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Außenaufnahmen: Huawei P20 Plus im Kamera-Test mit iPhone X, Galaxy S9 Plus und Xperia XZ2

dragon-tmd

Mitglied
Die Bilder wurde mit der Automatik gemacht? Wenn ja, dann habt ihr eigentlich die Software getestet, nicht die Kamera.

Sinnvoll wäre ein Vergleich im Pro bzw. Manuellen-Modus mit exakt gleichen Einstellungen.
 
Nope, wäre es nicht. Denn grob geschätzte 95,27364% nutzen beim Smartphone den Automatik-Modus. Wir haben die Gesamtleistung der Kamera ausgetestet - es gibt nicht ohne Grund den Begriff der Computational photography. Was wegen der Größe in Smartphones nicht mechanisch machbar ist, muss per Software ausgeglichen werden. Sie ist das A und O für digitale Fotografie.

Der Pro-Modus ist bei Sonnenschein nicht sinnvoll nutzbar - einerseits wird es schwierig, Feinheiten auf dem Display zu erkennen, andererseits bietet das P20 Pro kein Fokus-Peaking. Die Blende als Ausgleich zur Belichtungszeit steht (naturgemäß) auch nicht zur Verfügung.

Um die Kamera zu vergleichen wären wenn dann wohl RAW-Aufnahmen sinnvoller - das geht mMn aber am Verwendungszweck einer Smartphone-Kamera, die im Detail qualitativ bei aller für den Alltag ausreichenden Güte immer noch nicht an gute SLR-Aufnahmen herankommen, vorbei.

mfg
 
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F

foetor

Guest
Ich sehe das wie Stefan, die meisten Leute fotografieren im Auto-Modus. Daher finde ich solche Tests auch sinnvoll. Nett wäre doch auch mal ein Blind-Test. Und am besten die Bilder auch aufeinander legen (mit einem Schieber), ich finde so kann man am besten vergleichen.
 

Gorki

Bekanntes Mitglied
@Stefan, sehe ich auch so. Es ist wichtig es so zu Testen, wie es die Mehrheit der Nutzer macht. Ich nutze die Smartphonecam auch am allermeisten im Automodus. Ich will schnell und einfach ein brauchbares Bild haben.

Selbst mit der DSLR gibt es immer wieder Situationen, wo ich RAW nicht nutzen möchte...
 
Da hat der Stefan leider Recht.
"Leider", weil für mich die reine optische Qualität des RAW-Bildes zählt, ich den Rest per Lightroom oder PS erledige.
Wer noch nicht intensiv mit JPG- und RAW-Dateien gearbeitet hat, unterschätzt den Unterschied oft tödlich. Vor allem auch bei der Astrofotografie, die mit JPG-Dateien schlicht nicht möglich ist.

Der Normalanwender aber macht Schnappschüsse - und dann kommt's nur auf das an, was die Software daraus macht.
Wenn ich knipsen möchte, kann ich das P20 Pro nehmen, wenn ich fotografieren möchte, lache ich herzlich über jedes Smartphone und nehme meine Fuji.

Auch beim Pro-Modus hat Stefan Recht: Zwar gibt es ein paar Einstellmöglichkeiten - aber die sind schlecht bedienbar und werden auch nicht vom P20 Pro gemerkt. Man muss nach jedem Kameraneustart immer wieder neu einstellen. Praxistauglich ist das alles nicht - man trifft Bedienelemente schlecht, zudem liegen sie teilweise im Bild, der Autofokus fokussiert auf alles, nur nicht auf das, was scharfgestellt werden soll, ich kann keine Blende einstellen, habe so auch keine Kontrolle über Tiefenschärfe und dem Zweck angepasste Belichtungszeit - und und und. Ganz übel ist, dass jede Scharfstellhilfe fehlt, eben so etwas wie Focus Peaking; das ist so ziemlich das Einzige, was beim Scharfstellen per Display wirksam unterstützt. Alles andere ist nur Raterei.

"Pro" ist das nicht. "Pro" wird's erst, wenn man die Funktionen auch sinnvoll nutzen kann, nicht allein die Tatsache, dass sie da sind.

Daher ist der Vergleich im Automatikmodus leider die einzig richtige Variante - wenn es um die Eignung für den Normalanwender geht.
Mich nervt die Automatik, da sie ständig andere Einstellungen vorschlägt und ohne Nachfrage gnadenlos anwendet. So werden Farben schnell überbetont, zu stark nachgeschärft oder die Belichtung vollkommen verwurstet.
Dabei kommen dann Fotos heraus, wie sie bei den ersten Eierphones entstanden - und die die Jünger des angefressenen Appels ganz toll fanden und immer noch finden.
Das sind dann auch meist die Leute, die ihren Fernseher auf 100 % Farbe und Kontrast sowie auf 10 % Helligkeit einstellen.

Man stellt sich halt auf den Massengeschmack ein, daher muss man auch dem Massengeschmack entsprechend testen.

Gorki: Ich stelle meine DSLM immer auf RAW und JPG in bester Qualität ein. In den meisten Fällen reichen die JPG-Fotos, wenn's nicht gerade um Astrofotos geht.
Aber bei Unter- und Überbelichtung sind RAW-Dateien das einzige Mittel, um verschwundene Details wieder ans Tageslicht zu holen. Da ist bei JPG einfach Schicht im Schacht, da diese ja bereits vor dem Speichern in der Kamera nachbearbeitet wurden, man keine Chance mehr hat, an's Rohmaterial heranzukommen.
Daher: Immer beides speichern, da ist man auf der sicheren Seite. ;)
 
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polli69

Mitglied
Worauf kommt es denn bitte beim "Fotografieren" mit dem Smartphone an? Motiv-Smartphone-draufhalten-fettisch. Alles andere macht die DSLR.
Derzeit ist keine Smartphone -Kamera "Pro" im ursprünglichen Sinne von professionell. Daher sind auch Tests wie Areamobile sie macht am realistischen, weil ungefähr 95,27364% so ihre Bilder machen (wobei der Wert nach der 6. Nachkommastelle abgerundet wurde, da war der Stefan etwas großzügig mit der Statistik).
 

blueskyx

Mitglied
Das P20 Pro bekommt übrigens gerade ein großes Update (3 GB). Auch wenn der Changelog nichts von der Kamera erwähnt, würde ich vermuten, dass auch da noch etwas gedreht/optimiert wird.
 
@polli
Ja sry, da war ich etwas zu locker, ich wollte natürlich auf keinen Fall meine selbst erdachte Statistik verfälschen! :)

@Blue
Das Update hatten wir schon, einen großen Unterschied konnten wir bei den Kameraaufnahmen leider nicht feststellen, evtl. ist das Ausbrennverhalten minimal besser geworden. Lt. Huawei ist das eigentlich ein Kamera-Update...

mfg
 

SiddiusBlack

Mitglied
Schon merkwürdig das der Zoom nicht angesprochen wird und auch keine Nachtaufnahmen, Disziplinen in denen keiner der Konkurrenten dem P20 Pro das Wasser reichen soll...aber das kommt sicher noch gehe ich mal stark von aus.
 

Arminator

Aktives Mitglied
Das beste am p20pro ist auf jedenfall der zoom. Das ist einfach um längen besser und bietet für mich den größten qualitätssprung seit zehn jahren, davor konnte man schnapschuß bilder von weiter entfernten objekten komplett vergessen.

ABER: was echt gar nicht geht ist der umgang der software mit Gesichtern. Die nachbearbeitung ist da total übertrieben. Ich hoffe das wird per update noch verbessert.
 

FreefallRLC

Neues Mitglied
Interessant dass das S9 hier eigentlich fast überall besser abschneidet als das P20. In anderen Tests die ich gelesen habe, war es meist umgekehrt. Da waren Details meist beim P20 besser und vor allem brannte das S9 sehr oft helle Stellen stark aus. Kann ich mit meinem auch bestätigen.
Schade dass die HDR Funktion sich nicht manuell steuern lässt. Ein Foto im Duklen zu machen mit z.B. hellen Lampen, Neonschildern u.ä. führt bei S9 meist dazu dass die bereicht viel zu hell werden. Frage mich ob Samsung da was mit einem Update nachreicht...
 

Gorki

Bekanntes Mitglied
"Daher: Immer beides speichern, da ist man auf der sicheren Seite. ;)"

Also mein "Schwund" ist sehr niedrig. Entscheidend ist immer noch der hinter der Kamera ^^. Und wenn man schnell Zugriff auf die Bilder braucht, dann ist das so optimal. Vor allem wenn keine Experten diese weiterverarbeiten...
 

tia

Mitglied
Bis auf das Gegenlichtbild sind die stimmungsvollsten und harmonischsten Bilder die vom XZ2.
Automatik Einstellung steht im Text, Hut ab.

Auf dem PC sind die Bilder gut erkennbar.
 
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giuseppe failla

Neues Mitglied
@Arminator

"Das beste am p20pro ist auf jedenfall der zoom. Das ist einfach um längen besser und bietet für mich den größten qualitätssprung seit zehn jahren, davor konnte man schnapschuß bilder von weiter entfernten objekten komplett vergessen."

Ob gezoomte Fotos wirklich besser sind, als mit dem Nokia 808 anno 2012? Man müsste es halt mal mit denselben Einstellungen (ISO, Belichtungskorrektur, Fokuspunkt etc.) vergleichen. Klar kann man das P20 Pro im Alltag bei weniger Licht dank OIS "ruhiger halten"...
 

giuseppe failla

Neues Mitglied
@Stefan Schomberg

Deine Testmethode halte ich für falsch, weil sie schlichtweg nicht aussagekräftig ist. Ob reicht schon eine Bewegung der Kamera um wenige mm nach oben, damit die Automatik vollkommen anders belichtet. Ja, welches Smartphones belichtet denn nun besser? Smartphone A, dann Smartphone B, dann wieder A, dann C. Ja, was denn nun!? Da könnte ich genauso gut würfeln.

Praxistests in aller Ehren (wenn man mal davon ausgeht, dass tatsächlich 90% aller Nutzer ausschließlich die Automatik verwenden), aber manchmal wäre es auch interessant zu wissen, welches Smartphone denn nun tatsächlich die besten Fotos macht, wenn man es darauf anlegt.

Außerdem sprichst du von Dynamikumfang, bist aber überhaupt nicht in der Lage ihn zu beurteilen, wenn du komplett unterschiedlich belichtete Fotos als Grundlage nimmst.

Genauso ist es unsinnig, Bildrauschen negativ (oder positiv) hervorzuheben, wenn nicht einmal bekannt ist (bzw. von dir verschwiegen wird), bei welcher ISO die Fotos zustande kamen. Ein und dasselbe Smartphone hätte 5 Sekunden ganz andere automatische Einstellungen vorgenommen. Und so kommt es auch, dass deine Tests so durchwachsen sind, wie sie sind und dass man am Ende genauso ahnungslos ist, wie vor dem Lesen des Testberichts.

Meiner Meinung nach sollte zuerst die Bildqualität bei vergleichbaren Einstellungen nach anerkannten Kriterien getestet werden (das gilt insbesondere für den Vergleich des P20 Pro mit den älteren Nokia 808 und Lumia 1020, wo die Automatik sicherlich öfters daneben liegt, wo meiner Meinung nach aber auch heute noch mehr rauskitzelbar ist, als bei dem P20 Pro - insbesondere beim Nokia 808)

Dann erst kann man den Praxistests ergänzend hinzufügen und sich ein Urteil bilden, bei welchem Smartphone die Automatik (gefühlt - es sei denn du machst wirklich hunderte Vergleichsfotos!) öfters richtig liegt und daraus ein Endurteil stilisieren - vorausgesetzt man geht bei allen Tests nach denselben Kriterien vor!

Aber nur draufzuhalten und abzudrücken und dann ISO 50 mit ISO 400 zu vergleichen und von Bildrauschen zu sprechen - oder eine falsch gesetzte Fokussierung alleine der Software zuzuschreiben, ist doch einerseits unseriös und führt andererseits zu eben diesen durchwachsenen Ergebnissen, die allen deinen Tests leider anhaftet. Mal ist (angeblich) die eine Kamera besser, dann wieder die andere.
 

giuseppe failla

Neues Mitglied
Zoom Nokia 808 (anno 2012)

Hier vom Nokia 808 noch ein Foto, das mit voller Auflösung gemacht wurde und ein Detailausschnitt davon. Es handelt sich sogar um eine Drohnenaufnahme, bei der Fotos die ohne Gimbal oder OIS gemacht wurden schließlich gern etwas verwackeln...

https://photos.app.goo.gl/fm2U0EuxFPVXZ8Gv2
 
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