-von-hetzjagd-artikel10299149

Die AFD nutzt wieder mal geschickt die Vorlage: "AfD stellt Hetzjagd in Chemnitz in Frage"
AfD stellt Hetzjagd in Chemnitz in Frage - Steffen Seibert bekennt Haltung - SPIEGEL ONLINE

https://de.wikipedia.org/wiki/Hetzjagd

Warum macht man es der AFD auch nur so leicht...

Offtopic-BTW: Es ist das gleiche Problem wie bei der Berichterstattung über Trump. Wenn man darüber berichtet, dass Trump 3 statt 2 Kugel Eis als Nachtisch nimmt, um ihn schlecht aussehen zu lassen, dann öffnet man den Trumpverteidigern Tür und Tor, um die Medien als unfair zu brandmarken:

Donald Trump: Zwei Kugeln Eis zum Nachtisch - aber nur für den Präsidenten - SPIEGEL ONLINE
 
Zuletzt bearbeitet:

Der Kewle

Mitglied
Das ist eine schwierige Aussage. Ich frage noch mal: Ab wann ist eine Demo denn eine "Nazidemo" bei der man nicht mehr mitlaufen sollte? Wie viel Prozent der Teilnehmer müssen "Nazis" sein, bevor andere da nicht mehr mitlaufen sollten?

Das ist gar nicht so schwer. Wenn da vermehrt rechte Parolen gegröhlt werden und sich zig Leute per Hitlergruß einen guten Tag wünschen und alle Drumstehenden das auch noch akzeptieren, DANN bist du auf einer Nazidemo. Da müssen wir nicht über Anteile der offensichtlichen Nazis reden.
 

DerZander

Mitglied

Was heißt den "vermehrt"? ;-)

Um das klarzustellen, der Berichterstattung nach zu urteilen, würde ich die Chemnitzer Demonstratioen recht eindeutig als eine Veranstaltung einordnen, mit der man sich als normaler Demonstrant nicht gemein machen sollte, aber ich finde das Problem eher allgemeiner Natur. Ich denke, du machst dir das zu einfach.

Wenn Menschen mit der aktuellen Migrations- und Flüchtlingspolitik nicht einverstanden sind (aus welchen Gründen auch immer) und dagegen friedlich demonstrieren wollen, ist das derzeit überhaupt möglich? Es werden momentan immer "Nazis" mitlaufen. Das führt meiner Meinung nach dazu, dass sich diese Menschen noch weniger gehört vorkommen und sich noch eher mit den Nazis gemein machen. Man erreicht genau das Gegenteil, nämlich eine Solidarisierung dieser Menschen mit den "Nazis". Das finde ich fatal.

Mein größtes Problem, egal ob "linke" oder "rechte" Demos: Die Polizei ist offenbar nicht willens die Krawallmacher, Straftäter (Hiltergruß, Autoanzünder) und Radikale aus der Menge zu entfernen und allen anderen ihr Recht auf Demonstration zu ermöglichen.

Offensichtlich sieht die Polizei bei Verstößen der Rechten gerne weg und bei Verstößen der Linken wird dreifach zugeschlagen (und alle daneben stehenden auch mit).

Es gibt gute Beispiele, wie die Berliner Polizei beim 1. Mail, die es schaffen, radikale Elemente aus der Menge zu fischen, ohne die normalen Demonstranten auch zu verprügeln (G20) und zu deeskalieren, aber es scheint nicht überall gewollt.

Die Probleme der Polizei bei rechten und linken Demos sind unterschiedlich, führen aber zu ähnlichen Problemen: Menschen können nicht mehr friedlich demonstrieren. Ich behaupte, das ist durchaus Absicht.
 

Der Kewle

Mitglied
Was heißt den "vermehrt"? ;-)

[...] Ich denke, du machst dir das zu einfach.

Weil?

Wenn Menschen mit der aktuellen Migrations- und Flüchtlingspolitik nicht einverstanden sind (aus welchen Gründen auch immer) und dagegen friedlich demonstrieren wollen, ist das derzeit überhaupt möglich? Es werden momentan immer "Nazis" mitlaufen. Das führt meiner Meinung nach dazu, dass sich diese Menschen noch weniger gehört vorkommen und sich noch eher mit den Nazis gemein machen. Man erreicht genau das Gegenteil, nämlich eine Solidarisierung dieser Menschen mit den "Nazis". Das finde ich fatal.

Das versucht ja auch keiner. Alle laufen lieber bei eindeutig rechten Organisatoren mit und sind dann hinterher verwundert. Es gibt auch noch andere Wege seinen Unmut kundzutun als mit Nazis durch Ostdeutsche Städte zu marschieren.
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
Was heißt denn schon links, rechts, Mitte? Genaugenommen ist die Mitte ein klitzekleiner Punkt auf einer Strecke (nicht zu verwechseln mit einer Geraden). Dabei gleicht das politische Meinungsspektrum eher einer Geraden als einer Strecke.

Das Problem in nahezu jedweder politischer Diskussion sehe ich daher darin, daß jeder, besonders gerne und häufig aber "Linke" versuchen, die Deutungshoheit darüber zu erlangen, was links, rechts oder Mitte ist.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
DerZander schrieb:
Um das klarzustellen, der Berichterstattung nach zu urteilen, würde ich die Chemnitzer Demonstratioen recht eindeutig als eine Veranstaltung einordnen, mit der man sich als normaler Demonstrant nicht gemein machen sollte, aber ich finde das Problem eher allgemeiner Natur. Ich denke, du machst dir das zu einfach.
Naja das Narrativ der Medien ist ja auch klar ... der Punkt ist doch, dass man der Berichterstattung von vornherein skeptisch gegenüber treten muss und sich fragen muss was denn eigentlich fehlt. Wo sind die Berichte der Betroffenen? Wo sind die verwüsteten Innenstädte? Wer hat's gemacht? Die Wortwahl ist auch oft verräterisch und die Weglassung wichtiger Fakten ist ja quasi der Normalfall.

DerZander schrieb:
Wenn Menschen mit der aktuellen Migrations- und Flüchtlingspolitik nicht einverstanden sind (aus welchen Gründen auch immer) und dagegen friedlich demonstrieren wollen, ist das derzeit überhaupt möglich?
Wenn du von den Medien nicht als Nazi oder Rechtsradikaler gebrandmarkt werden willst nicht, aber wer glaubt denn noch unseren Medien?

DerZander schrieb:
Offensichtlich sieht die Polizei bei Verstößen der Rechten gerne weg und bei Verstößen der Linken wird dreifach zugeschlagen (und alle daneben stehenden auch mit).
Das lässt sich nicht mit der Realität vereinbaren. Rechte Krawalle gibt es deutlich weniger und seltener als linke Krawalle. Was nicht bedeutet, dass rechte Straftaten seltener wären, aber was Demos angeht wird im Linksextremen Bereich sogar Terrororganisationen teilweise freie Hand gelassen. Ich denke G20 war da äußerst eindrucksvoll.

Der Kewle schrieb:
Das versucht ja auch keiner. Alle laufen lieber bei eindeutig rechten Organisatoren mit und sind dann hinterher verwundert. Es gibt auch noch andere Wege seinen Unmut kundzutun als mit Nazis durch Ostdeutsche Städte zu marschieren.
Was ist so schlimm daran rechts zu sein? Ich meine alles was rechts von der Antifa einzuordnen ist, sehen die Antifanten als rechts. Man schaufelt sich unweigerlich sein eigenes Grab, wenn man dieser Rhetorik folgt, denn das rechte Meinungsspektrum umfasst viele Punkte und auch Punkte denen du und ich vermutlich zustimmen.

FTC schrieb:
Was heißt denn schon links, rechts, Mitte? Genaugenommen ist die Mitte ein klitzekleiner Punkt auf einer Strecke (nicht zu verwechseln mit einer Geraden). Dabei gleicht das politische Meinungsspektrum eher einer Geraden als einer Strecke.
Gerade würde bedeuten, dass sich links und rechts bis ins unendliche steigern lassen würden. Auch muss man sagen, dass die Extreme sich viel zu ähnlich sind und ich würde daher einen Kreis vorschlagen, aber genug mit der Geometrie ;)

FTC schrieb:
Das Problem in nahezu jedweder politischer Diskussion sehe ich daher darin, daß jeder, besonders gerne und häufig aber "Linke" versuchen, die Deutungshoheit darüber zu erlangen, was links, rechts oder Mitte ist.
Ich glaube nicht, dass man mit der Wertung der Begriffe irgendwas erreichen kann. Die Einordnung gibt lediglich eine Duftmarke. Wie es eigentlich immer mit Meinung ist, ist eigentlich viel interessanter auf welchem Fundament diese fußt.
 

Ripcord

Bekanntes Mitglied
@ ibnam,

"Wäre der Addressat da nicht eher die Massenmedien? Ich mein Politiker sind nicht dafür zuständig, die Menschen zu informieren, jedenfalls ist das nicht deren primäre Aufgabe. Diese Aufgabe haben unsere geliebten Medien."



ZDF Verwaltungsrat (Geschäftsführung)

Vorsitzender Kurt Beck (SPD eh. Ministerpräsident Rheinland-Pfalz)

Dr. Reinhard Göhner (CDU Politiker)

Hildegund Holzheid (CSU Politikerin)

Hans Georg Koch (CDU Mitglied und ehemaliger Regierungssprecher)

Bernd Neumann (CDU Politiker)

Matthias Platzeck (SPD eh. Ministerpräsident Brandenburg)

Olaf Scholz (SPD Politiker, Hamburg)

Horst Seehofer (CSU Ministerpräsident Bayern)

Michael Sommer (SPD eh. DGB-Vorsitzende)

Stanislaw Tillich (CDU Ministerpräsident Sachsen)

Prof. Dr. Gerd Zimmermann (CDU)



Fernsehrat

Nicola Beer (FDP Landtagsabgeordnete, Hessen)

Dr. Christine Bergmann (SPD Politikerin, ehemalige Bundesministerin)

Prof. Dr. Maria Böhmer (CDU Politikerin, Staatsministerin Auswärtiges Amt)

Wolfgang Bosbach (CDU Politiker, Bundestagsfraktion)

Charlotte Britz (SPD Politikerin, Bürgermeisterin)

Dr. Carsten Brosda (SPD Politiker, Hamburg)

Klaus Brunsmeier (Grünen)

Katrin Budde (SPD Politikerin, Mitglied im Landtag Sachsen-Anhalt)

Eva Christiansen (CDU, leitende Mitarbeiterin und PR Beraterin Angela Merkels)

Hans Jörg Duppré (CDU Politiker, Landrat Rheinland-Pfalz)

Dr. Marc Jan Eumann (SPD Politiker, Staatssekretär)

Dr. Bernd Fabritius (CSU Politiker)

Yasmin Fahimi (SPD Politikerin, Staatssekretärin, Gewerkschafterin)

Cornelia Füllkrug-Weitzel (SPD)

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Die Linke, Chef der Staatskanzlei u. Kulturminister Thüringen)

Eva Hubert (Grünen / Grün-Alternative, Politikerin, Hamburg)

Peter Jacoby (CDU Politiker, Saarland)

Dr. Fritz Jaeckel (CDU Politiker, Sachsen, Staatsminister)

Dr. Olaf Joachim (SPD Politiker, Staatsrat Bremen)

Dr. Franz Josef Jung (CDU Politiker)

Reinhard Klimmt (SPD Politiker, Saarland)

Kai Klose (Grünen Politiker, Landesvorsitzender Hessen)

Susanne Krause-Hinrichs (SPD Politikerin, Kleinmachnow)

Dr. Peter Kurz (SPD Politiker, Oberbürgermeister Mannheim)

Christian Lindner (FDP Parteivorsitzender)

Dr. Michael Lohse (CDU)

Lötzsch, Gesine, Dr. (Die Linke, Bundestagsabgeordnete)

Dr. Richard Meng (SPD Senatssprecher, Berlin)

Dr. Jörg Mielke (SPD Staatssekretär, Niedersachsen)

Dr. Angelika Niebler (CSU Politikerin, Frauen Union, Europäisches Parlament)

Thomas Oppermann (SPD Politiker, Bundestagsfraktion)

Oliver Passek (Grünen Politiker)

Dr. Simone Peter (Grünen Bundesvorsitzende)

Ruprecht Polenz (CDU Politiker)

Rainer Robra (CDU, Staatskanzlei u. Minister für Europa- und Medienangelegenheiten Sachsen-Anhalt)

Andreas Scheuer (CSU Generalsekretär)

Wilhelm Schmidt (SPD Politiker, Niedersachsen / Bundestag)

Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer (SPD Staatssekretär Schleswig-Holstein)

Dr. Rudolf Seiters (CDU Politiker)

Dr. Markus Söder (CSU Politiker, Finanzminister Bayern)

Martin Stadelmaier (SPD Politiker)

Dr. Peter Tauber (CDU Generalsekretär)

Henry Tesch (CDU Politiker)

Erhard Thomas (SPD, Regierungssprecher Brandenburg)

Rainer Wieland (CDU Europaabgeordneter)

Holger Zastrow (FDP Landesvorsitzender Sachsen)

Dr. Pirko Kristin Zinnow (SPD Staatssekretärin, Bundesrat)

Intendant

Thomas Bellut



Verstrickungen in den ARD-Landesrundfunkanstalten
ARD Landesrundfunkanstalten

Personelle Zusammensetzung:



Bayerischer Rundfunk

Verwaltungsrat (Geschäftsführung)

Vorsitzende ist Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU)

Dr. Siegfried Balleis (CSU Politiker)

Dr. Reinhard Dörfler (Vorsitzender IHK München, CSU Mitglied)

Peter Hufe (ehem. SPD Abgeordneter)



Rundfunkrat

Inge Aures (Landtag, SPD)

Dr. Otmar Bernhard (Landtag, CSU)

Dr. Uwe Brandl (CSU Politiker)

Karl Heinz Eisfeld (SPD)

Anni Fries (CSU)

Dr. Thomas Goppel (CSU)

Thomas Habermann (CSU)

Hans Herold (Landtag, CSU)

Dr. Marcel Huber (CSU Landtag)

Matthias Jena (SPD)

Christian Knauer (Landrat, CSU)

Natascha Kohnen (Landtag, SPD)

Thomas Kreuzer (Landtag, CSU)

Manfred Ländner (Landtag, CSU)

Günther Lommer (CSU)

Petra Nölkel (SPD)

Verena Osgyan (Landtag, Grüne)

Florian Pronold (Landtag, SPD)

Thomas Reiß (Landtag, CSU)

Heinrich Rudrof (Landtag, CSU)



Nur ein kleiner Auszug. Stand Mai 2017.

Ich denke das reicht als Antwort ;)

Neutralität kann ich mir da beim besten Willen nicht vorstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:

nohtz

Bekanntes Mitglied
my 2 cents:
ich kann merkels politik als ganzes nix abgewinnen.
zu aussitzend, zu wenig die probleme anfassend, zu wenig zukunftsorientiert.
allerdings hat sie damals, als sie die flüchtlinge (ich glaub, damals kamen wirklich die, die in ihrer heimat ihr leben bedroht sahen) reinliess, als einzige (!) so gehandelt, wie es im namen ihrer partei steht: christlich.
dass seit dem seitens der politik viel gegen den baum lief, auch klar.
dass seehofer da täglich mit einer "obergrenze" durchs dorf lief machte es nicht besser.
persönlich halte ich es mit migration wie die vulkanier: "unendliche vielfalt in unendlichen kombinationen"
wenn man sich als gesellschaft komplett von aussen abschottet, geht man irgendwann unter.
(beispiele auf anfrage)

der turbo-kapitalismus macht auch vor der schreibenden zunft nicht halt.
auflage geht über qualität, und (negative) sensationen verkaufen sich leider besser als fakten.
william randolph hearst gewinnt gegen pulitzer...

die "Blöd" hat gefühlt jeden tag einen neuen hetz-artikel.
und hat dann einen leitartikel:"wie konnte das nur geschehen?"
-->comedy-preis

aber offenbar wollen große Teile der Bevölkerung es nicht wahrhaben, dass es offenbar großen Interesse seitens der Staatsgewalt gibt, dass solche Demos aus dem Ruder laufen. Gruselig
da bin ich bei dir. es hilft der regierung Angst zu schüren

Es werden momentan immer "Nazis" mitlaufen. Das führt meiner Meinung nach dazu, dass sich diese Menschen noch weniger gehört vorkommen und sich noch eher mit den Nazis gemein machen. Man erreicht genau das Gegenteil, nämlich eine Solidarisierung dieser Menschen mit den "Nazis". Das finde ich fatal.
die lauten werden eher gehört, egal ob sie recht haben...

Menschen können nicht mehr friedlich demonstrieren. Ich behaupte, das ist durchaus Absicht.
da sind wir wieder bei der angst. ein ängstliches volk lässt sich einfacher kontrollieren, äh, regieren, als ein mündiges aufgeklärtes volk.

nochmal zu chemnitz:
ich behaupte, diesen "trauermarsch" von rechtsaussen hätte es für das opfer nicht gegeben, wäre der täter auch ein deutscher gewesen...
 
Zuletzt bearbeitet:

DerZander

Mitglied
@Nohtz
ich behaupte, diesen "trauermarsch" von rechtsaussen hätte es für das opfer nicht gegeben, wäre der täter auch ein deutscher gewesen...

Natürlich nicht. Wir müssen nicht diskutieren, dass es den meisten Teilnehmern nicht um den "Trauermarsch" oder das Opfer ging.

Ich bin nur der Meinung, dass man den extremen "Rechten" in die Hände spielt, wenn man jede Kritik an der Flüchtlings- und Migrationspolitik in Naziecke stellt. Die Opferrolle, von den Medien unfair angegangen zu werden, spielen viele ja schon jetzt sehr gut.
 

DerZander

Mitglied
Hier ein Kommentar auf Spiegel zum Thema "Nazi-Demo", den ich problematisch finde, wie ich oben ja erläutert habe.:

Chemnitz-Krawalle: Wie man Nazis erkennt - SPIEGEL ONLINE

Wie verhält man sich nun, wenn man sich neben Nazis wiederfindet? Auch hier gibt es eine einfache Regel: Es gibt Nazi-Aktionen und andere Demonstrationen. Es gibt aber keine Demonstrationen, bei denen grölende Nazis mitlaufen, die trotzdem keine Nazi-Demonstrationen sind. Es ist wie mit Hühnerbrühe: Nur ein paar Tropfen Blausäure, und schon ist die schöne Suppe völlig ruiniert
.

Wenn es aber um kollektive Einstellungen geht, um Themen, die über Nudelsoßenpräferenz hinausgehen, kann man mit Nazis nicht einer Meinung sein. Auch nicht ein bisschen oder nur ein Stück.

Wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder ein nützlicher Idiot der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.

Wenn Sie also feststellen, dass Sie an einer Kundgebung teilnehmen, bei der auch Nazis mitmachen, gehen Sie schnell nach Hause.

Her Stöcker von SpOn ist der Meinung, dass (im Extremfall) ein einzelner Nazi eine Demo delegitimiert. Ich persönlich habe zwar mit Nazis selten Gemeinsamkeiten und kann mir nicht vorstellen, bei einer Demo mitzulaufen, bei der auch Nazis anwesend sind. Aber ich habe auch mit AntiFa-Chaoten keine Gemeinsamkeiten, war aber schon auf Demos, wo Krawallchaoten anwesend waren und auch Krawall gemacht haben.

Ich will mich nicht wiederholen, aber ich finde es zu gefährlich, wenn man jeden Demonstranten, der gegen die Flüchtlingspolitik demonstriert in die Nazi-Ecke stellt, nur weil dort auch Nazis mitlaufen. Meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Polizei die Extremisten in der Demonstration zu isolieren und den anderen ihr Recht auf Demonstration zu ermöglichen.
 

nohtz

Bekanntes Mitglied
dass man den extremen "Rechten" in die Hände spielt, wenn man jede Kritik an der Flüchtlings- und Migrationspolitik in Naziecke stellt.
Mit Sicherheit
Die Opferrolle, von den Medien unfair angegangen zu werden, spielen viele ja schon jetzt sehr gut
Und zwar so plakativ, dass es wahnsinnig offensichtlich ist, aber manchen trotzdem nicht auffällt :-/

Meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Polizei die Extremisten in der Demonstration zu isolieren und den anderen ihr Recht auf Demonstration zu ermöglichen
Naja, ich glaube , die polizei wird nicht eingreifen, solange der Chaot nur laut ist, aber nicht körperlich gefährdend.
Die Polizei kann nicht wissen, ob dieser eine Chaot da eigentlich eine "Persona non Grata" innerhalb der Demo ist. Den auszusondern halte ich eher für die Aufgabe der anderen Demonstranten
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@MaK: Ha, der Punkt geht an dich. Ich möchte aber anmerken, dass nicht alle Politiker bei den Öffis "arbeiten" und ich von den Öffis unanbhängige Berichterstattung erwarte. Dass das nicht so ist und auch nie so sein wird, ist mir natürlich klar. Ich werde den Maßstab für aber nicht senken, wir sind hier nicht beim Niveaulimbo ... oder doch?

nohtz schrieb:
dass seehofer da täglich mit einer "obergrenze" durchs dorf lief machte es nicht besser.
Aber realistisch betrachtet braucht man eine Obergrenze.

nohtz schrieb:
persönlich halte ich es mit migration wie die vulkanier: "unendliche vielfalt in unendlichen kombinationen
Menschen und insbesondere religiöse Menschen sind nicht darauf bedacht eine fremde Kultur zu akzeptieren geschweige denn anzunehmen. Warte was passiert, wenn du über 20-30% Muslime im Land hast ... oder schau einfach nach Schweden. Das Experiment schau ich mir lieber aus der Ferne an.

nohtz schrieb:
wenn man sich als gesellschaft komplett von aussen abschottet, geht man irgendwann unter.
Das ist nur ein ganz anderer Punkt. Migration != globaler Handel; Obergrenze != Abschottung

nohtz schrieb:
da sind wir wieder bei der angst. ein ängstliches volk lässt sich einfacher kontrollieren, äh, regieren, als ein mündiges aufgeklärtes volk.
Ironischerweise kennen die Ossis das und die Reaktion müsste doch ebenfalls bekannt sein. Ich mein das ist zwar über 30 Jahre her, aber trotzdem.

nohtz schrieb:
ich behaupte, diesen "trauermarsch" von rechtsaussen hätte es für das opfer nicht gegeben, wäre der täter auch ein deutscher gewesen...
Was ne gewagte These ... natürlich hätte es den nicht gegeben zumindest nicht in der Größe, weil die Gewalt durch Deutsche wird ja nicht durch die Migranten ersetzt, die kommt oben drauf und das sogar 20fach (siehe Polizeistatistik). Es handelt sich hier um ein ziemlich klar vermeidbares Problem.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
DerZander schrieb:
Ich bin nur der Meinung, dass man den extremen "Rechten" in die Hände spielt, wenn man jede Kritik an der Flüchtlings- und Migrationspolitik in Naziecke stellt. Die Opferrolle, von den Medien unfair angegangen zu werden, spielen viele ja schon jetzt sehr gut.
Vor allen Dingen tut man damit den Menschen im ganzen Land keinen Gefallen. Das mit den Nazis ist ja schon so ein Fetisch geworden. Jetzt wo die im Grunde zahlenmäßig und eigentlich keine Rolle mehr spielen, wird quasi halb Deutschland in die Naziecke gestellt. Die brauchen das Feindbild und das merkt man.

Was ist aus der Hetzjagd geworden? Keiner in der Stadt hat diese Hetzjagd mitbekommen und keiner hat Aufnahmen davon ... Die Hetzjagd findet nur in den Medien statt.

DerZander schrieb:
Her Stöcker von SpOn ist der Meinung, dass (im Extremfall) ein einzelner Nazi eine Demo delegitimiert. Ich persönlich habe zwar mit Nazis selten Gemeinsamkeiten und kann mir nicht vorstellen, bei einer Demo mitzulaufen, bei der auch Nazis anwesend sind. Aber ich habe auch mit AntiFa-Chaoten keine Gemeinsamkeiten, war aber schon auf Demos, wo Krawallchaoten anwesend waren und auch Krawall gemacht haben.
Das stimmt eben nicht ganz. Natürlich hat man Gemeinsamkeiten mit Nazis und Antifa, aber nur von den Nazis versucht man sich so krampfhaft zu distanzieren, dass man anfängt idiotische Dinge zu tun. Grenzen sind Dinge für die sich auch Nazis einsetzen würden -> Politik der offenen Grenzen; Schweigemarsch für durch Migranten ermordeten Mitbürger -> Party feiern, deren Anlass ... der Tod des durch Migranten ermordeten Mitbürgers ist; Nazis trinken gern Wasser -> Brunnen und Quellen werden geschlossen ... also überrascht wäre ich nicht mehr.

DerZander schrieb:
Ich will mich nicht wiederholen, aber ich finde es zu gefährlich, wenn man jeden Demonstranten, der gegen die Flüchtlingspolitik demonstriert in die Nazi-Ecke stellt, nur weil dort auch Nazis mitlaufen. Meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Polizei die Extremisten in der Demonstration zu isolieren und den anderen ihr Recht auf Demonstration zu ermöglichen.
Friedlich demonstrierende Nazis wären aber auch in Ordnung. Ich muss deren Meinung ja nicht teilen.
 

Ripcord

Bekanntes Mitglied
Was ist aus der Hetzjagd geworden? Keiner in der Stadt hat diese Hetzjagd mitbekommen und keiner hat Aufnahmen davon ... Die Hetzjagd findet nur in den Medien statt.


https://www.welt.de/politik/deutsch...-keinen-Mob-keine-Hetzjagd-keine-Pogrome.html

Da haben die Medien mal wieder ihre eigene Story gestrickt.

Interessant welche Ausmaße das inzwischen angenommen hat, denn selbst die Bundeskanzlerin hat sich dazu geäußert.

Aber scheint ja seinen Zweck erfüllt zu haben. Es ist in den Köpfen der Leute. Ob das jetzt im Nachhinein stimmt oder nicht interessiert keinen mehr.

Mal sehen wann Chemnitz von den Terroristen frei gebombt wird... Oder vielleicht doch eine Bodenoffensive?
 
Zuletzt bearbeitet:

Laborant

Aktives Mitglied
Für mich als aussenstehenden nicht-Deutschen und nicht-EU-Bürger (achtung, ich beziehe meine Infos nur aus den Medien) die Summe des Versagens von Deutschlands Regierung (seit der Wende) und ebenso die Summe des Versagens der EU.

In Zeiten, wo die SPD keinen Drang sieht, eine Alternative zu einer CDU-Kanzlerin aufzustellen, kann gesagt werden, dass das politische Spektrum im Eimer ist. Den Grünen wird das Parteibuch in einer Regelmässigkeit vernichtet (Atomausstieg, Homo-Ehe), die FDP schiesst sich ins eigene Bein (obwohl sie eigentlich eine Sinnvolle Ergänzung wären) und die, welche mit der CDU unzufrieden sind, gehen eben jetzt zur AfD. Die NPD hatte ja schon so einen tiefbraunen Anstrich, da traute sich der Normie nicht hin, aber AfD geht gerade noch so knapp, auch wenn man es nicht öffentlich zugeben will.

Das merkten nun auch einige NPDler, dass die AfD salonfähiger ist, als ihre alte Partei und so mischt sich eben auch brauner Dreck unter eine Partei, welche eigentlich nur von einem EU-Kritiker (und keinem Rassisten - Lucke) gegründet wurde. Den Rechtsrutsch der AfD schreibe ich persönlich auch den Medien zu, welche Lucke als Rassisten hinstellten.

Weiterhin bekommt es die EU nicht hin, einen fairen Verteilschlüssel für Flüchtlinge zu basteln, während Merkels "Wir schaffen das! Kommt alle her!" eine wahre Sogwirkung erzeugte.

Das entlädt sich nun eben an einem Ort, bei dem immer gesagt wird, dass es Deutschland nie besser ging, aber man vom Fortschritt nix spürt.

Das wird vorbeigehen, wie chronische Kopfschmerzen oder die Deutschlandweite Pegida-Bewegung, von welcher man kaum noch was hört. Kommt irgendwann wieder... dann schmeisst man ein paar Reden auf den Tisch, macht keine Realpolitik und dann kommts eben in vier Jahren wieder. Wisst ihr wie man das nennt? Merkeln.
 
Oben