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Android: Google plant App-Lizenzgebühren für Gerätehersteller

Ripcord

Bekanntes Mitglied
Das ist schon ein Trauerspiel.

Die EU verdonnert Google zu einer hohen Strafe zum Schutz der Kunden und jetzt darf der Kunde die Strafe durch höhere Gerätepreise bezahlen.

Hallo Politik? Ist da wer?? Ach nee... Die SPD hat mit ihren 9% ja den Kopf im Sand!

Unglaublich wie die Menschen durch die Unternehmen verarscht werden. Die lachen sich doch kaputt und machen einfach weiter.
 
Wieso?
Das ist doch genau was die EU wollte. Die Apps und Dienste sind jetzt vom Gerät entkoppelt. Wenn ein Hersteller diese anbieten will muss er halt Lizenzgebühren dafür bezahlen das er es nutzen darf. Google ist ja auch kein Wohlfahrtsverein. Die kosten für das OS müssen ja irgendwoher kommen.
 

Ripcord

Bekanntes Mitglied
Nur wird hier wohl kein Hersteller einen Androiden ohne Google-Apps bringen. Also zahlt praktisch jeder der kein iPhone hat Googles Strafe für etwas, was bisher immer kostenlos war. Danke Brüssel! Mal wieder so eine unüberlegte Kurzschlussreaktion...
 
Zuletzt bearbeitet:

jokerr

Mitglied
Ich würde mal sagen jedes (kluge) Unternehmen bildet Rückstellungen für Gerichtsverfahren und Strafen und speist diese in die Preise mit ein. Nennt sich Preispolitik. ;)
Die 900 Millionen Strafe für Audi wegen millionenhaften Betrugs? Trifft die zukünftigen Audi-Käufer.
Apples Steuernachzahlung wegen verbotener Hilfen? Wird zwar aus der Portokasse gezahlt, aber über die Marge zurückgeholt, natürlich vom Kunden.
Das lässt sich leider nicht verhindern. Bei Google ist es ja noch vergleichsweise harmlos. Man nehme zb ein Kartell (Kaffee, deutsche Autos, Lkw, Bier,...), da zahlt der Kunde erst durch mehr Geld/schlechtere Qualität/weniger Innovationen/... und später nochmal weil die Unternehmen die Strafe umlegen und an die Kunden weitergeben.
 

Ripcord

Bekanntes Mitglied
@ jokerr,

das mit Audi ist auch so eine Lachnummer. Von den 900 Millionen haben die Kunden absolut nichts.

Die Menschen sind für die Wirtschaft/Politik nur das was für den Bauern das Vieh ist. Keine Rechte, aber melken bis bis nichts mehr raus kommt.
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
Mal eine ernstgemeinte Frage an meine Vorredner:

Wüenn Ihr an Googles Stelle wärt, wrdet Ihr etwa anders handeln? Und falls jemand mit 'Ja' antwortet: WIE genau würdet Ihr dann handeln?
 

Laborant

Aktives Mitglied
Die Frage ist für mich: Gebündelt oder nicht. Wenn immer noch Gmail, Gmaps und Hangouts istalliert werden muss, nur um zugriff auf den Play Store zu erhalten, wird sich nichts ändern. Wenn der Play Store aber separat erhältlich ist, dann sehe ich Firefox, Here WeGo und co. durchaus als alternative Apps im kommen.

Das einzig wirklich wertvolle an Google für Android ist der Store... den Rest nutze ich eigentlich nie.
 

Hubelix

Mitglied
Wichtig ist, das mal ein erster Schritt gemacht wurde.

Wie Google reagiert ist erstmal eigentlich völlig egal. Die EU muss das Monopol von Google genau so aufbrechen wie sie es damals bei Microsoft getan hat! Notfalls bekommt Google eben noch mal was auf die Mütze. Bei MS waren es auch mehrere Prozesse die den Markt dann wirklcih geöffnet haben.


Ohne die EU hätten auch Firefox und Chrome hier nie eine Chance zur Verbreitung gehabt weil MS seinen Internet Explorer immer schon bevorzugt hat. Der damals berühmte Netscape Navigator ist genau deswegen kaputt gegangen.

@MAK
Seeeeehr kurzsichtiger Blick!
Amazon will sein FireOS schon lange an andere Hersteller lizensieren. Google hat das aber durch sein Erpressung (entweder Amazon oder wir) bislang verhindert. Wohl wissentlich warum. Den Weg hat man nun von Seiten der EU auch frei gemacht um so endlich mal sowas wie Konkurrenz im Android Lager zu zu lassen.


Das dürfte Samsung, Huawei und Co brennend interessieren. Macht sich doch kein Hersteller gerne abhängig von nur einem OS-Anbieter. Da dürften bestimmt bald 1...2...3 günstige Phones mit FireOS kommen.


Konkurrenz ist am Ende sehr gut für den Verbraucher!
 
Die Frage ist für mich: Gebündelt oder nicht. Wenn immer noch Gmail, Gmaps und Hangouts istalliert werden muss, nur um zugriff auf den Play Store zu erhalten, wird sich nichts ändern. Wenn der Play Store aber separat erhältlich ist, dann sehe ich Firefox, Here WeGo und co. durchaus als alternative Apps im kommen.

Das einzig wirklich wertvolle an Google für Android ist der Store... den Rest nutze ich eigentlich nie.

Soweit ich das gelesen habe ist der Store eine Einzellizenz.
Bzgl. der anderen Apps. Es stand schon immer jedem Hersteller frei zusätzlich welche anzubieten. Wenn aber jemand andere Apps mit dem Phone rausbringt muss er allerdings dafür gerade stehen das damit alles in Ordnung ist.
 
Den Weg hat man nun von Seiten der EU auch frei gemacht um so endlich mal sowas wie Konkurrenz im Android Lager zu zu lassen.

Das dürfte Samsung, Huawei und Co brennend interessieren. Macht sich doch kein Hersteller gerne abhängig von nur einem OS-Anbieter. Da dürften bestimmt bald 1...2...3 günstige Phones mit FireOS kommen.

Konkurrenz ist am Ende sehr gut für den Verbraucher!

Warten wir mal ab wie es wird. Ich sehe schon einen heftigen Wildwuchs wie er damals in der Pre Android/iOS Zeit war. Da musste man halt schauen wo man bestimmte Apps herbekommt. Wenn jetzt z.B: jeder einen eigenen Store rausbringt muss natürlich auch darauf geachtet werden das damit kein Schindluder getrieben wird.
Vor allem wenn der MArkt mit FORKS geflutet wird, müssen die App Entwickler auch darauf reagieren und extra Versionen für diese FORKS schreiben, weil etliche Apps die PLAY-SERVICES nutzen.
 

jokerr

Mitglied
@FTC
Nein! Aus Unternehmersicht ist das Verhalten vollkommen verständlich, ich würde ähnlich handeln.

Das was M.a.K bemängelt, ist, dass solche Strafen gerade größere Unternehmen kaum tangieren, insbesondere, wenn sie eine sehr große Marktmacht besitzen.

Nichtsdestotrotz ist es gut, dass die EU etwas macht, da hat Hubelix Recht. Von der deutschen Politik ist da nichts zu erwarten, die spreizt ja direkt die Backen, sobald sich "die Industrie" ankündigt.
 

Laborant

Aktives Mitglied
"Wichtig ist, das mal ein erster Schritt gemacht wurde." --Hubelix

Da stimme ich dir voll und ganz zu. Im Übrigen wird Android mit den Lizenzgebühren nun auch für Hersteller uninteressanter - was auch den Markt für Non-Android Systeme öffnet - Käme Satya Nadella mal auf den Trichter, dass es möglicherweise interessant wäre, Windows wieder zu nutzen, dann wären sie auch mit einem Lizenzmodell über das ganze OS konkurrenzfähig.

Google muss nämlich aufpassen, wie sie die Lizenzkosten ansetzen. Zusammen mit den bereits anfallenden Lizenzkosten für MS Exchange könnte es - gerade im Hinblick, weil OS Updates nicht direkt von Google verteilt werden und einen signifikanten Entwicklungs-Supportaufwand benötigen - günstiger werden zu einem Rundum-Sorglospaket zu wechseln. Wenn MS denn das auch mal anbietet. Intern scheint Win10Mobile nicht tot zu sein...
 

Marcitos

Mitglied
@Hubelix

"Ohne die EU hätten auch Firefox und Chrome hier nie eine Chance zur Verbreitung gehabt weil MS seinen Internet Explorer immer schon bevorzugt hat. Der damals berühmte Netscape Navigator ist genau deswegen kaputt gegangen. "
SUPER, dafür hat nun Google mit Chrome das Monopol bei den Browsern.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164995/umfrage/marktanteile-der-browser-bei-der-internetnutzung-in-europa-seit-2009/
 

Hubelix

Mitglied
Ich denke wirklich eher das Amazon mit seinem FireOS die Chance nutzen könnte. Wie sich dahingehend der Gesamtmarkt verschieben wird ist dann eine andere Sache.

Vor allem hat FireOS schon nahezu alle wichtigen Apps in seinem Store und für Anbieter die Apps einstellen wollen sind die Hürden relativ gering, ist ja auch ein Android Fork.

MS hätte nun erstmal das Problem das sie in Sachen Smartphone beim Endkunden das Vertrauen vollkommen verspielt haben und Apps haben sie auch nicht viele im Shop. Diejenigen Apps, die im Windwos Store zu haben sind, sind für andere Displayformate optimiert.

Aber vielleicht kommt auch noch mal ein komplett neuer "Player" auf den Markt. Alles andere als einen weiteren Android-fork würde ich aber auch da nicht vermuten.

Huawei hat seit einiger Zeit übrigens auch einen eigenen App-Store auf seinen Smartphones. Anstatt Lizenzgebühren zu zahlen könnten die Hersteller also auch auf eigene Stores zurückgreifen. Vielleicht sogar die Apps komplett gratis anbieten um google Konkurrenz zu machen.

Vor allem ist Huawei gerade vom US-Markt faktisch ausgeschlosen. Die könnten sich dahingehend in Europa und vor allem Asien so richtig austoben.

Die Langzeitfolgen von dem Urteil können daher schon immens für Google sein!
 

Hubelix

Mitglied
Mak

Stimmt, immer den selben Anbieter zu haben ist besser, Wettbewerb ist Mist. Oh, wait .... wir wollen Nokia zurück und Apple hätte nie auf den Plan treten dürfen .... Ein11

Merkste was?

Die Entwicklung das Chrome Browser Nr1 gworden ist, hat schlappe 10 Jahre gedauert und wurde auch nur durch das Zusammenspiel des Browsers auf Smartphone und Computer möglich. Da hat Google seine Position sehr clever genutzt. Zuerst war aber der größte Konkurrent Firefox und auch Opera hat in den 2000ern eine größere Rolle gespielt.

Also findest du es etwa gut das Google versucht den Markt genauso zu isolieren wie Microsoft damals? Das kann nciht wirklich dein Ernst sein! Genau wegen dieser geschäftspraktiken verteidigt Chrome ja nun seinen Vorsprung vor Wettbewerbern und lässt diesen eben nicht zu.
 

Marcitos

Mitglied
@Hubelix

Ich finde es nicht gut, dennoch kann ich nachvollziehen, dass wenn man das Betriebssystem von Microsoft nutzt, Microsoft nun mal auch seinen eigenen Browser installiert hat. Man hält die Leute alle für zu doof sich selbst um eine alternative zu kümmern. Und selbst wenn man (damals) so zufrieden mit dem IE war, ist es Aufgabe des Wettbewerbs besser zu sein/werden.
 

Hubelix

Mitglied
Marcitos

Die Nutzung des OS (Windows, Android, ...) ist ja nicht das Problem. Problem ist bzw war wenn man seine eigenen Dienste, bei einemextrem hohen Marktanteil von >80% zu Lasten von Wettbewerbern durchdrücken möchte.

Bei MS wars halt so das nach dem Eingreifen der EU gefragt wurde "welchen Browser sollen wir installieren?". So wurde zumindest beim Browser ein Wettbewerb zugelassen. Denn die meisten Kunden haben sich doch nicht dafür interessiert. Hauptsache es funktionierte. Auch heute sind die meisten Kunden immer noch so desinteressiert das sie das nehmen was sie vorinstalliert bekommen. Reicht ja auch in den meisten Fällen. Ob Safari bei Apple, Chrome, Samsung Internet, MS Edge, die Browser funktionieren ja recht gut.

Aber wie hätte es denn anders laufen können? MS hätte seinen Internet Explorer weiter druchgedrückt, Bing als Standardsuche festgelegt und der Kunde hätte quasi nie etwas anderes kennen gelernt. Yahoo und Google wären langfrsitig ausgeblutet. Was Yahoo durch Googles Dominanz ohnehin passiert ist.

Aber eben durch Browser wie Firefox, sind Yahoo (zeitweise) und langfristig Google so groß geworden. Weil die Behörden diesen Wettbewerb möglich gemacht haben .
 

Marcitos

Mitglied
Hubelix

Wie gesagt, ich sehe da die Unternehmen in der Pflicht, nicht die Marktaufsicht. Wenn ich will, dass mein Browser genutzt wird, dann muss ich halt (simpel formuliert) einen besseren Browser anbieten und diesen bewerben. Oder ich entwickle mein eigenes BS und installiere ihn dann dort standardmäßig.
Für mich ist dieser Regulierungswahn nicht begreiflich. Hier wird Wettbewerb beschnitten und nicht gefördert.
Es war ja nicht so, dass MS die Installation von anderen Browsern unterbunden hat.
 

Fritz_The_Cat

Bekanntes Mitglied
@ AlfredNeumann:
Mag sein, daß der PlayStore eine Einzellizenz ist. Wenn ich es richtig erinnere, gibt es die aber nur, wenn ein Kunde (Hardwarehersteller) auch andere GoogleApps "abnimmt". Sozusagen die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.


@ jokerr:
"Aus Unternehmersicht ist das Verhalten vollkommen verständlich, ich würde ähnlich handeln.

Das was M.a.K bemängelt, ist, dass solche Strafen gerade größere Unternehmen kaum tangieren, insbesondere, wenn sie eine sehr große Marktmacht besitzen."

und @ Marcitos:
" SUPER, dafür hat nun Google mit Chrome das Monopol bei den Browsern. "

==> Gerade WEIL ein Unternehmen eine große Marktmacht besitzt, tangiert es solche Strafen kaum und kann es diese auf die Kunden abwälzen. … Und wer verschafft Unternehmen letztlich ihre Marktmacht bis hin zum Monopol? - Richtig, die Verbraucher.

Wenn auch mit austauschbaren Branchen und Namen, ist es seit Jahrzehnten immer dasselbe: Erst rennen die Käufer alle so lange den Discountern die Türen ein, bis der "Tante Emma"-Laden in ihrer Nachbarschaft aufgeben muß. Und dann beklagen sich dieselben Leute, daß der "schöne nette Nachbarschaftsladen" schließen muß(te).
 
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