bluejack - Schwachsinn oder Spass?

Anmache per Kurzstreckenfunk

03. Nov 10:47

Immer mehr Mobiltelefone besitzen die Bluetooth-Technik zur Übertragung von Internet-Daten. Doch sie ist auch anderweitig nutzbar: Für das Flirten von Handy zu Handy.

Ein System, das eigentlich zum Austausch digitaler Visitenkarten von Handy zu Handy gedacht war, kann auch zum Flirten von Mobiltelefon zu Mobiltelefon genutzt werden. «Bluejacking» nennt sich die neuartige Technik, über die derzeit auf privaten Technologie-Websites sowie in den Weblogs heiß debattiert wird.
Eingesetzt wird dabei der neue Nahbereichsfunk Bluetooth, mit dem man Handys beispielsweise drahtlos mit dem eigenen Computer abgleichen oder auch mit ihm online gehen kann. Es ist aber auch möglich, mit dem so genannten «Kontakte»-Protokoll Botschaften von einem Handy zum anderen zu schicken, wenn es sich im Umkreis von bis zu zehn Metern befindet.

Kontaktsystem benutzt

Genau das passiert beim Bluejacking: Statt dem eigenen Namen trägt man einfach eine Botschaft als Kontaktname im Telefonbuch ein. Den Kontakt schickt man dann an ein Bluetooth-Handy in der Nähe - das eigene Gerät zeigt einem diese an. Allerdings muss man zuvor wissen, welches Handy der/die Angebetete besitzt, damit die Botschaft auch bei der richtigen Person ankommt.

Cafés wie die der Kette Starbucks, in dem sich Männer und Frauen neben dem Getränkeverzehr auch mit ihrem Handy beschäftigen, gelten als besonders gute Flirt-Gebiete. Interessant am Bluejacking ist zudem der Überraschungsfaktor: Ist Bluetooth eingeschaltet, taucht die Botschaft sofort und unvermittelt auf dem Handy auf.

«Ich bluejacke Dich»

Websites wie «Bluejackq.com» («Ich bluejacke Dich») sammeln Informationen über die Bluejack-Technik und Vorkommnisse rund um die neuartige Flirt-Variante, passende Plätze zum Bluejacking und Geräte, die sich besonders gut dafür eignen.

Wie bei jeder neuartigen mit Computern im Zusammenhang stehenden Technik hat aber auch diese noch Fehler: So ist nicht leicht erkennbar, welches Handy man tatsächlich anfunkt. Daher wird Bluejacking zum Glücksspiel - allerdings ist die Schadenfreude laut «Bluejackq.com» groß, wenn man einen Menschen in seiner näheren Umgebung mit einer Bluejack-Botschaft überrascht hat. Bislang gibt es außerdem je nach Handy-Typ keine Möglichkeit, eingehende Kontaktanfragen abzuschalten - außer, man schaltet Bluetooth an seinem Gerät vollständig aus.

Quelle

auch interessant hierzu:

Gefahren durch BT
 
Die Bluejacker – ein Kunstwort, aus Bluetooth und hijacking (entführen) – missbrauchen eine Funktion, die zum Austausch von Adressdaten gedacht ist und versenden ihre mehr oder weniger netten Botschaften. Dabei sitzt der Bluejacker oft im Café oder der Flughafen-Lounge und lässt sich auf seinem Gerät anzeigen, ob es andere Blaufunker im Umkreis von zehn Metern gibt – weiter reichen die Signale kaum. Liegt das Gerät vielleicht auch noch auf dem Café-Tisch, kann sich der Bluejacker sein Opfer aussuchen. Und da die Bluetoothfunktion oft standardmäßig eingeschaltet ist, geht die Nachricht ungehindert durch.

Wer den Scherz noch nicht kennt, bei dem ist der Schock oft groß. Sophos, ein Hersteller von Antiviren-Software, erhielt bereits Anfragen von Nutzern, die glaubten, ihr Handy habe sich einen Virus eingefangen. Das ist zwar nicht möglich, aber Sicherheitsexperten haben immerhin eine Lücke gefunden, wie man mit einem Hackprogramm über Bluetooth das Adressverzeichnis mancher Handys auslesen kann. Das erfordert zurzeit allerdings noch viel Sachverstand. Somit ist meist das Schlimmste, was passieren kann, ein von Nachrichten überquellender Speicher. Abhilfe: Bluetooth abschalten oder so einstellen, dass man selbst funken kann, aber für andere Geräte unsichtbar ist.
°°°

Geht dann telefonieren über gehackte Handys via Notebook mit BT-Device auch? oder surfen?

SP
 

BlueIce

Neues Mitglied
Ganz ehrlich: Auf derartige Ideen bin ich schon vor zwei Jahren gekommen als die ersten BT Geräte auf den Markt gekommen sind... das hat aberlang gedauert bis das ganze zum "Trendsport" wurde.
 

Xentra

Neues Mitglied
Ich hab's mal geschafft 'n Bluetoothhandy auf der Autobahn ranzuholen.
War allerding aufwändig, aber wenn man nur daneben sitzt hat man eh nichts zu tun. :D
Geklappt hat das übrigens nur in einer kurzen Stauphase, wo schritttempo war.
 

Joachim Batke

Bekanntes Mitglied
Das es von Auto zu Auto überhaupt geklappt hat wundert mich. Bei max. 10 m Reichweite sollte es eigentlich überhaupt nicht funktionieren.
 

Xentra

Neues Mitglied
Wie gesagt, war 'ne Stauphase. Da fahren die Autos halt Stoßstange an Stoßstange. Etwas Glück gehört natürlich auch dazu ;)
 

lexusburn

Mitglied
Naja,

ich seh Bluejacking als Spass für zwischendurch! :D

Wenn ich in der Bahn von der Arbeit nach Hause oder umgekehrt sitze, scan ich mit meinem P900 schonmal die Umgebung und setze mal ne Nachricht ab, wenn ich was finde.

Witzigerweise habe ich morgens eigentlich fast nie jmd. mit aktivem Bluetooth in der Bahn sitzen,
aber auf dem Rückweg hab ich schon 6310i, Siemens, T610, 3650 und 7650 gefunden... ;)

Meiner Meinung nach achten zu wenig Nokia-User darauf, ob Sie Bluetooth aktiv haben. :rolleyes:
Dabei frist das doch unnötig Akkupower...

Ist eigentlich bei den Series60-Geräten Bluetooth teilweise standartmässig aktiv?
Die findet man nämlich dauernd.
Bei meinem 7650 weiss ich das leider nicht mehr...

gruss,
lex
 

strassl

Mitglied
Hi,

das mit dem aus dem Auto zu bluejacken habe ich auch schonmal gemacht. Allerdings als Beifahrer beim stehen an ner roten Ampel da konnte ich jemanden bluejacken :).

cu Dirk
 

Stefan Fritzenkötter

Bekanntes Mitglied
Bei Spiegel-Online wird über "Toothing" gesprochen. Wird wohl Bluejacking sein.
Hier ist der Artikel dazu.
HANDY-BAGGERN

Schnelle Nummer in der U-Bahn

Von Holger Dambeck

Pendler haben eine neue Flirtmethode für Londons Vorortzüge entwickelt. Sie funken einfach alle Leute im Umkreis an, die ein Bluetooth-Handy besitzen. "Toothing" heißt die neue Kuppeltechnik. Im Internet wird schon eifrig mit heißem Sex auf der Bahnhofstoilette geprahlt.
...
 

marc888

Mitglied
hallo-habe ein 6600 -nun eine recht blöde frage ...habe mal versucht zu testen mit einem freund ( der mir gegenueber sass ) kontakt per bt aufzunehmen ..frage ist nur WIE kann ich ihm denn ne nachricht zu kammen lassen .habe sein t619 gefunden aber leide konnt ich nur fotos oder toene per bt aussenden .wie sendet man texte? habe es im sms menueprobiert aber dort kann man keine sms per bt sendne oer so? auch nicht in notizen odeR?
danke euch
 

arabella

Neues Mitglied
Anfrage

Hallo, ich plane einen Fernsehbeitrag über das Bluejacking. Dazu würde ich gerne jemanden interviewen, der schon häufiger ge"bluejacked" hat oder wurde, und tolle oder witzige Geschichten erzählen kann. Hat jemand von Euch Lust sich erst einmal nur mit mir zu unterhalten? Bitte meldet Euch bei mir unter [email protected], bzw. 040 - 30 68 63 0
Vielen Dank! Britta
 

dino

Neues Mitglied
Bluejacking als Spass für zwischendurch!

Hallo welche software hast du für das P900 zum Bluejacking als Spass für zwischendurch

dnke :)

lexusburn schrieb:
Naja,

ich seh Bluejacking als Spass für zwischendurch! :D

Wenn ich in der Bahn von der Arbeit nach Hause oder umgekehrt sitze, scan ich mit meinem P900 schonmal die Umgebung und setze mal ne Nachricht ab, wenn ich was finde.

Witzigerweise habe ich morgens eigentlich fast nie jmd. mit aktivem Bluetooth in der Bahn sitzen,
aber auf dem Rückweg hab ich schon 6310i, Siemens, T610, 3650 und 7650 gefunden... ;)

Meiner Meinung nach achten zu wenig Nokia-User darauf, ob Sie Bluetooth aktiv haben. :rolleyes:
Dabei frist das doch unnötig Akkupower...

Ist eigentlich bei den Series60-Geräten Bluetooth teilweise standartmässig aktiv?
Die findet man nämlich dauernd.
Bei meinem 7650 weiss ich das leider nicht mehr...

gruss,
lex
 
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