• Liebe Community,
    Aufgrund des niedrigen Traffics im Forum haben wir uns dazu entschlossen, es nur noch im Lesemodus zu betreiben. Neue Kommentare sind also nicht mehr möglich, wohl aber das Lesen der bestehenden Foreninhalte als Archiv. Ihr könnt diesen Account auch auf unseren anderen Portalen (pcgameshardware.de, pcgames.de, buffed.de etc.) nutzen oder Euren Account löschen lassen. Wir bitten um euer Verständnis und danken euch für die vielen tollen Beiträge.“

Android: Google plant App-Lizenzgebühren für Gerätehersteller

Marcitos

Mitglied
@FTC

" SUPER, dafür hat nun Google mit Chrome das Monopol bei den Browsern. "

==> Gerade WEIL ein Unternehmen eine große Marktmacht besitzt, tangiert es solche Strafen kaum und kann es diese auf die Kunden abwälzen. … Und wer verschafft Unternehmen letztlich ihre Marktmacht bis hin zum Monopol? - Richtig, die Verbraucher.

Wenn auch mit austauschbaren Branchen und Namen, ist es seit Jahrzehnten immer dasselbe: Erst rennen die Käufer alle so lange den Discountern die Türen ein, bis der "Tante Emma"-Laden in ihrer Nachbarschaft aufgeben muß. Und dann beklagen sich dieselben Leute, daß der "schöne nette Nachbarschaftsladen" schließen muß(te).

Genauso ist es. Microsoft durfte damals kein Monopol haben, Google mit Chrome jetzt schon. Es ergibt keinen Sinn, eine gerechte Verteilung am Markt ist nicht regulierbar (ausser bei den Mobilfunkanbietern, die regulieren das unter sich ;)).
 

Hubelix

Mitglied
Marcitos

"Genauso ist es. Microsoft durfte damals kein Monopol haben, Google mit Chrome jetzt schon. "

Genau gegen die Bündelung, Google Apps sind vor zu installieren, ist die EU doch vorgegangen! Ohne diese Bündelung wäre Chromes Marktanteil nie so hoch geworden. Das ist ja ein Punkt in dem Verfahren gegen Gooogle.

Im übrigen: drohende Strafen bei Widersetzung von 10% des täglichen weltweiten Umsatzes interessieren auch Konzerne wie Google. Ebenfalls die >4 Milliarden die sie jetzt schon zahlen dürfen.

Ich weiß nicht wie man auf die Behauptung kommen kann das dieses Urteil falsch ist. Wie kann man Monopole und Gängelung durch Konzerne gut finden?
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
Naja, bei einem Marktanteil von 60% bei Chrome von einem Monopol zu sprechen, halte ich für verfrüht. Die weitere ENtwicklung sollte man dennoch im Blick behalten, um zu verhindern, daß die all ihre Marktbegleiter platt machen. Denn die Gefahr, die ich dabei sehe, ist, daß, wer tatsächlich ein Monopol auf die Internetsuche UND den Browser besitzt, hat auch eine Art "Monopol" auf die Wahrheit, kann er doch durch seine Algorithmen steuern, welche Suchergebnisse ("Wahrheiten") an welcher Stelle in der Rangliste stehen und auf diese Weise die öffentliche Meinungsbildung nach Belieben steuern.

Google ist m.E. auf einem gefährlich guten Weg zu einem solchen Meinungsmonopol.
 

Marcitos

Mitglied
Hubelix

"Genau gegen die Bündelung, Google Apps sind vor zu installieren, ist die EU doch vorgegangen! Ohne diese Bündelung wäre Chromes Marktanteil nie so hoch geworden. Das ist ja ein Punkt in dem Verfahren gegen Gooogle"

Chrome hat in diesem Fall aber nichts mit Android zu tun, es geht um die Desktop Anwendung.
 

Hubelix

Mitglied
In Zeiten wo das Smartphone das wichtigste Zugangsgerät zum Internet ist, kann man die Bereiche nicht isoliert betrachten. Lesezeichen, Browserhistory, Passwörter, alles wird synchronisiert.

Eine beherrschende Stellung beim Smartphonebrowser wirkt sich somit indirekt natürlich auch auf den Desktop aus. Zumindest festigt Google damit seine Stellung in beiden Geräteklassen.
 

Marcitos

Mitglied
Dafür müsste erst belegt werden, dass jeder der Zuhause Chrome verwendet auch diesen am Smartphone verwendet, was ich doch stark anzweifele. Speziell iOS User und die Android-Fraktion mit Hersteller-Oberfläche (und damit Hersteller Browser) benutzen nicht zwingend Chrome auf dem Smartphone.
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@Hubelix:"Das dürfte Samsung, Huawei und Co brennend interessieren. Macht sich doch kein Hersteller gerne abhängig von nur einem OS-Anbieter. Da dürften bestimmt bald 1...2...3 günstige Phones mit FireOS kommen. "
>>Also zunächst mal will ich dir in Hinblick darauf zustimmen, dass Konkurrenz ganz allgemein gut ist, aber FireOS ist wirklich das schlechteste Beispiel. Zum Einen gibt es ja schon Geräte mit FireOS und ohne Play Store, außerdem ist gar nicht klar ob Amazon darauf wirklich wert legt, schließlich wollen die an den Apps auch was verdienen. Zum Anderen darf man sich die Frage stellen, ob das wirklich eine erstrebenswerte Konkurrenz ist, wenn man sich Amazon ins Haus holt. Da bekämpft man Pest mit Cholera.

@Marcitos:"Wie gesagt, ich sehe da die Unternehmen in der Pflicht, nicht die Marktaufsicht. Wenn ich will, dass mein Browser genutzt wird, dann muss ich halt (simpel formuliert) einen besseren Browser anbieten und diesen bewerben. Oder ich entwickle mein eigenes BS und installiere ihn dann dort standardmäßig. "
>>Ohne Regulierung kein freier Markt. Klingt paradox, aber hier dürfte der Fall doch klar sein. Wenn es ein Quasi-Monopol gibt, dann muss ein Eingriff in den "freien" Markt erfolgen, so dass Mitbewerber eine Chance bekommen. Bei MS wurde ja mit allen Mitteln die Konkurrenz plattgemacht, hier ist es etwas subtiler, dadurch das Software als Paket vorinstalliert werden musste, wenn man den Play Store nutzen will. Jeder Hersteller durfte aber seine eigene Software mitinstallieren - egal welche (im Unterschied zu MS/Windows).

Bei MS ist es das bekannte Embrace, Extend, Extinguish. Was wir gerade live bei Linux beobachten können, wobei der Ausgang unklar ist. Das dort eingegriffen werden musste (als MS noch das Quasimonopol hatte), ist offensichtlicher, aber ich denke das es auch in diesem Fall klar geht.
 

Hubelix

Mitglied
@Marcitos

Chrome hat bei PCs / Smartphones einen marktanteil von jeweisl 60%, kontinuierlich. Bei Tablets sinds immer noch 40%. Das kann man schon als martkbeherrrschende Stellung bezeichnen.

Trotzdem verstehe ich immer noch nicht wie du derart ein Quasimonopol verteidigst. DU als Endbenutzer leidest selber darunter!


@Ibna

Erstmal müßte es ja zu sowas wie Konkurrenz kommmen. Ein sinkender Marktanteil von Googles Android würde evtl andere Hersteller auch ermutigen eigene forks ins rennen zu schicken und so für Vielfalt zu sorgen. Ob nun Amazons FireOS, ein "Huawei Android", "Samsung Android" oder wie auch immer es dann heißen mag.

Diese könnten dann auch eine andere Suche etablieren die vielleicht das Potenzial hätte sich langfristig durch zu setzen.

Aktuell sind beide Seiten, Google wie Hersteller, extrem voneinander abhängig weswegen sich ohne Eingriff von Regulieringsbhörden nichts an der aktuellen Situation ändern würde. Google dominiert derzeit schlicht und ergreifend das Internet mit seiner Stellung bei der Suche und mit Chrome.
 

Marcitos

Mitglied
@Hubelix
Wieso leide ich darunter? Ich kann doch jeden anderen beliebigen Browser benutzen, keiner zwiingt mich Chrome zu verwenden. Ich finde es wird ein Aspekt nicht berücksichtigt: Es gibt einen Grund WARUM z.b. Chrome derart verbreitet ist. Vielleicht weil es dann doch der beste Browser ist? Warum soll ein gutes Produkt, welches sich Marktanteile erarbeitet hat, künstlich beschnitten werden? Sollen die anderen doch besser werden!
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@Marcitos: Warum sollte bei VW oder Coca Cola oder Gilette eingegriffen werden? Dort gibt es meines Wissens kein Quasimonopol. Außerdem muss der Eingriff ja auch so erfolgen, dass Konkurrenz eine Chance hat, also nicht unbedingt bei der Firma selbst, sondern bei deren Geschäftsgebaren.

@Hubelix:"Erstmal müßte es ja zu sowas wie Konkurrenz kommmen. Ein sinkender Marktanteil von Googles Android würde evtl andere Hersteller auch ermutigen eigene forks ins rennen zu schicken und so für Vielfalt zu sorgen. Ob nun Amazons FireOS, ein "Huawei Android", "Samsung Android" oder wie auch immer es dann heißen mag. "
>>Das ist so ziemlich genau der Part, der eher nachteilig für die Nutzer ist. Jeder Hersteller baut sein eigenes OS und macht es inkompatibel zur Konkurrenz. Dann hast du einen Haufen Plattformmonopolisten. Ich denke, dass das nicht passieren wird, oder hoffe es zumindest, aber die Fork-Regel der OHA war definitiv wichtig und in keinster Hinsicht ein Nachteil für die Hersteller. Was Google mit dem Softwarepaket gemacht hat, ist dann eine andere Sache.
 
Zuletzt bearbeitet:

Marcitos

Mitglied
@IBNA
Der Marktanteil von Coca-Cola bei kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken weltweit liegt bei 24%. Das ist schon eine Hausnummer wenn auch nicht Monopolartig. Ich wollte nur deutlich machen, dass man erfolgreiche Unternehmen nicht gleich an den Pranger stellt und sich was ausdenkt, damit andere auch eine Chance haben.
 

Hubelix

Mitglied
Marcitos

Ein Marktanteil von 24%, ist etwas anderes als 60% oder 80% wie bei Android und Chrome der Fall ist!

Da werden die 80% bei Android dazu benutzt Chrome weiter durch zu drücken, die Google Suche zu nutzen und weitere Dienste ab zu nehmen.

Das geschieht ausschließlich durch Zwang und hat nichts mit freiem Wettbewerb zu tun!



@IBNA
Wem schadet es das es bei den Autos mit Toyota, VW, GM, PSA, FIAT, Mercedes, BMW so viele freie Unternehmen mit eigenen Systemen gibt? An Wettbewerb ist nicht wirklich etwas nachteiliges zu erkennen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Marcitos

Mitglied
Hubelix

Ich habe das mit den 24% bereits erläutert.

Auch hier bleibe ich dabei: Wenn es mir nicht passt, benutze ich etwas alternatives.
Ist doch klar, dass Google nach der Entwicklung von Android usw. möchte, dass der Nutzer auch die Dienste verwendet. Was ist daran falsch? Dass 100% der Android-Nutzer Chrome benutzen ist a) eine Mutmaßung und b) wenn so korrekt eine freie Entscheidung, da es genug Alternativen im PlayStore gibt.
 

Hubelix

Mitglied
Marcitos, wenn der freie Markt nicht mehr gegeben ist durch Manipulation weniger verbliebener Teilnehmer. So ist es die Pflicht von staatlicher Seite ein zu greifen!

Was du gerade nicht verstehst ist: du verteidigst ein Monopol welches auch Google eben auch nur durch Eingriff der Behörden bei Microsoft erlangen konnte! Ohne die Vorauswahl beim Browser hätte Microsoft Google damals genauso platt gemacht wie alle anderen auch die sich mit MS anlegen wollten! Wie gesagt, suche mal nach dem Namen Netscape mit seinem Navigator.

Die große Menge der Nutzer, sowar es auch schon beim Internet Explorer, nutzt das was es kennt und vorgesetzt bekommt. Die Wechslerquoten bestätigen das. Es gibt mittlerweile auch kaum noch wehcselr zwischen Android udn iOS. Warum sollte sich also jemadn umschauen wenn wie früher der Internet Explorer oder heute Chrome funktioniert? Sie kennen es und wollen sich auch gar nicht umgewöhnen. Die meisten kennen ja nichtmal neue Funktionen die interessant sein könnten. Sie werden diese auf Druck von Google aber eben auch nicht kennen lernen.

Auf die Eigeninitiative der User zu setzen ist schlicht naiv! So funktioniert Wirtschaft nicht!

Was du gerade forderst ist schlicht technologische DDR, Planwirtschaft nach der Ideologie Googles! Google wird mit seiner Marktmacht NIE auch nur einen Funken ernsthafte Konkurrenz zulassen. Wie du siehst schafft es nicht mal Amazon, sich ohne Hilfe von Außen, mit FireOS zu etablieren. (mal offen gelassen ob das so viel besser wäre, die Frage stellt sich aufgrund Googles Erpressung aber erst gar nicht)
 

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@Hubelix:"Wem schadet es das es bei den Autos mit Toyota, VW, GM, PSA, FIAT, Mercedes, BMW so viele freie Unternehmen mit eigenen Systemen gibt? An Wettbewerb ist nicht wirklich etwas nachteiliges zu erkennen."
>>Das hat nichts mit Wettbewerb zu tun, sondern mit dem Gegenteil. Wettbewerb gibt es immer dann, wenn mehrere Anbieter ein kompatibles Produkt anbieten können. Das wäre nicht der Fall, wenn Android-Forks zueinander inkompatibel sind (insbesondere deren APIs). Das ist wohl der einzige Aspekt bei dem Urteil, der dem Nutzer nachhaltig schaden könnte (Konjunktiv!).

Es ist auch nicht so, dass jeder Hersteller nicht ohnehin schon einen eigenen Fork erstellen darf, aber man fliegt dann eben aus der OHA.
 

Marcitos

Mitglied
Hubelix
Somit wird also ein Monopol zerschlagen bis sich ein neues etabliert hat - Interessant.
für mich ist das eine sehr deutsche Sichtweise auf die Dinge.

"Die große Menge der Nutzer, sowar es auch schon beim Internet Explorer, nutzt das was es kennt und vorgesetzt bekommt. Die Wechslerquoten bestätigen das. Es gibt mittlerweile auch kaum noch wehcselr zwischen Android udn iOS. Warum sollte sich also jemadn umschauen wenn wie früher der Internet Explorer oder heute Chrome funktioniert? Sie kennen es und wollen sich auch gar nicht umgewöhnen. Die meisten kennen ja nichtmal neue Funktionen die interessant sein könnten. Sie werden diese auf Druck von Google aber eben auch nicht kennen lernen."

Dieses Problem zu lösen ist Aufgabe des Wettbewerbs und nicht des Staats!
 

Hubelix

Mitglied
Interessant wäre es wenn sich endlich die Webapps durchsetzen würden. Schön vom W3C Konsortium geregelt könnte darunter jeder sein OS für die Geräte so basteln wie er es gerne hätte. DAS wäre ein freier Markt und jeder könnte seine Webapps nach einem für alle gültigen Standard erstellen.


@marcitos
Wie soll denn ein Wettbewerb stattfinden wenn Konzerne wie Google jeden Wettbewerb mit ihren Millliarden im Keim ersticken?

Merkste was? Das ist nicht so schwer zu verstehen!
 
Zuletzt bearbeitet:

IchBinNichtAreamobile.de

Bekanntes Mitglied
@Hubelix:"Wie soll denn ein Wettbewerb stattfinden wenn Konzerne wie Google jeden Wettbewerb mit ihren Millliarden im Keim ersticken? "
>>Also dein Grundtenor ist schon korrekt, aber Google hat den Wettbewerb nicht wirklich erstickt. Der Vergleich mit MS zeigt hier auch, wie man den Wettbewerb wirklich erstickt und wie man aggressiv gegen Wettbewerber vorgeht. Google hat lediglich seine Dienste gebündelt und den Herstellern trotzdem die Möglichkeit gelassen andere Dienste zu installieren und auch in den Vordergrund zu stellen.
 

Hubelix

Mitglied
Ibna

Mal hier aus dem Artikel zitiert: "Künftig erlaubt Google Android-Partnern auch, parallel Geräte mit vorinstallierten Google-Apps sowie alternativ mit sogenannten Android-Forks anzubieten."

Diese vorher praktizierte Erpressung hat die selbe Qualität dessen was MS früher getan hat. DAS ist skrupelloses ersticken jeglicher Form von Wettbewerb. Bei der Martstellung von Google, ist doch klar das niemand das Risiko eingeht etwas anderes ein zu setzen.

Aber was geht es Google an was beispielsweise Samsung, Huawei, LG, Sony etc. auf anderen Geräten installieren? Da nimmt Google massiv Einfluß auf die Produktentwicklung ganzer Konzerne. "Wenn ihr andere Software auf Smartphones anbietet, lizensieren wir euch nicht mehr unser Android mitsamt der Googleapps!"

Das sind nichts anderes als kriminelle Mafiamethoden. Erpressung, nichts anderes hat Google hier jahrelang betrieben.

Wie war das noch als ZTE kein Android mehr einsetzen durfte? Nur was das von der Regierung sanktioniert. Die Existensz des Konzerns war kurz vorm Einsturz. Genau dieser Bedeutung war sich Google bewusst und hat seine Stellung zur Erpressung genutzt.

4 Milliarden Euro Strafe sind da eigentlich noch viel zu gering!
 
Oben